Newsblog Tausende nach Bombendrohungen in Russland in Sicherheit gebracht

Die Moskauer Polizei ist in Alarmbereitschaft. Rund hundert Drohungen seien um Bahnhöfe und Einkaufszentren eingegangen. Die Live-News.


Rachelle Pouplier
Herzlich willkommen bei Der Morgen @SPIEGELONLINE.
Bis 9 Uhr begleitet Sie heute Rachelle Pouplier beim Start in den Tag.
Die wichtigsten politischen Themen des Tages finden Sie kompakt in unserem Briefing DIE LAGE.
Wegen einer ganzen Serie von Bombendrohungen in Russland hat die Polizei in Moskau Zehntausende Menschen vorübergehend in Sicherheit gebracht. Rund 100 anonyme Anrufe mit Drohungen seien im Laufe des Tages eingegangen, meldete die Agentur Tass unter Berufung auf Behördenkreise. Zunächst gab es Berichten zufolge aber keine Hinweise auf echte Bombengefahr.
Die Telefonanrufe würden geprüft, Spürhunde seien an den jeweiligen Orten im Einsatz, so die Behörden. Betroffen waren unter anderem drei große Bahnhöfe, Einkaufszentren, das bekannte Hotel Kosmos und der Rote Platz unweit des Kreml.
Wie russische Medien berichteten, wurden Einkaufszentren, Hotels, Universitäten und Bahnhöfe geräumt. Auch das Kaufhaus GUM am Roten Platz wurde vorübergehend evakuiert.
Und somit neigt sich der Morgen bei SPIEGEL ONLINE bereits wieder dem Ende. Ich hoffe, Sie sind trotz Behinderungen durch das Sturmtief "Sebastian" gut in den Tag gestartet und haben alle Ihre Stationen sicher erreicht. Passen Sie auch weiterhin gut auf sich auf. Morgen wird Sie an dieser Stelle wieder mein Kollege Michael Kröger mit den wichtigsten Nachrichten des Morgens begrüßen. Alles Gute und bis bald!
Im Ausland erworbene Berufsabschlüsse werden in Deutschland mit steigender Tendenz anerkannt. Im Jahr 2016 wurden nach Angaben des Statistischen Bundesamtes bundesweit rund 19.000 im Ausland erworbene berufliche Abschlüsse als vollständig oder eingeschränkt gleichwertig zu einer in Deutschland erworbenen Qualifikation gesehen. Im Vergleich zum Vorjahr entspreche dies einer Zunahme um gut 15 Prozent. Negativ beschieden wurden demnach rund 700 Anträge. 
Ringo Starr ist offenbar der Brexit-Beatle. Der 77-jährige Beatles-Schlagzeuger verkündete seine Unterstützung für den Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union. 
Er halte den Brexit für einen großartigen Schritt, sagte der Brite der BBC am Mittwoch. Denn man könne durch den Brexit wieder Kontrolle über sein eigenes Land gewinnen. "Aber bitte sagen Sie das nicht Bob Geldof", scherzte Starr. Der Popmusik-Kollege Geldof ist ein überzeugter Gegner des Austritts Londons aus der EU.
Starr war zum Referendum im Juni 2016 nach eigenen Angaben nicht im Land. Ansonsten hätte er aber für den EU-Austritt gestimmt. «Die Leute haben gewählt. Jetzt muss es weitergehen.» Er zeigte Unverständnis für Leute, die im Nachhinein das Ergebnis der Abstimmung nicht akzeptieren wollten. Allerdings gestand der Drummer der 1970 aufgelösten «Fab Four» auch zu, dass er vom Brexit nicht unmittelbar betroffen sei - weil er in den USA lebe.
 
