Völkerschlachtdenkmal Protest in Leipzig gegen Flüchtlingssterben im Mittelmeer

Mit einer Plakat-Aktion am Völkerschlachtdenkmal in Leipzig haben Aktivisten gegen das Sterben im Mittelmeer protestiert. Am Sonntag ist eine Demo in Dresden für Seenotretter geplant.

Transparent am Völkerschlachtdenkmal
DPA

Transparent am Völkerschlachtdenkmal


Mit einem riesigen Plakat am Völkerschlachtdenkmal in Leipzig haben Gegner einer Abschottung Europas am Samstag auf die humanitäre Katastrophe im Mittelmeer aufmerksam gemacht. Sie ließen am Denkmal ein etwa 10 Mal 20 Meter großes Tuch mit der Aufschrift "Wie viele Leichen passen ins Mittelmeer? Seenotrettung erlauben!" herunter. Nach Angaben der Polizeidirektion Leipzig hatten mehrere junge Leute zunächst ganz normal Tickets für eine Besichtigung des Denkmals gelöst. Dann ließen sie von der ersten Ebene des Bauwerks das Plakat herunter. Es war nur ein paar Minuten zu sehen. Den jungen Leuten gelang es, noch vor Eintreffen der Polizei zu flüchten.

An diesem Sonntag ist in der Dresdner Neustadt eine Demonstration für die Seenotretter der "Mission Lifeline" geplant, dessen Kapitän sich in Malta vor Gericht verantworten muss.

Das fünfte Jahr in Folge haben mehr als 1500 Migranten die Fahrt über das Mittelmeer Richtung Europa nicht überlebt, wie Zahlen der Internationalen Organisation für Migration (IOM) zeigen. Demnach ist die Route zwischen Libyen und Italien die gefährlichste - einer von 19 Menschen sterbe bei dem Versuch, sie zu überwinden.

Am Donnerstag hatten Studenten der Münchner Filmhochschule ein Zeichen gegen die Asylpolitik der CSU gesetzt. Sie übergossen sich mit Wasser und legten sich "leblos" auf den Boden, um auf die verstorbenen Flüchtlinge im Mittelmeer aufmerksam zu machen.

Im Video: Studenten überraschen Markus Söder mit Protest gegen Asylpolitik

Studierende der HFF München

lie/dpa



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