Newsblog Suu Kyi sagt Teilnahme an Uno-Vollversammlung ab

Myanmars Regierungschefin Suu Kyi kommt nicht zur Uno-Vollversammlung - dort soll über die desaströse Lage der Rohingya in ihrem Land debattiert werden. Die Friedensnobelpreisträgerin schweigt bisher zu dem Problem. Die Live-News.

Aung San Suu Kyi
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Aung San Suu Kyi

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Armin Himmelrath
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Die wichtigsten politischen Themen des Tages finden Sie kompakt in unserem Briefing DIE LAGE.
Russland und China, die Ukraine und Venezuela - alle wollen sie kommen. Eine umstrittene Staatenlenkerin allerdings wird nicht dabei sein: Myanmars Regierungschefin Aung San Suu Kyi hat ihre Teilnahme an der diesjährigen Uno-Vollversammlung in New York abgesagt. Dies teilte ein Regierungssprecher heute in Rangun mit, ohne nähere Gründe zu nennen. Die Friedensnobelpreisträgerin steht international wegen des brutalen Vorgehens von Myanmars Sicherheitskräften gegen die muslimische Minderheit der Rohingya massiv in der Kritik. Suu Kyi führt seit vergangenem Jahr in dem südostasiatischen Land als "Staatsrätin" praktisch die Regierung.
 
Foto: dpa
 
Nach Angaben der Vereinten Nationen sind mittlerweile etwa 370.000 Rohingya aus Myanmar ins Nachbarland Bangladesch geflohen. Suu Kyi äußerte sich bislang kaum zu der Verfolgung. Sie machte "Terroristen" für den Konflikt verantwortlich. An der UN-Generaldebatte am Sitz der Vereinten Nationen in New York nehmen alljährlich im September Staats- und Regierungschefs aus aller Welt teil. An diesem Mittwoch will sich der Uno-Sicherheitsrat mit der Lage in Myanmar befassen.
Liebe Leserinnen und Leser, damit darf ich mich bei Ihnen für heute Morgen verabschieden. Ich hoffe, ich entlasse Sie gut informiert in diesen Mittwoch. Und egal, ob es um Air Berlin oder die Rede von EU-Kommissionspräsident Juncker zur Lage der Europäischen Union geht, um die Emtscheidung des Bundesverwaltungsgerichts über den freien Zugang zum Nordseestrand oder die neuesten Wendungen im Bundestagswahlkampf - wir halten Sie hier bei SPIEGEL ONLINE jederzeit auf dem Laufenden.
 
Ihnen einen guten, möglichst regenfreien Tag - bis demnächst!
Das Chaos bei Air Berlin wirkt sich auch auf andere deutsche Airlines aus: Wegen der massenhaften Piloten-Krankmeldungen fallen heute an den Flughäfen Köln/Bonn und Düsseldorf auch Flüge der Lufthansa-Tochter Eurowings aus. Allein Köln sei mit neun Flügen betroffen, da Eurowings bei Air Berlin komplette Flugzeuge mit Besatzung gemietet hatte, teilte der Flughafen mit - und diese Maschinen stehen jetzt nicht zur Verfügung.
 
Auch am Stuttgarter Flughafen sorgt das für Probleme: Hier fallen heute mindestens zwölf Flüge aus. Von den jeweils sechs gestrichenen Starts und Landungen seien acht Verbindungen von Eurowings, teilte der Airport am Morgen mit.
Foto: dpa
 
Da zeigt sich aber jemand sehr optimistisch: Die SPD will nach den Worten von Fraktionschef Thomas Oppermann bei der Bundestagswahl am 24. September 30 Prozent der Stimmen erringen. "Wir wollen gewinnen", sagte Oppermann gerade eben im ZDF-Morgenmagazin. "Wir wollen 30 Prozent." Darum kämpfe die SPD, nicht für irgendein Bündnis mit anderen Parteien, fügte Oppermann hinzu und lehnte eine Aussage zu einer bevorzugten Koalition nach der Wahl ab. Umfragen zufolge (siehe die Meldung von 8:14 Uhr) liegt die SPD derzeit deutlich hinter der Union und erreicht zwischen 20 und 25 Prozent. Oppermann zeigte sich dennoch kämpferisch: "Wir spielen immer um Platz eins."
 
