Berlin - Unionspolitiker pochen darauf, bei der Zuwanderung stärker auf den Nutzen Deutschlands zu schauen und provozieren mit einem neuen Vorschlag: Der innenpolitische Sprecher der Berliner CDU, Peter Trapp, sagte der "Bild"-Zeitung: "Wir müssen bei der Zuwanderung Kriterien festlegen, die unserm Staat wirklich nützen. Maßstab muss außer einer guten Berufsausbildung und fachlichen Qualifikation auch die Intelligenz sein. Ich bin für Intelligenztests bei Einwanderern." Diese Frage dürfe nicht länger tabuisiert werden.
Der Chef der CSU-Europagruppe, Markus Ferber, sprach sich für eine einheitliche europäische Neuregelung der Zuwanderungspolitik aus und verwies in diesem Zusammenhang auf das Beispiel Kanadas: "Kanada ist da viel weiter und verlangt von Zuwandererkindern einen höheren Intelligenzquotienten als bei einheimischen Kindern. Humane Gründe wie Familiennachzug können auf Dauer nicht das einzige Kriterium für Zuwanderung sein."
Tatsächlich geht in Deutschland die Zahl der Einwanderungen deutlich zurück - immer mehr Menschen wandern aus: 2009 sind 734.000 aus Deutschland weggezogen, 721.000 Zuwanderer kamen ins Land. Von 1985 bis 2007 waren indes stets mehr Menschen nach Deutschland eingewandert als ausgewandert.
anr/apn
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Politik | Twitter | RSS |
| alles aus der Rubrik Deutschland | RSS |
| alles zum Thema Deutsche Einwanderungspolitik | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2010
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH