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Newsblog: Das war Der Morgen @SPIEGELONLINE am 30.3.2016

Mit

Nachrichten und Themen aus Deutschland und der Welt - hier zum Nachlesen.

Herzlich willkommen bei Der Morgen @SPIEGELONLINE.
Bis 9 Uhr begleitet Sie heute Michael Kröger beim Start in den Tag.
Die wichtigsten politischen Themen des Tages finden Sie kompakt in unserem Briefing DIE LAGE.

Eigentlich hatte Bruce Fancis nur seinen Hundesitter bezahlen wollen. Doch zunächst löste er mit der Überweisung erst einmal Alarm in seiner Bank aus. Denn die Mitarbeiter witterten Terrorgefahr, weil sie der Name des Pitbull-Mischlings - Dash - der Abkürzung Daesch für die Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" erinnerte. Francis hatte den Namen im Feld "Verwendungszweck" notiert.

Die Bank habe die Buchung Anfang des Monats sofort gestoppt und das
US-Finanzministerium informiert, hieß es weiter.
Dieses fragte bei Francis an,
er solle erklären, was mit "Daesh" gemeint sei.

"Na super, habe ich mir gedacht, sie stoppen den dümmsten Terroristen der
Welt", sagte Francis dem örtlichen Fernsehsender KTVU.
Als der an multipler 
Sklerose erkrankte Mann den Behörden dann glaubhaft versicherte, dass er
keinesfalls den IS
finanzieren, sondern nur seinem Hundesitter Geld überweisen wollte
, konnte die
Buchung über die Bühne gehen.

‘Dash’ or ‘Daesh?’ Dog sparks terrorism alert at American bank ara.tv/r626x #ISIS http://pbs.twimg.com/media/CexjEQSWsAAIiwK.jpg

Und damit neigt sich der Morgen auch schon wieder dem Ende entgegen. Es lohnt sich jedoch - wie immer - gelegentlich bei SPIEGEL ONLINE vorbeizuschauen. Im Laufe des Tages werden dort noch einige Analysen und Hintergrundberichte zum Fußball-Länderspiel gegen Italien zu lesen sein. Meine Kollegen vom Politikressort beobachten die Koalitionsgespräche zwischen Grünen und CDU in Baden-Württemberg. Und auch die Pannen bei der Terrorfahndung in Brüssel werden ein Thema sein. Es kommen nämlich immer neue Details über die Versäumnisse der Behörden ans Licht. Ich verabschiede mich für heute, bin aber morgen früh schon wieder an Ort und Stelle. Ihnen wünsche ich einen schönen Tag.
Ein amerikanischer F-16-Kampfjet ist beim Start von der Luftwaffenbasis Bagram bei Kabul abgestürzt. Der Pilot habe sich mit dem Schleudersitz aus dem Flugzeug katapultieren können, heißt es in einer in der vergangenen Nacht veröffentlichten Stellungnahme der US-Luftwaffe. Der Pilot sei verletzt. Er werde auf der Basis behandelt. Das Flugzeug sei nicht beschossen worden.


Talibansprecher Sabiullah Mudschahid twitterte, Taliban hätten das Flugzeug abgeschossen. Alle Insassen seien getötet worden. Die Taliban sind für übertriebene Erfolgsbilanzen bekannt.
Einen Sieg haben die Kölner Haie vor dem ersten Playoff im Halbfinale der Deutschen Eishockey-Meisterschaft bereits errungen: Sie dürfen zur geplanten Zeit am Freitagabend um 19.30 Uhr spielen. Der Termin stand eine Zeitlang auf der Kippe, weil das Hallenmanagement der Handballauswahl das Feld zur gleichen Zeit für ihre Partie gegen Dänemark zugesagt hatte. Jetzt weichen die Handballer auf den Samstag aus. Fällt das jetzt unter die Rubrik Fairplay, oder "der Klügere gibt nach"?
Verbrechersyndikate in den lateinamerikanischen Staaten wechseln angesichts des Drucks durch die Drogenfahnder die Branche. 80 Prozent des Goldes in Kolumbien werde mittlerweile in illegalen Gruben geschürft, heißt es in einer am Mittwoch veröffentlichten Studie der Globalen Initiative gegen transnationale organisierte Kriminalität. Die linke Guerillaorganisation Farc beziehe bereits 20 Prozent ihrer Einkünfte aus dem illegalen Goldhandel.

Der Trend habe weitreichende Konsequenzen für Menschen und Natur. 87 Prozent der 4,9 Millionen Binnenflüchtlinge in Kolumbien stammten aus Regionen mit illegalem Bergbau. Durch den Einsatz von Quecksilber und Cyanid werde das Trinkwasser verseucht, heißt es in dem Bericht. Auch die Abholzung des Regenwaldes stehe häufig im Zusammenhang mit illegalem Bergbau.

