Umfrage: Kraft soll Merkel herausfordern

Steinmeier? Steinbrück? Gabriel? SPD-Herausforderer von Kanzlerin Merkel soll laut einer Umfrage jemand anderes sein: NRW-Ministerpräsidentin Kraft.

Hannelore Kraft: Die SPD-Frau soll gegen Merkel antreten. Zur Großansicht
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Hannelore Kraft: Die SPD-Frau soll gegen Merkel antreten.

Berlin - Auf Hannelore Kraft warten höhere Aufgaben, wenn es nach den Wählern geht. Laut dem "ZDF-Politbarometer extra" soll die Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen nach ihrem Sieg am vergangenen Wochenende bei der Landtagswahl auch Kanzlerkandidatin der SPD werden.

Bei der Umfrage sprachen sich 25 Prozent der Befragten für Kraft als Herausforderin von Kanzlerin Angela Merkel aus. Sie liegt damit vor Ex-Finanzminister Peer Steinbrück, der auf 21 Prozent kam. 20 Prozent wollten Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier als Kanzlerkandidaten sehen. SPD-Chef Sigmar Gabriel kam nur auf 6 Prozent.

Auch bei den SPD-Anhängern lag Kraft mit 30 Prozent deutlich vor Steinbrück (25 Prozent). Die Sozialdemokraten wollen erst im kommenden Jahr entscheiden, wer Kanzlerkandidat bei der Bundestagswahl im Herbst 2013 sein soll. Kraft hatte mitgeteilt, dass sie nach ihrem Wahlsieg vom Sonntag nicht in die Bundespolitik wechseln wolle.

