Newsblog Das war Der Morgen @SPIEGELONLINE am 2.5.2017

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Armin Himmelrath
Herzlich willkommen bei Der Morgen @SPIEGELONLINE.
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Die wichtigsten politischen Themen des Tages finden Sie kompakt in unserem Briefing DIE LAGE.
Ist die französische Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen eine dreiste Plagiatorin? Es sieht ganz so aus: In ihrer Wahlkampfrede am Maifeiertag klaute die Rechtspopulistin ziemlich hemmungslos bei dem in der ersten Runde ausgeschiedenen konservativen Präsidentschaftskandidatin François Fillon.

Mindestens vier Passagen aus eine Rede, die Filloin am 15. April hielt, fanden sich fast wortgleich in Le Pens gestriger Rede wieder. In den Passagen ging es um Frankreichs große Bedeutung hinsichtlich seiner Geografie und seiner Sprache sowie um einen möglichen Sonderweg, den Frankreich im 21. Jahrhundert gehen könne. Angesprochen auf das Plagiat, redete sich der stellvertretende Vorsitzende von Le Pens Front National, Florian Philippot, heraus: Die Rechtspopulistin habe "mit einem Augenzwinkern" eine "kurze rührende Passage" aus einer Rede über Frankreich übernommen. Sie sei da nicht so verbissen.

Wenn Sie das dreiste Plagiat mal selbst in Augenschein nehmen möchten - bitteschön. Das funktioniert sogar, wenn Sie kein Französisch sprechen:

Rasend schnell sind, zumindest in meiner Wahrnehmung, die drei "Morgen"-Stunden vergangen - danke für Ihr Interesse und Ihre Sprach- und Stilkritik (immer fair vorgetragen)! Wir werden Sie hier bei SPIEGEL ONLINE den ganzen Tag über auf dem Laufenden halten und freuen uns, wenn Sie ab und zu mal vorbeischauen. Ihnen noch einen guten Dienstag mit Ideen, Erfolgen und dem einen oder anderen Lächeln - trotz der fehlenden Sonne in weiten Teilen des Landes.
Machen Sie's gut!
Ihr
Armin Himmelrath
Anstrengende Tage warten auf die Bahnkunden in NRW: Nach dem ICE-Unfall im Dortmunder Hauptbahnhof ist mit tagelangen Beeinträchtigungen im Bahnverkehr zu rechnen. Die Reparaturarbeiten würden sicher mehrere Tage beanspruchen, sagte eine Sprecherin der Deutschen Bahn gerade eben. Wie lange die Arbeiten genau dauerten, hänge vom entstandenen Schaden ab. Bei dem Unfall gestern Abend waren zwei Menschen verletzt worden. Ein ICE war bei der Einfahrt in den Bahnhof entgleist.
Heute Morgen wurde die Unglücksstelle der Bahnsprecherin zufolge von den Behörden untersucht. Erst wenn die Untersuchungen vor Ort abgeschlossen sind, können die Wagen von den Gleisen gehoben werden. Danach kann auch erst eingeschätzt werden, wie groß die Schäden an den Gleisen sind und wie lange die Reparaturarbeiten voraussichtlich dauern werden.
Sprachliche Ungenauigkeiten und Fehler haben hier im "Morgen" nichts zu suchen. Mein Dank geht deshalb an Leser Nils, der mich gerade darauf hingewiesen hat, dass man Karate kann und Französisch spricht (und nicht "Französisch kann", wie ich das vorhin flapsig formuliert hatte). Ist korrigiert!
Sieg bei der Snooker-WM: Mark Selby ist wieder Weltmeister geworden. Damit gewann Selby seinen dritten WM-Titel - das war vorher nur drei anderen Spielern gelungen.
Yun Isang heißt ein deutsch-koreanischer Komponist, den ich Ihnen heute mal zwischendurch vorstellen möchte. Seine Lebensgeschichte ist abenteuerlich, er wurde 1967 aus Deutschland vom südkoreanischen Geheimdienst nach Südkorea entführt - hier können Sie sie nachlesen. Aber auch seine Musik verdient es, wahrgenommen zu werden.
 
