Berlin - Das Berliner Regierungsviertel gleicht einer Hochsicherheitszone. Viele Straßen sind abgesperrt, rund 2400 Polizisten sind im Einsatz. Der Grund: Im Kanzleramt haben die deutsch-israelischen Regierungskonsultationen begonnen. Am Morgen begrüßte Kanzlerin Angela Merkel Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu sowie sechs hochrangige Regierungsmitglieder.
Die Gespräche werden überschattet von den umstrittenen Plänen Tel Avivs, weitere 3000 Wohnungen im Westjordanland zu bauen. Die Bundesregierung hat Israel Anfang der Woche zum Verzicht auf diese Siedlungspläne aufgefordert, weil das Projekt Friedensgesprächen über eine Zwei-Staaten-Lösung im Weg stehe. Umgekehrt ist Netanjahu verstimmt, weil Deutschland sich bei der Abstimmung in der Uno-Vollversammlung über eine Aufwertung des diplomatischen Status der Palästinenser lediglich enthalten und nicht mit Nein gestimmt hatte, wie etwa die USA.
anr/dapd
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