Berlin - Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zeigt sich offen für ein TV-Duell, an dem Stefan Raab als Moderator teilnimmt. Die Kanzlerin spreche sich weder für noch gegen einen bestimmten Moderator aus, betonte Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitag in Berlin. Die Journalisten, die die Fragen stellten, würden selbstverständlich von den Fernsehsendern benannt.
Den Entertainer Raab als Co-Moderator hatte der frühere CSU-Vorsitzende Edmund Stoiber im SPIEGEL vorgeschlagen, um auch jüngere TV-Zuschauer für Politik zu interessieren.
Der SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hatte Raab als einen von mehreren Moderatoren zunächst strikt abgelehnt, dies jedoch zuletzt relativiert: "Wenn Angela Merkel dann auch mit Stefan Raab einverstanden ist, wird es so geschehen", sagte Steinbrück der "Bild"-Zeitung.
Gleichzeitig hatte Steinbrück seine Forderung nach einem zweiten Fernsehduell mit der Regierungschefin bekräftigt, was Merkel jedoch unverändert ablehnt. Seibert sagte, es gebe keinen Grund, von der bewährten Tradition abzuweichen, alle großen Themen in einer TV-Sendung zu debattieren.
Den Termin für ein solches Duell ließ er offen. Während die "Bild"-Zeitung berichtet hatte, der 8. September stehe bereits fest, versicherte Seibert, der Zeitpunkt müsse noch geklärt werden.
Raab selbst bekundete in einem Interview mit der "Berliner Zeitung" Interesse daran, ein Fernsehduell mitzumoderieren. "Wir haben das mit dem Sender ernsthaft diskutiert und finden es eine sehr reizvolle Idee. Ich bin mir mit ProSiebenSat.1 einig, dass wir dieses Experiment wagen wollen", sagte Raab der Zeitung. Er wolle aus dem TV-Duell "keine Unterhaltungsshow" machen, sondern "nur am journalistischen Katzentisch Platz nehmen und Fragen beisteuern", fügte Raab hinzu.
ffr/dpa/AFP
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