Newsblog Drogen im Garten - 13-Jähriger verpfeift seine Mutter

Erst machte er sich im Internet über Pflanzen schlau, dann rief er die Polizei: Ein 13-Jähriger aus dem baden-württembergischen St. Leon-Rot hat seine Mutter bei der Polizei verpfiffen, weil sie Cannabis im Garten anbaute. Die Live-News.

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Michael Kröger
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Die wichtigsten politischen Themen des Tages finden Sie kompakt in unserem Briefing DIE LAGE.
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Die Pflanzen im Garten seiner Familie kamen einem 13-Jährigen verdächtig vor, also machte er sich kundig. Und dann verständigte er die Polizei. Ein Junge aus St. Leon-Rot im Rhein-Neckar-Kreis hat seine Mutter bei der Polizei verpfiffen, weil sie seiner Ansicht nach Cannabis im Garten anbaute. Wie die Polizei am frühen Morgen mitteilte, bestätigte sich der Verdacht des Sohnes bei einer Kontrolle: 20 Cannabispflanzen mit einer Größe von bis zu 1,5 Metern gediehen im Garten der Familie. 

Die Mutter zeigte sich wenig erfreut über die folgende Ernte von amtlicher Seite sowie von den Internetrecherchen ihres Sohnes. Da sie nicht zu beruhigen war, mussten die Beamten den 13-Jährigen zu seiner eigenen Sicherheit mit aufs Revier nehmen und das Jugendamt einschalten. Gegen die Frau wird nun wegen Drogenbesitzes ermittelt. 
Und damit geht der "Morgen" allmählich zu Ende. SPIEGEL ONLINE wird natürlich weiterhin das Weltgeschehen verfolgen und sie über alles Wichtige informieren. Zu den wichtigsten Themen heute wird die Debatte im Bundestag gehören, wo Bundeskanzlerin Angela Merkel auf Außenminister Sigmar Gabriel trifft. Der Schlagabtausch verspricht einiges mehr an Zündstoff als die Begegnung mit Martin Schultz am vergangenen Sonntag.
 
Natürlich liefern wir auch eine Nachlese des Fußball-Qualifikationsspiels der deutschen Nationalmannschaft von gestern Abend.
 
In den USA tobt eine heftige Debatte um das Ende des Unterstützungsprogramms für die Kinder illegaler Einwanderer, die aber in den USA aufgewachsen sind - die sogenannten Dreamer. Trump setzt den Kongress massiv unter Druck, was wiederum die große Mehrheit der Amerikaner empört.
 
In China ziehen die Chefs der Brics-Staaten ein Resümee ihres Treffens. Russlands Präsident Wladimir Putin zieht gerade fleißig wegen der Krise in Nordkorea vom Leder und weist den USA die Schuld für die Eskalation zu. Mehr dazu erfahren Sie in Kürze. 
 
Morgen wird Sie an dieser Stelle mein Kollege Jörg Römer begrüßen. Ich verabschiede mich und wünsche Ihnen einen erfolgreichen Tag.
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Kommen wir zum Wetter: Zumindest im Osten Deutschlands zeigt sich der September heute von seiner besten Seite. Bei Sonnenschein erreichen die Temperaturen Höchstwerte von bis zu 26 Grad. Auch am Oberrhein ist es warm, doch der Himmel bleibt grau. Später fällt hier auch etwas Regen. Mehr zum Wetter finden Sie hier. Smartphone-Nutzern empfehle ich diesen Link
 
Zum 36. Geburtstag von US-Popstar Beyoncé Knowles ("Single Ladies") haben sich zahlreiche US-Stars in einem berühmten Look der Sängerin ablichten lassen. Auf Knowles' Homepage erschien zu deren Geburtstag am Montag eine Galerie, in der unter anderem ihre frühere Destiny's-Child-Bandkollegin Kelly Rowland, die frühere US-First-Lady Michelle Obama und Tennis-Star Serena Williams im Beyoncé-Stil zu sehen sind. Sie alle tragen einen großen schwarzen Hut, der das halbe Gesicht verdeckt, zwei geflochtene Zöpfe, dunklen Lippenstift und zahlreiche Halsketten. 