Keine Hinrichtungen wegen wachsender Bedenken gegen die Todesdroge Midazolam: Der US-Bundesstaat Ohio hat neun geplante Exekutionen verschoben. Gouverneur John Kasich wolle eine Entscheidung eines Bundesgerichts abwarten, ob dem Bundesstaat der Einsatz des Wirkstoffes erlaubt sei, berichtet der Sender NBC. Midazolam ist Teil des bei vielen Hinrichtungen in den USA verwendeten Giftcocktails. Der umstrittene Wirkstoff wird für Komplikationen verantwortlich gemacht - wie etwa vergangene Woche bei einer Exekution in Arkansas.
Raufen sie sich noch zusammen? Oder gibt es die große Konfrontation? Erstmals seit fast zehn Jahren droht in Hollywood ein Streik der Drehbuchautoren. In diesen Stunden laufen die Bemühungen auf Hochtouren, den Arbeitskampf doch noch abzuwenden. Seit März verhandelt die Autorengewerkschaft Writers Guild mit den Film- und Fernsehproduzenten (Alliance of Motion Picture and Television Producers) über einen neuen Vertrag für die mehr als 13.000 Autoren. Die Schreiber fordern Gehaltserhöhungen und Zuschüsse für die Krankenversorgung.
Die aktuellen Verträge liefen um Mitternacht in der vergangenen Nacht aus. Nach dieser Frist könnten sich beide Seiten auf eine Verlängerung der Gespräche einigen, es könnte aber auch ein Streik ausgerufen werden, falls keine Einigung erzielt wird. Die Writers Guild hatte vorige Woche grundsätzlich grünes Licht für einen Streik ihrer Mitglieder gegeben.
Zuletzt waren die Schreiber 2007 und 2008 für 100 Tage im Ausstand. Der Streik hatte Hollywood nahezu lahmgelegt. Die Dreharbeiten zu mehr als 60 TV-Shows wurden eingestellt, Filmprojekte verschoben und Gala-Shows abgesagt. Tausende Arbeitsplätze gingen verloren. Der finanzielle Verlust für die Unterhaltungsbranche wurde auf Hunderte Millionen Dollar geschätzt.
Auf dem Campus der Universität von Texas in Austin ist bei einer Messerstecherei ein Student ums Leben gekommen, drei weitere wurden verletzt. Die Polizei teilte mit, ein 21-jähriger Verdächtiger sei festgenommen worden. Er habe ein großes Jagdmesser bei sich gehabt und sei ebenfalls Student der Hochschule. Ein Motiv für die Tat sei noch nicht bekannt. Die drei Verletzten seien in ein Krankenhaus eingeliefert worden. Zwei seien bereits wieder entlassen worden.
Foto: dpa
 
