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Zum Tod von Lothar Späth: "Das Cleverle hat das Land weit nach vorne gebracht"

DPA

Trauer um Lothar Späth: Der verstorbene CDU-Politiker wird als "liebevoller und kluger Ratgeber", als "großes Glück für unser Land" und "herausragende Persönlichkeit" gewürdigt.

Lothar Späth ist im Alter von 78 Jahren gestorben. Über die Parteigrenzen wird der ehemalige Ministerpräsident von Baden-Württemberg gewürdigt. Die Reaktionen auf seinen Tod im Überblick:

  • Bundesratspräsident Stanislaw Tillich (CDU) sagte während einer Sitzung der Länderkammer, der verstorbene Politiker habe sich "großartige Verdienste" um sein Bundesland erworben. Auch beim Aufbau der ostdeutschen Bundesländer sei man ihm "zu großem Dank verpflichtet". Das gelte für Sachsen, aber auch für Thüringen und das Unternehmen Jenoptik, das Späth jahrelang als Geschäftsführer. Späth sei "ein großartiger Politiker der Bundesrepublik Deutschland" gewesen.

  • Unionsfraktionschef Volker Kauder erklärte: "Seine Kreativität und seine Ideen haben die Wirtschaft beflügelt und damit dem Wohl aller Menschen gedient." Lothar Späth habe Baden-Württemberg vorangebracht. Kauder hat seinen Wahlkreis in dem Bundesland.

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Lothar Späth: Landesvater und Aufbauhelfer

  • CDU-Landeschef Thomas Strobl sagte: "Lothar Späth hat das Land Baden-Württemberg in einem modernen und zukunftsweisenden Sinne erfolgreich und positiv geprägt. Er war mir lange persönlich ein liebevoller und kluger Ratgeber. Ich bin sehr traurig."

  • Der frühere baden-württembergische Ministerpräsident Günther Oettinger, der heute EU-Kommissar in Brüssel ist, schrieb auf Twitter:

Oettinger nannte Späth zudem eine "herausragende Persönlichkeit".

  • Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) sagte: "Er war ein Visionär im besten Sinne, weltoffen, mit Weitblick, mutig und bürgernah." Späth habe für Baden-Württemberg die Tür zu Welt geöffnet. Späth habe das Land zukunftsweisend weiterentwickelt. "'Das Cleverle' hat das Land weit nach vorne gebracht und modernisiert." Zugleich lobte Kretschmann seinen "fairen, herausfordernden und zugleich offener Umgang" - und das "sowohl in der persönlichen Begegnung als auch als politischer Gegner". "herausragende Persönlichkeit". Der grüne Regierungschef betonte weiter: "Die Debatten mit ihm haben wichtige Impulse für den realpolitischen Kurs gesetzt, der prägend für die Baden-Württembergischen Grünen geworden ist."

  • Auch die Landesspitzen von SPD und FDP drückten ihre Trauer aus. Späth sei ein großer Ministerpräsident Baden-Württembergs gewesen, sagten SPD-Landeschef Nils Schmid und FDP-Fraktionschef Hans-Ulrich Rülke in Stuttgart. Er habe die Weichen dafür gestellt, dass Baden-Württemberg zum Innovationsland Nummer eins werden konnte, sagte Schmid, der auch Wirtschaftsminister ist. Rülke sagte: "Sein Einfallsreichtun, sein Ideenreichtum waren ein großes Glück für unser Land."

heb/dpa

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