Was darf Donald Trump und was nicht? Der juristische Streit um seine Einwanderungspolitik geht weiter. Der Oberste US-Gerichtshof hat den vom US-Präsidenten erlassenen Flüchtlings-Aufnahmestopp für rechtmäßig erklärt. Damit kippte der Supreme Court gestern die Entscheidung eines Berufungsgerichts, die nach Angaben der Regierung weiteren 24.000 Flüchtlingen die Einreise in die USA erlaubt hätte. Trump erzielte mit der Entscheidung des Supreme Court einen Etappensieg: Im Oktober ist bei dem Gericht eine Anhörung zu dem von Trump ebenfalls angestrebten Einreiseverbot für Menschen aus sechs muslimisch geprägten Ländern angesetzt.

Trump hatte im März ein begrenztes Einreiseverbot für Menschen aus dem Iran, Syrien, Libyen, Somalia, Sudan und Jemen erlassen und zugleich die Aufnahme von Flüchtlingen begrenzt. Der Erlass wurde mit der nationalen Sicherheit begründet. Vergangene Woche hatte ein Berufungsgericht entschieden, dass bestimmte Verwandte von US-Bürgern aus den sechs muslimischen Staaten nicht an der Einreise gehindert werden dürfen.

Richtig, ich schulde Ihnen noch die Wetteraussichten. Über die Sturmwarnung an der Nordseeküste hatte ich Sie ja schon früher informiert; hier kommen die Perspektiven für den Rest des Landes.
 

Auf Meteorologisch klingt das dann so: "Heute Vormittag ziehen die dichten Regenwolken rasch ostwärts ab, sodass vor allem in der nördlichen Mitte am Nachmittag auch die Sonne herauskommt. Zwischen Nord- und Ostseeküste gibt es hingegen weitere kräftige Schauer und kurze Gewitter. Ebenso bleibt es am Nachmittag südlich des Mains meist stark bewölkt mit etwas Regen. Einzig im äußersten Südosten ist es noch länger sonnig und trocken." Die Temperaturen landen in Schleswig-Holstein bei höchstens 15 Grad, in Südostbayern bei 22 Grad. Wo genau dazwischen Sie heute liegen werden, erfahren Sie postleitzahlengenau hier.
Und bitte nicht vergessen: Im Norden muss mit schweren Sturmböen, teils auch mit orkanartigen Böen gerechnet werden.
Auf Cent und Euro genau berechnen die Mitarbeiter im Statistischen Bundesamt jeden Monat die Lebenshaltungskosten in Deutschland. Und dabei kam jetzt heraus: Die Inflation auf Verbraucherebene ist den dritten Monat in Folge gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt heute mitteilte, lagen die Verbraucherpreise im August 1,8 Prozent höher als im Vorjahresmonat. Die Statistiker bestätigten damit eine erste Schätzung. Seit Mai hat die Inflationsrate jeden Monat um je 0,1 Prozentpunkte zugenommen. Im Monatsvergleich stiegen die Verbraucherpreise im August um 0,1 Prozent.
Energie verteuerte sich im vergangenen Monat laut Bundesamt um 2,3 Prozent zum Vorjahresmonat. Nahrungsmittel waren 3 Prozent teurer, wobei Butter mit einem Preisanstieg von fast 60 Prozent herausstach (das Thema hatten wir eben ja schon mal). Dienstleitungen verteuerten sich um durchschnittlich 1,6 Prozent, die Kaltmieten stiegen um 1,7 Prozent.
Wer hat gerade die Nase vorn? Knapp zwei Wochen vor der Bundestagswahl kann die Union laut einer neuen Umfrage weiter auf einen klaren Wahlsieg hoffen. Im heute veröffentlichten "Stern"-RTL-Wahltrend verlieren CDU und CSU im Vergleich zur Vorwoche allerdings einen Prozentpunkt und sacken damit auf den niedrigsten Wert seit vier Monaten ab. Die Ergebnisse im Einzelnen:
 
CDU/ CSU - 37 %
SPD - 23 %
Linke - 10 %
AfD - 9 %
FDP - 8 %
Grüne - 8 %
sonstige - 5 %
 
Allerdings beträgt der Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen noch 26 Prozent, zwei Punkte weniger als in der Woche zuvor. Es gibt also noch erhebliches Veränderungspotenzial.
 
 
Hier das Nachrichtenupdate um 8 Uhr:
 
Glückwunsch, Randy Jones, zum Geburtstag! Wenn Sie jetzt nicht auf Anhieb wissen, wer das ist - kein Problem: Randy Jones war der Cowboy bei "Village People". Er wird heute 65 Jahre alt. Und wird wohl für immer mit diesem Song in Verbindung gebracht werden.
 