 
Das größte Inaugurationspublikum aller Zeiten! Naja, nicht ganz. Donald Trumps Ex-Kommunikationschef Sean Spicer kann im Nachhinein doch über seine kurze, kuriose Zeit als Pressesprecher des Weißen Hauses lachen. So witzelte er über seine Auftritte vor der Presse bei Late-Night-Host Jimmy Kimmel: "Hätte ich gewusst, dass ich solchen Applaus bekommen würde, hätte ich mein Amt eher verlassen". Hier das Interview:
 
Auch heute müssen Fluggäste der Linie Air Berlin wieder mit Ausfällen rechnen. Nach Angaben des Unternehmens wurden in Berlin-Tegel vier Verbindungen gestrichen, in Düsseldorf zwei und in Frankfurt eine. In Stuttgart musste die Airline zwei Flüge annullieren. Weil sich etliche Piloten krankgemeldet hatten, waren am Dienstag und Mittwoch rund 200 Flüge ausgefallen.
Vom Smartphone zum selbstfahrenden Auto - auch Samsung will nun Technologien für Roboterwagen entwickeln. Der Smartphone-Weltmarktführer reiht sich damit in eine Riege verschiedenster Unternehmen ein, die ihre Technologie Autoherstellern anbieten wollen. Dazu gehören neben klassischen Branchenzulieferern die Google-Schwesterfirma Waymo und Start-ups wie Aurora oder Drive.ai.
Auch der Samsung-Erzrivale Apple und der Fahrdienstvermittler Uber arbeiten an Technologie zum autonomen Fahren.
Vor Kurzem war bereits bekannt geworden, dass Samsung die Erlaubnis zum Test selbstfahrender Autos nicht nur in Südkorea, sondern auch in Kalifornien bekam.
Ein weißes Giraffenpaar wurde in einem Konservatorium in Kenia gesichtet. Die Giraffen haben einen seltenen Leuzismus, was bedeutet, dass die Haut der Tiere den Farbstoff Melanin nicht bilden kann. Somit ergibt sich die weiße Färbung ihres Fells.
 
 
Und wie wird das Wetter nach "Sebastian" bei Ihnen? Vom Saarland bis nach Franken müssen Sie mit Dauerregen rechnen; an der Nordsee mit Gewitter. Dabei bleibt es windig bis stürmisch, in den Hochlagen und an der See gibt es schwere Sturmböen bis orkanartige Böen. Heute früh regnet es in der Mitte und im Süden des Landes zunächst.
Am Nachmittag zieht sich der Niederschlag langsam in den Südosten zurück. In der Nordwesthälfte bilden sich wechselnd bis häufig starke Wolken, Schauer und kurze Gewitter mit Graupel. Kaum Schauer und mehr Sonne sind im Osten zu erwarten. Maximal werden 13 bis 19 Grad erreicht. Der Wind weht mäßig bis frisch aus westlichen Richtungen.
 
Mehr zum Wetter in Ihrer Region finden Sie hier. Mobilen Nutzern empfehle ich diesen Link.
Als Konsequenz aus Dieselskandal, Bankenkrise und Korruptionsaffären ist eine große Mehrheit der Bundesbürger dafür, Unternehmen bei kriminellen Machenschaften härter zu bestrafen.
Das hat eine Umfrage im Auftrag von Transparency Deutschland ergeben. Danach unterstützen 82 Prozent die Einführung eines Unternehmensstrafrechts, wie die Anti-Korruptions-Organisation mitteilte. Bisher können in Deutschland nur Manager, Vorstands- oder Aufsichtsratsmitglieder strafrechtlich zur Verantwortung gezogen werden. Gegen Unternehmen dagegen können nur Bußgelder verhängt und Gewinne abgeschöpft werden.
Das ist vielleicht etwas unappetitlich zur Frühstückszeit, aber dennoch so kurios, dass ich es Ihnen nicht vorenthalten möchte: In London blockiert ein von Engländern sogenannter Fatberg das Londoner Abwassersystem. Der wortwörtliche "Fettberg" - in Anlehnung an Eisberg - besteht aus angesammelten Fettmassen, Klopapier und Windeln, wiegt etwas so viel wie elf rote Doppeldeckerbusse (also rund 130 Tonnen) und ist so lang wie zwei Fußballfelder. Beinahe hätte die Blockade zu Gulli-Überschwemmungen im Stadtteil Whitechapel geführt. Es soll der bislang größte gefundene Fettberg in London sein.
Fettberge entstehen, wenn Menschen Dinge herunterspülen, die sie lieber im Müll entsorgen sollten.
 