Das Outfit stammt aus dem Video zum Beyoncé-Hit "Formation" von 2016, das der Sängerin eine Nominierung für den Grammy einbrachte. Über der Galerie steht "Happy Birthday Beyoncé - von deiner Familie und deinen Freunden" - darunter wird zu Spenden für die Opfer von Tropensturm "Harvey" aufgerufen. Knowles war am 4. September 1981 in Houston zur Welt gekommen - der Stadt, die der tagelange Sturm besonders heftig traf.
 
Ehemann Jay Z zog es vor, nicht an der Foto-Aktion teilzunehmen und überraschte das Geburtstagskind in Philadelphia mit einem Ständchen - bei dem Tausende Besucher des Festivals mitsangen.
 
 
 
 
 
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Wissenschaftler haben ein riesiges schwarzes Loch im Zentrum der Milchstraße entdeckt. Nach Informationen des "Guardian" soll es mehrere Hunderttausend Mal mehr Masse besitzen als die Sonne. Würden die Erkenntnisse bestätigt, wäre dies das zweitgrößte jemals gefundene Schwarze Loch. Das größte namens Sagittarius A* weist soviel Masse auf, wie 400 Millionen Sonnen. Noch rätseln die Astronomen, auf welche Weise sich diese ungeheuren Massen bilden. Eine Theorie lautet, dass sie sich aus mehreren kleinere schwarzen Löchern bilden. 

Michael Hüther, Chef des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft hält wenig davon, die Rente mit 70 zu tabuisieren. "Die Rente mit 70 auszuklammern, mag zwar wahltaktisch erfolgreich sein, nicht aber langfristig für die deutsche Gesellschaft", sagte Hüther der "Rheinischen Post" .

Der Wirtschafts-Sachverständigenrat der Bundesregierung habe vorgeschlagen, das Renteneintrittsalter an die fernere Lebenserwartung zu koppeln, sagte auch der Wirtschaftsweise Lars Feld der Zeitung. "Das ist keine Rente mit 70, aber könnte je nach demografischer Entwicklung darauf hinauslaufen." Die Gelehrten antworteten damit auf die Aussagen von Angela Merkel und SPD-Chef Martin Schulz am Sonntagabend beim großen TV-Duell. Beide Kandidaten hatten eine weitere Erhöhung des Renteneintrittsalters ausgeschlossen.

Ducati Scrambler in malerischer Umgebung (Werksfoto)
 

Volkswagen kann sich offensichtlich nicht dazu durchringen, die Ducati zu verkaufen. Der Widerstand kommt nach Aussagen von Insidern vom deutschen Betriebsrat. Hinzu kämen interne Unstimmigkeiten über die Strategie des Konzerns.

Für Ducati gibt es zahlreiche Interessenten, darunter die italienische Industriellenfamilie Benetton. Ducati ist an der VW-Tochter Audi angedockt. Der Motorradhersteller kam 2016 auf 731 Millionen Euro Umsatz und einen operativen Gewinn von rund 100 Millionen Euro. Jetzt liegen die Gespräche erst mal auf Eis.

Mit lautem Geschrei hat eine Imbissverkäuferin in der nordrhein-westfälischen Stadt Dormagen einen bewaffneten Räuber vertrieben. Wie die Polizei am frühen Morgen mitteilte, bedrohte der maskierte Mann die Frau mit einer Pistole und forderte Bargeld. Die Angestellte schrie den Täter daraufhin an - und beeindruckte ihn damit offensichtlich. Ohne Beute machte sich der auf Mitte 20 geschätzte Täter am Montagabend davon und wird nun von der Polizei gesucht.
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Anders als Angela Merkel und Martin Schultz nutzten die Spitzen der kleineren Parteien ihren großen Diskussionsabend gestern für einen mitunter deftigen Schlagabtausch. Die Kandidaten von AfD, FDP, Grüne, Linkspartei und CSU unterstrichen inhaltliche Unterschiede. Cem Özdemir (Grüne), Christian Lindner (FDP) und Joachim Hermann (CSU) vermieden dabei aber das Ziehen roter Linien, die bestimmte Koalitionskombinationen unmöglich machen. 
 
