Landtagswahlen Linkspartei plant rot-rote Koalitionen

Einladung zum Tabubruch: Die Linkspartei umwirbt nach SPIEGEL-Informationen bei den Landtagswahlen im Saarland und in Thüringen die SPD mit einem Koalitionsangebot. Rot-rot ist den Linken gleich doppelt wichtig - als Machtoption in den Ländern und als Referenzprojekt für eine Zusammenarbeit im Bund.

Spitzenkandidaten der Linken 2009 (v.l.): Bodo Ramelow (Thüringen), Kerstin Kaiser (Brandenburg) und Andre Hahn (Sachsen) zusammen mit Parteichef Lothar Bisky
ddp

Spitzenkandidaten der Linken 2009 (v.l.): Bodo Ramelow (Thüringen), Kerstin Kaiser (Brandenburg) und Andre Hahn (Sachsen) zusammen mit Parteichef Lothar Bisky


Hamburg - Oskar Lafontaines Partei Die Linke will der SPD nach Informationen des SPIEGEL nach den Landtagswahlen im Saarland und Thüringen am 30. August rot-rote Koalitionen anbieten, um die CDU-Ministerpräsidenten Peter Müller und Dieter Althaus abzulösen. In Thüringen ist die Linke unter Umständen auch dann zu einer Zusammenarbeit bereit, wenn sie nicht den Ministerpräsidenten stellen kann, obwohl sie laut Umfragen voraussichtlich stärker sein wird als die SPD.

Infratest dimap sieht die Linkspartei in der jüngsten Umfrage hinter der CDU (34 Prozent) auf dem zweiten Platz bei 24 Prozent; die SPD folgt auf Platz drei mit 19 Prozent.

Eine Tolerierung von Rot-Grün schließen die Linken aber kategorisch aus und reklamieren auch das Vorschlagsrecht für den Chefjob für sich. Ihr Spitzenkandidat Bodo Ramelow sagt selbstbewusst: "Wir wollen regieren."

Im Saarland, wo die Linke nach den Zahlen der Forschungsgruppe Wahlen mit derzeit 16 Prozent deutlich hinter den Sozialdemokraten (26 Prozent) liegt, hat Lafontaine bereits mehrere Personalvorschläge für eine linke Koalition in petto, die auch in der SPD konsensfähig sind. Dazu gehört Heinz Bierbaum, Professor an der Hochschule für Wirtschaft und Technik in Saarbrücken, als möglicher Wirtschaftsminister, der Sozialpolitiker Volker Schneider aus der linken Bundestagsfraktion als Arbeits- und Rentenexperte sowie die Ex-Grüne Barbara Spaniol für Bildung.

Die Linke hofft, damit nach den Landtagswahlen neben dem Berliner Senat - wo sie bereits seit 2002 zusammen mit den Sozialdemokraten regiert - eine weitere rot-rote Koalitionen bilden zu können, als Referenzprojekte für eine spätere Regierungsbeteiligung im Bund.

oka

Forum - Wer wäre der beste Ministerpräsident fürs Saarland?
insgesamt 679 Beiträge
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Seite 1
OlivierDjappa 18.08.2009
1.
Zitat von sysopWie sehen Sie den Ausgang der Saar-Wahl? Peter Müller, Heiko Maas oder Oskar Lafontaine - wer wäre der beste Ministerpräsident?
In aller gebotenen Unbescheidenheit: Ich.
Fred Heine 18.08.2009
2.
Zitat von sysopWie sehen Sie den Ausgang der Saar-Wahl? Peter Müller, Heiko Maas oder Oskar Lafontaine - wer wäre der beste Ministerpräsident?
Horst Schlämmer, natürlich.
elandy 18.08.2009
3.
Zitat von Fred HeineHorst Schlämmer, natürlich.
Müller ist verbraucht. Der hatte schon 2005 keine Lust mehr und wäre lieber nach Berlin gewechselt. Lafontaine hat keine zweite Chance verdient. Maas wäre zumindest ein frisches Gesicht.
ginivonOnyx 18.08.2009
4. Ministerpräsident im Saarland
Wohl keiner der drei genannten Figuren, da alle inkompetent!!
viceman 18.08.2009
5. oskar l. wäre der wohl
Zitat von sysopWie sehen Sie den Ausgang der Saar-Wahl? Peter Müller, Heiko Maas oder Oskar Lafontaine - wer wäre der beste Ministerpräsident?
am meisten geeignete aus dieser auswahl!
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