Reaktion auf Messerattacke in Hamburg Merkel spricht Angehörigen ihr Mitgefühl aus

Politiker reagierten bestürzt auf die Messerattacke von Hamburg. Kanzlerin Merkel sprach Opfern und Angehörigen ihr Mitgefühl aus. Bürgermeister Scholz legte am Tatort Blumen nieder.

Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz
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Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz


Bundeskanzlerin Angela Merkel hat den Angehörigen des Todesopfers bei der Messer-Attacke von Hamburg ihr tiefes Mitgefühl ausgesprochen. "Ich trauere um das Opfer der grausamen Attacke in Hamburg. Seinen Angehörigen gilt mein tiefes Mitgefühl", teilte sie am Samstag mit. Den Verletzten wünsche sie "vollständige Genesung der körperlichen und seelischen Wunden".

Die Kanzlerin fügte hinzu: "Die Gewalttat muss und wird aufgeklärt werden. Ich stehe in ständigem Kontakt mit Bundesinnenminister Thomas de Maizière und Hamburgs Erstem Bürgermeister Olaf Scholz. Mein Dank gilt der Polizei für ihren Einsatz sowie all jenen, die sich mit Zivilcourage und Mut dem Täter entgegengestellt haben."

Der Angreifer, ein abgelehnter palästinensischer Asylbewerber, der in den Vereinigten Arabischen Emiraten geboren wurde, hatte am Freitag in einem Supermarkt im Stadtteil Barmbek unvermittelt auf Menschen eingestochen. Ein 50-Jähriger starb, sieben weitere Opfer wurden teilweise schwer verletzt.

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Messerattacke in Hamburg: Angriff beim Einkauf

Innenminister de Maizière (CDU) reagierte ebenfalls bestürzt auf den tödlichen Messer-Angriff. "Erneut trifft eine schreckliche Attacke unsere Gesellschaft", sagte er in Berlin. "Meine Trauer gilt dem Toten, mein Mitgefühl seinen Angehörigen und den verletzten Opfern." Mit Blick auf die möglichen Hintergründe der Tat sagte der Minister: "Wir müssen damit rechnen, dass die dschihadistische Ideologie als Begründung oder Rechtfertigung für Taten herangezogen wird, die vielleicht aufgrund ganz anderer Motive begangen werden." Das lehre die leidvolle Erfahrung.

"Die eigentlichen Motive können dann auch in der Persönlichkeit des Täters liegen." Es sei nun Aufgabe der Hamburger Behörden, diese zu ermitteln. "Es ist wichtig, die Hintergründe der Tat so schnell wie möglich zu analysieren, um aufzuklären, wie es zu der Tat kommen konnte", betonte der CDU-Politiker.

Innensenator Grothe (li.) und Bürgermeister Scholz am Tatort
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Innensenator Grothe (li.) und Bürgermeister Scholz am Tatort

Bürgermeister Olaf Scholz und Innensenator Andy Grote legten am Samstag in Barmbek an Ort des Anschlags Blumen nieder und sprachen mit Augenzeugen. "Es ist sehr bewegend, berührend, den Tatort zu sehen, mit denjenigen zu sprechen, die vor Ort waren, und das alles erlebt haben, geholfen haben oder hinter dem Täter hergelaufen sind", sagt Scholz. "Das ist ein ganz schmerzhafter Moment für uns alle." Er sei sehr stolz auf die Hamburger, die sofort geholfen hätten.

Video: Hamburgs Innensenator zu Messerangreifer

ler/dpa

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