Linken-Spitzenkandidatin Sahra Wagenknecht und AfD-Frontfrau Alice Weidel nutzten das Thema Flüchtlinge zur Profilierung. Wagenknecht machte die Bundesregierung für die Flucht von Millionen Menschen verantwortlich, weil die die wirtschaftliche Ausbeutung von Entwicklungsländern zugelassen habe, die eine der wesentlichen Fluchtursachen sei. Weidel forderte - was Wunder - eine Obergrenze für Flüchtlinge von 10.000 Menschen. 
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Die USA und Südkorea sind sich nach Angaben des Weißen Hauses einig, auf Nordkoreas jüngsten Atomtest mit größtmöglichem Druck und allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu reagieren. Wie aus einer Mitteilung nach einem Telefonat von US-Präsident Donald Trump mit seinem südkoreanischen Kollegen Moon Jae-in weiter hervorging, sollten außerdem die gemeinsamen militärischen Fähigkeiten weiter ausgebaut werden. Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hatte nach Angaben aus Pjöngjang am Sonntag eine Wasserstoffbombe getestet, mit der Interkontinentalraketen bestückt werden sollen.  

Binnen einer Woche wollen die USA nun verschärfte Sanktionen gegen die Regierung in Pjöngjang durchsetzen. Washingtons Uno-Botschafterin Nikki Haley will dem Rat schon in den nächsten Tagen einen Katalog mit härteren Maßnahmen vorlegen, über die schon am kommenden Montag abgestimmt werden soll.  

Bundeskanzlerin Angela Merkel warb in einem Telefonat mit Trump für eine friedliche Lösung

Schizophrene Patienten hören manchmal "Stimmen", die sie quälen - nun ist es Wissenschaftlern gelungen, diese Halluzination durch Magnetstimulation im Gehirn teilweise zu vertreiben. Mehr als ein Drittel der Patienten, die in einer Studie mit der Magnetstimulation im Gehirn (TMS) behandelt wurden, hätten eine deutliche Verbesserung erlebt, berichteten die französischen Forscher in Paris. "Mit Sicherheit" sei der Ort im Gehirn ausfindig gemacht worden, der für die "Stimmen" verantwortlich sei.

Die Ergebnisse der Untersuchung wurden bei einer Konferenz in Paris vorgestellt und noch nicht in einem Wissenschaftsmagazin veröffentlicht. Eine der Hauptautorinnen der Untersuchung war Sonia Dollfus von der Uniklinik in Caen. Die Studie umfasste 26 schizophrene Patienten, deren Gehirn durch Magnete stimuliert wurde, während 33 andere eine Placebo-Behandlung bekamen. Die Untersuchungen sollen nun fortgesetzt werden.

Ver.di-Boss Frank Bsirkse hat die in Aussicht gestellten Millionenhilfen für die Kommunen gegen die Luftverschmutzung durch DieselAbgase als unzureichend kritisiert. "Dass die Kommunen zusätzlich 500 Millionen Euro vom Bund bekommen, um die Luftverschmutzung in den Städten und Gemeinden zu reduzieren, ist gut und überfällig, kann im Volumen aber nicht annähernd befriedigen", sagte Bsirske in Berlin. 
Jetzt hat James Corden es auf seine unnachahmliche Weise gecovert . . .
 
Es war der Sommerhit des Jahres - so oft angeklickt wie kein Youtube-Video zuvor: Luis Fonsis Lied "Despacito": 
 
Der britische Zweig des Burger-Riesen McDonald's hat Ärger mit seinen Angestellten. Die Not der Mitarbeiter ist inzwischen so groß, dass sie ihre Forderungen das erste Mal in der Geschichte per Streik durchzusetzen versuchen. Es geht um höhere Stundenlöhne (13 Dollar) und - vor allem - gegen Verträge, die keine feste Stundenzahl enthalten. Damit, so die Arbeitnehmervertreter, ließen sich missliebige Angestellte maßregeln. Denn wenn einer aufbegehre, dann verzichte der Chef einfach auf seinen Einsatz. Für die Betroffenen habe das gravierende Auswirkungen, ohne dass sie sich dagegen wehren könnten.
Die Butterpreise sind erneut deutlich gestiegen. Aldi Nord und Aldi Süd erhöhten Anfang des Monats den Preis für deutsche Markenbutter in der untersten Preislage um 20 Cent auf nun 1,99 Euro je 250-Gramm-Packung, wie die "Bild"-Zeitung berichtet. Dies sei nach Angaben von Aldi Süd der höchste Preis seit der Euro-Einführung 2002. Ursache seien demnach höhere Einkaufspreise, vor allem für Fett. An den Aldi-Preisen orientieren sich üblicherweise auch die Supermarkt-Riesen.
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In Cancun haben Ausläufer von "Irma" bereits erstes Unheil angerichtet. Jetzt bereiten sich die Menschen auf den Tag X vor. Zwei französische Überseegebiete haben vorsorglich den Beginn des neuen Schuljahres verschoben. 
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Hurrikan "Irma" hat über dem Atlantik kräftig aufgetankt. Das Nationale Hurrikan-Zentrum in den USA stufte den Sturm gestern am späten Abend auf die vierte und damit zweithöchste Kategorie der Hurrikan-Skala hoch. Die Winde erreichten Geschwindigkeiten bis zu 220 Stundenkilometern. Es werde erwartet, dass sie sich in den kommenden 48 Stunden noch verstärken und starke Regenfälle bringen könnten. "Irma" steuerte gestern auf die Karibik zu. Der Sturm könnte nach Vorhersagen am Abend oder morgen über Teile der kleinen Antillen hinwegfegen. 
 
