Newsblog Das war Der Morgen @SPIEGELONLINE am 26.5.2017

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Herzlich willkommen bei Der Morgen @SPIEGELONLINE.
Bis 9 Uhr begleitet Sie heute Anna-Sophie Schneider beim Start in den Tag - hier finden Sie die Autorin bei Twitter.
Die wichtigsten politischen Themen des Tages finden Sie kompakt in unserem Briefing DIE LAGE.
Vor jedem Start werden Flugpassagiere darüber aufgeklärt, dass es streng verboten ist, im Flugzeug zu rauchen. Offenbar gibt es dennoch Menschen, die sich heimlich in der Toilettenkabine eine anstecken. Im Fall von John Cox blieb die Kippe auf dem Flugzeugklo allerdings nicht ganz so geheim: Auf dem Flug von Birmingham ins ägyptische Scharm el-Scheich hatte der Mann getrunken und verursachte dann mit seiner Zigarette einen Brand im Müllheimer. Die Flugzeug-Crew konnte das Feuer zunächst nicht löschen und die Maschine - mit mehr als 200 Menschen an Board - musste notlanden.

Für diesen Vorfall wurde Cox nun von einem Gericht in Birmingham verurteilt. Wie die britische BBC berichtet, wurde die auf ursprünglich vier Jahre und sechs Monate angesetzte Haftstrafe noch einmal nach oben korrigiert. Die Strafe lautet nun neun Jahre und sechs Monate. Der Kapitän der betroffenen Maschine hatte angegeben, in seiner 20-jährigen Karriere habe er noch keine dermaßen gefährliche Situation erlebt.
Liebe Leserinnen und Leser,
die vergangenen drei Stunden sind wie im Flug vergangen und es hat großen Spaß gemacht. Wie versprochen hat sich mittlerweile auch der Nebel draußen verzogen. Ich entlasse sie jetzt in den Tag und wünschen Ihnen einen schönen Freitag und schon jetzt ein sonniges Wochenende. Meine Kollegen versorgen Sie natürlich den ganzen Tag mit Nachrichten.

Schon kurz vor 9 Uhr, Zeit für einen kleinen Nachrichtenüberblick:
Diese Nachricht aus Australien ist ein bisschen gruselig: Wie die britische BBC berichtet, hat ein Hubschrauber-Pilot im Westen des Landes ein SOS-Signal aus Steinen entdeckt. Nun befürchten die Behörden, dass an der Stelle jemand in Not geraten und verschollen sein könnte. Die Polizei hat mittlerweile die Öffentlichkeit um Mithilfe gebeten.
 
Die Ermittler hatten zunächst keine Anzeichen dafür gefunden, dass vor Ort in der nahen Vergangenheit menschliche Aktivitäten stattgefunden hätten. Die Ermittler entdeckte allerdings die Überreste eines Camps. Klar ist jedoch nicht, wann dort zuletzt jemand gezeltet hat. „Die Polizei versucht zu klären, ob jemand in der Umgebung vermisst wird und eventuell auf Hilfe angewiesen ist,“ teilte ein Sprecher mit.
(Quelle: dpa)
Die zwölfte Staffel von "Germany's Next Topmodel" ist zu Ende. Ich weiß nicht, wie es bei Ihnen so aussieht, mich interessiert diese Sendung eigentlich weniger. Eigentlich! Denn wenn unsere Autorin Anja Rützel in die Tastatur haut und über die deutsche Fernsehlandschaft schreibt und lästert, dann wird auch Heidi Klums Retortensendung zur echten Unterhaltung. Deshalb hier mein Lesetipp für den Morgen: "Narben auf der Hirnrinde" - Ein Text zum Finale von "Germany's Next Topmodel".
Kommen wir zu einem ganz anderen Thema: Spielen Sie Lotto oder kaufen Sie sich hin und wieder ein Rubbellos? Wieso auch nicht, im besten Fall gewinnt man etwas und im schlimmsten verliert man eben ein paar Euro. Es gibt aber noch eine andere Variante und die haben zwei Schwester aus England erlebt:

Mehrfach hatte die fünffache Mutter Lucy Dixon ihr Rubbellos geprüft, dann besuchte sie ihre Schwester und auch diese blickte noch einmal kritisch auf die Zahlen bis beide überzeugt waren, das Siegerlos zu besitzen. Die Freude darüber war so groß, dass die Schwestern Luftsprünge machten - dabei riss das Glückslos in zwei Teile. Wie gewonnen so zerronnen also? Zum Glück nicht, denn nach mehreren Wochen Wartezeit und gründlicher Überprüfung hat die Lottogesellschaft nun festgestellt: Beide Teile des Scheins sind echt und vor allem stammen sie vom selben Los.

