Dokumentation: Lötzschs Rücktrittserklärung im Wortlaut

Die Linksparteivorsitzende Gesine Lötzsch hat ihren Rücktritt erklärt. Lesen Sie hier ihre Mitteilung im Wortlaut:

Vorsitzende der Linkspartei Gesine Lötzsch: "Diese Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen" Zur Großansicht
dapd

Vorsitzende der Linkspartei Gesine Lötzsch: "Diese Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen"

"Aufgrund der Erkrankung meines Mannes habe ich mich nach reiflicher Überlegung entschieden, das Amt der Vorsitzenden der Partei Die Linke niederzulegen. Diese Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen. Meine familiäre Situation lässt jedoch eine häufige Abwesenheit von meinem Wohnort Berlin nicht mehr zu.

Ich werde mich künftig auf mein Mandat als Berliner Bundestagsabgeordnete konzentrieren. Ich danke allen Mitgliedern der Partei die Linke, die mich in meiner Arbeit unterstützt haben und wünsche meiner Nachfolgerin Gesundheit und Erfolg."

heb

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1. Unglaubwürdig
Florian_Geyer 11.04.2012
Zitat von sysopdapdDie Linksparteivorsitzende Gesine Lötzsch hat ihren Rücktritt erklärt. Lesen Sie hier ihre Mitteilung im Wortlaut: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,826727,00.html
Die Begründung ist in meinen Augen unglaubwürdig. Ihr Mann war ja schon länger erkrankt und bei diesen Einkommensverhältnissen ist die Einstellung einer 24 Std. Fachpflegekraft keine Frage des Geldbeutels. Hier tritt jemand zurück, der einsieht, dass er als klassischer SED-Funktionär alter Prägung gegen einen rhetorisch begabten mit allen Wassern gewaschenen Physiker aus "Ostfrankreich" keine Chance hat. Eine ewiggestrige tritt als Parteivorsitzende einer ewiggestrigen Partei zurück. Man wird ihr keine Träne nachweinen. Die Suche nach Wegen zum Kommunismus beschränkt sich jetzt Gott sei Dank auf ihr häusliches Umfeld.
2. Gute Lösung,
adam68161 11.04.2012
sich aus der Nachfolgedebatte zurück zu ziehen und den Weg für Sarah Wagenknecht frei zu machen. Jetzt können die Leute die echten Neokommunisten wählen....wer will...
3. Lötsch hat ein Recht auf Familie
eurowun 11.04.2012
Zitat von sysopdapdDie Linksparteivorsitzende Gesine Lötzsch hat ihren Rücktritt erklärt. Lesen Sie hier ihre Mitteilung im Wortlaut: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,826727,00.html
Wer Frau Lötsch als unglaubwürdig bezeichnet, weil diese in der Zukunft den schon längere Zeit erkrankten Ehemann näher sein will, ist unredlich. Jemandem das Recht abzusprechen und ehrliche Gesinnung, statt Parteipolitik mehr Famile sollte sich an die Fälle Müntefering, Steinmeier erinnern. Waren diese Personen unehrlich, wenn die Ehefrauen auch erkrankt waren, die zunehmende größere Problematik der Erkrankung zu Tage trat und ein nahestehender Mensch daheim sein will oder weniger arbeiten will. Lötsch hat eben so wie Münte Anerkennung verdient.
4. Moral hat mit Geld wenig zu tun
eurowun 11.04.2012
Zitat von Florian_GeyerDie Begründung ist in meinen Augen unglaubwürdig. Ihr Mann war ja schon länger erkrankt und bei diesen Einkommensverhältnissen ist die Einstellung einer 24 Std. Fachpflegekraft keine Frage des Geldbeutels. Hier tritt jemand zurück, der einsieht, dass er als klassischer SED-Funktionär alter Prägung gegen einen rhetorisch begabten mit allen Wassern gewaschenen Physiker aus "Ostfrankreich" keine Chance hat. Eine ewiggestrige tritt als Parteivorsitzende einer ewiggestrigen Partei zurück. Man wird ihr keine Träne nachweinen. Die Suche nach Wegen zum Kommunismus beschränkt sich jetzt Gott sei Dank auf ihr häusliches Umfeld.
Die Suche nach dem Kommunismus - mein Gott - da wird Lötsch von linken Politikern der SPD links völlig überholt. Störend und damit erkennbar beabsichtigt ist, Lötsch die Ehre abzusprechen und den eigenen Willen, für sich und die kranken Ehemann eine gangbare Lösung zu finden. Hilfe und Nähe haben nichts mit einem hohen Einkommen zu tun. Und wer gar glubt, wer viel verdiene, solle sich und könne sich doch eine 24-Stunden-Pflegekraft anstellen, hat die soziale und menschliche Seite des Lebens völlig mißverstanden. Wer krank ist, dem hilft das Scheckbuch nicht. Wer solche Ansichten vertritt war wohl noch nie ernsthaft krank. Ganz abgesehen von der sozialen Kompetenz.
5. Zeitpunkt
parisien 11.04.2012
Zitat von eurowunDie Suche nach dem Kommunismus - mein Gott - da wird Lötsch von linken Politikern der SPD links völlig überholt. Störend und damit erkennbar beabsichtigt ist, Lötsch die Ehre abzusprechen und den eigenen Willen, für sich und die kranken Ehemann eine gangbare Lösung zu finden. Hilfe und Nähe haben nichts mit einem hohen Einkommen zu tun. Und wer gar glubt, wer viel verdiene, solle sich und könne sich doch eine 24-Stunden-Pflegekraft anstellen, hat die soziale und menschliche Seite des Lebens völlig mißverstanden. Wer krank ist, dem hilft das Scheckbuch nicht. Wer solche Ansichten vertritt war wohl noch nie ernsthaft krank. Ganz abgesehen von der sozialen Kompetenz.
Es ist ja alles im Prinzip richtig, was Sie da sagen. Dennoch kann man nicht leugnen, dass das natürlich auch schon galt. als der Mann erkrankte, ohne dass L. die jetztige Konsequenz gezogen hätte. Dann gerät sie natürlich durchaus in den Verdacht, diese Krankheit zu instrumentalisieren - und alles , was Sie so treffend sagten, kehrt sich ins Gegenteil und Ls Argumentation ist nur noch schäbig. Es kann aber auch sein, dass die Krankheit eines Partners von Anderen zu häufig als Vorwand missbraucht wurde und L. das dadurch entstandene Misstrauen gegen solche Erklärungen zu spüren bekommt.
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