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Minutenprotokoll: So spannend war der Wahlabend

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Am Ende hat es doch noch für Grüne und SPD in Baden-Württemberg gereicht. Die CDU ist der große Wahlverlierer. In Rheinland-Pfalz bleibt Kurt Beck im Amt, er braucht aber einen Koalitionspartner - die Grünen. Die wichtigsten Ereignisse im Liveticker.

DPA

+++ Beck und die ökologische Komponente +++

[22.43 Uhr] Kurt Beck will in Rheinland-Pfalz mit den Grünen koalieren. "Es ist ein klarer Auftrag, weiter zu regieren. Rot-Grün ist gewünscht von den Menschen", sagt der SPD-Ministerpräsident im ZDF-"heute-Journal". Die "ökologische Komponente" werde mit den Grünen in der Regierung in Rheinland-Pfalz an Bedeutung gewinnen. "Es ist sicher so, dass manches an zukünftigen Infrastrukturprojekten jetzt ein Stück anders beurteilt wird. Und darauf muss man sich einstellen. Die Wähler haben so entschieden, und das will ich gar nicht versuchen wegzuverhandeln. Da wird man fair miteinander umgehen", sagte Beck mit Blick auf die Grünen.

+++ Endergebnis aus Rheinland-Pfalz +++

[22.20 Uhr] Der Landeswahlleiter gibt das vorläufige amtliche Endergebnis für Rheinland-Pfalz bekannt: Die SPD kommt auf 35,7 Prozent der Stimmen. Die CDU belegt mit 35,2 Prozent wie schon 2006 den zweiten Platz. Die Grünen schaffen mit 15,4 Prozent den Wiedereinzug in den Landtag in Mainz. Die FDP scheitert mit 4,2 Prozent an der Fünf-Prozent-Hürde, die Linken kommen auf 3,0 Prozent.

+++ Klöckner will mit Grünen reden +++

[22.05 Uhr] CDU-Spitzenkandidatin Julia Klöckner hat den Grünen in Rheinland-Pfalz ein Gesprächsangebot unterbreitet. "Ich mache es gerne auch offiziell, das kann man auch gerne machen: Dass Demokraten miteinander reden, Frau Lemke, das Angebot steht", sagt sie im Landtag an die Adresse der Grünen-Spitzenkandidatin Eveline Lemke. Grünen-Spitzenkandidat Daniel Köbler weist darauf hin, dass die Grünen vor der Wahl erklärt hatten, sie hätten größere inhaltliche Schnittmengen mit der SPD. "Deswegen wird man darüber reden." Über alles Weitere werde in den Gremien beraten.

+++ Krawalle am Stuttgarter Hauptbahnhof +++

[21.55 Uhr] Am Stuttgarter Hauptbahnhof kommt es nach Angaben der Nachrichtenagenturen DAPD und dpa am späten Abend zu Ausschreitungen. Mehrere Dutzend Gegner des umstrittenen Bahnprojekts Stuttgart 21 stoßen Bauzäune eines abgesperrten Geländes am Nordflügel des Hauptbahnhofs um. Die Aktion ereignete sich während der von den sogenannten Parkschützern organisierten Mappschiedsparty am Schlossplatz. Ein Großaufgebot der Polizei drängte die Randalierer zunächst zurück und stellte die Zäune wieder auf. Allerdings rissen die Demonstranten die Barrieren erneut um. Die Sicherheitskräfte zogen sich daraufhin zurück.

+++ Kretschmann kündigt Stilwechsel an +++

[21.50 Uhr] Der grüne Wahlsieger Winfried Kretschmann wird im ZDF befragt, was er als Nachfolger von Stefan Mappus außer in der Energiepolitik als Ministerpräsident ändern will. "Wir werden einen anderen Regierungsstil einführen", kündigt er an. Die Bürger dürften sich auf eine "Politik des Gehörtwerdens" freuen, sagt er.

+++ CDU-Debakel im Ländle bestätigt +++

[21.21 Uhr] In Baden-Württemberg gibt es jetzt ein vorläufiges Ergebnis, das das Debakel für die CDU bestätigt. Die Partei von Ministerpräsident Mappus erhielt 39,0 Prozent der Stimmen - 5,2 Prozentpunkte weniger als 2006 (44,2 Prozent).

