Newsblog Das war Der Morgen @SPIEGELONLINE am 17.7.2017

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Mit


Michael Kröger
Herzlich willkommen bei Der Morgen @SPIEGELONLINE.
Bis 9 Uhr begleitet Sie heute Michael Kröger beim Start in den Tag.
Die wichtigsten politischen Themen des Tages finden Sie kompakt in unserem Briefing DIE LAGE.
Foto: dpa
 
 
In Arizona ist ein Badeausflug auf tragische Weise zu Ende gegangen. Eine Sturzflut hat eine Familie beim Baden überrascht und mindestens neun ihrer Mitglieder in den Tod gerissen. Zu den Opfern zählen fünf Kinder im Alter zwischen zwei und sieben Jahren, wie Medien unter Berufung auf örtliche Behörden berichteten. Ein 13-jähriger Junge wird noch vermisst

Den Berichten zufolge ereignete sich das Unglück nach sintflutartigen Regenfällen in einer Schlucht nahe Payson. Ein Bach sei binnen kurzer Zeit massiv angeschwollen, und Wassermassen mit Geröll seien in einen Teich gestürzt, in dem sich die insgesamt 14-köpfige Familie getummelt habe. Vier Menschen seien gerettet, neun ihrer Angehörigen am Samstag und Sonntag tot geborgen worden. 
Und damit endet der "Morgen" für heute wieder. SPIEGEL ONLINE hält Sie natürlich weiterhin lückenlos auf dem Laufenden. Zu den zentralen Themen heute wird die zweite Runde der Brexit-Verhandlungen gehören. Auch die Folgen der Enthüllungen um den Auslöser für die Krise um Katar werden wir analysieren. Im politischen Berlin wird darüber hinaus das erweiterte Wahlprogramm von SPD-Kanzlerkandidat Martin Schultz für Diskussionen sorgen. Meine Kollegen aus dem Hauptstadtbüro bringen sie auf den neuesten Stand. 
 
Ich verabschiede mich für heute und wünschen Ihnen noch einen erfolgreichen Tag. Morgen wird sie an dieser Stelle mein Kollege Andreas Albert begrüßen.
Foto: dpa
 
 
Und nun zum Wetter: Heute werden die nördlichen und die südlichen Landesteile von der Sonne verwöhnt. In der Mitte Deutschlands bleibt es dagegen wechselhaft mit Gewitterneigung. Zum Abend hin lässt auch hier die Niederschlagstätigkeit nach und die Bewölkung lockert auf. Die Höchstwerte liegen im Norden zwischen 19 und 24 Grad, sonst zwischen 25 und 30 Grad, wobei entlang des Oberrheins bis ins Saarland die höchsten Werte zu erwarten sind. Mehr zum Wetter können Sie hier erfahren. Smartphone-Nutzern empfehle ich diesen Link

Die Metall-Arbeitgeber haben die Gewerkschaften erneut vor Forderungen einer Arbeitszeitsenkung auf unter 35 Stunden pro Woche gewarnt. Wenn die IG Metall die 35-Stunden-Woche nach unten aufweichen wolle, werde der Fachkräftemangel unverantwortlich verschärft, sagte Gesamtmetall-Präsident Rainer Dulger dem "Handelsblatt". "Das zerschlägt nicht nur nachhaltig unseren wirtschaftlichen Erfolg, wir würden auch eine massive Tarifflucht erleben." Auch werde es zu Produktionsverlagerungen ins Ausland kommen, "weil die Arbeit hierzulande gar nicht mehr erledigt werden könnte".

Die IG Metall hatte Ende Juni erklärt, sie bereite für die kommende Tarifrunde eine Forderung vor, die Wochenarbeitszeit bei Bedarf noch unter die geltenden 35 Stunden zu senken. Ihr schwebt für den größten deutschen Industriezweig ein Recht auf eine 28-Stunden-Woche für maximal zwei Jahre vor. Die konkrete Forderung will die Gewerkschaft Ende Oktober beschließen. Dann soll auch die Entgeltforderung für den Ende des Jahres auslaufenden Tarifvertrag feststehen. 

