Ärger über EZB-Konjunkturpläne Merkel stellt Draghi zur Rede

Ärger über Mario Draghi: Bundeskanzlerin Angela Merkel rief nach Informationen des SPIEGEL den EZB-Chef an und wollte wissen, ob er den Sparkurs in der Eurozone noch mitträgt - eine Forderung des Notenbankers hatte für Irritationen gesorgt.

EZB-Chef Draghi und Kanzlerin Merkel: Kritik am Telefon
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EZB-Chef Draghi und Kanzlerin Merkel: Kritik am Telefon


Die Bundesregierung ist verärgert über den Chef der Europäischen Zentralbank. Mario Draghi hatte öffentliche Investitionsprogramme gefordert, mit denen die Konjunktur in der Eurozone belebt werden soll. In einer Rede vor Notenbankern hatte er auf Spielräume in den öffentlichen Haushalten für Investitionen verwiesen. (Die ganze Geschichte lesen Sie hier im aktuellen SPIEGEL.)

Nach Informationen des SPIEGEL stellte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) Draghi deshalb Anfang der Woche telefonisch zur Rede: Sie wollte wissen, ob die EZB für eine Abkehr von der Sparpolitik in der Eurozone sei - bislang hatten die Notenbanker diese mitgetragen.

Der Italiener hatte beim Treffen der Notenbankchefs aus aller Welt im amerikanischen Jackson Hole "eine größere Rolle der Fiskalpolitik" in Europa eingefordert: "Die existierende Flexibilität der Regeln könnte besser ausgenutzt werden, um den schwachen Aufschwung zu bekämpfen", sagte Draghi.

In dem Telefonat mit Merkel verteidigte sich Draghi mit dem Hinweis, dass er in seiner Rede direkt im Anschluss an seinen umstrittenen Vorschlag auch weitere Strukturreformen in den Krisenländern gefordert habe. Um die Bundesregierung weiter zu besänftigen, rief der EZB-Chef anschließend Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) an, um seine Position zu erläutern.

Merkel und Schäuble machten jedoch deutlich, dass sie am Sparkurs festhalten wollen.

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insgesamt 94 Beiträge
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kdshp 31.08.2014
1.
Kann man das wort SPAREN nicht mal weglassen das es nichts mit dem zu tuen hat worum es geht. Es geht darum weniger auszugeben als man zur verfügung hat.
BettyB. 31.08.2014
2. Klar doch...
Merkelismus pur: Die Rechen schonen und notwendige Investitionen lieber unterlassen. Geld wäre nämlich da, nur will Merkel es in den privaten Taschen weniger lassen...
tromsø 31.08.2014
3. Alles Scheingefechte!
Um den Deutschen Michel zu besänftigen. Sass gestern Abend mit ausgewanderten Deutschen zusammen und wettete 200 Franken, dass es innert 2 Jahren innerhalb der Eurozone eine gemeinsame Arbeitslosenkasse gibt. Einer hat fast dagegen gewettet, weil er zuerst von Eurobonds und anderen Zückerchen ausgeht, erst dann von der Arbeitslosenkasse. Aber kommen wird sie
gruenbonz 31.08.2014
4. höchste Zeit, diesem Spekulatius das Handwerk zu legen!
was er vorhat, bedeutet nichts anderes als den Weg in den totalen Schuldenstaat. Es wäre Zeit, diesen früheren Goldman Sachs Funktionär abzulösen, bevor er den Euro vollends zerstört. Frau Merkel hätte die Macht dazu.
thunderstorm305 31.08.2014
5. Draghi soll sich um seine eigentlichen Aufgaben kümmern.
Das ist schon komisch. Da schlittern die Euro-Länder aufgrund immer steigenden Schulden in eine Finanzkrise und eine Wirtschaftskrise und nun möchte man wieder die Wirtschaftskrise durch neue Schulden bekämpfen. In ein paar Jahren werden wir dann wieder an der gleichen Stelle sein und darüber lamentieren, dass die Staaten sich doch nicht so hoch verschulden sollen. Eine Notenbank ist nicht dafür da Investitionsprogramme zu fordern. Sie ist für die Stabilität der Währung und wegen mir für die Einhaltung der Maastricht Kriterien verantwortlich. Aber daran hat sich ja eh nie jemand gehalten.
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