Foto: dpa

Von dieser Bildschirmdiagonale können Videospieler nur träumen. Studenten der Kieler Christian-Albrechts-Universität spielen auf einem 1700 Zoll großen Bildschirm Tetris und Breakout. Dafür haben vier angehende Informatiker und Wirtschaftsinformatiker die 392 Fenster der Fassade des Uni-Hochhauses mit Hilfe von exakt 56.448 LEDs in eine Riesen-Mattscheibe mit einer Diagonale von gut 43 Metern verwandelt. "So einen Klassiker in dieser Dimension zu spielen, ist etwas ganz Besonderes", sagt Merlin Kötzing, der mit seinem Notebook herunterfallenden Tetris-Klötzchen dirigiert.

Zu den zweifelsohne anspruchsvollsten Formen des Geometriespiels gehören die frühen Versionen in Schwarz-weiß, die sich nur durch die Ornamente unterscheiden lassen . . .Wer  hier einen hohen Level erreicht, kann auch Fluglotse werden. 

Game Boy Longplay [157] Tetris

Scary to think a drunk pilot was allowed to fly #planesecurity #passengersafety #flying cbsnews.com/news/police-am…

American Airlines pilot fails breathalyzer, arrested in front of passengers fb.me/2pYHR0bG2

American Airlines co-pilot accused of being drunk on job dlvr.it/KwQDYY

American Airlines co-pilot arrested at Detroit airport for drinking
Der Co-Pilot der American-Airlines-Maschine, der gestern kurz vor dem Start aus dem Cockpit entfernt wurde, muss sich auf großen Ärger einstellen. Den Ermittlungen der Polizei zufolge hatte er doppelt so viel Alkohol im Blut wie erlaubt: 0,81 Promille. Der 50-Jährige war zuerst einem Mitarbeiter am Gate aufgefallen, weil er offensichtlich etwas unsicher ging und nach Alkohol roch. Der Pilot der Maschine rief schließlich die Sicherheitsleute . . .



Wahrscheinlich sollte ich Ihnen noch etwas über das Wetter verraten, bevor Sie aus dem Haus gehen. Macht aber keinen Spaß. Bei diesem Thema gilt nämlich die alte, etwas zynische, Journalisten-Regel nicht, dass nur schlechte Nachrichten gute Nachrichten sind. Also bringen wir's hinter uns:

In der Nordhälfte Deutschlands regnet es, im Westen früher, im Osten später am Tag. Der Süden liegt unter einer dichten Wolkendecke. Regenkleidung ist auch hier empfohlen. Die Temperaturen liegen zwischen 8 Grad (im Norden) und 20 Grad (an einigen sonnigen Plätzchen vor den Alpen).

 
Foto: dpa

Das alte Marktviertel im Zentrum von Paris, von Nationalschriftsteller Emile Zola einst als "Bauch von Paris" beschrieben, ist eine Gegend von zweifelhaftem Ruf. Das in den Siebziegerjahren dorthin gedonnerte Einkaufszentrum blieb immer ein Fremdkörper.

Nun soll ein waghalsiger Neubau "Les Halles" zu einem neuen Wahrzeichen von Paris machen: ein mehr als zwei Fußballfelder großes, lamellenartiges Glasdach, luftig und lichtdurchlässig. Am kommenden Dienstag wird der lange umstrittene Neubau eingeweiht.
Sie, liebe "Morgen"-Leser sind genau die Zielgruppe für diese Meldung: Frühaufstehern und Kurzschläfern rät Ingo Fietze, Leiter des interdisziplinären Schlafmedizinischen Zentrums der Charité Universitätsmedizin in Berlin, zu einem Mittagsschlaf.

Einige Feinheiten gelte es dabei aber zu beachten, erklärt der Mediziner. Ein Nickerchen um die Mittagszeit sei nur etwas für Menschen mit gesundem Schlaf. Außerdem bringe er nur
neue Energie, wenn man in der Nacht zu wenig, also etwa nur vier bis sechs Stunden, geschlafen habe oder wegen Schichtdiensten unregelmäßig und kurz schlafe.
"Und er sollte höchstens 40 Minuten dauern. Sonst kommt man in die Tiefschlafphase - und dann braucht man 30 bis 60 Minuten, bis man geistig wieder voll da ist", erklärt Fietze.
Menschen mit wenig Geld sterben in Deutschland im Schnitt deutlich früher als Reiche. Die Lebenserwartung liegt in struktur- und einkommensschwachen Regionen erkennbar niedriger als in wohlhabenden Gegenden, wie eine Daten-Auswertung der Linken-Abgeordneten Sabine Zimmermann zeigt, die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt. Negativ betroffen sind weite Teile der neuen Bundesländer und Teile des Ruhrgebiets, des Saarlands und Frankens.

