Flughafen Düsseldorf Deutscher soll IS-Mitglied sein - Festnahme

Am Düsseldorfer Flughafen ist ein Deutscher festgenommen worden. Er soll Mitglied der Terrorgruppe IS sein und in Syrien eine Waffenausbildung durchlaufen haben.


Düsseldorf - Am Düsseldorfer Flughafen ist ein mutmaßliches Mitglied der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) festgenommen worden. Gegen den 22-jährigen Deutschen bestehe ein Haftbefehl des Ermittlungsrichters des Bundesgerichtshofs, teilte die Bundesanwaltschaft mit. Er soll eine Waffenausbildung durchlaufen und dadurch schwere staatsgefährdende Gewalttaten vorbereitet haben.

Der Beschuldigte soll 2013 erstmals über die Türkei nach Syrien gereist sein und sich dem "Islamischen Staat Irak und Großsyrien" angeschlossen haben. Anfang 2014 kehrte er vorübergehend nach Deutschland zurück. Im vergangenen Sommer sei er dann erneut in das Kampfgebiet nach Syrien gereist, so die Bundesanwaltschaft.

Ursprünglich hatte die Staatsanwaltschaft Düsseldorf gegen ihn ein Verfahren wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat geführt. Vor dem Hintergrund der IS-Mitgliedschaft hat der Generalbundesanwalt die Strafverfolgung übernommen.

Am Donnerstag soll der 22-Jährige dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt werden.

kry/dpa



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insgesamt 7 Beiträge
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lema2011 04.03.2015
1. sex sells, weapons too
die Begründung klingt abenteuerlich. Nach der Logik des Artikels ist ja jeder Soldat nach seiner Ausbildung zu verhaften, weil sie "dadurch (die Waffenausbildung) schwere staatsgefährdende Gewalttaten vorbereitet haben." Auf der anderen Seite stimmts ja schon: ....an Waffen ausgebildete Menschen sind potentielle Mörder und Kriegsverbrecher. Und wer zur Ausbildung Waffen verkauft gehört gleich auch mit verhaftet. Deutschland ist der drittgrößte Waffenexporteur und damit für unendlich viel Leid in der Welt mit verantwortlich. Daß Waffen in falsche Hände geraten können ist bei der Menge an Waffen ein anzunehmendes Scenario. So benutzt der IS u.a. deutsche Waffen....wie schon mehrfach auch bei spiegel online berichtet.
Kimmerier 04.03.2015
2. IS gehört zu Deutschland
Zitat von lema2011die Begründung klingt abenteuerlich. Nach der Logik des Artikels ist ja jeder Soldat nach seiner Ausbildung zu verhaften, weil sie "dadurch (die Waffenausbildung) schwere staatsgefährdende Gewalttaten vorbereitet haben." Auf der anderen Seite stimmts ja schon: ....an Waffen ausgebildete Menschen sind potentielle Mörder und Kriegsverbrecher. Und wer zur Ausbildung Waffen verkauft gehört gleich auch mit verhaftet. Deutschland ist der drittgrößte Waffenexporteur und damit für unendlich viel Leid in der Welt mit verantwortlich. Daß Waffen in falsche Hände geraten können ist bei der Menge an Waffen ein anzunehmendes Scenario. So benutzt der IS u.a. deutsche Waffen....wie schon mehrfach auch bei spiegel online berichtet.
Leider hat SPON einmal wieder bei seiner Darstellung stark verkürzt. Sicherlich wird dem Festgenommenen nicht die Waffenausbildung als solche zur Last gelegt - es geht wohl eher um den Vorwurf, in Syrien eine Waffenausbildung bei einer als terroristisch eingestuften Vereinigung absolviert zu haben. Unklar ist mir, warum man die deutsche Staatsangehörigkeit des Festgenommenen betont. Sicherlich gibt es etliche Konvertiten, welche aus Deutschland in den "Heiligen Krieg" gezogen sind, aber Kerim ist nicht unbedingt ein typisch deutscher Name. Wenn die Abstammung bzw. Nationalität einer Person keine Rolle spielt, dann sollte man solche Angaben gänzlich weg lassen - wenn doch, dann bitte doch auch Angaben zur Abstammung.
CobCom 04.03.2015
3.
Zitat von KimmerierLeider hat SPON einmal wieder bei seiner Darstellung stark verkürzt. Sicherlich wird dem Festgenommenen nicht die Waffenausbildung als solche zur Last gelegt - es geht wohl eher um den Vorwurf, in Syrien eine Waffenausbildung bei einer als terroristisch eingestuften Vereinigung absolviert zu haben. Unklar ist mir, warum man die deutsche Staatsangehörigkeit des Festgenommenen betont. Sicherlich gibt es etliche Konvertiten, welche aus Deutschland in den "Heiligen Krieg" gezogen sind, aber Kerim ist nicht unbedingt ein typisch deutscher Name. Wenn die Abstammung bzw. Nationalität einer Person keine Rolle spielt, dann sollte man solche Angaben gänzlich weg lassen - wenn doch, dann bitte doch auch Angaben zur Abstammung.
Das dürfte mit den im Raume stehenden staatsgefährdenden Straftaten zusammenhängen... bei naheliegender Einstufung als feindliche Macht kann man beispielsweise einen deutschen Staatsbürger, der sich beim IS verdingt, u.U. wegen Hochverrats belangen. 10 Jahre bis lebenslänglich. Für mich einiges der wenigen Delikte, wo der Schlüssel weggeworfen gehört. Das ginge mit fremden Landsleuten nicht so ohne weiteres, weil dort anders hinsichtlich Loyalität etc. differenziert werden müsste... theoretisch zwar schon möglich, praktisch aber schwieriger.
egyptwoman 05.03.2015
4. @Kimmerier Post 2
Er heißt genau Kerim Marc B. Ein Konvertit ändert in der Regel seinen Namen bzw lässt den neuen Namen u.U. auch legal in seinen Pass eintragen. Es ist durchaus möglich das der Besagte tatsächlich ein sogenannter Biodeutscher ist, der Konvertierte und dabei den Namen Kerim annahm. Ich bin selbst konvertiert und trage deshalb auch einen arabischen Namen, der allerdings noch nicht in meinem Pass eingetragen ist, was man aber durchaus beantragen kann (kostet halt bisschen was und der Aufwand alles dann zu ändern, sämtliche Versicherungen etc. von der Namensänderung in Kenntnis zu setzen ist auch nicht zu verachten). Dennoch lege ich wert darauf von Menschen die ich nach meiner Konvertierung kennenlernte mit diesem arabischen Vornamen angesprochen zu werden, die meisten kennen meinen anderen Vornamen nicht mal.
tinosaurus 05.03.2015
5. Die Mitgliedschaft
in einer Terroristischen Organisation sollte völlig ausreichen. Verwunderlich nur, dass man mit der Festnahme bis zum Abflug wartet.
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