23. Juni 2008, 12:27 Uhr

Landratswahlen

SPD unter fünf Prozent auf Rügen

Ein desaströses Ergebnis für die SPD: Bei der Landratswahl auf der Ostseeinsel Rügen hat die Volkspartei ihr schlechtestes Wahlergebnis seit 1990 erzielt. Wahlgewinner ist Die Linke - der SPD-Kandidat lag sogar noch hinter dem der FDP.

Bergen/Rügen - Keine Chance für den SPD-Kandidaten Thomas Gelshorn: Bei der Landratswahl auf Rügen hat er 4,4 Prozent der Wählerstimmen bekommen - und damit gegen Kerstin Kassner von der Partei Die Linke verloren. Sein schlechtes Ergebnis stehe im Zusammenhang mit der Politik der SPD auf Bundesebene sowie mit dem historischen Umfragetief seiner Partei, sagte Gelshorn der "Ostsee-Zeitung".

Gegen Kassner waren - neben SPD-Mann Gelshorn - Gustav Lüth (CDU/17,8 Prozent) und Gerhard Weber (FDP) angetreten. Weber bekam mit 9,4 Prozent mehr als doppelt so viele Stimmen wie der SPD-Kandidat.

Kassner erreichte im ersten Wahlgang am Sonntag 68,3 Prozent der Stimmen. Damit verteidigte die Amtsinhaberin ihren Posten als Landrätin. Die Linke in Mecklenburg-Vorpommern besetzt nun insgesamt drei Landratsposten.

ayd/ddp


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