als/dpa

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insgesamt 14 Beiträge
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1. Abstruse Fragestellung!
doc 123 16.05.2012
Zitat von sysopSteinmeier? Steinbrück? Gabriel? SPD-Herausforderer von Kanzlerin Merkel soll laut einer Umfrage jemand anders sein: NRW-Ministerpräsidentin Kraft. Kraft soll Kanzlerkandidatin der SPD werden - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,833625,00.html)
Kraft MUSS Merkel herausfordern. Unter dieser gesammelten und gleichgeschalteten Polit-Mischopoke ist doch wohl Frau Kraft die aller-einzigste die einen Politikwechsel zu einer ehrlichen, anständigen, bürgernahen und kompetenten Politik hinbekommen kann, siehe Syriza in Griechenland. Die Abstrafung dieser Merkel CDU weiter unter 30 % und samt Ausgeburt unter 35 % in dem bevölkerungsreichsten Land hatte selbst ich nicht einmal prognostiziert und mir jemals erträumen lassen. NUR mit diesem Politikwechsel und Mitnahme der Menschen und Wähler sehe ich überhaupt eine Chance gegen diese absruse Finanzmafia, der sich Merkel, Steinbrück und Konsorten komplett unterworfen haben, überhaupt anzukommen.
2.
audumbla 16.05.2012
Frau Kraft hat den Wählern versprochen in NRW zu bleiben und das ist gut so. Wehe sie bricht ihr Versprechen. Ich könnte sie mir aber gut als SPD-Vorsitzende vorstellen. Bodenständig, ehrlich, sozial denkend und wirtschaftliche Kompetenz.
3. Besseres kann Frau Dr. Merkel
mot2 16.05.2012
nicht passieren. Kraft, kraftvoll mit Hacke und Schaufel, wird den Schuldenberg bearbeiten, jede Menge soziale Sargnägel einschlagen. Wir wollen abwarten, OPEL und Krupp stehen vor Veränderungen. Die Leiche NOKIA wurde eben von SAMSUNG überrollt. EUROBONDS stehen vor der Tür, vielleicht geht Frau Kraft ähnlich, wie der Röttmeister, aus NRW stiften. Vielleicht erleben wir ja eine Massenauswanderung von Politikern, denen angesichts der zukünftigen Entwicklungen, die Füsse vereisen. zum Grusse
4. Aha
bayrischcreme 16.05.2012
was hat denn die Kraft bisher an Erfolgen vorzuweisen? Nichts! Sie kommt irgendwie nett und sozial rüber, aber das ist auch wirrklich das einzige. Wir brauchen keinen Kümmerer für sozial schwache als Bundeskanzler sondern jemand der etwas durchsetzen und bewegen kann.
5. Vor allem
elikey01 16.05.2012
Zitat von audumblaFrau Kraft hat den Wählern versprochen in NRW zu bleiben und das ist gut so. Wehe sie bricht ihr Versprechen. Ich könnte sie mir aber gut als SPD-Vorsitzende vorstellen. Bodenständig, ehrlich, sozial denkend und wirtschaftliche Kompetenz.
aber bliebe sie sich damit selbst treu und authentisch für ihre Wähler und Wählerinnen, auch wenn sie für Frau Merkel eine sehr ernst zu nehmende Konkurrenz darstellen dürfte und sich dies womöglich in den Umfrageergebnissen spiegelt. Das Berliner Haifischbecken ist bestimmt kein anzustrebendes Domizil für eine Politikerin vom Format einer emphatischen Frau Kraft. Außerdem braucht Berlin h.E. eine konsequent-selbstbewusste Autorität gegenüber den Finanzmärkten und der EU in mehrheitlichen Interesse der deutschen Bevölkerung. Die dafür erforderliche Härte ist nicht jedem gegeben; Frau Kraft m.M.n. eher nicht. Wenn sie für das bevölkerungsreichste Bundesland für die nächsten Jahre mit ihren Mehrheiten ohne Duldungen eine erfolgreiche Politik betreibt, sollte sie daraus Anerkennung genug ziehen und sich auf kein anderes Amt einlassen.
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Haushalt und Schulden
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Kinder und Kita
Die SPD propagiert eine vorsorgende Politik mit dem Leitgedanken "Kein Kind zurücklassen". Das letzte Kindergartenjahr hatte Rot-Grün für die Eltern bereits beitragsfrei gestellt, das soll noch ausgeweitet werden. SPD und Grüne wollen die Aufholjagd bei den Kita-Plätzen für unter Dreijährige fortsetzen und den Rechtsanspruch ab August 2013 erfüllen. Die CDU geht von 44.000 fehlenden Plätzen aus und hält die Lücke ohne weitere Landesmittel für nicht schließbar. Das beitragsfreie Kita-Jahr soll nicht angetastet werden. Auch die FDP setzt den U3-Ausbau ganz oben auf die Agenda. Die Linke will flächendeckende gebührenfreie Kinderbetreuung. Die Piraten propagieren eine kostenlose wohnortnahe Ganztagsbetreuung ab dem ersten Lebensjahr. Beide Parteien sagen nichts zur Finanzierung.
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Die Grünen schreiben sich die Einführung der neuartigen weiterführenden Sekundarschule ab diesem Sommer auf die Fahnen, in der alle Schüler bis mindestens Klasse sechs gemeinsam lernen. Teil des rot-grünen Schulkonsenses mit der CDU sind wohnortnahe Schulen. Die FDP will individuelle Förderung "statt Mittelmaß für alle", um den Erhalt der Gymnasien kämpfen und Privilegien für Gesamt- und Sekundarschulen abschaffen. Alle möchten den gemeinsamen Unterricht von behinderten und nichtbehinderten Kids forcieren. Die Piraten fordern ein eingliedriges Schulsystem und die Auflösung der Klassenverbände. Stattdessen soll es ein Kurssystem geben. Sitzenbleiben soll der Vergangenheit angehören. Die Linkspartei plädiert für "Eine Schule für alle", gemeinsames Lernen bis zur Klasse zehn ohne Noten.
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Rot-Grün hat sie abgeschafft, dabei soll es bleiben. Auch die CDU will die Studiengebühren nicht wieder einführen, weil das eine Zumutung wäre. Die Hochschulen müssten aber gestärkt werden, auch mit Sofortmaßnahmen, um die nötigen Studienplätze bereitzustellen. Die FDP betrachtet Hochschulen und Studierende nach der Abschaffung der Studiengebühren als Verlierer. Sie will die Gebühren für eine bessere Qualität wieder einführen.
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Die SPD verspricht die Sicherung des Industriestandorts und will um den Erhalt der Arbeitsplätze kämpfen. Die Grünen wollen die Wirtschaft ökologisch umbauen und modernisieren. Die CDU bekennt sich zur Braunkohle, will bestehende Kraftwerke modernisieren oder erneuern. Zugleich sollen die Voraussetzungen für Netzausbau, erneuerbare Energien und neue Speichertechnologien geschaffen werden. Die FDP hält Gas- und Kohlekraftwerke für unverzichtbar. Wie die CDU wollen auch die Liberalen, dass das derzeit gestoppte milliardenteure Kraftwerk Datteln IV ans Netz geht. Die Grünen streben ein möglichst schnelles Ende der Kohleverbrennung an. SPD und Grüne wollen ihren gemeinsamen Entwurf für ein Klimaschutzgesetz NRW erneut in den Landtag einbringen. Ein rot-grüner Windkrafterlass soll den Anteil der Windenergie auf 15 Prozent vervierfachen. Die Linke fordert, Umweltschutz und Bürgerbelange sollten grundsätzlich Vorrang vor den Rendite-Interessen der Wirtschaft bekommen. Kohlekraftwerke werden als "CO2-Dreckschleudern" abgelehnt. Die Piraten verlangen mehr Wettbewerb bei Strom- und Gasversorgung und wollen den Bürger beim Thema Umwelt stärker beteiligen.