Besonders bei Männern sind die Unterschiede deutlich. Schlusslicht bei ihnen ist das rheinland-pfälzische Pirmasens mit einer durchschnittlichen Lebenserwartung von 73,0 Jahren. Die höchste Lebenserwartung haben Männer demnach in Starnberg mit 81,3 Jahren.
Bundesernährungsminister Christian Schmidt will keine Steuer auf zuckerhaltige Getränke erheben, so wie dies die Regierung in Großbritannien plant. Abgaben auf Lebensmittel, die in einer ausgewogenen Ernährung nur in Maßen verzehrt werden sollten, seien nicht zielführend, sagte sein Sprecher. Erfahrungen in anderen EU-Ländern zeigten, dass dies in aller Regel nicht die gewünschte Lenkungswirkung habe. Zudem wäre damit ein hoher Verwaltungs- und Kontrollaufwand verbunden.

Die Briten wollen den Kampf gegen das Übergewicht mit einer Steuer für Unternehmen führen, die zuckerhaltige Softdrinks herstellen oder importieren. Die Abgabe soll rund 660 Millionen Euro einbringen, die in die Förderung des Grundschulsports fließen sollen.
Brasiliens Staatspräsidentin Dilma Rousseff kämpft gegen das Ende ihrer politischen Karriere. Nachdem ihr wichtigster Koalitionspartner, die Partei der demokratischen Bewegung (PMDB), den Abzug ihrer sechs Minister aus der Regierung beschlossen hat, droht sie ihre politische Handlungsfähigkeit zu verlieren. Bedrohlicher noch ist aber die mögliche Amtsenthebung wegen angeblicher Haushaltstricks und Ungereimtheiten im Wahlkampf.

Wenn Abgeordnetenhaus und Senat zustimmen, wird sie zunächst für sechs Monate suspendiert.
Im Oktober könnte der Senat mit 2/3-Mehrheit eine endgültige Amtsenthebung beschließen. Rousseff bestreitet alle Vorwürfe und warnt vor einem Putsch. Eine für Donnerstag geplante USA-Reise will sie nach Medienberichten absagen.
Ein Brite - sein Name soll Ben Innes sein - macht derzeit mit einem besonders makaberen Selfie von sich reden. Er ließ sich zusammen mit dem Entführer der Egypt Air ablichten. Der Gürtel mit der Sprengstoffattrappe ist gut zu erkennen. Ob die Aktion der Stressbewältigung diente oder schlicht zynischer Übermut war, ist noch nicht bekannt.
Zunächst eine kurze Übersicht über die Nachrichten der vergangenen Nacht und von gestern Abend, die Sie veilleicht verpasst haben könnten. Dazu gehört der Sieg der Deutschen Fußball-Nationalmannschaft über Italien. 4 : 1 siegten Löws Spieler in einem unterhaltsamen Spiel. Der Bundestrainer zeigte sich sehr zufrieden.

Die USA, Deutschland und Großbritannien haben sich in einem Brief an die Uno über die Raketentests in Iran beschwert. Hardliner fordern bereits wieder eine Verschärfung der Sanktionen.

Die griechische Regierung will den Verbleib von Flüchtlingen von deren Ersparnissen abhängig machen. Kritiker schwingen die ganz große Keule. Von "Nazidenken" ist die Rede.
Der schwarze Himmel über dem Brandenburger Tor ist die Folge der Zeitumstellung...
Leere Straßen, nur vereinzelt sind Nachtschwärmer zu sehen, ein Mann in der Montur von der Müllabfuhr auf einem Motorrad - Berlin ist im Ferienmodus. Aber es gibt sie - die Leute die früh am Tage schon wach sind. Für Sie sitzen wir von "Morgen"-Team hier. Guten Morgen, sehr verehrte Leserinnen und Leser. Mein Name ist Michael Kröger. Ich versorge Sie bis neun Uhr mit Nachrichten. 

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1. optimal optional
unimatrix 30.03.2016
Schönes Weiterdenken der Blinkenlights vom CCC am Haus des Lehrers in Berlin. Die brauchten allerdings keine LEDs und man konnte via Telefon steuern. Hübsch hübsch :)
2. Tetris
nullneunelf 30.03.2016
Na, das ist ja eine tolle Uraltidee, die da aus Boston kopiert wurde. Wie arm.
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