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Microblogging: Politiker fürchten Twitter-Manipulationen bei Bundestagswahl

Der Bundeswahlleiter und Abgordnete von Union und SPD befürchten nach SPIEGEL-Informationen, die Bundestagswahl könnte durch Kurznachrichten im Online-Dienst Twitter unzulässig beeinflusst werden. Ihre Furcht: Bisher vertrauliche Exit Polls könnten vorzeitig öffentlich werden.

Hamburg - Die sogenannten Exit-Polls mit Zahlen und Trends zum Wahlausgang werden den Parteien nachmittags mitgeteilt. "Es wäre der GAU, wenn die Wählerbefragungen vor Schließung der Wahllokale öffentlich bekannt würden", sagt Bundeswahlleiter Roderich Egeler. Via Internet könnten dann Unentschlossene mobilisiert werden.

Nach einer Anfechtung des Ergebnisses müsste die Wahl womöglich wiederholt werden. Der SPD-Innenexperte Dieter Wiefelspütz hält es für angebracht, über "ein Verbot der Wählerbefragungen nachzudenken". Dorothee Bär, stellvertretende CSU-Generalsekretärin und medienpolitische Sprecherin der Unionsfraktion, fordert, alle Eingeweihten auf einen "Kodex des Stillschweigens zu verpflichten". Im Mai hatten Abgeordnete das Ergebnis der Bundespräsidentenwahl vorzeitig im Twitter-Dienst gemeldet.

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 80 Beiträge
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1. twitter?
fraktum 27.06.2009
Und was hat das bitteschön mit twitter zu tun? Solche Informationen können über andere Dienste genauso schnell verbreitet werden.
2. Bei sich selbst Ordnung schaffen
blogreiter 27.06.2009
Nach den Zwitschereien bei der Wahl des Bundespräsidenten sind mir die Ängste schon verständlich. Nur wer haten denn da gezwitschert - es war nicht das gemeine Volk. Es waren die jetzigen Bedenkenträger. Einer von den Zwitscherern aht aber noch nicht einmal Schudgefühle entwickelt, verteidigte sogar sein Verhalten in der regionalen Presse seines Wahlkreises.
3. einfache Lösung
debe, 27.06.2009
Zitat von sysopDer Bundeswahlleiter und Abgordnete von Union und SPD befürchten nach SPIEGEL-Informationen, die Bundestagswahl könnte durch Kurznachrichten im Online-Dienst Twitter unzulässig beeinflusst werden. Ihre Furcht: Bisher vertrauliche Exit Polls könnten vorzeitig öffentlich werden. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,632942,00.html
einfache Lösung: Exit Polls sofort veröffentlichen
4. Dann eben nicht
LJA 27.06.2009
Für verlässliche exit-polls braucht man hunderte von Mitarbeitern, um einigermaßen belastbare Ergebnisse zu bekommen. Die Idee, das diese Leute sich alle an einen Ehrenkodex halten, ist unrealistisch. Ergo: Es gibt diese Dienstleistung für Parteien in Zukunft nicht mehr.
5. Wie hätten Sie's denn gerne?
Bala Clava 27.06.2009
Zitat von sysopDer Bundeswahlleiter und Abgordnete von Union und SPD befürchten nach SPIEGEL-Informationen, die Bundestagswahl könnte durch Kurznachrichten im Online-Dienst Twitter unzulässig beeinflusst werden. Ihre Furcht: Bisher vertrauliche Exit Polls könnten vorzeitig öffentlich werden. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,632942,00.html
Passt gut zusammen, man kann's als (Nicht-)Wähler den Politikern einfach nicht recht machen. Da beschmimpft man die politikverdrossenen Wahlverweigerer, hat aber zugleich Angst, Unentschlossene könnten in letzter Minute vor Schließung der Wahllokale noch einen Motivationsschub kriegen. Liebe Politker, wenn euch das Volk nicht passt: Sucht euch doch einfach ein anderes!
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