Münster Fahrzeug fährt in Menschenmenge - Tote und Verletzte

In Münster ist ein Kleinlastwagen in eine Gruppe von Menschen gefahren: Es gibt mehrere Tote und Verletzte. Die Behörden gehen offenbar von einem Anschlag aus.

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In Münster befindet sich die Polizei im Großeinsatz: Nach SPIEGEL-Informationen fuhr ein Fahrzeug in eine Menschenmenge. Das Bundesinnenministerium spricht von vier Toten. Darunter sei auch der mutmaßliche Täter. Es gibt zahlreiche Verletzte.

Die Behörden gehen derzeit davon aus, dass es sich um einen Anschlag handelt. Der Täter hat sich nach Polizeiangaben in dem Wagen erschossen. Die Lage sei derzeit weiterhin "unübersichtlich", teilte die Polizei auf Twitter mit.

Nach Polizeiangaben wurden 30 Menschen verletzt. Einige von ihnen schweben offenbar in Lebensgefahr.

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Auto fährt in Menschenmenge: Tote und Verletzte in Münster

Ein Sprecher des nordrhein-westfälischen Innenministeriums bestätigte nach Agenturberichten, dass es "eine Großlage gibt, bei der es wahrscheinlich zu einigen Toten und Verletzten gekommen ist".

Laut Medienberichten sind weite Teile der Innenstadt mittlerweile gesperrt. Aus dem Umland wurden demnach Rettungshubschrauber angefordert, die Verletzten werden in Krankenhäuser gebracht oder in einer dafür eingerichteten Zone versorgt.

Die Polizei geht davon aus, dass die Gefahr gebannt ist. Es werde nicht nach weiteren Verdächtigen gesucht, sagt eine Polizeisprecherin.

Verdächtiger Gegenstand im Fahrzeug

In dem Kleinlastwagen, der in Münster in eine Menschenmenge gesteuert wurde, hat die Polizei aber einen verdächtigen Gegenstand gefunden. Deshalb sei der Tatort weiträumig abgesperrt worden, sagte ein Polizeisprecher am Samstag in Münster. Um was für einen Gegenstand es sich handele und ob davon eine Gefahr ausgehe, müsse nun geklärt werden.

Die Polizei rief die Bevölkerung dazu auf, den betroffenen Bereich zu meiden. Es gebe einen Großeinsatz an der Gaststätte Kiepenkerl. Der Kiepenkerl ist eine bei Einheimischen und Touristen beliebte und traditionsreiche Gaststätte mitten in der historischen Altstadt von Münster.

Die Hintergründe des tödlichen Zwischenfalls in Münster sind nach Angaben von Oberbürgermeister Markus Lewe noch unklar. "Ganz Münster trauert über dieses schreckliche Ereignis", sagte Lewe. Das Mitgefühl gelte den Angehörigen der Getöteten.

mho/kev/jdl/fis/dpa/AFP/Reuters



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