Bei der Gala-Vorstellung der Deutschen Nationalmannschaft gegen Norwegen tat sich gestern Abend nicht zuletzt Timo Werner besonders hervor. Bundestrainer Joachim Löw schwärmte fast euphorisch von der neuen Nummer eins in der deutschen Stürmer-Hierarchie. "Timo macht das, was dem Gegner extrem wehtut und extrem schwer zu verteidigen ist, weil er diesen brutalen Zug zum Tor hat und diese Schnelligkeit", betonte Löw, "er läuft ständig quer und tief. Ich hoffe, dass er das beibehält, diese Laufwege sind für den Gegner kaum zu stoppen."
 
Das Sonderlob dürfte dem jungen Stürmer vom RB Leipzig nach den Schmähungen bei Spiel gegen Tschechien am vergangenen Freitag besonders gut getan haben. Aber nicht nur die Fans im Stadion jubelten Werner zu - auch im Netz war das Echo groß:
 
Von dem Skandal um mit Fipronil belastete Eier sind mittlerweile 40 Länder betroffen. Bis Anfang dieser Woche hatten 24 der 28 EU-Staaten gemeldet, dass bei ihnen mit dem Insektengift verunreinigte Eier oder Eierprodukte aufgetaucht sind. Hinzu kamen Meldungen von 16 Nicht-EU-Staaten. Zu den betroffenen Nicht-EU-Ländern zählten mittlerweile auch die USA, Russland, Südafrika und die Türkei. 

Der Fipronil-Skandal wird heute erstmals Thema bei einem EU-Ministertreffen sein. Der für Lebensmittelsicherheit zuständige EU-Kommissar Vytenis Andriukaitis soll bei Gesprächen der EU-Agrarminister in der estnischen Hauptstadt Tallinn über die aktuelle Lage und die jüngsten Entwicklungen informieren. Nach den bisherigen Ermittlungen gelangte das Insektengift in die Eier, weil es unerlaubterweise zur Reinigung von Ställen eingesetzt wurde. 

Verbraucher in Deutschland blicken derzeit so optimistisch in die Zukunft wie noch nie. Das geht aus einer Untersuchung des Nielsen-Instituts hervor. Die positive Stimmung betrifft sowohl die Jobaussichten als auch die Einschätzung der persönlichen Finanzlage.

 

In dem von Nielsen ermittelten Index stieg der Gesamtwert für Deutschland im Jahresvergleich um sieben Zähler auf 103 Punkte und lag damit um 18 Indexpunkte über dem europäischen Durchschnittswert von 85. Spitzenreiter ist allerdings Dänemark mit 115 Punkten vor der Türkei mit 107 Punkten. Frankreich erreichte in der EU nur einen unterdurchschnittlichen Wert von 75.

 

Die eigenen Job-Perspektiven werden der Analyse zufolge in Deutschland von 66 Prozent der Befragten als gut oder sehr gut bewertet, das sind sieben Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Dieser Wert ist fast doppelt so hoch wie im europäischen Durchschnitt. 

Die Masern breiten sich aus: In Deutschland sind in diesem Jahr schon mehr als zweieinhalb mal so viele Fälle gemeldet worden wie im gesamten Vorjahr. 860 Menschen erkrankten nach Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) nachweislich an dem hochansteckenden Virus. Im gesamten Vorjahr gab es demnach 325 Masern-Infektionen. 

