Rechtsextremer Waffenhändler "Migrantenschreck"-Betreiber Mario Rönsch angeklagt

Er soll im Internet illegal Waffen verkauft haben: Gegen den Rechtsextremisten Mario Rönsch wurde von der Staatsanwaltschaft Berlin Anklage erhoben. Im Juni war er nach Deutschland ausgeliefert worden.

Pistolen, Revolver, Munition (Symbolbild)
DPA

Pistolen, Revolver, Munition (Symbolbild)


Ende März war Mario Rönsch in Ungarn verhaftet und im Juni nach Deutschland ausgeliefert worden. Nun hat die Berliner Generalstaatsanwaltschaft Anklage gegen den 34 Jahre alten Rechtsextremisten erhoben. Der Vorwurf: unerlaubter Waffenhandel.

Rönsch gilt als Kopf des illegalen Online-Waffenversandhandels "Migrantenschreck", der mit rassistischen Sprüchen Werbung machte. Der Waffenversandhandel lieferte potenziell tödliche Gummigeschosse auch nach Deutschland.

Angeklagter hat mindestens 100.000 Euro mit illegalem Waffenhandel verdient

"Dem Angeschuldigten wird zur Last gelegt, im Zeitraum zwischen Mai und November 2016 von Ungarn aus den illegalen Online-Waffenversandhandel 'Migrantenschreck' betrieben zu haben", steht in einer Pressemitteilung der Generalstaatsanwaltschaft.

"Zum Kaufpreis von jeweils zwischen 250 Euro und 750 Euro soll er in nahezu 200 Fällen verschiedene, hierzulande erlaubnispflichtige Waffen überwiegend an Kunden in Deutschland geliefert haben", heißt es weiter. 100.000 Euro seien der mindestens gesicherte Verkaufserlös, das Geld soll jetzt eingezogen werden.

Rönsch soll mit Anonymousnews.ru und der Facebook-Seite "Anonymous.Kollektiv" auch zwei große Hetzseiten im Internet betrieben haben, berichtete die "Süddeutsche Zeitung" im März 2018.

höh

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