Kann man sich über den Verkauf von Bratwürsten so in die Haare kriegen, dass daraus ein jahrelanger kurioser Rechtsstreit wird? Aber klar doch. Die Geschichte geht so:
Imbissbetreiberin Christina Wagner verkauft Kaffee und Bratwürste auf Zuruf an hungrige Autofahrer an der A9 (Berlin-München) - und zwar über einen zwei Meter hohen Metallzaun hinweg. Er trennt ihre historische Raststätte vom regulären Parkplatz. Sie steigt dafür auf eine Leiter und lässt einen Korb herunter. Behörden haben ihr diese Geschäfte untersagt. Vor dem Geraer Verwaltungsgericht wehrte die Wirtin sich dagegen und verlor. Das war im vergangenen Jahr.
Doch der bizarre Streit um den Verkauf von Bratwurst am Zaun des Autobahnparkplatzes geht weiter. Denn noch steht eine Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Weimar aus, ob eine Berufung gegen den Richterspruch der Vorinstanz zugelassen wird. Bis dahin will sich Christina Wagner nicht von ihrem Geschäft abhalten lassen.
Chinesische Investoren kaufen vom Autozulieferer Bosch dessen Geschäftsbereich Starter und Generatoren. Die Vereinbarung zum Verkauf der Traditionssparte sei in der vergangenen Woche zustande gekommen, berichtete heute die "Frankfurter Allgemeine Zeitung", ohne einen Preis zu nennen. Bosch erklärte demnach, man äußere sich nicht zu Marktberichten.
Betroffen seien 6300 Mitarbeiter an 14 Standorten, berichtete das Blatt weiter. In Deutschland arbeiteten 600 Beschäftigte in Hildesheim und 500 in Schwieberdingen bei Stuttgart in diesem Bereich. Für Donnerstag hat Bosch seine Bilanzpressekonferenz angesetzt.
In einem Wald in Offenburg hat ein Wanderer eine schwer verletzte, bewusstlose Frau gefunden. Sie starb wenige Minuten später. Der Wanderer hatte vorher Schreie gehört. Wie es dazu kam, dass die Frau schwer verletzt auf dem Waldboden lag, ist noch nicht bekannt. Die Polizei äußerte sich auch noch nicht über mögliche Hintergründe. Bei der Toten handelt es sich um eine Frau Mitte 40 aus der Region. Ihre Leiche werde im Laufe der Woche obduziert.
Keine Entspannung auf der koreanischen Halbinsel in Sicht, trotz Trumps Gesprächssignal: Nordkorea hat den USA nach Testflügen der amerikanischen Luftwaffe vorgeworfen, einen Atomkrieg zu riskieren. Die Flüge zweier US-Bomber über Korea bedeuteten eine "rücksichtslose militärische Provokation", kommentierte Nordkoreas Nachrichtenagentur KCNA am Dienstag. Dadurch gerate die Lage näher an den Rand eines Atomkriegs. Vorausgegangen waren Flüge zweier Bomber der US-Luftwaffe zu Schulungszwecken zusammen mit den südkoreanischen und japanischen Luftstreitkräften. Südkoreas Verteidigungsministerium erklärte, die Übungsflüge sollten Provokationen aus dem Norden verhindern. Die Regierung in Pjöngjang warf den USA dagegen vor, die Übungen seien abgehalten worden, um "den Abwurf einer Atombombe auf wichtige Ziele" zu testen.
Schnell ein Blick in die „Times“ – die befasst sich heute mit dem Vorgehen des türkischen Staatspräsidenten Erdogan gegen jedwede Opposition im Land. Und das erinnert die britischen Kollegen an finstere Zeiten in der Sowjetunion: „Ähnlich wie Stalin ist Erdogan ein Mann der strategischen Planung. Er hat sich seine Gegner einen nach dem anderen vorgeknöpft. Zuerst die einst mächtige Armee, die selbsternannte Hüterin des kemalistischen Säkularismus. Dann die Journalisten, die über angebliche Korruption in seiner Familie berichteten. Danach jeden, der auch nur im entferntesten mit den heimlichtuerischen Islamisten der Gülen-Bewegung in Verbindung gebracht werden könnte. Bis jetzt hat das alles in seinem Sinne funktioniert“, kommentiert die „Times“.
Gut? Nein, gut kann man das nicht wirklich nennen, was uns unser Meteorologe da als Vorhersage für den heutigen Tag geschickt hat.
 

Die Temperaturen liegen irgendwo zwischen 7 (in den "Dauerregengebieten", so steht es wirklich im Wetterbericht!) und 17 Grad (im Süden). Wenn Sie sich selbst deprimieren möchten, werden Sie postleitzahlengenau hier fündig.
Auf Überraschungen muss man bei Donald Trump immer gefasst sein. Der US-Präsident würde sich nach eigenen Worten geehrt fühlen, den nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un zu treffen. "Wenn es angebracht wäre, mich mit ihm zu treffen, würde ich das absolut tun, ich würde mich geehrt fühlen", sagte Trump in einem Interview der Nachrichtenagentur Bloomberg. "Wenn es unter den richtigen Umständen passieren würde. Aber ich würde es tun", fügte er hinzu. Der Konflikt um das nordkoreanische Atomprogramm hatte sich in den vergangenen Wochen zugespitzt. Noch in der vergangenen Woche hatte Trump vor einer "großen, großen Katastrophe" gewarnt. 
 
Jetzt ist es 8 Uhr, hier kommt ein schnelles Nachrichten-Update:
Neue Volte des Präsidenten in Venezuela: Um den blutigen Machtkampf im Land zu befrieden, schlägt Präsident Nicolás Maduro jetzt eine Volksversammlung für eine neue Verfassung vor. Gemäß Artikel 347 der Verfassung wolle er unter Einbezug der Bürger und vor allem der Arbeiterklasse eine solche Versammlung einberufen, sagte er gestern bei einer Kundgebung zum Tag der Arbeit in der Hauptstadt Caracas. Damit soll die Verfassung reformiert werden, die von 1999 stammt. Seine Gegner warnten, Maduro wolle damit eine offene Diktatur errichten. Oppositionsführer Henrique Capriles, rief zum Widerstand gegen das Vorhaben auf.
Foto: dpa
 