Die Mehrheit der Brexit-Befürworter würde den freien Grenzübertritt von Bürgern aus den EU-Staaten in Kauf nehmen, um weiterhin von den Vorteilen des Binnenmarkts profitieren zu können. Das geht aus einer Umfrage der Meinungsforschungsinstituts YouGov hervor, über die der britische "Guardian" berichtet. Noch stemmt sich Regierungschefin Theresa May gegen einen solchen Kompromiss, weil sie die Reaktion ihrer Landsleute fürchtet - oder weil sie selbst überzeugt ist, dass anderweitig das Wohl Großbritanniens gefährdet ist. 
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Fans und Prominente haben positiv auf die Besetzung der „Doctor Who“-Rolle mit Jodie Whittaker reagiert. Die britische Schauspielerin wird als erste Frau die Rolle des Science-Fiction-Serienhelden übernehmen. „Ja! Brecht mit Traditionen“, twitterte „Akte X“-Star Gillian Anderson. „Star Wars“-Schauspieler John Boyega schrieb: „Ich bin so stolz auf Jodie Whittaker. Sie wird fantastisch werden.“ 

Die Serie erfreut sich in Großbritannien seit Jahrzehnten großer Beliebtheit - die erste Staffel lief bereits 1963. Die meisten Fans loben die Neubesetzung in den sozialen Netzwerken, vereinzelt gibt es auch kritische Stimmen. Zuvor hatten die Figur zwölf männliche Kollegen gespielt.

Südkorea hat dem verfeindeten Nordkorea militärische Gespräche angeboten. Ziel sei es, die Feindseligkeiten zu stoppen, welche die militärischen Spannungen entlang der Grenze zwischen beiden Ländern verschärften, teilte das südkoreanische Verteidigungsministerium mit. Als Termin für die Gespräche wurde der kommende Freitag vorgeschlagen. Das Treffen soll demnach im Grenzort Panmunjom stattfinden.

Sollte das Treffen zustande kommen, wäre es das erste derartige Treffen seit Dezember 2015. Südkoreas neuer Präsident Moon Jae In spricht sich für einen Dialog mit dem Norden aus, um die Spannungen wegen des umstrittenen nordkoreanischen Atomprogramms abzubauen.

Lastwagenfahrer, die über marode und daher für sie gesperrte Brücken fahren, sollen nach einem Zeitungsbericht deutlich härter bestraft werden. Solche Verstöße sollten künftig mit einem Bußgeld von 500 Euro und einem zweimonatigen Führerscheinentzug geahndet werden, berichtet die "Saarbrücker Zeitung". Bisher beträgt das Bußgeld 75 Euro

Den Anstoß dafür gab der Zeitung zufolge Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt. Denn die Lkw-Verkehrsverbote zum Schutz der Infrastruktur würden "in erheblichem Umfang nicht beachtet". Allein bis zu 1000 Laster überquerten täglich unerlaubt die Rheinbrücke der Autobahn A1 bei Leverkusen. Bundesweit gebe es eine Vielzahl ähnlicher Fällen.

Die türkischen Behörden haben die Chefredakteurin einer Regionalzeitung nach einer kritischen Kolumne über die Aufarbeitung des Putschversuchs vorübergehend festgenommen. Yeliz Koray sei am späten Samstagabend aus ihrem Haus abgeholt worden, teilte die in der Provinz Izmir erscheinende Zeitung "Kocaeli Koz" gestern mit. Gewisse Gruppen hätten Anstoß an ihrem Artikel genommen. "Sie wollten Koray wegen ihrer Berichterstattung lynchen, die Teil des Rechts auf Meinungsfreiheit ist", erklärte die Zeitung auf ihrer Webseite. Koray selbst schrieb am Sonntag via Twitter, sie sei wieder auf freiem Fuß, müsse sich aber regelmäßig bei den Behörden melden.

In einer Kolumne hatte die Journalistin kritisiert, dass die Regierung die Ereignisse vom 15. Juli 2016 im historischen Kontext übertrieben darstelle und nicht genügend tue, um dem auf den Grund zu gehen, was in der Putschnacht passiert sei.

Die Abstimmung über den Umbau des US-Gesundheitssystems im Senat wird weiter verschoben. Das kündigte der Mehrheitsführer im Senat, der Republikaner Mitch McConnell, am Samstagabend auf Twitter an. Die Beratungen würden so lange verzögert, bis sich Senator John McCain aus dem US-Staat Arizona von einer Operation erholt habe. 

Die Republikaner haben Probleme, im Senat genug Stimmen für die Reform zusammenzubekommen. Mindestens fünf der 52 Republikaner wollen bislang gegen den Entwurf in seiner derzeitigen Form stimmen. Die Demokraten votieren geschlossen dagegen. Im Juni hatten Befürworter des Gesetzentwurfs einen Rückschlag hinnehmen müssen: Eine unparteiische Untersuchung hatte ergeben, dass bei Umsetzung weitere 22 Millionen Amerikaner ohne Krankenversicherung dastünden. 

Präsident Donald Trump hatte die Abschaffung der unter seinem Vorgänger Barack Obama eingeführten Versicherung zu einem seiner wichtigsten Wahlkampfversprechen gemacht. 
Die chinesische Wirtschaft ist stärker als erwartet gewachsen. Wie das Statistikamt am Montag in Peking mitteilte, legte die zweitgrößte Volkswirtschaft im zweiten Quartal um 6,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu und wuchs damit genauso schnell wie in den ersten drei Monaten des Jahres.  

Der Pekinger Wirtschaftsprofessor Huang Weiping zeigte sich zufrieden. Der zuletzt starke Außenhandel habe sich als Stütze erwiesen. Allein im Juni hatten die Exporte um 11,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zugelegt, die Ausfuhren stiegen sogar um 17,2 Prozent. Auch andere Konjunkturdaten zeigten nach oben. 
 
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Europameister Renato Sanches steht bei Fußball-Rekordmeister Bayern München vor dem Abschied. "Ich kann bestätigen, dass der AC Mailand Interesse an ihm hat", sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge vor dem Abflug der Bayern zur Chinareise auf dem Münchner Flughafen. Sanches soll zunächst ausgeliehen werden, um mehr Spielpraxis zu bekommen.

Von einer Einigung mit den Mailändern seien die Bayern allerdings noch weit entfernt. "Ich habe den Eindruck, der AC Milan ist nicht bereit, unsere wirtschaftlichen Forderungen zu erfüllen. Und solange wird sich da auch nichts tun", sagte Rummenigge. Dass der 19-Jährige in der vergangenen Saison nur auf 17 Bundesligaspiele kam, lag laut Rummenigge nicht an Trainer Carlo Ancelotti, "sondern an ihm selbst".

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Deutschlands Golfidol Bernhard Langer hat seinen zehnten Major-Sieg auf der US-Senioren-Tour nur um einen Schlag verpasst. Der 59-jährige Anhausener lag in der Finalrunde gestern in Baltimore bis zum vorletzten Loch an der Spitze, ehe ihm ein Missgeschick passierte. Auf der 17. Spielbahn landete Langers Abschlag im Wasser. Am Ende der Senior Players Championship hatte Langer mit einem Gesamtergebnis von 271 Schlägen einen Schlag mehr auf der Scorekarte als der Sieger Scott McCarron.

"Das wird für eine kleine Weile weh tun, weil ich es selbst in der Hand hatte, den Titel zu gewinnen", sagte der enttäuschte Langer. Der Masters-Sieger von 1985 und 1993 ist seit Jahren der überragende Spieler auf der US-Tour der über 50-Jährigen. Bisher hat Langer 32 Turniere gewonnen und Preisgelder von über 22 Millionen Dollar eingespielt. 
In Berlin sind die Preise für neu gebaute Eigentumswohnungen im vergangenen Jahr um 9,8 Prozent gestiegen. Das geht aus einer Marktstudie des Kapitalanlage- und Immobilienspezialisten Project hervor. Auf den nächsten Plätzen folgen Köln (plus 8,3 Prozent) und Nürnberg (plus 5,5 Prozent). In Frankfurt am Main (4,3 Prozent), München (3,6 Prozent) und Hamburg (1,5 Prozent) sind die Aufschläge dagegen fast moderat. 
Die "Financial Times" berichtet von ungewöhnlichen Animositäten der chinesischen Zensoren. Die Aufseher fahndeten derzeit intensiv nach allen Beiträgen, die den beliebten Cartoon-Bär Puuh zum Inhalt haben - um sie anschließend zu sperren. Der Grund: Die User in den sozialen Netzwerken lassen offensichtlich nicht davon ab, Ministerpräsident Xi Jinping mit Puuh zu vergleichen . . .
Die Vereinigten Arabischen Emirate stecken nach einem Bericht der "Washington Post" hinter dem Cyberangriff auf Katar, der maßgeblich zur diplomatischen Krise unter den Golfstaaten beigetragen hat. In der vergangenen Woche hätten die Geheimdienste bestätigt, dass hochrangige Regierungsmitglieder des Emirats am 23. Mai den Plan und seine Umsetzung diskutiert hätten. 
 
