Gemeinsam mit Parteibasis Schulz plant Neuaufstellung der SPD

Die SPD muss sich erneuern - findet Martin Schulz. Der Parteichef will nach dem Superwahljahr einen Reformprozess starten. Besondere Bedeutung soll dabei der Dialog mit der Parteibasis haben.

Martin Schulz (SPD)
AFP

Martin Schulz (SPD)


Die SPD hat das Superwahljahr 2017 mit einem Sieg beendet. Stephan Weil triumphierte am Sonntag bei den Landtagswahlen in Niedersachsen. Während der Sozialdemokrat nun Koalitionspartner für eine Regierung in Hannover finden muss, plant Parteichef Martin Schulz eine Neuaufstellung der Partei.

Denn: In Niedersachsen hatte die SPD zwar mit 36,9 Prozent ihr bestes Ergebnis in dem Bundesland seit 1998 geholt. Zuvor hatte die Partei in diesem Jahr aber eine Reihe von Pleiten eingefahren, zuletzt bei der Bundestagswahl am 24. September, als sie mit Schulz als Spitzenkandidat ihr schlechtestes Ergebnis seit Gründung der Bundesrepublik erzielte.

Der Parteivorstand beriet laut Schulz in einer "lebhaften, aber sehr konstruktiven Debatte" gemeinsam mit den Landes- und Bezirkschefs über Lehren aus der Bundestagswahl.

Die SPD müsse nun einen personellen, inhaltlichen und organisatorischen Reform- und Erneuerungsprozess beginnen, sagte Schulz. Dieser werde weder schnell noch konfliktfrei verlaufen, Flügelkämpfe gelte es jedoch zu vermeiden, so Schulz weiter. Besondere Bedeutung komme bei der Neuaufstellung demnach sogenannten Dialogveranstaltungen mit der Parteibasis zu.

Diese sollen Ende Oktober beginnen - unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Ziel sei es, in einem "geschützten Raum" die richtigen Fragen zu stellen, um Antworten auf Fragen der Zukunft zu finden. Auch der Bundesparteitag Anfang Dezember werde eine wichtige Etappe sein.

dop/Reuters/AFP



insgesamt 59 Beiträge
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Nonvaio01 16.10.2017
1. warum nicht einmal
der offene und ehrliche dialog mit den Buergern, das wuerde mehr helfen.
Roethig.hb 16.10.2017
2.
Hat Herr Schulz immer noch nicht erkannt und verinnerlicht, das er Teil des Problems und nicht Teil der Lösung ist ? Einen Neuanfang kann es nur geben, wenn er und ander SPD Spitzenpolitiker den Weg frei machen...
wasistlosnix 16.10.2017
3. Die Basis ist wichtig
der große Rahmen muss gesteckt sein, aber die Basis sollte Wissen welche Themen den Bürgern drücken.
Papazaca 16.10.2017
4. Mein Vorschlag für die personelle Neuaufstellung der SPD
Ich will jetzt definitiv nicht zugeben, das ich bei der Bundestagswahl die SPD gewählt habe. Aus einer Mischung von Verzweiflung und Mitleid. Wir lassen das mal im Bereich des Ungefähren. Aus dieser nicht bestätigten Wahl leite ich aber eine freundliche Empfehlung ab: Kann niemand Ralph Stegner überzeugen, sich aus dem Präsidium zurückzuziehen. Es dabei geht nicht um seine politische eher linke Einstellung. Die ist ok. Es sind eher die Mundwinkel und sein normaler Gesichtsausdruck. Die lassen mich oft regelrecht erschauern. Ist es also Teil des Spiels, zu erschauern und dann SPD zu wählen? Nur eine kleine Frage. Ich könnte mir auch eine Wahl der SPD ohne Stegner vorstellen. Also ohne Schauer. Aber wie gesagt, ich habe persönlich nichts gegen ihn, es ist nur dieser verdammte Schauer ......
portlana 16.10.2017
5.
Zitat von Nonvaio01der offene und ehrliche dialog mit den Buergern, das wuerde mehr helfen.
die basis ist , da auf der strasse sind, schon konkret im kontakt mit diesen bürgern, nur wurde die basis kaum noch gefragt und dadurch auch kaum noch reaktionen von bürgern weiter gereicht. von daher ist das wohl der richtige schritt dahin oder wie soll das sonst gehen. von daher ist die basis schon die richtige quelle für anpassungen. und auch nicht alle bürger, sondern bürger potentiel für die eingene richtung. denn für alle kann man nie politik machen und sind je nachdem schon andere parteien da, die die richtung besser abdecken können. wichtigste für mich wenn überhaupt an die mehrheit und das sind die 87% nicht die 13% der bundestagswähler, auch wenn die 13% jetzt meinen alle müssen sich um sie kümmern, da 13% das volk / die bürger wären., sorry ne ja 13% des volkes also eher minderheit. vor allem nicht "das" volk
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