Zweitstärkste Partei wurden mit 24,2 Prozent die Grünen, die sich gegenüber 2006 um 12,5 Prozentpunkte verbesserten. Die SPD kam auf 23,1 Prozent der Stimmen (minus 2,0 Prozentpunkte). Die FDP schaffte mit 5,3 Prozent nur knapp den Einzug in den Landtag und verlor 5,4 Punkte.

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13  Bilder
Landtagswahl im Ländle: Grüne im Glück, Debakel für Schwarz-Gelb
+++ Die Damen geben sich die Ehre +++

[21.14 Uhr] Damen-Quintett im Dritten: Die Partnerinnen der Spitzenkandidaten in Baden-Württemberg stehen einer SWR-Reporterin Rede und Antwort. "Wie gefällt ihnen Ihre Rolle als neue First Lady des Landes", wird Gerlinde Kretschmann gefragt, die mit einem herzhaften "Einfach gut!" antwortet. Aber auch die Verlierer-Frauen sehen sehr entspannt aus. tdo

+++ Vier verlieren +++

[21.09 Uhr] Annette Schavan von der Wahlverlierer-Partei CDU stichelt im SWR-Interview, dass sie den Jubel bei der SPD recht "eigentümlich" finde. Ganz unrecht hat sie da nicht, denn die Verluste in Rheinland-Pfalz und das historisch schlechte Ergebnis im Ländle lassen die Sozialdemokraten natürlich fast genauso schlecht aussehen wie FDP und CDU. Und die Linkspartei spielte überhaupt keine Rolle. In Wahrheit kann sich nur eine Partei richtig freuen: die Grünen. Aber selbst die sollten sich darüber klar sein: Baden-Württemberg ist so bürgerlich wie zuvor. tdo

+++ Sachsen-FDP fordert Kursänderung +++

[21.07 Uhr] Die sächsische FDP ruft die Bundespartei zu Konsequenzen aus den Wahlniederlagen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz auf. "Die FDP muss künftig wieder einen klaren Kurs verfolgen", fordert der Partei- und Fraktionschef Holger Zastrow. Die Ergebnisse der Wahlen seien die Quittung dafür, dass die FDP in den vergangenen Wochen und Monaten bei wichtigen Themen kaum erkennbar gewesen sei. "Die Wähler belohnen keine flotten Wendemanöver, sondern eine Partei mit Charakter, die klare Kante zeigt und auch dann zu ihren Überzeugungen steht, wenn die Mehrheitsmeinung in der Öffentlichkeit eine andere ist", sagt Zastrow.

+++ Machtkampf in CDU Baden-Württemberg? +++

[21.02 Uhr] Peter Hauk will nach der Niederlage seiner Partei in Baden-Württemberg Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion bleiben. "Ich werde mich wieder um das Amt bewerben", sagte der 50-jährige der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart. Damit deutet sich bereits ein Machtkampf um die Führungspositionen in der künftigen Oppositionspartei an.

+++ Kretschmann verpasst Direktmandat +++

[20.48 Uhr] Trotz der Super-Ergebnisse für die Grünen in Baden-Württemberg hat deren Spitzenkandidat Winfried Kretschmann ein Direktmandat verfehlt. In seinem Wahlkreis Nürtingen erhielt der 62-Jährige 25,6 Prozent der Stimmen, während der CDU-Kandidat Thaddäus Kunzmann 39,7 Prozent bekam.

+++ Grüne bekamen Stimmen aus allen politischen Lagern +++

[20.28 Uhr] Die Grünen haben bei ihrem historischen Erfolg in Baden-Württemberg aus allen politischen Lagern Stimmen geholt. Nach einer Erhebung der Forschungsgruppe Wahlen für das ZDF kamen 16 Prozent der Grünen-Wählerstimmen aus dem Lager der CDU und fünf Prozent aus dem der FDP. Aus dem Lager der SPD stammten demnach 23 Prozent des Grünen-Stimmenanteils, 37 Prozent ihrer Wählerschaft haben sich schon vorher für sie entschieden. Aus dem Lager der Nichtwähler bekamen sie elf Prozent.

