Marina Weisband: Ober-Piratin zieht sich aus Parteispitze zurück

Es ist ein schwerer Schlag für die Politik-Aufsteiger: Marina Weisband, Bundesgeschäftsführerin der Piraten, gibt ihren Rückzug bekannt. Als Grund nennt sie gesundheitliche Probleme. Mit der charismatischen 24-Jährigen verliert die Partei eine ihrer wichtigsten Identifikationsfiguren.

Marina Weisband: Abgang der Oberpiratin Fotos
REUTERS

Berlin - Die Politische Geschäftsführerin der Piratenpartei, Marina Weisband, wird bei der nächsten Wahl zum Bundesvorstand im Mai nicht mehr für ihr Amt zur Verfügung stehen. Das teilte die Parteispitze der Piraten am Mittwoch auf ihrer Internetseite mit. Die 24-Jährige kündigte an, im nächsten Jahr weiter "aktiv" bei den Piraten mitarbeiten zu wollen, sie wolle "unsere Politik und unsere Vision mitgestalten".

Allerdings werde sie das nicht mehr als Mitglied des Bundesvorstands tun, erklärte sie. Die Psychologie-Studentin aus Münster führte als Grund an, "dass ich es in letzter Zeit gesundheitlich nicht schaffe, euch ein so zuverlässiger Bundesvorstand zu sein, wie ihr es verdient. Ich muss neben der Parteiarbeit ja auch mein Diplom stemmen. Das ist für eine Person zu viel."

Weisband erläuterte weiter, sie wolle sich "nicht auf die gefährliche Schiene des Berufspolitikers begeben, der seine Berufsqualifikation zugunsten seiner politischen Laufbahn aufgibt." Sie plane, ein Jahr Pause zu machen, "etwas zu genesen, mein Diplom zu machen."

Der Rückzug der populären Ober-Piratin kommt überraschend. Der Bundesvorstand der Piratenpartei konstituiert sich kurz vor der Landtagswahl in Schleswig-Holstein neu - viele Anhänger der Piraten hatten die Hoffnung geäußert, die redegewandte Studentin würde erneut für ein Spitzenamt kandidieren. Im Interview mit dem SPIEGEL hatte Weisband für die Partei im Umfrage-Hoch die Parole ausgegeben: "Unser Ziel ist es, uns selbst überflüssig zu machen." Weisbands Parteikollegen Sebastian Nerz und Bernd Schlömer kündigten an, sich erneut zur Wahl stellen zu wollen.

Die Piraten hatten im vergangenen Jahr bei der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus erstmals den Einzug in ein Landesparlament geschafft. Auch bei den Neuwahlen im Saarland will die Partei, die unter anderem für Transparenz und Internetfreiheit wirbt, ins Rennen gehen.

amz

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insgesamt 111 Beiträge
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1. ...
Strichnid 25.01.2012
Hahaha, es ist unglaublich: Der Spiegel hat immer noch nicht verstanden, worum es bei den Piraten geht. Nicht Personen stehen im Vordergrund, sondern das Programm. Und bei diesem ist jedes Mitglied gleichberechtigt. Und schon gar nicht gibt es so etwas wie "Identifikationsfiguren". Daher kann ein solcher Rückzug auch gar kein Problem für die Partei sein.
2. Sehr, sehr schade, aber verständlich
Europa! 25.01.2012
Zitat von sysopEs ist ein schwerer Schlag für die Polit-Aufsteiger: Marina Weisband, Bundesgeschäftsführerin der Piraten, gibt ihren Rückzug bekannt. Als Grund nennt sie gesundheitliche Probleme. Mit der charismatischen 24-Jährigen verliert die Partei eine ihrer wichtigsten Identifikationsfiguren. Marina Weisband: Ober-Piratin zieht sich aus Parteispitze zurück - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,811382,00.html)
Das zeigt, dass die "Piraten" richtige Menschen sind und keine Roboter. Ich wünsche Frau Weisband eine gute Gesundheit und ein tolles Examen.
3. .....
Nonvaio01 25.01.2012
Zitat von sysopEs ist ein schwerer Schlag für die Polit-Aufsteiger: Marina Weisband, Bundesgeschäftsführerin der Piraten, gibt ihren Rückzug bekannt. Als Grund nennt sie gesundheitliche Probleme. Mit der charismatischen 24-Jährigen verliert die Partei eine ihrer wichtigsten Identifikationsfiguren. Marina Weisband: Ober-Piratin zieht sich aus Parteispitze zurück - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,811382,00.html)
der einzige hoffnungsschimmer im Bundestag geht.....
4. ...
hermes69 25.01.2012
charismatisch? hab ich etwas verpasst? mMn wird diese Partei ohnehin in ein paar Jahren ganz von der Bildfläche verschwunden sein.
5.
schwarzes_lamm 25.01.2012
Zitat von sysopEs ist ein schwerer Schlag für die Polit-Aufsteiger: Marina Weisband, Bundesgeschäftsführerin der Piraten, gibt ihren Rückzug bekannt. Als Grund nennt sie gesundheitliche Probleme. Mit der charismatischen 24-Jährigen verliert die Partei eine ihrer wichtigsten Identifikationsfiguren. Marina Weisband: Ober-Piratin zieht sich aus Parteispitze zurück - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,811382,00.html)
Ausser dem zugegeben hübschen Bild, was Weisband abgibt, ist die Piratenpartei das sinnentleerteste und überflüssigste, was 60 Jahre Nachkriegspolitik der Bundesrepublik hervorbrachte.
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