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Machtwechsel in NRW Angriff der Power-Frauen

Merkel und Co.: Frauen in der Politik
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5. Teil: Schöne Schein-Bescheidenheit

Der Dienstwagen sei das letzte, was sie als Mitglied der Landesregierung interessiere - so haben es Hannelore Kraft und Sylvia Löhrmann im Wahlkampf gebetsmühlenartig wiederholt. Es ist ein nicht untypisches Kokettieren mit weiblicher Bodenständigkeit. Nach dem Motto: Die Insignien der Macht sind für Frauen in der Politik zweitrangig. Das kommt beim Wahlvolk gut an.

"Frauen stehen nicht auf Brimborium", sagt die Grünen-Politikerin Göring-Eckardt. Das klingt ein bisschen zu schön, um wahr zu sein. Aber ganz aus der Luft gegriffen ist es vielleicht nicht. Oder wäre es vorstellbar, dass Angela Merkel sich ein derart monströses Kanzleramt bauen ließe, wie es ihr Vor-Vorgänger Helmut Kohl tat? Nun sitzt sie in dem Betonkasten an der Spree, wo nicht einmal die Klimaanlage ordentlich funktioniert. Auf dieses Detail hätte Merkel als Bauherrin bestimmt geachtet.

In Schleswig-Holstein erinnert man sich noch daran, wie Ministerpräsidentin Heide Simonis, wenn sie im Landtag zu Gast war, zum Mittagessen brav in der Schlange der Kantine wartete. Und die Theologin Christine Lieberknecht bleibt auch als Regierungschefin so unprätentiös, dass sie jederzeit auf die Kanzel ihrer Heimatkirche in Ramsla treten könnte - so wie vor ihrer politischen Karriere.