Ohne Krawall geht's zum 1. Mai offenkundig nicht: Bei Demonstrationen linker und rechter Extremisten ist es teilweise wieder zu gewalttätigen Auseinandersetzungen mit der Polizei gekommen. Bei der "Revolutionären 1. Mai Demonstration" in Berlin-Kreuzberg warfen Vermummte Flaschen, etwa 40 Menschen wurden vorübergehend festgenommen. In Hamburg kam es nach nach einer friedlichen Kundgebung zu kleineren Zusammenstößen. In Halle in Sachsen-Anhalt (dort wurde das obige Foto aufgenommen) gab es bei einem Aufmarsch von Rechtsextremisten Rangeleien zwischen Gegendemonstranten und der Polizei. Auf der Rückreise attackierten bis zu 150 Demonstranten aus der rechten Szene in Apolda in Thüringen Beamte. Es gab etwa 100 Festnahmen.
Trumps triste 100-Tage-Bilanz, das selbstfahrende Auto und Pressefreiheit: Die Lage am Dienstag. spon.de/aeYb

Große Verhandlungsergebnisse sind nicht zu erwarten: Erstmals seit zwei Jahren besucht Angela Merkel heute mal wieder Kremlchef Wladimir Putin in Russland. Bei den Gesprächen im Kurort Sotschi am Schwarzen Meer geht es nach Angaben aus Berlin und Moskau unter anderem um die Konflikte in der Ukraine und Syrien. Für die Kanzlerin dient der Besuch auch der Vorbereitung des G20-Gipfels, der im Juli in Hamburg stattfindet. Zuletzt war Merkel im Mai 2015 in Moskau gewesen. Damals hatte sie einen Kranz zum 70. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkrieges niedergelegt.
Reden hilft manchmal eben doch: Griechenland hat nach Angaben von Finanzminister Euklid Tsakalotos eine vorläufige Einigung mit seinen Gläubigern erzielt, die den Weg für Verhandlungen über eine Reduzierung seiner Schulden ebne. "Die Verhandlungen sind abgeschlossen", sagte Tsakalotos heute Morgen gegenüber der Nachrichtenagentur ANA. Nach den nächtlichen Verhandlungen sprach der Minister von einer "vorläufigen technischen Vereinbarung", die beim Treffen der Euro-Finanzminister am 22. Mai abgesegnet werden solle. Er sei sich "sicher", dass die Einigung eine Schuldenerleichterung für Griechenland ermöglichen werde, sagte Tsakalotos. Nach Einschätzung von Finanzminister Wolfgang Schäuble kann Griechenland im Mai mit der Auszahlung weiterer Hilfsgelder rechnen.
Foto: dpa
 
Ohne einen reibungslos funktionierenden Dortmunder Hauptbahnhof wird es im Eisenbahnverkehr in Nordrhein-Westfalen ziemlich chaotisch. Das spüren jetzt gerade etliche Pendler, nachdem gestern Abend ein ICE der Deutschen Bahn entgleist war. Die beiden hinteren Wagen seien aus den Schienen gesprungen, jedoch nicht umgestürzt, berichtete ein Sprecher der Bundespolizei. Zwei Reisende verletzten sich leicht. Der Zugverkehr geriet völlig ins Stocken, weil der Bahnhof für die Ermittlung der Unfallursache gesperrt wurde. Gegen 21.30 Uhr wurden zwar einige Bahnsteige wieder freigegeben, aber die Folgen werden wohl heute noch den ganzen Tag zu spüren sein.
 
"Morgen"-Leser sind (trotz der frühen Stunde) aufmerksame Mitmenschen - danke für den Hinweis, dass die betrunkene Bielefelderin mit ihrem Wagen natürlich nicht in einem Schotterbeet, sondern im Schotterbett der Stadtbahn hängengeblieben ist. Ich habe das flugs korrigiert.
Foto: dpa
 
Das war so nicht geplant: Umstürzende Maibäume haben in Thüringen mehrere Menschen verletzt. In Jena zogen sich dabei sieben Menschen Verletzungen zu, einer von ihnen schwere. Er schwebt aber nicht in Lebensgefahr. Die Polizei vermutet, dass beim Setzen des Baumes ein Seil gerissen ist und der Baum in eine Menschenmenge fiel. Ein ähnlicher Vorfall hatte sich gestern in Herschdorf ereignet. Ein 53-Jähriger wurde an den Beinen verletzt.
Ob da mehr und besser ausgebildete Fahrlehrer geholfen hätten? Über die hatten wir ja vorhin schon berichtet - aber in diesem Fall trifft die Schuld ganz allein die Autofahrerin selbst: Eine betrunkene Frau ist mit ihrem Cabrio bei einem Bahnübergang in Bielefeld zu früh abgebogen, auf die Gleise geraten und dort hängen geblieben. Die wenig befahrene Bahnstrecke wurde zwei Stunden lang gesperrt, bis das unbeschädigte Cabrio geborgen war, wie die Polizei mitteilte. Die 51-jährige Frau erwartet jetzt eine Strafanzeige wegen Trunkenheit am Steuer und gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr. Sie war 40 Meter im Schotterbett unterwegs gewesen. Erst im Februar war eine Autofahrerin rund 500 Meter tief in einen Tunnel der Bielefelder Stadtbahn gefahren.

