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Mecklenburg-Vorpommern: NPD-Spitzenkandidat hatte Kontakte zur "Colonia Dignidad"

Der Spitzenkandidat der rechtsextremen NPD für die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern bewundert die "Colonia Dignidad". Bei Besuchen der deutschen Sekte in Chile habe er viel gelernt und "stolze und frohe Menschen" gesehen, erklärte Udo Pastörs.

Hamburg - Pastörs besuchte die Kolonie von Paul Schäfer in Chile zwei Mal und traf dort dessen Sicherheitsberater Gerhard Mücke, berichtet der "Stern". Sektenchef Schäfer wurde in Chile im Mai des sexuellen Missbrauchs von Kindern in 25 Fällen für schuldig befunden und zu einer Haftstrafe von 20 Jahren verurteilt.

NPD-Mann Udo Pastörs: "Stolze und frohe Menschen"
DDP

NPD-Mann Udo Pastörs: "Stolze und frohe Menschen"

Pastörs schildert in dem Magazin seine Eindrücke der berüchtigten Kolonie: "Ich habe Menschen stolz und froh gesehen. Ich habe dort viel gelernt, sehr viel. Wie man mit wenig Geld sofort Zivilisation schaffen kann, wenn alle arbeiten."

Pastörs, der aus Bad Zwischenahn in Niedersachsen nach Mecklenburg-Vorpommern gezogen ist, besitzt mit seiner Frau mehr als 50 Hektar Land in der Gegend um Lübtheen. Dort sollten sich nach den Vorstellungen Pastörs' "deutsche Familien" ansiedeln. Mehr als ein Dutzend Rechtsextreme sind in den letzten Jahren bereits in die Region um Lübtheen gezogen.

phw

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