+++ Grüne misstrauen sich +++

[20.17 Uhr] Interessante Analyse im ZDF: Selbst 18 Prozent der Grünen-Anhänger trauen ihrer eigenen Partei nicht zu, eine Landesregierung zu führen. Der Parteienforscher Karl-Rudolf Korte nennt die Grünen eine "Organisation des besorgten Bürgertums". kuz

+++ Müdes Plasma +++

[20.10 Uhr] ZDF-Wahlanalyst Theo Koll hat leichte technische Probleme. Den ganzen Abend wischt er jetzt schon an einem grotesk großen Touchscreen-Monitor herum, der reagiert aber längst nicht immer so schnell, wie Koll das gerne hätte. "Der Plasma ist schon etwas ermüdet vom Wahlergebnis." Dabei wird es jetzt doch nochmal spannend: Matthias Jung von der Forschungsgruppe Wahlen erläutert das Wahlrecht von Baden-Württemberg und die theoretische Möglichkeit, dass noch Sitze umkippen könnten - und damit die künftige Regierung. Er geht aber davon aus, dass es in einer Stunde ein Endergebnis geben wird. kuz

+++ Der Ein-Viertel-Chef+++

[20.07 Uhr] Egal, wie man zu Mappus oder Kretschmann politisch oder persönlich steht: Demokratietheoretisch kann man sich übrigens schon fragen, ob das wirklich in Ordnung geht, wenn künftig womöglich ein Mann Ministerpräsident ist, dessen Partei gerade mal rund 25 Prozent aller Stimmen holen konnte. tdo

+++ Grüne holen Direktmandate +++

[20.04 Uhr] Die Grünen haben zum ersten Mal bei einer Landtagswahl in Baden-Württemberg Direktmandate erzielt. Vier Wahlkreise in Heidelberg, Mannheim, Stuttgart und Freiburg gehen an die Ökopartei. In Heidelberg setzte sich die Vize-Fraktionsvorsitzende der Grünen im Landtag, Theresia Bauer, durch. Im Mannheimer Süden gelang dem Gemeinderat Wolfgang Raufelder der Erfolg. Im Wahlkreis Stuttgart IV gewann die Landtagsabgeordnete Brigitte Lösch und in Freiburg II die Landtagsabgeordnete Edith Sitzmann.

+++ Schwarz und Grün im Clinch +++

[19.57 Uhr] Die Grüne Steffi Lemke befindet sich offenbar immer noch im Wahlkampfmodus. Sie kontert die schwarz-gelbe Wahlanalyse, das starke Grünen-Ergebnis sei nur der Katastrophe in Japan geschuldet, mit der Feststellung, mit der Atomkatastrophe sei das Ausmaß der "verfehlten schwarz-gelben Politik" offenbar geworden. Denn: "Ist ein Bahnhof, der verbuddelt werden soll, wichtiger als Schulen für unsere Kinder?" "Ungeheuerlich!", ruft CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe. Gefühlt ferner war Schwarz-Grün schon lange nicht mehr. kuz

+++ Friedman: Merkel und Westerwelle "angeschlagen"+++

[19.53 Uhr] Michel Friedman zieht auf N24 Bilanz: Die Kanzlerin und ihr Vize seien nach dieser Wahl schwer angeschlagen. Im Übrigen hat Friedman - ähnlich wie wohl die meisten Menschen im Politbetrieb - seine Probleme mit der neuen Farbenlehre. Grün-Rot, heißt es ab jetzt ja korrekterweise im Ländle, und eben nicht mehr Rot-Grün. Außerdem witzelt er über Brüderle, das "Schwätzerle". tdo

+++ Schräge CSU-Analyse +++

[19.47 Uhr] Vollends bizarr die Analyse des CSU-Generalsekretärs Alexander Dobrinth: "Wir halten den Kurs der letzten Jahre!" Seine Partei sei beim Atomausstieg "weiter als alle anderen". Bevor jemand ungläubig nachfragen kann, lästert er süffisant über die SPD: die verkaufe ihren Absturz in Rheinland-Pfalz als Sieg - dabei müsse sie sich Sorgen machen, ihren Charakter als Volkspartei vollends zu verlieren. kuz

+++ Solidarität mit Westerwelle +++

[19.43 Uhr] In der Berliner Runde im ZDF gibt FDP-Generalsekretär Christian Lindner sich alle Mühe, seinem Parteichef Guido Westerwelle den Rücken zu stärken: der habe in den letzten Wochen "an Popularität und Kompetenz gewonnen". Die kommenden Entscheidungen werde man unter Westerwelles Führung fällen. Und überhaupt: auch die Grünen hätten ja ihre Position zur Atomenergie korrigiert. kuz

+++ "Mangelnde Glaubwürdigkeit" +++

[19.40 Uhr] Schleswig-Holsteins CDU-Landeschef Christian von Boetticher macht die "mangelnde Glaubwürdigkeit" der Union in der Atompolitik für die Niederlagen bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz verantwortlich. "Die Wähler haben der CDU das Atom-Moratorium nicht abgenommen. Das hat voll durchgeschlagen", sagt er der Nachrichtenagentur DAPD.

