Gerangel um Parteispitze: Kramp-Karrenbauer will nicht CDU-Vize werden

"Ich werfe meinen Hut nicht in den Ring": Saarlands Regierungschefin Annegret Kramp-Karrenbauer möchte nicht stellvertretende CDU-Vorsitzende werden. Sie wolle stattdessen Julia Klöckner beim Ringen um den freigewordenen Vize-Posten unterstützen.

Saar.Ministerpräsidentin Kramp-Karrenbauer: Verzicht auf Kandidatur für Vize-VorsitzZur Großansicht
dapd

Saar.Ministerpräsidentin Kramp-Karrenbauer: Verzicht auf Kandidatur für Vize-Vorsitz

Saarbrücken/Hamburg - Die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer will nicht stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende werden. Sie sagte der "Saarbrücker Zeitung" mit Blick auf den Bundesparteitag im Dezember in Hannover: "Ich werfe meinen Hut nicht in den Ring." Stattdessen werde sie die rheinland-pfälzische CDU-Chefin Julia Klöckner unterstützen.

Zugleich regte Kramp-Karrenbauer an, die Zahl der stellvertretenden CDU-Bundesvorsitzenden zu erhöhen, damit Baden-Württemberg angemessen vertreten bleibe. "Es gab auch schon Zeiten, in denen wir mehr als vier Vize hatten", erklärte sie.

Nach dem angekündigten Rückzug von Bildungsministerin Annette Schavan und der Absetzung von Norbert Röttgen werden Ende des Jahres zwei der Stellvertreterposten von Parteichefin Angela Merkel frei. Auf Röttgen dürfte NRW-Landeschef Armin Laschet folgen, Vorsitzender des größten Landesverbandes der Christdemokraten. Doch die Schavan-Nachfolge ist höchst umstritten. Auch Kramp-Karrenbauer war als mögliche Kandidatin genannt worden. Im Gespräch für die Nachfolge sind nun noch Klöckner und der baden-württembergische CDU-Landeschef Thomas Strobl. Auch Schavan kommt aus Baden-Württemberg.

Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU) sprach sich dafür aus, dass einer der vier Merkel-Stellvertreter weiterhin aus seinem Heimatverband Baden-Württemberg kommt. "Die CDU Baden-Württemberg ist der zweitgrößte Landesverband nach Nordrhein-Westfalen. Der zweitgrößte Landesverband sollte nach meiner Überzeugung auch in der engsten Führungsspitze vertreten sein", sagte er.

Doch außerhalb Baden-Württembergs nimmt die Unterstützung für Klöckner zu. Auch der Hamburger CDU-Landesvorsitzende Marcus Weinberg sprach sie für Klöckner als neue Vize-Parteivorsitzende aus. "Julia Klöckner wäre eine gute Wahl als stellvertretende Parteivorsitzende. Sie genießt als erfolgreiche Politikerin und talentierte junge Frau eine große Akzeptanz weit über ihre Landesgrenze hinaus", sagte Weinberg dem "Hamburger Abendblatt".

Seines Erachtens könne die rheinland-pfälzische Landesvorsitzende den ganzen Südwesten, einschließlich Baden-Württembergs, repräsentieren. Die Landesverbände sollten zudem an dieser Stelle nicht gegeneinander arbeiten, sagte Weinberg.

fab/dpa/dapd

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Es erstaunt mich immer wieder wie viele weibliche Führungsgestalten die CDU so auf bieten kann. Ohne die Frauenemanzipation, die ihre Wurzeln vor allem im ansonsten so verteufelten linken Bewegungen hat, würden die doch noch [...]
Zitat von sysop"Ich werfe meinen Hut nicht in den Ring": Saarlands Regierungschefin Annegret Kramp-Karrenbauer möchte nicht stellvertretende CDU-Vorsitzende werden. Sie wolle stattdessen Julia Klöckner beim Ringen um den freigewordenen Vize-Posten unterstützen. Kramp-Karrenbauer will nicht Vize-Vorsitzende der CDU werden - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,851543,00.html)
Es erstaunt mich immer wieder wie viele weibliche Führungsgestalten die CDU so auf bieten kann. Ohne die Frauenemanzipation, die ihre Wurzeln vor allem im ansonsten so verteufelten linken Bewegungen hat, würden die doch noch alle am Herd, an der Nähmaschine und der Waschmaschine stehen. Wie die damit umgehen? Also entweder ist da keine Geschichtskenntnis vorhanden oder eine große Ignoranz.
Luscinia007 23.08.2012
Nach dieser Überschrift habe ich einen Artikel erwartet, der die Gründe für den ehrenwerten und für Politiker entwerder honorig oder taktisch klugen Verzicht auf ein weiteres (oft gutdotiertes) Pöstchen erkläutert und Kra-Ka [...]
Zitat von sysop"Ich werfe meinen Hut nicht in den Ring": Saarlands Regierungschefin Annegret Kramp-Karrenbauer möchte nicht stellvertretende CDU-Vorsitzende werden. Sie wolle stattdessen Julia Klöckner beim Ringen um den freigewordenen Vize-Posten unterstützen. Kramp-Karrenbauer will nicht Vize-Vorsitzende der CDU werden - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,851543,00.html)
Nach dieser Überschrift habe ich einen Artikel erwartet, der die Gründe für den ehrenwerten und für Politiker entwerder honorig oder taktisch klugen Verzicht auf ein weiteres (oft gutdotiertes) Pöstchen erkläutert und Kra-Ka durch diesen klassischen Bescheidenheitstopos, dem Unwillen, ein Amt zu übernehmen, für Höheres empfielt. Und was kommt: ein ganz banales Postengeschacher: Kra-Ka (Saar) unterstützt Glöcker (RhPf), die den Vizepräsididentenposten, der seit Jahrzehnten von BaWü gehalten wurde, erringen möchte. Als ob Kra-Ka neben VdL, HessenMP und NRW-Vorsitzendem politisches Schwergewicht genug wäre, um für den Posten überhaupt in Frage zu kommen! Was nun? Soll Kra-Ka für den BaWü'ler Stobl nun als leuchtendes Vorbild gelten, damit sich der lästige Konkurrent aus dem Südwesten ebenso edel enthält? Soll dem südwestdeutschen Noch-Platzhirsch angedeutet werden, er solle sich einer Kampfkandidatur um den angestammten Vizeposten enthalten? Wie auch immer, mit der Überschrift hat der Artikel nur wenig zu tun.
box-horn 23.08.2012
aha. Und wo bitte ist das "Gerangel", wenn sich alle weitgehend einig sind? Im übrigen stimmt verdächtig, daß Frau Kramp-Karrenbauer nicht selbst kandidieren will - das ist gewiß keine Folge von selbstgenügsamer [...]
Zitat von sysop"Ich werfe meinen Hut nicht in den Ring": Saarlands Regierungschefin Annegret Kramp-Karrenbauer möchte nicht stellvertretende CDU-Vorsitzende werden. Sie wolle stattdessen Julia Klöckner beim Ringen um den freigewordenen Vize-Posten unterstützen. Kramp-Karrenbauer will nicht Vize-Vorsitzende der CDU werden - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,851543,00.html)
aha. Und wo bitte ist das "Gerangel", wenn sich alle weitgehend einig sind? Im übrigen stimmt verdächtig, daß Frau Kramp-Karrenbauer nicht selbst kandidieren will - das ist gewiß keine Folge von selbstgenügsamer Bescheidenheit.
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  • Mittwoch, 22.08.2012 – 18:56 Uhr
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