EU-Parlamentspräsident SPD-Politiker Schulz drängt in die Bundespolitik

Er ist einer der wenigen bekannten deutschen Europapolitiker. Nun will sich EU-Parlamentspräsident Martin Schulz nach SPIEGEL-Informationen verstärkt in der Bundespolitik engagieren.

EU-Parlamentspräsident und SPD-Politiker Schulz: Wechsel nach Berlin?
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EU-Parlamentspräsident und SPD-Politiker Schulz: Wechsel nach Berlin?


Der Präsident des Europäischen Parlaments, Martin Schulz, will spätestens 2017 in die Bundespolitik wechseln. Intern erklärte der Sozialdemokrat, dass er bereit sei, in den Bundestagswahlkampf zu ziehen und nach der Wahl eine führende Rolle zu übernehmen. Auch ein vorzeitiger Wechsel ins Bundeskabinett wird nach Informationen des SPIEGEL in der SPD als denkbar angesehen, sofern im Wahljahr ein hoher Ministerposten frei würde. (Diese Meldung stammt aus dem SPIEGEL. Die neue Ausgabe finden Sie hier.)

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Heft 18/2015
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In den vergangenen Monaten hatte sich der Druck aus der SPD-Spitze auf Schulz verstärkt, der Partei im nächsten Bundestagswahlkampf zur Verfügung zu stehen. Kürzlich brachte der SPD-Bundestagsfraktionsvize Axel Schäfer sogar eine Kanzlerkandidatur des 59-Jährigen ins Gespräch.

Schulz dagegen möchte an der Seite von Parteichef Sigmar Gabriel die Kampagne bestreiten. Die SPD-Führung will im zweiten Halbjahr 2015 erste Personal- und Inhaltsfragen für das wahrscheinliche Duell mit Kanzlerin Angela Merkel entscheiden. Schulz' Amtszeit als Präsident des Europäischen Parlaments endet regulär Ende 2016.

Dieses Thema stammt aus dem neuen SPIEGEL - diese Woche bereits ab Donnerstagmorgen erhältlich.

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insgesamt 56 Beiträge
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Seite 1
ichbinmalweg 25.04.2015
1. Der ...
... Pleitegeier von Würselen und Gabriel. Mehr bringt die SPD anscheinend nicht hin. Tja, das wird dann 2017 bestenfalls wieder in einer GroKo enden. Na super ;-(
franxinatra 25.04.2015
2. Endlich...
...mal ein richtiger Herausforderer für Merkel; bleibt nur die Frage, mit welcher Partei es ihm gelingen kann...
christian.neiman.7 25.04.2015
3. Wenn das so kommt
hat die SPD einen langjährigen SPD-Wähler der ich bislang war verloren. Den Typen brauchen wir sicherlich nicht in der deutsche Politik, und meine Ansprüche sind mittlerweile auch nicht allzu hoch.
hans_wurt 25.04.2015
4.
Als Außenminister wäre er sehr gut, aber bitte nicht in einer großen Koalition. Sonst wird das nie was mit einer Sozialdemokratischen Regierung. Dafür müssten natürlich erstmal die Gabriels und alle anderen Altlasten Schröders raus aus der SPD-spitze damit man überhaupt erst mal Profil, Werte und Vision hinbekommt. Die SPD muss nämlich die wirkliche, bessere Alternative sein und das geht nur mit kompletter Politischer Abschottung zur Union. Keine Koalitionen mit denen mehr und das strickt und Konsequent, man kann nicht sagen "die können nicht und sind schlecht für unser Land" um dann später Steigbügelhalter zu sein. Außerdem braucht man nicht nur ein paar "Ideen " sondern ein Ziel, eine Vision. Das wichtigste aber ist aber das Politiker auch glauben was sie sagen und ihr Ideal und Gewissen vor den Posten stellen. Und wenn einer sagt das es sowas nicht gibt oder gab, der soll mal überlegen ob Willy Brandt seine Ideale Veraten hätte um einen gut bezahlten Posten zu ergattern.
akkronym 25.04.2015
5. damit die Spd ihr wahlziel erreicht..
..welches offensichtlich, wie gabriel es bereits andeutete, ist in den nächsten bundestagwahlen sicher nicht stärkste fraktion zu werden, vermutlich um zuverlässiger wasserträger, büttel und Buhmann der CDU/CSU zu bleiben. Wie erinnern uns an den gespielten "Wahlkampf" den Schultz sich mit Junker lieferte? Zu gut, und es war zum weglaufen schlecht. Die SPD hat aufgegeben.
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