+++ ZDF ignoriert Wahlrecht +++

[19.32 Uhr] Nach neuester ZDF-Hochrechnung führt Grün-Rot in Baden-Württemberg mit 47,4 Prozent vor Schwarz-Gelb mit 44,2 Prozent. Dass das dennoch nicht für eine gemeinsame Regierung reichen könnte, weil die Sitzverteilung aufgrund von Überhangmandaten noch anders aussehen könnte, wissen unter den ZDF-Zuschauern nur die studierten Wahlrechtler. Immerhin weist Theo Koll darauf hin, dass das Endergebnis noch nicht feststehe. kuz

+++ Frank Elstner strahlt +++

[19.30 Uhr] In der ARD läuft "Ein Platz an der Sonne". Diese Woche vermutlich ohne: Stefan Mappus. tdo

+++ Westerwelle: "Wir haben verstanden" +++

[19.28 Uhr] Ja, ja, Japan. Für Guido Westerwelle ist die Wahl eine Abstimmung über die Zukunft der Atomkraft in Deutschland gewesen - und die scheint ja nun ziemlich deutlich abgewählt. Man müsse, so Westerwelle, das ernst nehmen und nun beraten, was das für die FDP bedeutee. Seine eigene Zweifaltigkeit (Außenminister, Parteivorsitzender) stellt er erst mal nicht zur Disposition. Das müssen möglicherweise seine Parteikollegen übernehmen. tdo

+++ Klöckner: "Die SPD hat auf den Hut bekommen!" +++

[19.26 Uhr] Julia Klöckner strahlt übers ganze Gesicht, als sie vom Abgeordnetenhaus zum Landtag sprintet - umgeben von einem Tross Fotografen. Ein Junge mit Mikrofon - der Jungreporter einer Kindersendung - muss die CDU-Spitzenkandidatin auf dem Bürgersteig interviewen - unter einem Baugerüst. "Die SPD hat ja ziemlich was auf den Hut bekommen", erklärt Klöckner dem Jungen und beugt sich zu ihm runter: "Die werden jetzt seeehr viel nachdenken!" Spricht's, lächelt und geht. amz

+++ ARD: Mandat-Gleichstand in Baden-Württemberg möglich +++

[19.24 Uhr] In Baden-Württemberg könnte das Wahlrecht nach Einschätzung der Meinungsforscher von Infratest dimap noch für eine Mehrheit der Mandate zugunsten von Schwarz-Gelb sorgen. Auf der Basis einer Hochrechnung meldet die ARD, CDU und FDP könnten gemeinsam mehr Parlamentssitze als Grüne und SPD erringen, weil das komplizierte Wahlrecht des Landes die stärkste Partei in der Sitzverteilung besser stelle.

Laut Hochrechnung hat die CDU am Sonntag in Baden-Württemberg 39,1 Prozent der Stimmen errungen, das ergäbe nach vorläufiger Berechnung 60 Sitze im Landtag. Die Grünen bekommen demnach 24,0 Prozent der Stimmen und 36 Mandate. Für die SPD wurden 23,2 Prozent der Stimmen und 35 Sitze errechnet. Die FDP, die mit 5,1 Prozent der Stimmen noch um ihren Einzug in den Landtag bangen muss, könnte bei diesem Stand 8 Mandate für sich verbuchen.

