Reaktion auf mieses Wahlergebnis Thüringens CDU-Fraktionschef fordert Heimatministerium

Ob das hilft, Union und SPD bei der nächsten Bundestagswahl Wählerstimmen zurückzubringen? Thüringens CDU-Fraktionschef Mohring macht sich erneut für ein Heimatministerium auf Bundesebene stark.

CDU-Politiker Mike Mohring
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CDU-Politiker Mike Mohring


Nach dem schlechten Abschneiden von SPD und Union bei der Bundestagswahl hat sich der Thüringer CDU-Fraktionschef Mike Mohring erneut für ein Heimatministerium auf Bundesebene ausgesprochen. "In einem Heimatministerium könnte man die Bedeutung des ländlichen Raums stärken. Das wäre eine gute Antwort auf die Sorgen der Bürger in Ost und West, die sich abgehängt fühlen", sagte Mohring der "Berliner Zeitung".

Bei der Bundestagswahl hatten CDU und CSU nur 32,9 Prozent der Stimmen geholt, die SPD fiel auf 20,5 Prozent. Die AfD holte dagegen aus dem Stand 12,6 Prozent. In Thüringen kamen die Rechtspopulisten hinter der Union sogar auf den zweiten Platz.

Die Vorsitzenden der Unionsfraktionen in Bund und Ländern hatten bereits im März bei einer Konferenz ein solches Ministerium gefordert. Sie schlagen vor, es ans Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft anzugliedern. "Gleichwertige Lebensverhältnisse in ganz Deutschland zu gewährleisten, bleibt eine Daueraufgabe. Um diese Herausforderung zu bewältigen, sprechen wir uns für die Schaffung eines Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft, ländliche Räume und Heimat aus", hieß es damals im Beschluss der Konferenz.

Auch Bayerns Finanz- und Heimatminister Markus Söder (CSU) hatte im März für ein Bundesheimatministerium nach bayerischem Vorbild geworben, um die Revitalisierung strukturschwacher Räume zu erreichen. Die schwarz-gelbe Regierung in Nordrhein-Westfalen schuf in diesem Jahr ein Heimatministerium, das die Interessen des ländlichen Raums vertreten soll.

als/dpa



insgesamt 43 Beiträge
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RalfHenrichs 05.10.2017
1. Blödsinn
Man kann ja etwas für die ländliche Räume tun wollen. Dann wäre aber zu fragen, was genau. Ob dies dann vom Heimatministerium oder vom Ministerium XY umgesetzt wird, ist völlig egal.
gumbofroehn 05.10.2017
2. Oje ...
... wenn man das liest, kommt die Frage auf, ob die CDU/CSU nicht möglicherweise in's Heimatmuseum gehört.
kladderadatsch 05.10.2017
3. Augenwischerei und Pöstchen
Ein Heimatministerium bringt den Menschen ebenso wenig Heimat, wie ein Integrationsministerium Integration bringt. Hier geht es darum gutbezahlte Posten zu schaffen. Wenn schon wäre ein Sparministerium wünschenswert, damit mal die Ausgaben der Politiker überprüft und der Bundestag auf ein vernünftiges Maß verkleinert wird.
Wassup 05.10.2017
4. Abgezockt und abgehängt
Was heisst hier Land? Ich bin in einem Vorort in Deutschland und mein Ingenieurbüro und das Internet lahmt. Das merkt man wenn man versucht, CAD-Modelle zu verschicken. Ich führe den größeren Teil meines Einkommens ab und bekomme dafür nichts zurück. Selbst in Entwicklungsländern bekomme ich schnelleres Internet - und zahle weniger Steuern. Es ist jedes Mal peinlich wenn Kunden herausfinden, das Deutschland das lahme Internet hat. Vielleicht sollte ich das Büro verlegen, einem anderen Land meine Steuern bezahlen?
eugler 05.10.2017
5. der Dobrindt des Ostens
Herr Moring möchte sich scheinbar zum Dobrindt des Ostens aufschwingen. So ein Unsinn! Man braucht sich nicht zu wundern, dass in Thüringen rot-rot gewählt wird. Denn der Herr ist kein One-Hit-Wonder.
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