Raab-Sendung: Fuchs ersetzt Altmaier
Nach dem Rückzieher von Umweltminister Peter Altmaier hat die CDU Ersatz gefunden für die Sendung "Absolute Mehrheit": Wirtschaftspolitiker Michael Fuchs wird sich nun Stefan Raab stellen - der Moderator betonte, dass er die Gäste unabhängig auswählt.
Berlin - Stefan Raab ist im Bundestag in letzter Minute fündig geworden: Nach der Absage von Bundesumweltminister Peter Altmaier wird jetzt Michael Fuchs in der neuen ProSieben-Show "Absolute Mehrheit" auftreten. Der CDU-Wirtschaftsexperte gilt im Parlament als sehr kritikfreudiger Politiker, er ist Fraktionsvize der Union.
Weitere Gäste bei Stefan Raab sind an diesem Sonntagabend der SPD-Bundestagspolitiker Thomas Oppermann, der FDP-Chef im Kieler Landtag, Wolfgang Kubicki, der Linken-Politiker Jan van Aken und die Unternehmerin Verena Delius. Sie ist Geschäftsführerin der Bildungssoftware-Firma Goodbeans.
In der ersten Show soll es um soziale Netzwerke, Steuergerechtigkeit und Energiewende gehen. In der Sendung diskutieren die Gäste mit dem Ziel, die absolute Mehrheit der Zuschauer hinter sich zu versammeln und 100.000 Euro zu kassieren.
Altmaier hatte nach einem Wirbel um die angebliche Ausladung des Grünen-Politikers Volker Beck wieder abgesagt, wie SPIEGEL ONLINE am Donnerstag berichtete. Der Grund dafür war aber nach Angaben des Ministerbüros, dass die Redaktion von "Absolute Mehrheit" Altmaier noch vor wenigen Wochen Hannelore Kraft oder Andrea Nahles als SPD-Kontrahentin zugesichert habe.
In der Union hatte Altmaiers geplante Teilnahme an der umstrittenen Raab-Show in den vergangenen Tagen Unverständnis ausgelöst. Der Minister solle sich lieber um die Energiewende kümmern, hieß es.
Im Streit um die Gästeliste seiner Polit-Talksendung betonte Moderator Raab die Unabhängigkeit der Sendung. "Bei uns knüpft kein Gast sein Erscheinen an irgendwelche Forderungen, und die Besetzung ist natürlich eine rein redaktionelle Entscheidung", sagte Raab der Tageszeitung "taz". Man wolle in seiner Talksendung "immer eine möglichst interessante Gesprächsrunde zusammenstellen". Da würden "wie in jeder Redaktion auch mal kurzfristig Konstellationen geändert oder über den Haufen geworfen".
fab/dpa/dapd
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