Von Florian Gathmann, Veit Medick und Philipp Wittrock
Die Ampel aus SPD, FDP und Grünen wäre eine weitere Variante, die Kraft das Amt der Ministerpräsidentin sichern würde - und die Grünen könnten mitregieren. Klar, dass sich Sozialdemokraten und Grüne seit dem späten Sonntagabend für ein solches Bündnis stark machen. Auch für die Liberalen hätte ein solches Bündnis Charme. Sie blieben in der Regierung und könnten sich strategisch breiter aufstellen.
Doch die FDP sperrt sich. "Wir haben vor der Wahl gesagt, dass wir nicht bereit sind mit Parteien zu koalieren, die sich eine Option auf die Linken offenhalten", sagte Landeschef Andreas Pinkwart. Ein Ausschluss - so zumindest die allgemeine Interpretation.
Nur wenige NRW-Liberale wie der frühere FDP-Bundesinnenminister Gerhart Baum drängen zum Umdenken. Baum sagte SPIEGEL ONLINE, die FDP dürfe sich "Verhandlungen über eine Ampel nicht entziehen". Diese Alternative sei auch aus Sicht der Liberalen besser als eine Große oder eine Links-Koalition. Kraft und Löhrmann fordern, Pinkwart solle seine "Ausschließeritis" nochmals überdenken.
Auch SPD-Chef Gabriel appellierte an die Liberalen, sich Gesprächen über eine Regierungsbildung an Rhein und Ruhr nicht zu verschließen. Möglicherweise ist das demonstrative Buhlen um die FDP aber auch nur Taktik von SPD und Grünen, um danach leichter ein anderes Bündnis zu rechtfertigen. Nach dem Motto: "Die FDP wollte ja nicht'.
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