Dixon und ihre Schwester freuen sich nun über einen dicken Scheck von 300.000 Pfund und überlegen, wie sie das Geld ausgeben wollen. Eine große Feier zum 50. Hochzeitstag der Eltern ist bereits geplant.
Two sisters awarded £300,000 by National Lottery despite winning scratchcard being ripped in half t.co/ZOtNgm36RD
Trumps Schwiegersohn und Berater Jared Kushner (Quelle: Reuters)
Die Affäre um mögliche Absprachen mit Russland zur Beeinflussung der US-Wahl 2016 zieht weitere Kreise. Medienberichten zufolge haben die Ermittlungen das engste Umfeld von US-Präsident Donald Trump erreicht.
 
Wie die "Washington Post" und der Sender NBC in der Nacht zu Freitag unter Berufung auf mehrere nicht genannte Quellen in der US-Regierung berichteten, ist Jared Kushner, Schwiegersohn und einer der engsten Berater von Trump, ins Visier der FBI-Ermittler geraten. Mehr dazu können Sie hier nachlesen.
Hand aufs Herz: Wann seid ihr das letzte Mal mit Flip-Flops Auto gefahren? Ganz schlechte Idee! t.co/476bOzK9Ju
(Quelle: dpa)
Seit mehr als 100 Tagen sitzt der „Welt“-Journalist Deniz Yücel in der Türkei in Untersuchungshaft. Nun will sich der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte mit seinem Fall befassen. Mehr dazu können Sie hier nachlesen.

Yücel wird in der Türkei "Volksverhetzung und Terrorpropaganda" vorgeworfen. Zuletzt hatte Kanzlerin Angela Merkel die Freilassung des Reporters gefordert. Da Yücel sowohl die deutsche als auch die türkische Staatsbürgerschaft besitzt, wird er von der türkischen Justiz als türkischer Staatsbürger behandelt. Inzwischen hat die Türkei dennoch einen Besuch von Botschafter Martin Erdmann bei Yücel genehmigt.
Wir machen mit einer anderen guten Nachricht weiter: Gut 7,4 Millionen Menschen sind in Deutschland zu einer Knochenmarkspende bereit – so viele waren es noch nie. Das geht aus Zahlen des Zentralen Knochenmarkspenderregisters Deutschland hervor. Eine Knochenmarkspende ist für viele Blutkrebspatienten die einzige Chance zu überleben.

In Deutschland gibt es insgesamt 26 Spenderdateien. In der größten Datei, der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS), sind rund 5,1 Millionen Menschen registriert. Die DKMS hat im Jahr 2016 weltweit 7028 Stammzellspenden an Blutkrebs-Patienten vermittelt - nach eigenen Angaben ebenfalls eine noch nie erreichte Zahl (2015: 6999). In den meisten Fällen reiche eine ambulante Entnahme der Stammzellen aus, nur in 20 Prozent der Fälle ist nach Angaben der DKMS eine etwas aufwendigere Knochenmarkspende nötig.

"Die DKMS arbeitet mit Hochdruck daran, die Situation für Blutkrebs-Patienten weltweit zu verbessern, denn Blutkrebs kennt keine Grenzen und kann jeden plötzlich treffen", teilte eine Sprecherin mit.
Lazio-Spieler Giorgio Chinaglia - Ivanka Trump verwechselte ihn mit einem Heiligen. (Bild: AP)
Während seiner ersten Auslandsreise als US-Präsident sorgt Donald Trump auch immer wieder für weniger ernste Nachrichten. So zeigt ein Video Ehefrau Melania dabei, wie sie offenbar wenig Lust auf Händchenhalten mit ihrem Mann hat, in Israel sprach Trump davon, gerade aus dem Nahen Osten angereist zu sein und bei Trumps Besuch im Vatikan verzog der sonst so fröhliche Papst Franziskus keine Miene. 