Weit über unseren Köpfen hat heute Nacht alles geklappt: Eine Sojus-Kapsel mit drei Raumfahrern aus Russland und den USA an Bord ist an der Internationalen Raumstation ISS eingetroffen. Die Sojus MS-06 habe erfolgreich an der ISS angedockt, teilte die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos auf ihrer Internetseite mit. Die drei Raumfahrer sollen fünf Monate im All verbringen.

Die Sojus-Rakete war zuvor vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan mit dem Kosmonauten Alexander Misurkin und seinen US-Kollegen Mark Vande Hei und Joe Acaba an Bord gestartet. Auf der ISS halten sich bereits der Italiener Paolo Nespoli, der Russe Sergej Riasanski und der US-Bürger Randy Bresnik auf.

 

Wie so ein Andockmannöver aussieht, sehen Sie hier - diese Aufnahmen stammen allerdings von einer früheren Mission.

 

 

+++ Ein kurzes Air Berlin-Update um 7:20 Uhr +++
Air Berlin hat wegen Krankmeldungen zahlreicher Piloten heute bereits 32 Flüge gestrichen. Besonders betroffen seien der Flughafen Berlin-Tegel mit sieben und der Flughafen Düsseldorf mit fünf Ausfällen, sagte eine Sprecherin der Fluglinie gerade eben. Die weiteren Ausfälle verteilten sich auf verschiedene Flughäfen. Es sei aber nicht ausgeschlossen, dass im weiteren Verlauf des Mittwochs noch weitere Flüge gestrichen werden müssten, weil aktuell 149 Piloten krankgemeldet seien.
Die Butterpreise klettern in Rekordhöhen. Was halten Sie davon?
Was es nicht alles gibt: In Tschechien hat ein Mann versucht, in einem Supermarkt auf einen Schlag 150 Packungen Butter zu stehlen - weil die Preise für Butter in den vergangenen Wochen so stark gestiegen sind. An der Kasse kam er noch ohne zu bezahlen vorbei, doch vor dem Geschäft hielt ihn das Sicherheitspersonal fest. "Die Beute wollte er verkaufen", teilte eine Polizeisprecherin aus Most (Brüx) im Norden des Landes mit.
 
Foto: dpa
 
Es ist nicht der erste derartige Fall in Tschechien: Mitte August konnte ein mutmaßlicher Wiederholungstäter gefasst werden, der in der Kleinstadt Chodov bei Karlsbad (Karlovy Vary) mindestens 180 Butterpackungen entwendet hatte. Der 30-Jährige habe immer wieder in drei örtlichen Lebensmittelgeschäften zugegriffen, teilte die Polizei mit.

Der Butterpreis hat nicht nur in Tschechien einen historischen Höchststand erreicht. Auch in Deutschland kostet die 250-Gramm-Packung inzwischen rund 1,99 Euro. Innerhalb eines Jahres hat sich der Butterpreis damit fast verdoppelt. Als mögliche Gründe gelten unter anderem die Liberalisierung der europäischen Milchmärkte seit 2015, die allgemeine Preissteigerung und die Witterung.
 
Das ist die Nachrichtensituation um 7 Uhr:
 
Wenig charmantes Wetter erwartet Sie heute an der Küste: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor Orkanböen an der Nordsee. Erwartet werden Windgeschwindigkeiten von 120 Stundenkilometern oder mehr. Der erste und recht frühe Herbststurm werde "recht kräftig", besonders windig werde es in den Nachmittagsstunden, sagte ein Meteorologe heute Morgen. Bäume drohten umzufallen, da die Böden noch nass seien. Der Sturm könne sie so leicht entwurzeln, erklärte der Experte. An der Nordseeküste soll es stellenweise auch gewittern. Auch Jörg Kachelmann schließt sich den Warnungen an.
Foto: Getty Images
 
Der Hollywood-Schauspielerin Rebel Wilson steht viel Geld zu - das hat ein australisches Gericht entschieden. Der deutsche Medienkonzern Bauer muss Wilson demnach eine Entschädigung von 4,5 Millionen australischen Dollar (drei Millionen Euro) zahlen. Richter John Dixon vom Obersten Gerichtshof des Bundesstaats Victoria sagte heute in Melbourne, es sei ein wesentlicher Betrag nötig, um Wilson zu rehabilitieren, nachdem ihr Ruf als rechtschaffene Schauspielerin schwer beschädigt worden sei.