Anfang Juni hatte der Sender CNN noch berichtet, dass russische Hacker die staatliche Nachrichtenagentur von Katar gehackt und mit einer Falschmeldung zur diplomatischen Krise unter den Golfstaaten beigetragen hätten. Das Ziel Russlands sei es offensichtlich, einen Keil zwischen die USA und ihre Verbündeten zu treiben. In der mutmaßlichen Falschmeldung im Mai hatte es geheißen, das Staatsoberhaupt von Katar, Emir Tamim Bin Hamad Al Thani, habe den Iran als islamische Macht bezeichnet und die Hamas gelobt. 
 
Saudi-Arabien, Bahrain, die Vereinigten Arabischen Emirate und Ägypten hatten daraufhin alle Beziehungen zu Katar abgebrochen und eine Blockade über das Land verhängt. Sie werfen dem Emirat die Unterstützung von Terrorgruppen und zu enge Beziehungen zum schiitischen Iran vor. 
 
 
Im Kampf gegen die Asiatische Tigermücke in Deutschland testen Wissenschaftler nun den Einsatz von sterilisierten Männchen. Wenn sich die Weibchen mit diesen Männchen paarten, bekämen sie keine lebensfähigen Nachkommen, sagte Norbert Becker in Speyer. Becker ist wissenschaftlicher Direktor der Kommunalen Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (KABS) und Direktor des Instituts für Dipterologie, das die Tigermücken bekämpft. 

Die aus Asien stammende Stechmücke gilt als besonderes Risiko, weil sie theoretisch mehr als 20 Virusarten übertragen kann, darunter gefährliche Varianten wie das Dengue-Fieber, das für zuvor geschwächte Menschen tödlich enden kann.
Im Unionsstreit über die Flüchtlingspolitik lehnt Bundeskanzlerin und CDU-Chefin Angela Merkel die von der CSU geforderte Obergrenze weiter strikt ab. "Zur Obergrenze ist meine Haltung klar: Das heißt, ich werde sie nicht akzeptieren", sagte Merkel gestern in Berlin im ARD-Sommerinterview. Mit einer Reduzierung der Flüchtlingszahlen, mit Steuerung und mit dem Kampf gegen Fluchtursachen könne etwas erreicht werden, auch ohne eine solche Obergrenze für den Flüchtlingszuzug. CSU-Chef Horst Seehofer fordert nach wie vor eine Obergrenze.
 
Eine US-Firma holt wegen der Gefahr von Knochensplittern im Fleisch rund 3250 Tonnen Würstchen vom Markt. Darunter sind Hotdogs der besonders beliebten Marke Sabrett, die in Geschäften in mehr als 20 US-Staaten verkauft werden - und vor allem New Yorker Einwohnern und Besuchern vertraut sind: Sie werden in Manhattan an Straßenständen unter gelb-blau gestreiften Sonnenschirmen feilgeboten. 

Die Mutterfirma Marathon Enterprises entschloss sich zu dem Schritt, nachdem Verbraucher von kleinen Knochen- und Knorpelteilchen im Fleisch berichtet hatten, wie das US-Agrarministerium mitteilte. Ein Konsument habe eine leichte Mundverletzung davongetragen. Betroffen sind der Mitteilung zufolge Produkte unter mehreren verschiedenen Markenzeichen, die zwischen dem 17. März und 4. Juli hergestellt wurden.
Die Ausrüstung der in Deutschland fahrenden Güterzugwaggons mit Flüsterbremsen hängt dem angekündigten Zeitplan hinterher. Weil aber das im Koalitionsvertrag der Bundesregierung als Konsequenz angedrohte Nachtfahrverbot für bestimmte Wagen bisher nicht umgesetzt worden ist, lärmen nun die direkt Betroffenen: Die Bürgerinitiative "Oberwesel 22 - Zukunft trotz Bahn" im besonders bahnlärmgeplagten Oberen Mittelrheintal kritisierte, "dass das Versprechen des Große-Koalition-Vertrags klar und deutlich gebrochen wurde". 