Mit gut 510 Masern-Fällen am stärksten betroffen ist in diesem Jahr das bevölkerungsreichste Bundesland Nordrhein-Westfalen, vor allem die Städte Duisburg und Essen. Höhere Fallzahlen waren in NRW zuletzt 2006 gezählt worden. Damals waren 1750 Menschen an Masern erkrankt. Bei Masern-Ausbrüchen gibt es große jährliche und regionale Schwankungen,
"Tagesthemen"-Moderatorin Caren Miosga sprach gestern Abend davon, dass im September der Sommer vorüber sei. Diejenigen von Ihnen, die regelmäßig den "Morgen" von Beginn an lesen, wissen, wovon sie spricht: Es geht weniger um die Temperaturen oder Sonnenschein: Es ist vielmehr die Dunkelheit, die um diese Zeit noch dominiert...
 
Guten Morgen, verehrte Leserinnen und Leser. Ich begrüße Sie nach dreiwöchiger Pause aus Berlin. Mit Nachrichten aus Politik Sport, Kultur und sonst Interessantem. 


insgesamt 8 Beiträge
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Seite 1
Aberlour A ' Bunadh 05.09.2017
1. Garten Eden?
Die Frau mit der Cannabis-Produktion im eigenen Garten sollte in die USA auswandern. Im US-Bundesstaat Nevada z.B. ist es nach der Freigabe von Marihuana vor kurzem zu Produktionsengpässen gekommen. Lange Schlangen an den Verkaufsständen. Man hatte die Nachfrage vollkommen unterschätzt. Problem: um die Firmen, deren Geschäftsgrundlage "geistige Getränke" sind, keinen "Wettbewerbsnachteil" zu geben, durften nur Speditionen Marihuana von den Produzenten in die Geschäfte bringen, die auch Alkohol transportieren. Das führte zu Kapazitätsproblemen in der Logistikkette. Außerdem hatte man sich in Nevada eine besonders "pfiffige Idee" ausgedacht: eine 35%-tige Mehrwertsteuer auf den Verkauf von Marihuana, die in den Bildungshaushalt fließen, z.B. zum Kauf von Schulbüchern. Aus diesem Grund hat der Gouverneur des Bundessattes kürzlich eine Art Notstandsvorwarnung herausgegeben, weil man befürchtete, dass durch die Engpässe die neuen Schulbücher für das kommende Schuljahr nicht angeschafft werden könnten. Das nennt man wohl Regulierungsversagen. Apropos Regulierungsversagen: die Mutter-Kindbeziehung dürfte im vorliegenden Fall in Baden-Württemberg nachhaltig gestört sein.
eigene_meinung 05.09.2017
2. Die DDR lässt grüßen
Denunzierung durch Familienangehörige - das gefällt diesem Staat! (Ich halte übrigens absolut nichts von Drogen, im Gegensatz zu diversen Politikern hier, die Drogen legalisieren wollen.)
Freidenker10 05.09.2017
3.
Dann trägt diese dämliche Dämonisierung von Cannabis erste Früchte. Kinder verpfeifen ihre Eltern, da wird Frau Mortler wohl Tränen der Rührung vergossen haben!
touri 05.09.2017
4.
Das hätte ich mich als Kind nicht getraut, wegen so einer Lappalie gehörigen Streß mit meinen Eltern zu riskieren. Mit 13 muss er es noch ein paar Jährchen daheim aushalten. Ich vermute mal Finanzierungshilfen für Auto und Führerschein sind jetzt gestrichen...
cdbee 05.09.2017
5.
Ihr Argument ist es wohl kaum, dass es strafbar ist. Denn wenn ich Sie fragen würde, ob Sie das auch behaupten würden, egal um welche Sache es ginge, würden Sie mir direkt antworten: nein, weil Cannabis ist ja so [setze hier irgendeinen schlimmen Begriff ein] Ist es wirklich richtig, etwas zu kritisieren, was zwar strafbar ist, aber moralisch nicht auf dem selben Level wie z.B. Körperverletzung ist? Wenn Sie wirklich felsenfest der Überzeugung sind, dass Cannabis schädlich ist, so dass dies ein Totalverbot rechtfertigt, kann ich dazu nur sagen, dass der Maßstab dazu nicht irgendwelche Erfahrungsberichte, sondern alleine die Wissenschaft ist. Irgendwelche Geschichten von instabilen Leuten, die mit mehrfach Konsum auch einfach übertreiben, eine Drogengeschichte haben, und dann in die Psychiatrie eingeliefert werden weil Sie das Zeug nicht verkraften, zählen ganz einfach nicht. Gibt sowas auch bei Alkohol. Wirklich!
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