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Koalitionspoker Unterhändler wälzen Probleme auf Parteichefs ab

CDU-Chefin Merkel, FDP-Vorsitzender Westerwelle: Marathonsitzung mit vielen ProblemenZur Großansicht
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CDU-Chefin Merkel, FDP-Vorsitzender Westerwelle: Marathonsitzung mit vielen Problemen

8. Teil: Außen- und Verteidigungspolitik: Wie viel Türkei verträgt die EU?

Auch hier gibt es Aufregung. Die CSU will, so ein Bericht des "Münchener Merkur", ein explizites Nein zur EU-Vollmitgliedschaft der Türkei in den Koalitionsvertrag hineinschreiben. Die FDP nahm das mit Verwunderung auf - und verwies auf eine entsprechende Passage des Koalitionsvertrags der Großen Koalition. 2005 hatte die Union - auf Druck der SPD - die Passage hinnehmen müssen, wonach die Verhandlungen ein "Prozess mit offenem Ende" sei, der "keinen Automatismus begründet und dessen Ausgang sich nicht im Vorhinein garantieren lässt".

FDP-Außenpolitiker hatten sich in jüngster Zeit zwar skeptisch zu einer türkischen EU-Mitgliedschaft geäußert. Auf der einen Seite sei das Land im jetzigen Zustand nicht beitrittsfähig, die EU auf der anderen Seite derzeit nicht aufnahmefähig. Zugleich wandten sich die Liberalen aber dagegen, der Türkei eine Beitrittsperspektive zu nehmen.

Weiterhin Streit gibt es auch über die Zukunft der Wehrpflicht. Die FDP gibt ihre Forderung nach deren Abschaffung nicht auf. Die zuständige Arbeitsgruppe konnte sich auch am Dienstag nicht auf einen Kompromiss verständigen.

Eine Einigung gibt es ebenso wenig über den künftigen Zuschnitt des Auswärtigen Amtes: Vermutlich wird es aus der AG keine Empfehlung geben, ob das Entwicklungshilfeministerium aufgelöst und ins Außenressort integriert werden soll, ist zu hören. Auch hier ist also die Spitzenrunde am Wochenende gefragt.

mit Material von dpa/AP und AFP

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insgesamt 3075 Beiträge
rafkuß 03.10.2009
...Guido wird meinen: Fremdsprachen, ach was, die Welt(wirtschaft) wird an der Deutschen Sprache genesen! (Man spricht Teutsch!)
Zitat von sysopDirekt nach der Bundestagswahl haben FDP und CDU mit den Koalitionsverhandlungen begonnen. Wird die neue Regierung den sozialen Kahlschlag einleiten?
...Guido wird meinen: Fremdsprachen, ach was, die Welt(wirtschaft) wird an der Deutschen Sprache genesen! (Man spricht Teutsch!)
friedrich_eckard 03.10.2009
Selbstverständlich, wenn sie Gelegenheit dazu hat. Die Frage ist, ob sie sie bekommen wird. Mindestens Frank Bsirske, ver.di-Vorsitzender, hat die Zeichen der Zeit erkannt und sich mit einem Aufruf zum Widerstand zu Wort [...]
Zitat von sysop... Wird die neue Regierung den sozialen Kahlschlag einleiten?
Selbstverständlich, wenn sie Gelegenheit dazu hat. Die Frage ist, ob sie sie bekommen wird. Mindestens Frank Bsirske, ver.di-Vorsitzender, hat die Zeichen der Zeit erkannt und sich mit einem Aufruf zum Widerstand zu Wort gemeldet http://www.focus.de/politik/deutschland/wahlen-2009/bundestagswahl/ver-di-bsirske-ruft-zu-kampf-gegen-schwarz-gelb-auf_aid_441145.html Diesem Aufruf sollten nun rasch konkrete Massnahmen folgen. Mindestens in allen grösseren Städten sollten sich jetzt so rasch wie möglich "Aktionsausschüsse gegen soziale Demontage" bilden, die vor Ort Demonstrationen und weitergehende Aktionen vorbereiten. Die Initiative dazu sollte von Gewerkschaften und Organisationen wie attac ausgehen, beteiligen sollten sich LINKE, GRÜNE und die noch vorhandenen Sozialdemokraten. Am Tage der Vereidigung der neuen Regierung sollten zum ersten Mal von vielen Malen Strassen und Plätze voll sein, aber nicht zum Feiern! Island und Frankreich liefern Beispiele dafür, wie man marktradikalen Regierungen die Grenzen aufzeigt. *No pasaran!*
Populist 03.10.2009
Blödsinniger Kampfbegriff...was für Gewerkschaften Linke. Für Menschen ohne Verstand... Wohlstand bewahren ist kein Kahlschlag...und unnötige Kostgänger aussortieren auch nicht. Mit Links-Grün käme erst der wirtschaftliche Ruin [...]
Blödsinniger Kampfbegriff...was für Gewerkschaften Linke. Für Menschen ohne Verstand... Wohlstand bewahren ist kein Kahlschlag...und unnötige Kostgänger aussortieren auch nicht. Mit Links-Grün käme erst der wirtschaftliche Ruin und dann notgedrungen der Kahlschlag...SO siehts aus.
1. Oktober 03.10.2009
Nein. Entsprechende Befürchtungen wurden und werden aus der extrem-linken Ecke seit Monaten als düstere Zukunftsvision an die Wand gemalt. Billige Polemik, sonst nichts. In Hessen regiert beispielsweise seit Jahren entweder eine [...]
Zitat von sysopDirekt nach der Bundestagswahl haben FDP und CDU mit den Koalitionsverhandlungen begonnen. Wird die neue Regierung den sozialen Kahlschlag einleiten?
Nein. Entsprechende Befürchtungen wurden und werden aus der extrem-linken Ecke seit Monaten als düstere Zukunftsvision an die Wand gemalt. Billige Polemik, sonst nichts. In Hessen regiert beispielsweise seit Jahren entweder eine CDU/FDP-Regierung, und vor nicht allzu langer Zeit gar eine reine CDU-Regierung. Sozialer Kahlschlag ist hier aber nirgendwo zu entdecken. Das ist alles nur Angstmacherei.
Rainer Daeschler 03.10.2009
Die Industrieverbände werden jetzt erst recht vorprechen und die INSM-Vertreter wieder vermehrt sich in den Talk-Shows breit machen, Lohnzurückhaltung, Arbeitszeitverlängerung und Lockerung des Kündigungsschutzes fordern, in der [...]
Zitat von sysopWird die neue Regierung den sozialen Kahlschlag einleiten?
Die Industrieverbände werden jetzt erst recht vorprechen und die INSM-Vertreter wieder vermehrt sich in den Talk-Shows breit machen, Lohnzurückhaltung, Arbeitszeitverlängerung und Lockerung des Kündigungsschutzes fordern, in der Erwartung, dass darüber zwischen CDU und FDP eher Einigkeit zu erzielen ist. Allerdings fehlt die SPD als Koalitionspartner, mit der so etwas einfacher durchzusetzen ist. In der Opposition wird sie wieder sozialdemokratisch. Der Widerstand im Bundestag dagegen dürfte damit wesentlich lauter artikuliert werden, als in der Zeit seit 1998 bisher gewohnt war.
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