Die 37-Jährige hatte sich im Juni erfolgreich vor Gericht gegen Berichte zur Wehr gesetzt, dass sie Lügen über ihren Namen und ihr Alter verbreitet habe. Die acht entsprechenden Artikel waren 2015 in australischen Zeitschriften der Bauer Media Group wie "Women's Weekly" und "OK" erschienen. Wilson, die unter anderem in Filmen wie "Pitch Perfect" und "Brautalarm" mitgespielt hatte, hatte erklärt, dadurch seien ihr Rollen in großen Filmprojekten entgangen.
Wenn die reichen Staaten der Welt die Entwicklungshilfe kürzen, hat das drastische Folgen. Davor warnt Microsoft-Gründer Bill Gates: Würden beispielsweise die weltweiten Zuwendungen zur Behandlung und Vorbeugung von HIV nur um zehn Prozent gekürzt, würden bis 2030 fünf Millionen Menschen zusätzlich an den Folgen der Krankheit sterben, sagte Gates in einem Gespräch mit Journalisten. Die Zahlen gehen aus einem Bericht hervor, den die Stiftung von Gates und seiner Ehefrau Melinda heute veröffentlicht. Beide engagieren sich seit Jahren im Kampf gegen Armut und Krankheiten auf der Welt.

Der "Goalkeepers" betitelte Bericht untersucht den bislang erreichten weltweiten Fortschritt beim Kampf gegen Armut und Krankheiten und prognostiziert, wie es weitergehen könnte - wenn mehr oder weniger Geld als bislang zur Verfügung gestellt wird. Der erstmals veröffentlichte Bericht soll bis 2030 jährlich aktualisiert werden.
Die USA und Russland verharken sich in ihrem diplomatischen Streit immer stärker - und langsam, scheint mir, wird es richtig kindisch: Die Luftaufsichtsbehörde in San Francisco ermittelt jetzt wegen eines Verstoßes gegen die Verbrennungsauflagen gegen das ehemalige russische Konsulat in der Stadt. Das teilte die Behörde auf Twitter mit.
 
 
Es sei allerdings fraglich, ob der Bescheid in dem früheren Konsulat überhaupt bearbeitet werde, sagte der Sprecher der Behörde, Tom Flannigan, dem "San Francisco Chronicle". Das Konsulat in San Francisco war im diplomatischen Streit zwischen Moskau und Washington Anfang September geschlossen werden. Einen Tag vor der Schließung hatten Berichte über schwarzen Rauch über dem Konsulat für Aufregung gesorgt. Wegen des Qualms war die Feuerwehr angerückt; sie musste aber nicht eingreifen, weil der Rauch aus dem Schornstein kam.
 
Foto: AP
 
"Dichter schwarzer Rauch wurde von mehreren Augenzeugen, darunter auch unseren Inspektoren, wahrgenommen", sagte Flannigan. Es sei nicht nur Papier verbrannt worden. Mögliche Strafen für illegales Verbrennen würden mit dem Verursacher gewöhnlich in einem Schlichtungsgespräch entschieden. Die Luftaufsichtsbehörde schrieb, am 1. September sei in dem Gebäude "Müll" verbrannt worden.
Könnte, hätte, würde: Auch in diesem Bundestagswahlkampf gibt es Konjunktiv-Kampagnen, bei denen Menschen, die sich nicht wehren können, als vermeintliche Unterstützer präsentiert werden. So taucht zum Beispiel Barack Obama als angeblicher CDU-Unterstützer auf Plakaten auf, und die Kollegen der "Washington Post" wundern sich.
 
https://twitter.com/washingtonpost/status/90782064351272140Zuvor hatte die NPD Empörung ausgelöst, als sie Martin Luther als vermeintlichen Wähler der rechtsextremen Partei präsentiert hatte mit dem Spruch "Ich würde NPD wählen. Ich könnte nicht anders".
Beim Absturz eines Kleinflugzeugs aus Deutschland sind in der Nähe von Braunwald in der Schweiz gestern Abend beide Insassen ums Leben gekommen. Die Ursache für das Unglück war zunächst unbekannt, wie die Polizei im Kanton Glarus mitteilte. Gestartet war die einmotorige Maschine vom Typ Mooney M20K in Donaueschingen in Baden-Württemberg nahe der Grenze zur Schweiz. Ziel war die Toskana in Italien. Die Bergung der Opfer in der schwer zugänglichen Gebirgsregion gestaltete sich wegen des schlechten Wetters und der Dunkelheit schwierig. Das Flugzeug war in Deutschland registriert. Über die Identität der Opfer gab es keine Angaben.
Wie lange die Krankheitswelle (vielleicht müsste man das in Anführungszeichen setzen) bei der insolventen Air Berlin noch dauert, ist unklar. Klar ist nur: Auch heute wird es erneut Dutzende Flugausfälle geben. "Für morgen liegen uns gegenwärtig 149 Krankmeldungen von Kapitänen und First Officers vor", schrieb der Vorstand der Fluglinie gestern Abend in einem internen Brief an die Belegschaft. "Das bedeutet, dass uns am Mittwoch ein ähnliches operatives Desaster wie heute droht. Dies wird uns noch näher an den Abgrund bringen", heißt es in dem Brief von Airline-Chef Thomas Winkelmann und seinen Vorstandskollegen Oliver Iffert und Martina Niemann. Alleine für den Flughafen Düsseldorf wurden für heute bereits 30 der eigentlich geplanten 182 Starts und Landungen gestrichen.
 
