Anschlag in Herne Zwei Autos der SPD-Politikerin Michelle Müntefering angezündet

Brandanschlag in Herne: Unbekannte haben zwei Autos der SPD-Bundestagsabgeordneten Michelle Müntefering angezündet. Beide Fahrzeuge gingen in Flammen auf. Der Staatsschutz ermittelt.

Feuerwehrleute beim Einsatz in Herne
DPA

Feuerwehrleute beim Einsatz in Herne


In Herne in Nordrhein-Westfalen sind in der Nacht zum Dienstag zwei Autos der SPD-Bundestagsabgeordneten Michelle Müntefering in Flammen aufgegangen. Sowohl das Privatauto der Politikerin als auch ein SPD-Wahlkampfauto, die beide vor ihrem Haus abgestellt waren, brannten.

Die Polizei geht von vorsätzlicher Brandstiftung aus. Am Parteiwagen sei eine Scheibe eingeschlagen und womöglich ein Molotow-Cocktail in den Innenraum geworfen worden, es sei ein höherer Schaden entstanden, sagte ein Polizeisprecher. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen. Michelle Müntefering ist die Ehefrau des früheren SPD-Chefs Franz Müntefering.

Zeugen haben demnach zwei schwarz gekleidete Männer weglaufen sehen. Zumindest einer habe eine Sturmhaube getragen. Suchmaßnahmen der Polizei unter anderem mit einem Hubschrauber und mit Unterstützung eines Hundeführers blieben zunächst erfolglos. Ermittelt wird demnach in alle Richtungen. Die Polizei schließt einen politischen Hintergrund aber nicht aus.

Michelle Müntefering
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Michelle Müntefering

Bereits im April, Mai und Juni waren in Herne drei Mal Fahrzeuge eines CDU-Landtagskandidaten angezündet worden. Ein Tatverdächtiger konnte dem Sprecher zufolge bislang nicht gefunden werden. Ob es einen Zusammenhang mit dem Fall in Herne gibt, wird geprüft.

Die 37-jährige Müntefering sitzt seit 2013 im Bundestag, sie vertritt als Direktkandidatin den Wahlkreis Herne - Bochum II. Müntefering ist unter anderem Mitglied des Auswärtigen Ausschusses und Vorsitzende der deutsch-türkischen Parlamentariergruppe.

als/dpa/AFP



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