Managerbezüge: SPD startet eigene Initiative gegen Gehaltsexzesse

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Euro-Geldscheine: Welches Gehalt ist angemessen?

Die SPD will der Koalition im Kampf gegen unangemessene Managergehälter nicht das Feld überlassen. Die Sozialdemokraten kündigen eine eigene Initiative zur Regelung der Spitzenbezüge an. Dabei soll auch eine Obergrenze für Gehälter geprüft werden.

Berlin - Die SPD will eine eigene Gesetzesinitiative zur Begrenzung überhöhter Managergehälter einbringen. Damit solle die steuerliche Absetzbarkeit von Vergütungen, Boni und Abfindungen eingeschränkt werden, sagte SPD-Fraktionsvize Joachim Poß der "Passauer Neuen Presse". Der Teil, der 500.000 Euro im Jahr übersteige, solle nur noch zur Hälfte steuerlich absetzbar sein.

Geprüft werde noch, ob man eine Anregung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) für Gehaltsobergrenzen übernehmen solle. Managergehälter dürften dann eine bestimmte Relation zu den Durchschnittsgehältern im Betrieb nicht überschreiten. "Wir werden mit unseren Initiativen feststellen, ob die Kanzlerin sich wirklich bewegt", sagte Poß.

Union und FDP wollen noch vor der Bundestagswahl am 22. September per Gesetz das deutsche Aktienrecht ändern, damit Aktionäre - und nicht mehr der Aufsichtsrat - bei den Manager-Bezügen in der Hauptversammlung das letzte Wort haben. Eine Obergrenze soll es aber nicht geben. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) tritt für eine Änderung des deutschen Aktienrechts ein.

Die Wirtschaft reagierte empört auf den Vorstoß. Der Präsident des Bundesverbands der Industrie (BDI), Ulrich Grillo, sprach von einem "Wahlkampf-Schnellschuss". Es gebe keinen Bedarf für eine Neuregelung, sagte er SPIEGEL ONLINE. Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU) wies die Kritik zurück: "Empfindliche Reaktionen aus der Wirtschaft halte ich nicht für angebracht."

phw/dpa

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insgesamt 21 Beiträge
rainer_daeschler 15.03.2013
Die Sozialdemokraten müssen sich beeilen, bevor ihnen die Kanzlerin noch das letzte Thema klaut.
Die Sozialdemokraten müssen sich beeilen, bevor ihnen die Kanzlerin noch das letzte Thema klaut.
Foul Breitner 15.03.2013
sollten erstmal dafür sorgen, daß ihre Aufsichtsräte ihre Bezüge auch ordentlich an die Gewerkschaftskasse abführen und erst dann darum, was andere zu bekommen haben.
sollten erstmal dafür sorgen, daß ihre Aufsichtsräte ihre Bezüge auch ordentlich an die Gewerkschaftskasse abführen und erst dann darum, was andere zu bekommen haben.
solaso 15.03.2013
die SPD ist schon eine wundersame Partei. Da wettert man zuerst gegen die Schweiz was das Zeugs hält und kurz nach betätigt man sich als Trittbrettfahrer einer erfolgrerichen Initiative in der Schweiz. Eigene Meinungen sind in [...]
die SPD ist schon eine wundersame Partei. Da wettert man zuerst gegen die Schweiz was das Zeugs hält und kurz nach betätigt man sich als Trittbrettfahrer einer erfolgrerichen Initiative in der Schweiz. Eigene Meinungen sind in diesem Gremium gibt es offenbar nicht.
Will die SPD diese Botschaft glaubhaft rüberbringen, wäre der Auistausch des derzeitigen Führungspersonals der erste Teil dieser Botschaft. Sonst bleibt alles ein Märchen aus einer anderen Welt!
Zitat von sysopDie SPD will der Koalition im Kampf gegen unangemessene Managergehälter nicht das Feld überlassen. Die Sozialdemokraten kündigen eine eigene Initiative zur Regelung der Spitzenbezüge an. Dabei soll auch eine Obergrenze für Gehälter geprüft werden. Managergehälter: SPD startet eigenen Vorstoß - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/managergehaelter-spd-startet-eigenen-vorstoss-a-889023.html)
Will die SPD diese Botschaft glaubhaft rüberbringen, wäre der Auistausch des derzeitigen Führungspersonals der erste Teil dieser Botschaft. Sonst bleibt alles ein Märchen aus einer anderen Welt!
guentherprien 15.03.2013
und all dem Geld, hinter dem die Funktionäre hinterher sind. Herr Schröder ist ja auch nicht zu GAZPROM und seinem Freund Putin gegangen weil es dort Arbeit gab, sondern um seine Bezüge aufzubessern. Wer hatte eigentlich nochmal [...]
und all dem Geld, hinter dem die Funktionäre hinterher sind. Herr Schröder ist ja auch nicht zu GAZPROM und seinem Freund Putin gegangen weil es dort Arbeit gab, sondern um seine Bezüge aufzubessern. Wer hatte eigentlich nochmal die Höhe des Kanzlergehalts bemängelt ???
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  • Freitag, 15.03.2013 – 07:38 Uhr
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