Foto: Reuters
 
Schon gestern hatten sich etwa 200 Piloten krankgemeldet, mehr als 100 Flüge fielen aus, Tausende Passagiere waren betroffen. Nach Berechnungen der Air-Berlin-Finanzabteilung habe dieser Ausfall die Fluglinie rund fünf Millionen Euro gekostet. Sowohl die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit als auch der Betriebsrat ermahnten gesunde Kollegen, zur Arbeit zu gehen.
 
Unterdessen hat ein chinesischer Investor Interesse an der kompletten Übernahme von Air Berlin bekundet, meldet die "Bild"-Zeitung. Der Gesellschaft von Jonathan Peng gehöre bereits der ehemalige Militärflugplatz in Parchim in Mecklenburg-Vorpommern. Dort könnte die neue Heimat von Air Berlin entstehen.
Was ich mich jetzt frage: Heißen die dann in Zukunft Air Parchim?
Die Lage an diesem Morgen:
 
  • SPD-Kandidat Martin Schulz hat Bundeskanzlerin Angela Merkel zu einem zweiten, bisher nicht geplanten TV-Duell herausgefordert. Das ist ein echter Coup, findet mein Kollege Florian Gathmann.
  • Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der A2 bei Oelde sind gestern Abend zwei Menschen ums Leben gekommen. Weitere 38 wurden zum Teil schwer verletzt. An dem Unfall bei starkem Regen waren nach Polizeiangaben 14 Fahrzeuge beteiligt.
  • Zum ersten Mal seit dem schweren Anschlag auf die deutsche Botschaft in Kabul sind gestern Abend wieder Menschen nach Afghanistan abgeschoben worden. Der Flug startete von Düsseldorf aus, im Flughafen kam es zu lautstarken Protesten.
  • 3:0 hat Bayern München zum Auftakt der Champions League gegen Anderlecht gewonnen. Doch das Ergebnis sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass das nicht mehr als ein Pflichtsieg war, analysiert mein Kollege Jan Göbel.
Der ohnehin gebeutelten Fluggesellschaft Air Berlin drohen heute wieder zahlreiche Flugausfälle - das ist eine der Meldungen dieses Morgens, zu dem ich Sie, verehrte Leserin und lieber Leser, ganz herzlich begrüße. Oder anders gesagt: Wenn Sie zu den Kunden oder zum fliegenden Personal dieser Airline gehören, können Sie sich mit einiger Wahrscheinlichkeit noch mal herumdrehen. Scherz beiseite: Mein Name ist Armin Himmelrath, und wie immer werde ich Sie in den kommenden drei Stunden mit den großen und kleinen Nachrichten dieses beginnenden Mittwochs versorgen. Wenn Sie Anmerkungen haben, erreichen Sie mich unter armin.himmelrath@spiegel.de und bei Twitter unter @AHimmelrath. Bitte folgen Sie mir unauffällig ins Nachrichtengeschehen.


insgesamt 3 Beiträge
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Augustusrex 13.09.2017
1. Ihre Umfrage bzgl. Butterpreis
Ihre erste Aussage stimmt nicht. 1,99 € für ein Pfund Butter wäre sehr billig. Diese Summe bezahlt man heute für das halbe Pfund, also für 250 Gramm. Das ist die normale Stückelung bei Butter. Ein Pfund wären 500 Gramm.
kuac 13.09.2017
2. Suu Kyi
Das Verhalten von Suu Kyi ist entäuschend, heuchlerisch und egoistisch. Sie selbst hat sehr von der Solidarität der Weltgemeinschaft profitiert und nun verweigert sie jetzt den Betroffenen Rohingyas ihre Solidarität. Auch der Dalai Lama hat an sie appelliert, bisher aber ohne Wirkung.
mostly_harmless 13.09.2017
3.
Das Verhalten von Suu Kyi zeigt, wie schnell und wie gründlich Macht korrumpieren kann. 1 3/4 Jahre reichen, um aus einer moralischen Institution eine Politikerin zu machen, die sich in nichts von anderen Politikern aus Entwicklungsländern unterscheidet.
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