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Ärger um Provisionszahlung: Maas erstattet seinem Mieter Maklerkosten zurück

Justizminister Maas (SPD): "Haben das Geld zurückerstattet" Zur Großansicht
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Justizminister Maas (SPD): "Haben das Geld zurückerstattet"

Wer den Makler bestellt, der zahlt - so will es die Bundesregierung künftig regeln. Justizminister Maas machte es privat anders und ließ die Courtage vom Mieter seines Hauses in Saarlouis zahlen. Jetzt erstattet er das Geld zurück.

Berlin - Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) hat den Mietern seines Hauses in Saarlouis die Maklerkosten erstattet. "Mit etwas mehr Aufmerksamkeit hätte man die Maklergebühren von Anfang an übernehmen sollen", sagte Maas SPIEGEL ONLINE. "Wir haben das Geld bereits an die Mieter zurückerstattet."

Maas reagiert damit auf Medienberichte. Nach Angaben der "Bild"-Zeitung hatte Maas nach dem Umzug seiner Familie nach Berlin im August sein Haus in Saarlouis über einen Makler vermietet. Die Courtage in Höhe von zwei Kaltmieten plus Umsatzsteuer hatte er die Mieter zahlen lassen.

Diese Praxis ist bislang zwar üblich, dass aber Maas die Maklerkosten nicht von vornherein selbst trug, ist zumindest unsensibel. Denn das Vorgehen widerspricht einem politischen Projekt, das er selbst initiierte. Ein Gesetzentwurf, den Maas im März vorstellte, sieht vor, dass künftig der Vermieter den Makler bezahlt, wenn er ihn bestellt hat. "Dies ist ein guter Tag für die Mieter in Deutschland", hatte der Minister im September die Einigung zwischen SPD und Union auf das Vorhaben gelobt.

Gegenüber der "Bild"-Zeitung hatte der Justizminister zunächst darauf verwiesen, sich rechtlich einwandfrei verhalten zu haben. "Dass der Mieter den Makler bezahlt, entspricht der gängigen Praxis und auch der geltenden Rechtslage. Diese Rechtslage wollen wir aus guten Gründen ändern", sagte Maas. Das Gesetz, das auch eine Mietpreisbremse beinhaltet, soll im Frühjahr in Kraft treten.

vme

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insgesamt 68 Beiträge
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1. So sind sie eben...
donadoni 12.11.2014
....die Sozen. Sie haben schon immer Wasser gepredigt und selbst Wein getrunken. Mir sind schon immer Leute und insbesondere Politiker suspekt, die die Monstranz der Gerechtigkeit und den Habitus der "kleinen Leute", die sie angeblich vertreten, vor sich hertragen. Am schlimmsten sind jene, die von den "starken Schultern" faseln, die angeblich die "Schwachen" mittragen müssen - was sich schon immer als Steuerabzockerei für den Staatssäckel herausstellte. Komisch, dass es sich immer um linke Politiker handelte. Maas ist erneut ein Beispiel hierfür.
2. Alle gleich verlogen!
koepi71 12.11.2014
Hätte niemand berichtet, hätte Herr Maas wohl auch nicht erstattet. Ich wünschte mir Politiker, die noch einen gewissen Idealismus mitbrächten. Heute alles nur noch Karrieristen!
3. Blumige Worte, werter Spiegel
yshitake 12.11.2014
"Dass aber Maas die Makler-Kosten nicht von vornherein selbst trug, ist zumindest unsensibel." Das ist nicht unsensibel... Das sind die kleinen Unachtsamkeiten mit der sich typische Blender, Abstauber, Fassadenbauer (nichts gegen den Berufsstand) und Handaufhalter über kurz oder lang selbst enttarnen. Einem ehenwerten Geschäftsmann kann so eine "Unachtsamkeit" nicht passieren, denn der hat an Ruf einmalig immer mehr zu verlieren als Geld
4. Schlechter geht es nimmer...
FrankSchmid 12.11.2014
Erst sich heuchlerisch um die armen Mieter in Deutschland sorgen - wenn es aber um das eigene Portemonnaie geht ist er kein Deut anders als jeder normale Vermieter - besser wäre es gewesen, dass die Provision 50:50 von Mieter und Vermieter getragen wird als ein populistisches Gesetz in die Wege zu leiten ....
5. Schlechter geht es nimmer...
FrankSchmid 12.11.2014
Erst sich heuchlerisch um die armen Mieter in Deutschland sorgen - wenn es aber um das eigene Portemonnaie geht ist er kein Deut anders als jeder normale Vermieter - besser wäre es gewesen, dass die Provision 50:50 von Mieter und Vermieter getragen wird als ein populistisches Gesetz in die Wege zu leiten ....
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