Trumps ältester Tochter Ivanka ist allerdings auch ein kleiner Fauxpas passiert: Wie der britische "Guardian" berichtet  bemerkte die Präsidententochter beim Essen in einem Restaurant in Rom ein Bild an der Wand. "Welcher Heilige ist das," soll Ivanka den Wirt gefragt haben. Dieser erklärte ihr dann, dass auf dem Bild kein Heiliger sondern Fußball-Star Giorgio Chinaglia zu sehen sei. Diese kleine Verwechslung hätte allerdings auch anderen passieren können - zumal der Lazio-Spieler zwischen einem Kreuz und einem Bild von Padre Pio hängt. Und für manch einen Italiener ist Chinaglia vielleicht auch ein Heiliger. 
Und nun wie versprochen ein kleiner Überblick über die wichtigsten Nachrichten der vergangenen Stunden: 
Wetter am Freitag
Bevor wir einen Blick auf die Nachrichten der letzten Nacht werfen, schauen wir uns doch mal das Wetter an. Und das sieht ziemlich gut aus. Sonne, blauer Himmel und sommerliche Temperaturen.

Zugegeben im Moment ist es noch etwas nebelig - hier in Hamburg und auch anderswo im Norden und Osten. Im Laufe des Tages sollte sich die Sonne allerdings auch dort durchsetzen und fürs Wochenende sind die Aussichten auch ziemlich gut. Den vollständigen Wetterbericht finden Sie hier.
Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser! Mein Name ist Anna-Sophie Schneider. Am heutigen Freitag starten wir gemeinsam in den Tag - wenn Sie mögen! In den kommenden drei Stunden versorge ich Sie mit Nachrichten und hoffentlich auch mit ein paar weniger ernsten Themen.

Anregungen und Kritik nehme ich gern per Mail (anna-sophie.schneider@spiegel) oder via Twitter entgegen. Auf geht's - folgen Sie mir in den Tag!


insgesamt 8 Beiträge
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Spiegelleserin57 26.05.2017
1. Hart aber korrekt!
Wer wissendlich andere Menschen in Gefahr bringt hat so eine Strafe verdient , ganz zu schweigen von den Kosten auf Grund der Notlandung und den anderen Umständen die den anderen Passagieren entstanden sind. Da dürften noch weitere Klagen folgen!
chalchiuhtlicue 26.05.2017
2. Die hohe Haftstrafe ...
... den den im Flugzeug rauchenden Volltrottel gefällt mir wirklich gut. Ich wett, dass er in Deutschland vermutlich nur 6 Monate auf Bedwährung plus 1500 Euro Geldstrafe erhalten hätte (oder etwas in dieser Größenordnung).
herbert 26.05.2017
3. Die Strafe ist genau richtig und schreckt andere Idioten ab !
Denn mit Strafen kann man Dummheiten gewaltig reduzieren. Bestes Beispiel die harten Strafen in Singapurr ein Kaugummi auf die Strasse oder bei Drogen im Gepäck. Übertragen auf Deutschland Da gibt es leichte Hoechststrafen bei Autoraser aber alles andere sind nur Wattebällchen die nicht weh tun. In Deutschland solch ein Flugzeug - Raucher - Fall würde eine dicke Gerichtsakte mit Unmengen an Psychologen auslösen. Denn der Täter könnte ja eine schlechte Kindheit gehabt haben. Hier fällt man weich !
Thorkh@n 26.05.2017
4. Himmel, ...
... sind da oben in den Beiträgen viele Tippfehler, Auslassungen und missglückte Formatierungen drin. Geht es bei SPON am heutigen Morgen derart hektisch zu?
moe.dahool 26.05.2017
5. @ #1 und #2
Mir kommt das Grauen, wenn schon die ersten beiden Kommentare das hohe Strafmaß gutheißen. Man Leute, es gibt sowas wie Verhältnismäßigkeit. Aber wahrscheinlich wünscht sich so mancher noch den Pranger für Faschparker herbei. Und ja, selbst eine Bewährungsstrafe wäre eigentlich zu hart. Wir sprechen hier nicht über Kriminelle. Entstandene Kosten übernehmen ja, und irgendeine pädagogische Maßnahme, mehr nicht.
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