 
Ganz schön mutig - in Südafrika wehrte sich eine Studentin gegen zwei Räuber, die ihre Tasche stehlen wollten. In ihrer Handtasche befand sich die einzige Kopie ihrer Master Thesis!
 
Haben Sie schon einmal Erste Hilfe geleistet? Laut einer Umfrage der Asklepios-Kliniken traut sich nur jeder fünfte Deutsche, überlebensnotwendige Maßnahmen bei Unfallopfern anzuwenden
So würden 22 Prozent einen Verletzten bei Atemstillstand beatmen, 21 Prozent eine starke Blutung stillen und 19 Prozent eine Herzdruckmassage machen. Zwar glauben zwei Drittel der Befragten, dass sie im Notfall Erste Hilfe leisten könnten, allerdings würden sich die meisten auf organisatorische und psychologische Unterstützung beschränken. Sie würden den Rettungsdienst alarmieren oder Umstehende um Hilfe bitten und mit dem Verletzten zur Beruhigung sprechen. Außerdem schätzen nur knapp ein Viertel (23 Prozent) der Befragten ihre Erste-Hilfe-Kenntnisse als gut oder sehr gut ein. Dabei gaben 90 Prozent an, sie hätten einen Erste-Hilfe-Kurs absolviert. Die Unsicherheit zeigt sich auch im Umgang mit den an vielen Orten verfügbaren Defibrillatoren. Nur etwa die Hälfte der Befragten würde sich zutrauen, dieses Gerät zur Überwindung eines Herzstillstandes einzusetzen.
Die grundsätzliche Bereitschaft zu helfen sei groß, doch scheuten leider viele aus Angst zurück, so der Kardiologe Prof. Alexander Ghanem von der Hamburger Asklepios-Klinik St. Georg.
Die Folgen des Sturmtiefs "Sebastian" wirken sich heute auf den morgendlichen Berufsverkehr aus: Nach Angaben der Deutschen Bahn sind im Norden weiterhin vier Strecken gesperrt, auf einigen weiteren waren nur einzelne Gleise befahrbar. Pendler müssen sowohl bei der Deutschen Bahn als auch beim privaten Anbieter Metronom mit Verspätungen rechnen.
Derweil warnte der Deutsche Wetterdienst (DWD) für heute Donnerstag vor Unwettern im Südwesten Deutschlands. In den Morgenstunden könnte es im südlichen Hessen, in Teilen Baden-Württembergs, in Rheinland-Pfalz und dem Saarland zu Dauerregen mit Hochwasser, Überschwemmungen und Erdrutschen kommen.
 
Orkanartige Böen an der Nordseeküste. Foto: dpa
 
Bei einem Brand in einer malaysischen muslimischen Schule in Kuala Lumpur sind mindestens 25 Menschen, darunter vorwiegend Schüler und Schülerinnen gestorben. Laut örtlichen Medienberichten sind 20 Opfer zwischen 13 und 17 Jahren alt. Der Brand sei mutmaßlich durch einen Kurzschluss ausgelöst worden
Traurige Nachricht für alle "Sopranos"-Fans: Der "Sopranos"-Schauspieler Frank Vincent ist gestorben. Er starb im Alter von 78 Jahren an den Folgen eines Herzinfarkts. In der Erfolgsserie "Sopranos" spielte Vincent den Mafiaboss Phil Leotardo und auch in Martin Scorseses "Goodfellas" mimte er den Italo-Gangster.
 
 
 
Foto: Reuters
Ein Erdbeben der Stärke 4,6 hat Tokyo und den Osten Japans erschüttert. Bislang gab es aber keine Tsunamiwarnung, und weitere größere Schäden sind ausgeblieben.
Sie wollen weniger Schokolade essen und suchen nach einem Grund? Hier wäre einer: Laut einem Bericht des "Guardian" treibt die Schokoladenindustrie die Rodung von Regenwäldern in Westafrika massiv voran. So sollen Kakaohändler, die an Mars, Nestlé, Mondelez und andere große Firmen verkaufen, ihre Bohnen illegal aus eigentlich geschützten Gebieten der Elfenbeinküste ernten. Der Regenwald ist hier seit 1960 um 80 Prozent kleiner geworden. Mehr als 40 Prozent des weltweiten Kakaoanteils kommt von der Elfenbeinküste.
 