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insgesamt 986 Beiträge
neukritikaster 13.07.2010
Also ich bin da vorsichtiger mit der Antwort, als Ihre Frage vermuten lässt. Weil nämlich Frauen zwar angkommen sind, wie Sie schreiben, aber um welchen Preis. Frau Simonis war ein Experiment, Frau Ypsilanti war ein [...]
Zitat von sysopEs ist ein politisches Experiment - und zwei Frauen wollen es zum Erfolg machen: Die geplante Minderheitsregierung in NRW soll von Hannelore Kraft und Sylvia Löhrmann angeführt werden. Politikerinnen sind spätestens mit Angela Merkel ganz oben angekommen. Was können sie besser?
Also ich bin da vorsichtiger mit der Antwort, als Ihre Frage vermuten lässt. Weil nämlich Frauen zwar angkommen sind, wie Sie schreiben, aber um welchen Preis. Frau Simonis war ein Experiment, Frau Ypsilanti war ein solches - Frau Dr. Merkel, Frau Kraft und Frau Löhrmann sind diejenigen der Gegenwart. Und trotzdem fragt sich immer noch, ob sie (Frauen) es besser richten als Männer? Politik ist ein weithin schmutziges Geschäft, das weiß man doch. Wir werden sehen, wieweit die Kungelei geht. Ich meine fünf Monate werdens nicht bloß, aber fünf Jahre wird man's auch nicht miteinander aushalten in NRW. Über allem schwebt das Damoklesschwert von Neuwahlen ...
semir 13.07.2010
Merkel hat sich schneller unbeliebt gemacht als Kohl.Vielleicht liegt dort die Stärke?
Zitat von sysopWas können sie besser?
Merkel hat sich schneller unbeliebt gemacht als Kohl.Vielleicht liegt dort die Stärke?
Ludwig Schmidt 13.07.2010
Mit Verlaub, aber sollte der erklärende Nebensatz mit "...,weil sie weiblich sind" oder "...,weil sie Frauen sind" enden: gar nichts. Die Frauen, die Sie in der Headline aufführten sind alles Frauen mit [...]
Zitat von sysop... Was können sie besser?
Mit Verlaub, aber sollte der erklärende Nebensatz mit "...,weil sie weiblich sind" oder "...,weil sie Frauen sind" enden: gar nichts. Die Frauen, die Sie in der Headline aufführten sind alles Frauen mit einem ganz herausragenden Bildungsstand in ihren Fachbereichen, diversen Führungs- und Sozialkompetenzen, großem politischen Instinkt und sie sind alle ungemein fleißig und hart arbeitend-ganz gleich aus welchem Bereich stammend, ganz gleich welcher politischer Coleur, ganz gleich ob sie "immer alles richtig machen". Wenn Sie diese Frauen nun für eine gender-Debatte benutzen wollen, degradieren Sie die Tatsache, dass es Frauen in unserer Republik, die eben ganz hervorragende und herausragende Leistungsspitzen abrufen können, zu einer Farce. Ich hoffe immer noch, dass wir irgendwann einmal wegkommen von diesem Halbsatz: "...,weil sie weiblich ist.", "...,weil sie eine Frau ist." Ein Beispiel: Frau Dr. Merkel ist promovierte Physikerin. Physik, schon am Bachelor würden wohl 90% der Bundesbürger scheitern. Sie promovierte dann sogar noch. Ihre Dissertation ist über die HU Berlin einsehbar. Ich bezweifle, dass sie viele auch nur im Ansatz verstehen würden. (Ich möchte an dieser Stelle betonen, dass es keine Eitelkeit von mir sein soll, nach dem Motto "Physiker sind alle intelligenter und besser als die anderen", denn zweifelsohne gäbe es viele Physiker, die sich nach einer Woche Vollgas bei der Berliner Stadtreinigung berufsunfähig schreiben lassen würden.) Jetzt frage ich Sie: Was hätte da aber der Halbsatz: "...,weil sie eine Frau ist." zu suchen? Sie ist Naturwissenschaftlerin, Punkt. Und die im Rahmen dieses Studiums erworbenen Sozial- wie Methodenkompetenzen bringt sie eben zur Anwendung, Punkt. Wenn also eine Debatte, dann bitte: Die sind WiWi`s, die ReWi`s, die SoWi`s, die Philosophen und die Juristen, und wieder andere Naturwissenschaftler, usw., usw., verbunden mit der Frage: Was kann wer warum in welchem Bereich besser? Das ist zwar weniger polemisch und auch etwas komplizierter zu diskutieren, aber nur Mut, gerade im SPON werden Sie genügend finden, die das leisten können. Im übrigen ist das in jedem Bereich so. Nicht jeder Dachdecker kann Dachdeckermeister werden. Und wenn es eine Dachdeckermeisterin gibt-die es ja zum Glück gibt- dann sollte man nicht den zu erbringenden Respekt mit dem Halbsatz "...,weil sie weiblich ist." unzulässig nach unten korrigieren. Und eines noch: Die unsägliche Diskussion darüber, ob die Familienministerin Mutter sein solle. Nun ja: Warum hätte denn ein Vater weniger Kompetenz, wenn man es denn über die Mutterschaft bzw. Vaterschaft definierte, was unzulässig ist. Spielte dann das Geschlecht wirklich eine Rolle? Wie immer: Nein.
retmar 13.07.2010
Nichts. Frauen machen den Bettel nur in Nuancen anders. Was unter dem Strich herauskommt wird sich zeigen.
Zitat von sysopPolitikerinnen sind spätestens mit Angela Merkel ganz oben angekommen. Was können sie besser?
Nichts. Frauen machen den Bettel nur in Nuancen anders. Was unter dem Strich herauskommt wird sich zeigen.
Ludwig Schmidt 13.07.2010
Mit Verlaub, aber sollte der erklärende Nebensatz mit "...,weil sie weiblich sind" oder "...,weil sie Frauen sind" enden: gar nichts. Die Frauen, die Sie in der Headline aufführten sind alles Frauen mit [...]
Zitat von sysop... Was können sie besser?
Mit Verlaub, aber sollte der erklärende Nebensatz mit "...,weil sie weiblich sind" oder "...,weil sie Frauen sind" enden: gar nichts. Die Frauen, die Sie in der Headline aufführten sind alles Frauen mit einem ganz herausragenden Bildungsstand in ihren Fachbereichen, diversen Führungs- und Sozialkompetenzen, großem politischen Instinkt und sie sind alle ungemein fleißig und hart arbeitend-ganz gleich aus welchem Bereich stammend, ganz gleich welcher politischer Coleur, ganz gleich ob sie "immer alles richtig machen". Wenn Sie diese Frauen nun für eine gender-Debatte benutzen wollen, degradieren Sie die Tatsache, dass es Frauen in unserer Republik, die eben ganz hervorragende und herausragende Leistungsspitzen abrufen können, zu einer Farce. Ich hoffe immer noch, dass wir irgendwann einmal wegkommen von diesem Halbsatz: "...,weil sie weiblich ist.", "...,weil sie eine Frau ist." Ein Beispiel: Frau Dr. Merkel ist promovierte Physikerin. Physik, schon am Bachelor würden wohl 90% der Bundesbürger scheitern. Sie promovierte dann sogar noch. Ihre Dissertation ist über die HU Berlin einsehbar. Ich bezweifle, dass sie viele auch nur im Ansatz verstehen würden. (Ich möchte an dieser Stelle betonen, dass es keine Eitelkeit von mir sein soll, nach dem Motto "Physiker sind alle intelligenter und besser als die anderen", denn zweifelsohne gäbe es viele Physiker, die sich nach einer Woche Vollgas bei der Berliner Stadtreinigung berufsunfähig schreiben lassen würden.) Jetzt frage ich Sie: Was hätte da aber der Halbsatz: "...,weil sie eine Frau ist." zu suchen? Sie ist Naturwissenschaftlerin, Punkt. Und die im Rahmen dieses Studiums erworbenen Sozial- wie Methodenkompetenzen bringt sie eben zur Anwendung, Punkt. Wenn also eine Debatte, dann bitte: Die sind WiWi`s, die ReWi`s, die SoWi`s, die Philosophen und die Juristen, und wieder andere Naturwissenschaftler, usw., usw., verbunden mit der Frage: Was kann wer warum in welchem Bereich besser? Das ist zwar weniger polemisch und auch etwas komplizierter zu diskutieren, aber nur Mut, gerade im SPON werden Sie genügend finden, die das leisten können. Im übrigen ist das in jedem Bereich so. Nicht jeder Dachdecker kann Dachdeckermeister werden. Und wenn es eine Dachdeckermeisterin gibt-die es ja zum Glück gibt- dann sollte man nicht den zu erbringenden Respekt mit dem Halbsatz "...,weil sie weiblich ist." unzulässig nach unten korrigieren. Und eines noch: Die unsägliche Diskussion darüber, ob die Familienministerin Mutter sein solle. Nun ja: Warum hätte denn ein Vater weniger Kompetenz, wenn man es denn über die Mutterschaft bzw. Vaterschaft definierte, was unzulässig ist. Spielte dann das Geschlecht wirklich eine Rolle? Wie immer: Nein.
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