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Ausgabe 8/2014

Streit um Hilfspaket: Merkel blockiert Schäubles Griechenland-Pläne

Schäuble und Merkel: Uneinigkeit über Griechenland-Hilfe Zur Großansicht
DPA

Schäuble und Merkel: Uneinigkeit über Griechenland-Hilfe

Keine weitere Finanzspritze: Bundeskanzlerin Angela Merkel lehnt nach Informationen des SPIEGEL das Vorhaben von Finanzminister Schäuble ab, dem Krisenstaat Griechenland neue Hilfen in Aussicht zu stellen. Sie befürchtet Nachteile bei der Europawahl im Mai.

Zwischen Angela Merkel und Wolfgang Schäuble gibt es erneut Spannungen über den Kurs in der Europapolitik. Die Bundeskanzlerin hat Pläne ihres Finanzministers gestoppt, Griechenland vor der Europawahl im Mai ein neues Hilfspaket in Aussicht zu stellen. Das Kanzleramt teilte der Regierung in Athen mit, dass sie nicht mit einem entsprechenden Signal rechnen könne.

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Merkel fürchtet, dass die Euro-kritische Partei Alternative für Deutschland bei der Europawahl am 25. Mai von einer Diskussion um neue Griechenland-Hilfen profitieren würde. Schäuble wollte den Griechen dagegen ein Zeichen der Solidarität senden und deutlich machen, dass sie nach der Wahl auf weitere Unterstützung zählen können.

Er sieht die Gefahr, dass ohne die Aussicht auf weitere Hilfen radikale Parteien in Griechenland bei der Wahl großen Zulauf bekommen könnten. In diesem Fall halten viele Beobachter ein Ende der Regierung aus Konservativen und Sozialisten für wahrscheinlich. Dies könnte, so die Sorge Schäubles, die Euro-Krise neu entfachen.

Zwischen Merkel und Schäuble hatte es bereits zu Beginn der Euro-Krise schwere Meinungsverschiedenheiten über die richtige Strategie gegeben. Während Schäuble sich für eine europäische Lösung einsetzte, bestand die Kanzlerin auf der Einbeziehung des Internationalen Währungsfonds (IWF).

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1.
neu_ab 16.02.2014
Zitat von sysopDPAKeine weitere Finanzspritze: Bundeskanzlerin Angela Merkel lehnt nach Informationen des SPIEGEL das Vorhaben von Finanzminister Schäuble ab, dem Krisen-Staat Griechenland neue Hilfen in Aussicht zu stellen. Sie befürchtet Nachteile bei der Europawahl im Mai. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/merkel-lehnt-schaeubles-griechenland-plaene-ab-a-953738.html
Übersetzung: sie sitzt es bis Mai aus, & knickt dann erst ein.
2. Germanias Fuellhorn
tailspin 16.02.2014
Was Merkel wirklich meinte: Die Griechenlandhilfe kann erst nach der EU Wahl erfolgen. Dann natuelich mit Zins und Zinseszinsen. Die Griechen hatten ja schliesslich Auslagen.
3. she's back
Afrojüdischer_Sozi-Sinti 16.02.2014
Zick-Zack Merkel - wir brauchen mehr Wahlen. Am besten monatlich. Denn sobald man ihr mal nicht auf die Finger schaut wird wieder nur gemurkselt.
4. Machterhalt geht über Kontinuität in der Politik!
Staenky 16.02.2014
...es sei denn, die Kontinuität des Machterhalts wäre in Gefahr! Merkel zeigt es allen, wie es geht: es gibt keine Krise, weder beim Euro, noch in der Großen Koalition. Denn sie ist die Krise!
5. Feilschen
Umbriel 16.02.2014
Zitat von sysopDPAKeine weitere Finanzspritze: Bundeskanzlerin Angela Merkel lehnt nach Informationen des SPIEGEL das Vorhaben von Finanzminister Schäuble ab, dem Krisen-Staat Griechenland neue Hilfen in Aussicht zu stellen. Sie befürchtet Nachteile bei der Europawahl im Mai. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/merkel-lehnt-schaeubles-griechenland-plaene-ab-a-953738.html
Wer A sagt wird B sagen. Es geht offenbar darum, gegenüber den EU Verhandlungspartnern etwas Druck zu machen. Richtig so.
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