Von Sebastian Fischer und Christian Teevs
DIW-Chef Zimmermann hält eine Erhöhung der Mehrwertsteuer für unvermeidbar. Die Rechnung ist recht simpel: Würden Union und FDP die Steuer von 19 auf 20 Prozent anheben, könnten sie mit einem Plus im Bundeshaushalt von rund vier Milliarden Euro rechnen. Noch einmal die gleiche Summe ginge an die Länder. Eine andere Variante wäre die Erhöhung des ermäßigten Mehrwertsteuersatzes. Der beträgt derzeit sieben Prozent und gilt zum Beispiel für Bücher und Lebensmittel. Allerdings auch für Schnittblumen. Allein auf diesem Feld schlummern satte 345 Millionen Euro, die bei einer Erhöhung auf den vollen Satz eingenommen werden könnten.
Im Wahlkampf schon brachte Baden-Württembergs Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) diese Möglichkeit ins Spiel. Die Kanzlerin pfiff ihn damals jedoch zurück.
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