Landtagswahl in Sachsen Umfrage sieht NPD bei fünf Prozent

Gut eine Woche vor der Landtagswahl in Sachsen kann sich die NPD Hoffnung auf einen Wiedereinzug ins Parlament machen. Im ZDF-Politbarometer liegen die Rechtsextremisten bei fünf Prozent.

Sächsischer Landtag in Dresden: AfD und NPD können auf Einzug ins Parlament hoffen
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Sächsischer Landtag in Dresden: AfD und NPD können auf Einzug ins Parlament hoffen


Dresden/Hamburg - Die NPD in Sachsen hat gute Aussichten, zum dritten Mal in Folge in den Landtag einzuziehen. Im ZDF-Politbarometer liegt die rechtsextreme Partei zehn Tage vor der Wahl bei fünf Prozent.

Wenn schon am nächsten Sonntag gewählt würde, käme die CDU auf 39 Prozent. Die Linke kommt derzeit auf 20 Prozent, die SPD auf 15 Prozent. Die AfD würde mit sieben Prozent erstmals den Einzug in ein Landesparlament schaffen. Auch die Grünen wären mit sechs Prozent wieder im Landtag vertreten.

Dagegen muss die mitregierende FDP um den Verbleib im Parlament bangen. Das Politbarometer sieht die Liberalen nur bei drei Prozent. Die schwarz-gelbe Koalition in Dresden ist bislang die letzte Landesregierung mit FDP-Beteiligung.

43 Prozent der Sachsen sind unentschlossen

Die große Mehrheit der Sachsen wünscht sich laut der Umfrage, dass CDU-Landeschef Stanislaw Tillich Ministerpräsident bleibt. 62 Prozent der Befragten wollen ihn als Regierungschef, sein Herausforderer von der Linken, Rico Gebhardt, kommt nur auf 14 Prozent. Selbst von den Linken-Anhängern wird Tillich als Ministerpräsident bevorzugt.

Zurzeit wissen 43 Prozent noch nicht sicher, wen und ob sie wählen wollen. Bei der letzten Landtagswahl 2009 waren die CDU auf 40,2 Prozent, die Linke auf 20,6 Prozent, die SPD auf 10,4 Prozent, die FDP auf 10,0 Prozent, die Grünen auf 6,4 Prozent, die NPD auf 5,6 Prozent und die anderen Parteien zusammen auf 6,8 Prozent gekommen.


Die Umfrage wurde von der Forschungsgruppe Wahlen durchgeführt. Die Interviews wurden in der Zeit vom 18.8. bis 20.8.2014 unter 1072 zufällig ausgewählten Wahlberechtigten in Sachsen telefonisch erhoben. Die Befragung ist repräsentativ für die dortige wahlberechtigte Bevölkerung. Der Fehlerbereich beträgt bei einem Parteianteil von 40 Prozent gut +/- drei Prozentpunkte und bei einem Parteianteil von zehn Prozent gut +/- zwei Prozentpunkte.

syd

Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 26 Beiträge
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Humboldt 21.08.2014
1. super
also weitere 5 Jahre aktive feindliche CDU-Politik gegen Bahnfahrer und den ÖPNV in Sachsen! Der ollen NPD fällt ja dazu auch nur ein, dass Loks und Wagenmaterial nur aus deutsche Produktion kommen sollen...
seneca55 21.08.2014
2. NPD in Sachsen bei 5%?
Seit Jahrzehnten ist die NPD in Sachsen über 5%, das ist also keine Überraschung. Die Frage bleibt aber ob die FDP nochmal die 5% schafft oder ganz von der in 2013 gegründeten AfD gefressen wird, dann müsste die AfD eher bei 10% als bei 7% in Sachsen liegen. Die Grünen werden sich aber nicht am Ende freuen dürfen.
pom_muc 21.08.2014
3.
In D leben ungefähr 10% Ausländer. Erweitert man den Begriff um "Mitbürger mit Migrationshintergrund" verdoppelt sich der Anteil. In Sachsen leben unter 3% Ausländer. Aber wesentlich mehr als noch zu DDR-Zeiten als die Ausländerquote in Sachsen noch um das 1% pendelte. Betrachtet man die Prognosen für rot-grün wird klar warum diese permanent Neuwähler importieren wollen.
rahotep 21.08.2014
4.
Diese Art von Gratiswahlwerbung weiß die NPD sicher zu schätzen.
cato. 21.08.2014
5.
Damit wäre der Mythos, dass die AfD bei Rechstextremen fischen würde ja widerlegt. Die Rechtsextremen bleiben bei der NPD und die AfD darf sich über viele Konservative und Liberale Wähler freuen die von den anderen Parteien flüchten.
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