+++ Klöckner in Hochstimmung +++

[19.21 Uhr] Man kann sich kaum vorstellen, dass die rheinland-pfälzische CDU-Spitzenkandidatin Julia Klöckner noch bessere Laune gehabt hätte, wenn sie die Wahl mit absoluter Mehrheit gewonnen hätte. In Hochstimmung sieht sie sich fast gleichauf mit den Sozialdemokraten. Kurt Beck steht mit versteinertem Gesicht neben ihr und schaltet erst dann ein gezwungenes Lächeln ein, als er direkt angesprochen wird. kuz

+++ Volkspartei? Aber sicher +++

[19.19 Uhr] Schlechter hat die SPD in Baden-Württemberg nie abgeschnitten, die Partei ist nur dritte Kraft, vermutlich nur Juniorpartner der Grünen - und dennoch tritt Spitzenkandidat Nils Schmid bei N-24 ans Mikro und ist weiterhin fest davon überzeugt, dass man sich Volkspartei nennen darf. Merken Sie sich dieses Gesicht, merken Sie sich diesen Namen. Auch wenn's bei ihm ja eher schwer fällt. tdo

+++ Schwarz-Gelb holt bei Sitzen auf +++

[19.17 Uhr] Der Wahlausgang in Baden-Württemberg bleibt unklar. Wegen des komplizierten Wahlsystems rückt Schwarz-Gelb bei der Sitzverteilung im Stuttgarter Landtag immer näher an Grün-Rot heran.

+++ Mappus unbeirrt +++

[19.12 Uhr] Stefan Mappus gibt sich unbeirrt in Sachen Atom: "Der Kurs war und ist richtig." Fragt sich nur, welchen "Kurs" er damit meint. Jedenfalls müsse man da auch "nichts hinkonstruieren Richtung Berlin", meint Mappus. Seine Relevanz in den kommenden unionsinternen Auseinandersetzungen wird er wohl auch selbst nicht mehr besonders hoch einschätzen. Fast wirkt er erleichtert, dass es jetzt vorbei ist. kuz

+++ Rechthaber +++

[19.10 Uhr] Anfang Januar hatte Rainer Brüderle mal gesagt: "Zu Eiern und zu Wackeln bringt keine Wahlerfolge." Quod erat demonstrandum. tdo

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insgesamt 76 Beiträge
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1. Wahlbeteiligung
CitizenTM 27.03.2011
Zitat von sysopSchicksalswahl für Merkel und Westerwelle: Bekommt die schwarz-gelbe Regierung heute die Quittung für ihre Atompolitik? In Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz stimmen die Bürger über einen neuen Landtag ab. Die wichtigsten Ereignisse im Live-Ticker. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,753438,00.html
Beschämend aber weiterhin, dass man so geringe Wahlbeteiligungen hat. Und die, die fehlen sind bestimmt nicht die Rentner, Blinden und Vollzeitbetreuten. Denen wird ja bekanntlich von lokalen Politik Granden die Hand geführt - bereits bei der Briefwahl. Wenn 20% nicht auftauchen könnte ich das ja verstehen. Aber wenn 2 von 5 Leuten meinen das alles geht sie nichts an dann bin ich schockiert - man hat ja immerhin eine grosse Auswahl auch an Protestparteien die man wählen könnte wenn man niemandem der inzwiwchen 5 etablierten traut.
2. gegen titelzwang!
klowasser 27.03.2011
Zitat von CitizenTMBeschämend aber weiterhin, dass man so geringe Wahlbeteiligungen hat. Und die, die fehlen sind bestimmt nicht die Rentner, Blinden und Vollzeitbetreuten. Denen wird ja bekanntlich von lokalen Politik Granden die Hand geführt - bereits bei der Briefwahl. Wenn 20% nicht auftauchen könnte ich das ja verstehen. Aber wenn 2 von 5 Leuten meinen das alles geht sie nichts an dann bin ich schockiert - man hat ja immerhin eine grosse Auswahl auch an Protestparteien die man wählen könnte wenn man niemandem der inzwiwchen 5 etablierten traut.
Schlimm find ich ja, dass diese Leute sich dann noch hinterher beschweren, es würde nicht die Politik gemacht, die nach ihrer Meinung gemacht werden sollte.
3. ...
raju1956 27.03.2011
Zitat von sysopSchicksalswahl für Merkel und Westerwelle: Bekommt die schwarz-gelbe Regierung heute die Quittung für ihre Atompolitik? In Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz stimmen die Bürger über einen neuen Landtag ab. Die wichtigsten Ereignisse im Live-Ticker. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,753438,00.html
Da könnte Mappus durch das ungerechte Wahlsystem doch noch an der Macht bleiben, obwohl ihn mal gerade noch 38% der Bürger wollen! So ein Unsinn!!!
4. Hier könnte Ihre Werbung stehen!
irobot 27.03.2011
Erstes Fazit. Die Linke nicht drin und die FDP auch nicht (vielleicht ganz knapp in BW). Was will man mehr? BW: Ein grüner Landesvater? Wäre mal was Neues. Dann kann die Partei endlich mal zeigen, wozu sie in der Lage ist. Und Ausreden gibt es dann auch nicht mehr.
5. Wahlbeteiligung
Narn 27.03.2011
Zitat von CitizenTMBeschämend aber weiterhin, dass man so geringe Wahlbeteiligungen hat. Und die, die fehlen sind bestimmt nicht die Rentner, Blinden und Vollzeitbetreuten. Denen wird ja bekanntlich von lokalen Politik Granden die Hand geführt - bereits bei der Briefwahl. Wenn 20% nicht auftauchen könnte ich das ja verstehen. Aber wenn 2 von 5 Leuten meinen das alles geht sie nichts an dann bin ich schockiert - man hat ja immerhin eine grosse Auswahl auch an Protestparteien die man wählen könnte wenn man niemandem der inzwiwchen 5 etablierten traut.
Sie haben prinzipiell natürlich Recht, aber ich kann die geringe Wahlbeteiligung voll und ganz verstehen. Bereits bei der letzten Landtagswahl bei uns in Niedersachsen habe ich im Bekanntenkreis gesagt, es sei egal ob überhaupt und wenn ja, was man wählt: Ein gutes Gefühl hat man bei keiner Entscheidung. Alle der etablierten Parteien vertreten für mich absolut unwählbare Positionen oder sind so schlecht aufgestellt, dass man sie besser nicht wählt. Überhaupt ist doch alles ein schwarzrotgrüngelber Einheitsbrei. Und Sie wissen doch, was entsteht, wenn man alle Farben aus dem Tuschkasten mischt, oder? Genau, Kackbraun!
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Landtagswahl 2011
Rheinland-Pfalz: Das ist das Spitzenpersonal der Parteien