Guten Morgen an alle Dazugekommenen - das ist die Nachrichtenlage um 7 Uhr:
Kraneinsturz mit schlimmen Folgen in Südkorea: Beim Zusammenbruch eines Lastkrans auf einer Schiffswerftsind nach Medienberichten mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen. Weitere 22 Menschen seien verletzt worden, drei von ihnen schwer. Vor dem Einsturz sei der 50 bis 60 Meter lange Turmkran auf der Werft von Samsung Heavy Industries im Süden des Landes mit einem anderen Kran zusammengestoßen. Das französische Mineralölunternehmen Total bestätigte den Unfall. Danach ereignete sich dieser während Bauarbeiten an Modulen für eine Bohrinsel.
Eine bemerkenswerte Story haben die Kollegen von CNN ausgegraben. Sie handelt von einer FBI-Übersetzerin, die in der Terrorismusbekämpfung arbeitete - und 2014 heimlich nach Syrien reiste. Dort heiratete sie den deutschen IS-Terroristen und früheren Rapper Denis Cuspert. Schon nach wenigen Wochen sagte sie sich jedoch wieder von ihm los, kehrte in die USA zurück und wurde zu zwei Jahren Haft verurteilt. Dass die Strafe so mild ausfiel, habe mit ihrer Kooperationsbereitschaft gegenüber den Ermittlern zu tun, so CNN. Wenn Sie die ganze Geschichte sehen und lesen wollen, werden Sie hier fündig.
 
Lebensmittelverschwendung ist ein riesiges Problem, und es lässt sich am heutigen Dienstag festmachen: Pro Jahr landen nach Berechnungen der Umweltorganisation WWF bundesweit rund 18 Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll. Das entspreche etwa einem Drittel der jährlich für Deutschland produzierten Menge. Demnach markiert der 2. Mai hierzulande den Tag der Lebensmittelverschwendung: Auf das Jahr gerechnet würden all jene Lebensmittel weggeworfen, die bis zum 2. Mai für Deutschland hergestellt werden. Der WWF kritisiert, Deutschland tue nicht genug gegen Lebensmittelverschwendung.
Ruckartige Verwirrungen im Hirn hat dieses GIF bei mir ausgelöst, als es am Wochenende in meine Timeline gespült wurde. Schauen Sie mal selbst, was da im Kopf entsteht.
Ärgerlich, wenn man seinen Führerschein machen möchte – und dann Wartezeiten in der Fahrschule in Kauf nehmen muss. Kann aber passieren, weil es zu wenig Fahrlehrer gibt. Damit sich das ändert, soll der Zugang zum Beruf einfacher werden. Ein entsprechender Gesetzesentwurf der Bundesregierung sieht unter anderem vor, dass angehende Fahrlehrer zukünftig keinen Motorrad- sowie LKW-Führerschein der Klassen A2 und CE mehr benötigen, um die Ausbildung zu beginnen. Dadurch fallen für die Anwärter Kosten in Höhe von mehreren Tausend Euro weg.
Die Branche leidet seit Jahren an Fachkräftemangel. 44.610 Fahrlehrer gab es Anfang dieses Jahres in Deutschland. Vor sechs Jahren waren es noch rund 10.000 mehr. Im Durchschnitt sind deutsche Fahrlehrer älter als 55 Jahre. Die Reform des Bundesfahrlehrergesetzes soll 2018 in Kraft treten.
(An dieser Stelle könnte ich Ihnen jetzt eines der zahlreichen Einparkvideos aus dem Netz zeigen. Aber die kennen Sie wahrscheinlich schon alle, also lasse ich das.)
Foto: dpa
 