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt bittet um ein wenig Geduld: "Wir erleben einen rasanten Hochlauf bei der Umrüstung." Die im Vertrag bis Ende 2016 vorgesehene Umrüstungsquote von 50 Prozent werde nun in diesem Jahr übertroffen. Bis 2020 sollen alle Güterwagen umgerüstet sein. Im Koalitionsvertrag heißt es: "Ab diesem Zeitpunkt sollen laute Güterzüge das deutsche Schienennetz nicht mehr befahren dürfen."

Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau (Linke) hat angesichts des Neonazi-Konzerts im thüringischen Themar vor der anhaltenden Gefahr durch den Rechtsextremismus gewarnt. "Jedem, der sich eingebildet hatte, nach dem Nationalsozialistischen Untergrund wäre die militante Szene eingeschüchtert, dürfte eines Gegenteils belehrt worden sein", sagte Pau der "Berliner Zeitung". Bei derartigen Konzerten würden sich die Rechtsextremisten "aufladen". "Später geht es gegen Migranten und alle, die sich den Rechtsextremisten entgegenstellen", sagte Pau.

Ihr höchster Respekt gelte denen, die sich dennoch in Themar gegen die Rechtsextremisten gewandt hätten. Pau, die sich seit längerem gegen Rechtsextremismus engagiert und selbst Drohungen erhält, betonte, zwei Gerichte hätten die Veranstaltung in Themar erlaubt. Verbote könnten "nazistisches Gedankengut" aber ohnehin nicht verhindern. Es bedürfe einer gesellschaftlichen Auseinandersetzung, sagte Pau. 

Foto: Reuters
 
 
Boliviens Staatschef Evo Morales hofft auf goldene Zeiten für sein Land. Grund sind die rasant steigenden Weltmarktpreise für Lithium. "Wir werden eine große Lithium-Industrie aufbauen, über 800 Millionen Dollar stehen dafür bereit", sagte Morales. Nach erfolgreichen Tests soll nun eine große Förderanlage im Salzsee von Uyuni errichtet werden, wo die größten Vorkommen der Welt liegen. 

Der Rohstoff gilt als das "weiße Gold": Er wird für die Batterien von Elektroautos, für die Speicheranlagen von überschüssigem Solarstrom und für Mobiltelefon-Akkus gebraucht. Bisher wird der Markt von Chile und Argentinien dominiert, aber Bolivien hat mit geschätzt neun Millionen Tonnen die größten Reserven. Bisher wird aber kaum etwas gefördert, auch weil der Salzsee von Uyuni die größte Tourismusattraktion des Landes ist. Nicht nur Umweltschützer sehen die Ambitionen der bolivianischen Regierung deshalb mit Sorge
Bei der Bekämpfung des Terrorismus will Australiens Premierminister Malcolm Turnbull dem Militär größeren Handlungsspielraum verschaffen. Künftig sollen die Soldaten auch zu Einsätzen innerhalb des Landes ausrücken und enger mit den Polizeibehörden zusammenarbeiten.

Geplant ist unter anderem auch, dass die Armee künftig Trainingsprogramme für die Polizei anbietet. Das Militär soll künftig auch die Möglichkeit haben, Terrorverdächtige daran zu hindern, einen Tatort zu verlassen. "Unsere Feinde sind flink und innovativ. Wir müssen sicherstellen, dass wir ihnen vorausbleiben", sagte Turnbull.
Die Unterhändler der Europäischen Union und Großbritanniens treffen sich heute zur zweiten Runde ihrer Brexit-Verhandlungen. Erstmals geht es um konkrete inhaltliche Fragen zum EU-Austritt des Vereinigten Königreichs, der für März 2019 geplant ist.

Gesprochen wird unter anderem über die Zukunft der EU-Bürger in Großbritannien und der Briten in der EU sowie über finanziellen Forderungen der EU an London und die künftige EU-Grenze zu Nordirland. Nach dem Auftakt mit den Chefunterhändlern Michel Barnier und David Davis ringen Experten bis Donnerstag in Arbeitsgruppen um Details.

Begonnen hatten die Gespräche am 19. Juni. Ziel ist ein Abkommen mit den Bedingungen des Austritts und Eckpunkten für künftige Beziehungen. Im Juni 2016 hatte sich eine Mehrheit der britischen Wähler dafür ausgesprochen, die EU nach mehr als 40 Jahren zu verlassen.
Die Volksabstimmung in Venezuela gegen die sozialistische Regierung von Präsident Nicolás Maduro ist von Gewalt überschattet. Der Staatsanwaltschaft zufolge eröffneten Unbekannte das Feuer auf eine Kundgebung im Stadtteil Catia in Caracas. Eine Kugel traf eine 61-jährige Frau tödlich. Vier weitere wurden verletzt.
 
