Plan für Afrika CSU-Vize fordert schnellere Eindämmung der Migration

Auf Einladung von Emmanuel Macron treffen sich heute Staats- und Regierungschef zu einem Flüchtlingsgipfel in Paris. CSU-Vize Weber fordert vorab von der EU, entschiedener gegen illegale Migration aus Afrika vorzugehen.

Manfred Weber (Archivbild)
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Vor dem Mini-Gipfel zur Migration in Paris hat CSU-Europapolitiker Manfred Weber einen Plan der Europäische Union für Afrika gefordert. "Die Migrationspolitik bleibt die offene Wunde der EU", sagte der Fraktionschef der Europäischen Volkspartei der Nachrichtenagentur dpa. "Bisher zeigen die EU-Staaten zu wenig Entschlossenheit."

Weber warb erneut für seine Idee einer Zollunion mit afrikanischen Staaten und entschiedenere Schritte gegen illegale Migration.

Der französische Präsident Emmanuel Macron hat für diesen Montag Bundeskanzlerin Angela Merkel sowie die Regierungschefs Italiens und Spaniens und Spitzenpolitiker aus Libyen, Niger und dem Tschad zu einer Konferenz über Migration eingeladen. Merkel bezeichnete das Treffen als sehr wichtig, "weil wir versuchen wollen, Schritt für Schritt die illegale Migration zu reduzieren".

Auch Weber betonte, bei der Bekämpfung der illegalen Migration aus Afrika müsse mehr passieren. "Es ist eine viel schnellere Überprüfung notwendig, wer überhaupt eine Chance auf Asyl oder Flüchtlingsschutz in Europa hat", sagte er. Illegale Migranten müssten am besten innerhalb weniger Tage an der EU-Außengrenze abgewiesen werden. "Es muss klar sein, dass sich für sie der Weg nach Europa nicht lohnt."

aar/dpa



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