Klare Ansage in Richtung Impfgegner: Die FDP fordert eine allgemeine Impflicht für alle Kinder bis 14 Jahre. Das beschloss der Parteitag in Berlin am Samstag mit knapper Mehrheit. Die nötigen Impfungen sollten sich an den Empfehlungen der ständigen Impfkommission des Robert Koch-Instituts orientieren, hieß es in dem Antrag. Kinderärzte sollen die Erziehungsberechtigten auf die Impfpflicht hinweisen. Begründet wurde der Antrag damit, dass nur noch 37 Prozent der Kinder rechtzeitig und ausreichend gegen Masern geimpft werden. Entsprechend sei die Zahl der Masern-Erkrankungen in den vergangenen Jahren wieder gestiegen.
Neuigkeiten aus den vergangenen Stunden (während Sie hoffentlich erholsam geschlafen haben):
Magenschonender Kräutertee oder lieber ein kräftiger Kaffee - was darf's bei Ihnen zum Start in diese kurze erste Maiwoche sein, verehrte Leserin, lieber Leser? Ich begrüße Sie herzlich zum "Morgen" hier auf SPIEGEL ONLINE und damit zu drei Stunden Nachrichten und Informationen. Und kann Ihnen schon jetzt eine interessante Themenmischung versprechen: Von einem bizarren Bratwurststreit am Rande der Autobahn bis zu diesem durchgeknallten Potentaten mit den Atomwaffen (stimmt, da gibt's gerade zwei), von einer Autofahrerin auf Abwegen bis zu Angela Merkels heutigen Reiseplänen - und natürlich auch sonst mit allem, was wichtig ist. Mein Name ist Armin Himmelrath, und wenn Sie mich unterwegs erreichen wollen, dann am besten unter @AHimmelrath bei Twitter oder per Mail (armin.himmelrath@spiegel.de). Alles klar? Los geht's.


insgesamt 9 Beiträge
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Seite 1
Denkt mal selber nach 02.05.2017
1. Trojanische Pferde als Redenschreiber?
Erst Frau Trump, jetzt Le Pen, vielleicht solte der Background-Check der Redenschreiber mal ausgeweitet werden. Interessantes Phänomän, das gleichzeitig sehr gut zeigt, dass die Figuren ausgetauscht werden können, der Inhalt aber der gleiche bleibt.
Indigo76 02.05.2017
2.
Impflicht? Super Idee! Aber ich höre die Impfgegner mit ihren seit 20 Jahren widerlegten Studien schon aus den Startlöchern hüpfen. Ich habe ja nicht viel für die FDP übrig, aber schön, wenn jemand gegen echte Gefahren vorgeht. Immerhin leiden in Deutschland mehr Menschen unter versäumten Impfungen, als unter sogenanntem Terror. Der Kampf gegen Impfgegner sollte also dem Kampf gegen den Terror vorangestellt werden.
kuac 02.05.2017
3.
Zitat von Denkt mal selber nachErst Frau Trump, jetzt Le Pen, vielleicht solte der Background-Check der Redenschreiber mal ausgeweitet werden. Interessantes Phänomän, das gleichzeitig sehr gut zeigt, dass die Figuren ausgetauscht werden können, der Inhalt aber der gleiche bleibt.
Melania wollte ja nicht die Präsidentin werden. Aber, Le Pen will schon, auch wenn sie zwischen ihren eigenen und Fillions politischen Inhalten nicht unterscheiden kann. Diese Frau ist beliebig und politisch unzuverlässig.
Flying Rain 02.05.2017
4. Mir
Mir scheint der Spiegel hatt sich für die Wahl in Frankreich schon seinen Sieger ausgesucht nur um dann aus allen Wolken zu fallen ob des "überraschenden" Sieges von Le Pen....(nur eine Vorhersage meinerseits) Unabhängig wer von den beiden Kandidaten gewinnt würde Frankreich eine stärkere Dezentralisierung und eine bessere Arbeitsmoral gut stehen. Ich für meinen Teil kann gut verstehen wenn internationale Konzerne Stück für Stück Werke in Fr. schließen und sie wo anders hin verlagern so wie sich die Fr. Arbeitnehmer teilweise aufführen.
olli08 02.05.2017
5. FDP und Impfpflicht?
Seit wann engagieren sich die Liberalen denn so für eine Regulierung, die direkt in das Privatleben der Menschen eingreift? Sonst wird doch immer von Eigenverantwortung und dem "mündigen Verbraucher" getönt. Naja, von mir aus nichts dagegen, wer unsere alten Infektionskrankheiten zurück haben will, soll auswandern. Aber wenn schon Kinderschutz, dann doch richtig, liebe FDP. Wie wäre es zum Beispiel mit einem absoluten Rauchverbot in Gegenwart von Kindern und auch Wohnungen, in denen Kinder leben? Aber das wäre euch dann wohl wieder eine Nummer zu groß ...
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