Das von der Opposition kontrollierte Parlament hatte gestern ein Plebiszit gegen die Verfassungsreform angesetzt. Die Menschen in dem erdölreichsten Land der Welt waren aufgerufen, über die umstrittene Wahl einer verfassungsgebenden Versammlung abzustimmen. Hunderttausende Venezolaner nahmen landesweit bis zur Schließung der Wahllokale am Abend an der Abstimmung teil. Die Regierung erkennt die Wahl nicht an. Die Opposition klagt seit langem über Angriffe regierungsnaher bewaffneter Schlägertrupps, sogenannter "Colectivos".
Die Bundesregierung sieht weltweit einen wachsenden Ehrgeiz bei der Umsetzung der Uno-Nachhaltigkeitsziele. "Seit US-Präsident (Donald) Trump sich vom globalen Klimaschutz verabschiedet hat, spüren wir international eine 'Jetzt-erst-recht'-Stimmung", sagte die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Rita Schwarzelühr-Sutter, vor Beginn einer Nachhaltigkeitskonferenz der Vereinten Nationen, die heute in New York beginnt. Das mache sich auch bei der globalen Nachhaltigkeitsagenda bemerkbar. "Der Rest der Welt ist mehr denn je auf Zukunftskurs, daran kann auch der US-Präsident nichts ändern." 
Hamburg gewinnt als Standort für Start-ups an Bedeutung. Das geht aus einer Befragung von Gründern junger Technologieunternehmen durch das Wirtschaftsprüfungsunternehmen PricewaterhouseCoopers (PwC) hervor. Im Ranking von neun Städten schneidet Hamburg mit 74 Prozent am besten ab. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Berlin und Frankfurt. Am unteren Ende der Skala rangieren den Angaben zufolge Stuttgart, Dresden und Karlsruhe. München, Köln und Düsseldorf liegen im Mittelfeld. 
Guten Morgen verehrte Leserinnen und Leser. Ich begrüße sie aus Berlin. Die Luft fühlt sich nicht gerade sommerlich an, doch das soll sich bis Mitte der Woche ändern. Die Meteorologen erwarten eine heiße Luftströmung aus Spanien . . .
 
Einen Ausblick auf das Wetter liefere ich später. Zunächst einmal die Nachrichten: 


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Worldwatch 17.07.2017
1. Tragischer Badeausflug
Viele Menschen unterschätzen die rasend schnell zu gefährlichen Reissfluten anschwellende Bachlaeufe in den Bergen bei Regen. Kommt, wie hier, auch noch Starkregen hinzu, wird es lebensgefährlich, auch wegen des Steinschlages. Tip für Naturfreunde: Bei Regen, auch nur mässig angekündigtem Regen, aus insb. schmalen Steinbergtaelern, fern bleiben.
spon_3542543 17.07.2017
2. Arizona’s Monsoon Season
Sorry, aber sogar ich als Bayer, der nur zwei mal in Arizona war, weiß über die Gefahren des Monsoons dort. Das war eine ordentliche Portion Dummheit gepaart mit Ignoranz. Schluchten und Canyons werden zu tödlichen Fallen. Trotzdem tragisch.
Peter Boots 17.07.2017
3. In der Wueste ertrinken fast jedes Jahr soviel Amerikaner...
... wie am Strand, oder im Schwimmbad. Der Grund ist dass in der Amerikanischen Wueste im Westen sogenannte Mesas -- uebersetzt from Spanischen als 'table' also Tisch oder Tafel-Huegeln -- zwischen Schluchten liegen. Sobald es anfaengt zu regnen suchen unerfahrene Menschen 'Schutz' in den Schluchten zwischen den Mesas. Nur ein Zentimeter Regen auf einer Mesa verwandelt eine dieser Schluchten in eine toetliche Falle. Sie koennen diesen Effekt zu Hause simulieren: eine geringe Schicht von Wasser auf einem Teller wird ein Wasserfall wenn man eine Ecke des Tellers anhebt. Dies ist nicht ein nur Amerikanisches Problem: in allen Wuesten der Welt ertrinken jedes Jahr erheblich mehr Leute als die die verdursten.
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