 
Was noch passiert ist:
  • Angela Merkel lehnt ein weiteres TV-Duell mit Martin Schulz ab
  • Die Olympischen Sommerspiele gehen 2024 an Paris und 2028 an Los Angeles
  • Der frühere Rennfahrer Niki Lauda will gemeinsam mit Thomas Cook und Condor für Teile von Air Berlin bieten
 
Pünktlich zum Start des Oktoberfests an diesem Wochenende lohnt es sich, einen kurzen Blick auf den Bierkonsum der Deutschen zu werfen: Laut einer Marktanalyse kauften die Deutschen im ersten Halbjahr 2017 drei Milliarden Liter Bier und Biermixgetränke - das waren 36,5 Liter pro Kopf. Im Vergleich zum ersten Halbjahr des Vorjahres sank der Konsum somit sogar um 1,3 Prozent, zugleich stieg aber der Umsatz um 0,4 Prozent auf 3,6 Milliarden Euro an. Die Deutschen konsumieren also weniger Bier, geben aber gerne mehr Geld dafür aus - und zwar pro Kopf 45 Euro.
Grund für die Entwicklung soll der Anstieg bei Spezialitäten und hellen Bieren in Umsatz und Absatz sein, aber auch bei alkoholfreien Bieren und Naturradler. Vor allem Spezialitäten wie Land- oder Kellerbiere lägen im Trend. Daran zeige sich auch, dass die Deutschen "offen für Neues" seien und dafür auch tiefer in die Tasche griffen, erklärte Strobl wenige Tage vor dem Beginn des Oktoberfests in München. Nach wie vor ist demnach aber das Pils mit einem bundesweiten Marktanteil von etwa 50 Prozent das Lieblingsbier der Deutschen. In Norddeutschland liegt der Absatzanteil sogar bei mehr als 67 Prozent. 
Na dann, Prost!
 
 
 
Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser! Ich begrüße Sie herzlich an diesem Donnerstagmorgen aus Berlin. Hier an der Spree ist es noch ziemlich ruhig. Doch in Teilen Nord- und Westdeutschlands hat der erste Herbststurm der Saison, Sturmtief "Sebastian", schwere Schäden angerichtet. Orkanartige Böen stürzten Bäume um und deckten Dächer ab. Zwei Menschen kamen in Hamburg und Nordrhein-Westfalen ums Leben. Der Deutsche Wetterdienst warnt nun vor Unwettern im Südwesten Deutschlands.
Passen Sie also gut auf sich auf, und starten Sie unversehrt in den Tag mit den kleinen und großen Nachrichten aus der Welt hier bei SPIEGEL ONLINE.


insgesamt 3 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
animatiker 14.09.2017
1.
Interessant, dass ausgerechnet dieses Erdbeben jetzt erwähnt wird, denn von dem Erdbeben heute habe ich (im Gegensatz zu vielen anderen Beben in den letzten Monaten) an meinem Schreibtisch nicht einmal etwas bemerkt. Hätte mich also auch gewundert, wenn es hier Schäden gegeben hätte... ;) Einen schönen Gruß aus Tokyo.
christa.hans 14.09.2017
2. Zum Manöver ....
Was erwartet man von Russland, wenn tausende Nato Soldaten an deren Grenze aufmarschieren? Im vergangenen Jahrhundert wurde Russland zwei mal aus westlicher Richtung überfallen. Zerstörung, Elend und über 6.000.000 Tote sind sicherlich Warnung genug für Russland.
hansriedl 14.09.2017
3. Russland übt den Krieg im Westen
Ob eine NATO; oder russische Übung - Politiker auf beiden Seiten haben die gottverdammte Pflicht so sich zu verhalten, dass solche Manöver gar nicht mehr nötig sind. Hier werden Steuergelder auf beiden Seiten verbraten und die wahren Probleme nicht angepackt.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2017
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.