Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.

Langjährig geduldete Ausländer: FDP will Bleiberecht verlängern

Diskussion über das Bleiberecht für Ausländer, die seit mehreren Jahren legal in Deutschland leben: Die FDP plädiert für eine Verlängerung des Bleiberechts - die CDU fordert, dass Ausländer sich um Arbeit bemühen müssen, damit sie weiterhin befristet in Deutschland leben dürfen.

Ausländer in Deutschland: Parteien uneins über Bleiberecht Zur Großansicht
AP

Ausländer in Deutschland: Parteien uneins über Bleiberecht

Berlin - Die FDP will das vom Bundestag bis Ende des Jahres befristete Bleiberecht für rund 30.000 langjährig geduldete Ausländer um ein Jahr verlängern. "Wir brauchen ein Jahr Zeit, um in Ruhe eine vernünftige und tragfähige Lösung zu finden", sagte der Vorsitzende des Arbeitskreises Innen und Rechtspolitik der FDP-Bundestagsfraktion, Hartfrid Wolff, der Zeitung "Die Welt" laut Vorabbericht. Falls sich die Länder nicht einigen können, solle der Bundestag eine neue Regelung beschließen.

CDU-Innenexperte Reinhard Grindel plädierte für eine differenzierte Lösung. "Wer sich gar nicht um Arbeit bemüht hat, kann nicht bleiben", sagte Grindel dem Blatt. Familien aber müssten das Bleiberecht für den gesamten Verlauf des Schulbesuchs oder der Ausbildung erhalten. Bei gut integrierten Kindern ab dem 15. Lebensjahr sollte die Schule beendet werden dürfen.

Die SPD-Innenminister und -senatoren fordern der Zeitung zufolge in ihrem Beschlussvorschlag für die Innenministerkonferenz (IMK) Anfang Dezember eine Aufenthaltserlaubnis von zunächst zwei Jahren. Der IMK-Vorsitzende Ulrich Mäurer (SPD) sagte: "Es ist nicht akzeptabel, dass in einer für die Betroffenen so essentiellen Frage immer noch keine Klarheit geschaffen worden ist." Berlins Innensenator Ehrhart Körting (SPD) forderte eine Dauerlösung.

Dagegen warnte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) vor einem Daueraufenthalt auf Kosten unserer Sozialkassen. "Erst Arbeit, dann Daueraufenthalt - das muss das Prinzip sein", sagte Herrmann der Zeitung.

anr/ddp

Diesen Artikel...
Forum - Fachkräftemangel - ist Deutschland selbst schuld?
insgesamt 1248 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1.
kdshp 02.02.2009
Zitat von sysop"Der Meister der Zukunft ist ein Türke" - so wirbt der Zentralverband des Deutschen Handwerks für eine verbesserte Ausbildung junger Deutscher mit ausländischen Eltern. Experten halten eine solche Initiative für überfällig - wird zu wenig für Integration getan?
Hallo, ui 2 themen auf einmal (fachkräftemangel und integration).
2.
H.Ehrenthal, 02.02.2009
Zitat von sysop"Der Meister der Zukunft ist ein Türke" - so wirbt der Zentralverband des Deutschen Handwerks für eine verbesserte Ausbildung junger Deutscher mit ausländischen Eltern. Experten halten eine solche Initiative für überfällig - wird zu wenig für Integration getan?
Warum soll dieses ominöse "Deutschland" Schuld sein? Es sind immer und immer wieder die vertrottelten Politiker und Wirtschaftsbonzen! Und: Was zur Hölle hat der verordnete Facharbeitermangel mit einer Integration zu tun? Hier werden zwei Sachen miteinander verquickt, die nicht das Geringste mit der Fragestellung zu tun haben. Jungejunge!
3.
Wallenstein, 02.02.2009
Zitat von sysop"Der Meister der Zukunft ist ein Türke" - so wirbt der Zentralverband des Deutschen Handwerks für eine verbesserte Ausbildung junger Deutscher mit ausländischen Eltern. Experten halten eine solche Initiative für überfällig - wird zu wenig für Integration getan?
Es wird sehr viel für Integration getan. Es ist auch eine Frage des sich integrieren lassen wollens. Vietnamesen haben keine Probleme. Bei Türken gibt es große Probleme. Also kann es nicht an der Integrationspolitik liegen, sondern an der Frage, ob man sich integrieren lassen will. Als in der Fortbildung Tätiger, stelle ich fest, dass die Türen allen offen stehen. Braucht dieses Land Fachkräfte, sollte es sich diese aus Ländern holen, die kulturell uns nahe stehen. Nord- oder Südamerika. Alles andere führt nicht zum Ziel.
4.
Rainer Eichberg 02.02.2009
Zitat von sysop"Der Meister der Zukunft ist ein Türke" - so wirbt der Zentralverband des Deutschen Handwerks für eine verbesserte Ausbildung junger Deutscher mit ausländischen Eltern. Experten halten eine solche Initiative für überfällig - wird zu wenig für Integration getan?
Solange in einer Stellenanzeige nicht steht... "Wir freuen uns besonders über Bewerbungen von Frauen, Behinderten und Migranten" ...geht das doch in Ordnung. Außerdem finde ich, daß es eine Selbstverständlichkeit sein sollte, daß Migranten hier bei uns einen Meisterlehrgang machen. Was jedoch nicht passieren sollte: Meisterlehrgänge in mehrsprachiger Ausführung, weil die Teilnehmer nicht der deutschen Sprache in Wort und Schrift mächtig sind.
5.
H.Ehrenthal, 02.02.2009
Zitat von kdshpHallo, ui 2 themen auf einmal (fachkräftemangel und integration).
Hatte ich auch bemängelt. Wurde gekillt. Sie müssen dafür sein!
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge! zum Forum...

© SPIEGEL ONLINE 2009
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH




Der kompakte Nachrichtenüberblick am Morgen: aktuell und meinungsstark. Jeden Morgen (werktags) um 6 Uhr. Bestellen Sie direkt hier: