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Nach heftiger Kritik in der CDU: Bosbach verteidigt "Berliner Kreis"

Mit Argwohn beobachtet die CDU-Spitze, wie sich unzufriedene Konservative im "Berliner Kreis" zusammentun. Innenpolitiker Bosbach weist die harsche Kritik von führenden Unionspolitikern zurück: Sie sei unangemessen - man solle vielmehr dankbar sein für das Engagement.

Wolfgang Bosbach: "Sehr überrascht über die etwas harsche Tonlage" Zur Großansicht
DPA

Wolfgang Bosbach: "Sehr überrascht über die etwas harsche Tonlage"

Hamburg - Die Kritik an der Gründung des "Berliner Kreises" in der CDU kann Wolfgang Bosbach so gar nicht verstehen, er hält sie gar für unangemessen: "Ich bin sehr überrascht über die etwas harsche Tonlage", sagte der Vorsitzende des Bundestags-Innenausschusses der "Mitteldeutschen Zeitung".

Die Parteispitze solle für das Engagement der Konservativen dankbar sein, so Bosbach. "Denn das ist ein Kreis, der sich Gedanken darüber macht, warum die Union in den letzten Jahren an Zustimmung verloren hat und wie wir Stammwähler zurückgewinnen können."

Unruhe in der Union

Der Innenpolitiker weist damit heftige Kritik aus der Führung zurück: Unionsfraktionschef Volker Kauder hatte gesagt, es dürfe keine Aufspaltung der Partei oder der Fraktion nach Haltungen geben. Finanzminister Wolfgang Schäuble hatte nach einem Bericht des SPIEGEL sogar davor gewarnt, der Kreis dürfe keine feste Form erhalten.

Mit Sorge beobachtet die Führung der CDU die Gründung des "Berliner Kreises" in der Partei. Unzufriedene konservative Unionspolitiker um den hessischen Fraktionschef Christean Wagner haben sich zu einer eigenen Plattform zusammengeschlossen.

"Kritisch-wohlwollende Geister"

Etliche Unions-Bundestagsabgeordnete bekennen sich zum "Berliner Kreis", außer Bosbach der Mittelstandsexperte Christian von Stetten und die Vertriebenen-Politikerin Erika Steinbach. Sie sind enttäuscht vom Modernisierungskurs der CDU-Chefin.

Steinbach sagte der "Rheinischen Post", sie verstehe den Argwohn der CDU-Spitze nicht. Es sei verkehrt, kritisch-wohlwollenden Geistern mit Misstrauen zu begegnen: "Die CDU-Führung sollte sich über unser Engagement freuen. Wir sind das Herz der Union." Gedanken über die Gründung einer neuen Partei wies Steinbach zurück.

heb/dpa/dapd

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insgesamt 32 Beiträge
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1. Merkel und ihre Linkisausleger
hardliner1 20.12.2011
Es hat den Anschein, als dürfe man in der CDU keine konservativen Werte mehr vertreten. Wenn dies keine Steilvorlage für die Gründung einer bürgerlich-wertkonservativen Partei ist! Kauder und Schäuble und die Genossen der CDA vergessen offensichtlich, wer der CDU die Wahlerfolge in den letzten 60 Jahren beschert hat. Merkel und ihre Linksausleger richten die Union zugrunde.
2. Argwohn oder Angst ?
jazzworks 20.12.2011
Vielleicht haben einige Politiker der CDU ja auch Angst? Es könnten Leute wie: Guttenberg, Lindner, Merz, Bosbach ect. tatsächlich ja mal über die Gründung einer neuen Partei nachdenken. Entäuschte und abgesägte Karrieren hat Frau Merkel ja reichlich hinter sich gelassen. Da hat sie wirklich ganze Arbeit geleistet.
3.
review 20.12.2011
Zitat von hardliner1Es hat den Anschein, als dürfe man in der CDU keine konservativen Werte mehr vertreten. Wenn dies keine Steilvorlage für die Gründung einer bürgerlich-wertkonservativen Partei ist! Kauder und Schäuble und die Genossen der CDA vergessen offensichtlich, wer der CDU die Wahlerfolge in den letzten 60 Jahren beschert hat. Merkel und ihre Linksausleger richten die Union zugrunde.
Bewegt sich die Union zu sehr nach links verliert sie rechts, bewegt sie sich zu sehr nach rechts, verliert sie links, bewegt sie sich nicht verliert sie nach beiden Flügeln. Im Grunde eine zufriedenstellende Situation für die Opposition, diese hat diese Entwicklung schon seit Jahren hinter sich und ist gespalten.
4. Frau Steinbach
caecilia_metella 20.12.2011
In Hessen ist es viel schöner als in Ostpreußen. Glauben Sie das? Nein? Na dann haben Sie immer noch die Chance, von einem Traum-Lebensziel zu erfahren: mitten im Winter auf dem Treck an Typhus sterben. Wäre das etwas für Sie? Für mich jedenfalls nicht.
5. Schöne Namen die Sie da bringen.
herr_kowalski 20.12.2011
Zitat von jazzworksVielleicht haben einige Politiker der CDU ja auch Angst? Es könnten Leute wie: Guttenberg, Lindner, Merz, Bosbach ect. tatsächlich ja mal über die Gründung einer neuen Partei nachdenken. Entäuschte und abgesägte Karrieren hat Frau Merkel ja reichlich hinter sich gelassen. Da hat sie wirklich ganze Arbeit geleistet.
Für Bosbach und Merz dürfe ihre Nennung im Kontext mit Pfeifen wie Lindener und von und zu Guttenzwerg eine massive Beleidigung sein. Sie sollten bei denen schnellstens um Entschuldigung bitten.
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