Atomkraft in Deutschland
Leistung älterer Kernkraftwerke
Leistung älterer deutscher Kernkraftwerke
Kraftwerk Betriebs-
start
Defekte Netto-
leistung
in MW
Brunsbüttel 1977 80 771
Isar 1 1979 44 878
Neckarwestheim 1 1976 47 785
Philippsburg 1 1980 39 890
Biblis A 1974 66 1167
Biblis B 1976 78 1240
Unterweser 1978 49 1345
Gesamt 7076
Quelle: Bundesumweltministerium, Bundesamt für Strahlenschutz, IAEA - Power Reactor Information System, Informationskreis KernEnergie
Umsätze Altreaktoren
Durchschnittliche Jahresstromproduktion und Gesamtumsatz Altreaktoren
Kraftwerk Leistung in MW Produktion in TWh
Biblis A 1167 8,1
Neckarwestheim 1 785 5,4
Biblis B 1240 8,6
Brunsbüttel 771 0,0 (nicht am Netz)
Isar 1 878 6,1
Unterweser 1345 9,3
Philippsburg 1 890 6,1
Gesamt 7076 43,6
Jahresumsatz gesamt in Mio. € 2310
Quelle: Energiekonzerne, Bundesumweltministerium, Bundesamt für Strahlenschutz; Berechnungen: Wolfgang Pfaffenberger. Ausgegangen wird von einer Jahresproduktion von 6900 Volllaststunden und dem Grundlastpreis vom 15.3.11 (53 Millionen Euro pro Terawattstunde).
Reststrommengen der Altmeiler
Reststrommengen der Altmeiler
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Biblis A 4305 3332
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Neckarwestheim I 188 0
Brunsbüttel (nicht am Netz) 10999 10999
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Unterweser 13572 11344
Philippsburg 1 9869 8518
Gesamt 43959
 
Umsatzpotential in Mio. € 2329
Quellen: Bundesamt für Strahlenschutz, VGB. * Eigene Berechnungen (Reststrom 1. Januar 2011 minus [Jahreswert 2010 geteilt durch 12 mal 2,5 Monate]). Die Tabelle gibt die Reststrommengen ohne die im vergangenen Jahr beschlossene Laufzeitverlängerung wieder.


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