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A400M mit Problemen: Luftwaffe bekommt Transportflieger später als geplant

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Airbus A400M: "Flugzeuge mit Minderleistungen"

"Euro Hawk", Marine-Hubschrauber, "Eurofighter": Die Liste der gefloppten Rüstungsprojekte von Verteidigungsminister de Maizière ist lang. Nun droht neues Ungemach. Der Transporter A400M wird nicht rechtzeitig fertig und soll mit schlechterer Ausstattung geliefert werden.

Berlin - Der Militär-Transporter A400M von Airbus kann nicht wie geplant im November 2014 an die Bundeswehr geliefert werden. Das bestätigte Verteidigungsstaatssekretär Christian Schmidt (CSU) in einem Schreiben an den Grünen-Haushaltspolitiker Tobias Lindner. Airbus habe mitgeteilt, dass sie das erste Flugzeug mit den mindestens benötigten Fähigkeiten "erst etwa Mitte 2015 vertragsgemäß ausliefern könne", so Schmidt in dem Brief vom 9. Dezember.

Um das ausgemachte Datum im kommenden Jahr zu halten, solle nun ein schlechter ausgestatteter A400M an die Bundeswehr geliefert werden: "Um den mit der Erstauslieferung an Frankreich im August 2013 begonnenen Lieferprozess fortsetzen zu können", beabsichtige Airbus, den Partnernationen "Flugzeuge mit Minderleistungen" anzubieten. Diese sollen später nachgerüstet werden. "Diese Möglichkeit ist im bestehenden Vertrag so vorgesehen", schreibt Schmidt.

Unklar ist allerdings, ob die Minderleistungen für die Truppe überhaupt akzeptabel seien. "Die internen Prüfungen hierzu sind noch nicht abgeschlossen", so Schmidt. Der Vorschlag werde in Gremien diskutiert.

Erst im Oktober hatte Verteidigungsminister Thomas de Maizière in Berlin gesagt, der erste A400M komme 2014: "Ich erwarte dann ein mängelfreies Flugzeug." Dieses Ziel ist nun nicht mehr einzuhalten.

Für de Maizière droht damit nach der Aufklärungsdrohne "Euro Hawk", dem Kampfjet "Eurofighter" und dem Marine-Hubschrauber NH90 bereits das vierte große Rüstungsprojekt in diesem Jahr in ernsthafte Schwierigkeiten zu geraten.

rab/gor

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Der Konzern
Airbus ist der größte europäische Flugzeughersteller und eine Tochtergesellschaft des Luft- und Raumfahrtkonzerns EADS. In der jüngeren Vergangenheit lieferte das Unternehmen zumeist mehr Flugzeuge aus als der US-Dauerrivale Boeing. Der Konzern setzt pro Jahr rund 30 Milliarden Euro um und beschäftigt mehr als 50.000 Mitarbeiter.
Der Chef
Der Deutsche Thomas Enders steht seit 2007 an der Spitze von Airbus. Nach dem Studium arbeitete er zunächst im Bundestag, als wissenschaftlicher Mitarbeiter bei diversen Forschungsinstituten und im Planungsstab des Verteidigungsministeriums. Dann wechselte er zur DASA, einem Vorgängerunternehmen von EADS.
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