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Affäre um SPD-Politiker: Hartmann gesteht Crystal-Meth-Konsum

SPD-Politiker Hartmann: "Er hoffte, nach Drogenkonsum leistungsfähiger zu sein" Zur Großansicht
MARCO-URBAN.DE

SPD-Politiker Hartmann: "Er hoffte, nach Drogenkonsum leistungsfähiger zu sein"

Der SPD-Abgeordnete Michael Hartmann gibt zu, im vergangenen Jahr Crystal Meth genommen zu haben. Er habe die Droge etwa einen Monat lang konsumiert, um leistungsfähiger zu sein. Abhängig sei er nicht.

Berlin - Der SPD-Politiker Michael Hartmann hat die Vorwürfe gegen ihn bestätigt: Gegenüber der Staatsanwaltschaft hat er zugegeben, die Droge Crystal Meth gekauft und konsumiert zu haben.

Das geht aus einem Schreiben hervor, das sein Anwalt veröffentlicht hat. Darin wird bestätigt, dass Hartmann im Herbst 2013 das verbotene Methamphetamin "in geringer eigenverbrauchsüblicher Menge" erworben und eingenommen hat. Nach etwa einem Monat habe der Bundestagsabgeordnete den gelegentlichen Konsum der Droge endgültig wieder beendet, heißt es in dem Schreiben.

Eine Abhängigkeit habe Hartmann nicht entwickelt. Eine von dem Politiker veranlasste medizinisch-psychiatrische Untersuchung bestätige diese Einschätzung.

In dem Schreiben heißt es weiter, Hartmann "bedauert und bereut", die Drogen erworben und konsumiert zu haben. "Ohne sein Fehlverhalten entschuldigen zu wollen, erklärt er es damit, dass er seinerzeit hoffte, nach Drogenkonsum leistungsfähiger zu sein."

Die Vorwürfe gegen Hartmann waren am 2. Juli öffentlich geworden. Im Zusammenhang mit den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft war von einer Menge von drei Gramm Crystal Meth die Rede gewesen. Der Bundestag hob seine Immunität auf. Hartmann trat von seinem Amt als innenpolitischer Sprecher der SPD im Bundestag zurück.

Crystal Meth gilt als besonders gefährliche Droge, die Kristalle putschen den Konsumenten stark auf. Angstgefühle schwinden, die Leistungsfähigkeit steigt. Die Nebenwirkungen sind gewaltig. Auf Bildern lässt sich nachvollziehen, wie die Droge Menschen innerhalb weniger Monate verändert. Auf Dauer schädigt der Konsum die Nervenzellen im Gehirn, die Abhängigen leiden unter Paranoia und können tagelang nicht mehr schlafen.

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Politiker und Drogen: Skandale und Beichten

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1. Leistungsfähiger...
20InchMovement 09.07.2014
als Politiker, mit Drogen? Haha.
2. Sympathish
Na Sigoreng 09.07.2014
finde ich, dass er nicht rumeiert, um hinterher doch zuzugeben, dass es anders war. Gut, ich hoffe, dass das tatsächlich die ganze Wahrheit ist.
3. Für einen Politiker
ruzoe 09.07.2014
ist der Mann erstaunlich aufrichtig: Für was sonst als zur erhofften Steigerung der Leistungsfähigkeit hat er das Zeug genommen? Und: War sein Job wirklich so aufreibend? Okay, wieviel Alkoholiker sich dann im Bundestag so tummeln, will ich erst gar nicht wissen...
4. Was ein Berg von Unsinn
Kirk70 09.07.2014
Zitat von sysopMARCO-URBAN.DEDer SPD-Abgeordnete Michael Hartmann gibt zu, im vergangenen Jahr Crystal Meth genommen zu haben. Er habe die Droge etwa einen Monat lang konsumiert, um leistungsfähiger zu sein. Abhängig sei er nicht. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/michael-hartmann-spd-abgeordneter-gesteht-konsum-vom-crystal-meth-a-980096.html
Wer Chrystal nimmt ist nicht leisteu7ngssteigernd motiviert. Oder er spürt sich null beim Konsum. Es ist sehr ähnlich wie Amphetamin, aber wie Pervitin in der Wirkung der Depressionen und Schlaflosigkeit und Unfähigkeit zu Essen seit dem zweiten Weltkrieg allgemein bekannt. Hätte er die Wirkung von Chrystal gewollt hätte er Speed (Amphetamin) genommen, aber nur eine Nase. Die meisten machen es aber mit Ritalin, welches in der Wirkung nahezu identisch ist und als Politiker unter Erwachsenen-ADS verbergbar ist. Schwachsinn hoch hundert tausend von Quacksalbern (aller Berufsgruppen), die das nie selbst ausprobiert haben müssen, nur zu hören und verstehen. Der Typ hat einfach die stärkste Sexdroge genommen und zusätzlich wer abnormale Minderwertigkeitskomplexe hat (also ohne Misshandlung, Handicap, ganz normale Menschen) macht die stark.
5. ?
Kirk70 09.07.2014
Zitat von Na Sigorengfinde ich, dass er nicht rumeiert, um hinterher doch zuzugeben, dass es anders war. Gut, ich hoffe, dass das tatsächlich die ganze Wahrheit ist.
Wer etwas bewiesenes zugibt ist aufrichtig? In welchem Universum. Das darf aber keinem Kausalitätsprinzip unterliegen.
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