Newsblog Amerikas Waffenbesitzer reißen sich um "bump stocks"

Nach dem Attentat von Las Vegas treibt die Waffenliebhaber Amerikas offensichtlich die Sorge vor einem Verbot der verwendeten Schnellfeuer-Vorrichtung um. In vielen Läden sind die "bump stocks" ausverkauft. Die Live-News.

Mit


Michael Kröger
Herzlich willkommen bei Der Morgen @SPIEGELONLINE.
Bis 9 Uhr begleitet Sie heute Michael Kröger beim Start in den Tag.
Die wichtigsten politischen Themen des Tages finden Sie kompakt in unserem Briefing DIE LAGE.
Und damit endet der "Morgen" für diese Woche wieder. Ich verabschiede mich, nicht ohne Ihnen die Lektüre von SPIEGEL ONLINE zu empfehlen. Zu den wichtigsten Themen wird heute die Verleihung des Friedensnobelpreises zählen. Zu den Favoriten gehören Federica Mogherini und Mohamed Dschawad Zarif. Die EU-Außenbeauftragte und der iranische Außenminister sind die Architekten des Atomabkommens mit dem Iran. Wir werden über die Folgen von Sturmtief "Xavier" berichten und eine Nachlese zum Qualifikationsspiel der DFB-Elf gegen Nordirland liefern. Auch die Wahl in Österreich steht auf der Agenda. Mein geschätzter Kollege Hasnain Kazim porträtiert die Kandidaten.
 
Ich verabschiede mich an dieser Stelle und wünsche Ihnen ein erholsames Wochenende. Am Montag wird Sie mein Kollege Armin Himmelrath an dieser Stelle begrüßen.
 
Die (wahrscheinliche) Rückkehr von Jupp Heynckes zum FC Bayern hat ein überwältigendes Echo hervorgerufen. Bundestrainer Jogi Löw, Jérôme Boateng und Weltmeister Jérôme Boateng lobten die Entscheidung einhellig.  "Jupp Heynckes hat alles, was ein guter Trainer braucht. Das ist ein ganz großer Trainer", schwärmte Boateng. "Ich glaube, eine bessere Lösung gibt es nicht", sagte der 29-Jährige. "Wenn es so kommt, freue ich mich natürlich riesig." Löw stufte ein viertes Heynckes-Engagement in München, von dem auch im Kreise der Nationalmannschaft alle fest ausgehen, als sinnvolle Option ein. "Er ist natürlich ein unglaublich erfahrener Trainer, der schon große Erfolge hatte und der eine tolle Ausstrahlung auf die Mannschaft hat."
Foto: dpa
 
 
Putin mit nacktem Oberkörper, Putin mit Hündchen, Putin als Macher mit Schlips und Kragen: Der Kalender mit schrillen Fotos vom immer jung und dynamisch daherkommenden Kreml-Chef Wladimir Putin ist ein Dauerbrenner. Doch auch Putin wird älter. Morgen wird er 65. Während andere in diesem Alter langsam an die Rente denken, rechnet in Russland niemand mit seinem Rückzug. Im Gegenteil. 
 
Zwar hält sich Putin noch vornehm zurück mit einer Kandidatur. Erst diese Woche betonte der Präsident, er habe bis Ende November Zeit, sich zu entscheiden. Aber alle gehen davon aus, dass Putin nach 18 Jahren an der Macht eine neue Amtszeit anstrebt. 
Foto: dpa
 
 
Auch nach dem Durchzug von Sturmtief "Xavier" bleibt es windig. Die Böen sind jedoch bei Weitem nicht mehr so kräftig wie gestern Nachmittag. Von gutem Wetter will ich trotzdem nicht sprechen. Landesweit müssen Sie heute mit Regen- und Graupelschauern rechnen, lediglich im Norden und im Nordosten kommt am Nachmittag vereinzelt die Sonne durch. Die Temperaturen erreichen nur noch 9 bis 16 Grad, im Dauerregen auch darunter. Mehr zum Wetter in Ihrer Region finden Sie hier. Smartphone-Nutzern empfehle ich diesen Link
Bangladesch, selbst eines der ärmsten Länder der Welt, plant ein riesiges Lager für die aus Burma vertriebenen Rohingya. Bis zu 800.000 Menschen sollen dem Bericht des "Guardian" zufolge  auf dem rund 1200 Hektar großen Gebiet Platz finden. Das bedeutet aber auch, dass die Regierung nicht damit rechnet, dass der Flüchtlingsstrom so bald abebbt. Bislang sind rund 500.000 Rohingya vor den Nachstellungen der burmesischen Militärs geflüchtet.
 
Die Uno lobte das selbstlose Engagement Bangladeschs. Unicef-Chef Anthony Lake wies allerdings darauf hin, dass die große Zahl der Flüchtlinge es schwer mache, allen eine angemessene Hilfe zuteil werden zu lassen. Aktuell hat das Hilfswerk die Summe von 430 Millionen Dollar bereitgestellt. Das wird aber nicht reichen.
US-Sonderermittler Robert Mueller hat den ehemaligen britischen Spion Christopher Steele zu einer möglichen russischen Wahlkampfhilfe für Donald Trump befragt. Der ehemalige MI6-Agent hatte ein Dossier zusammengetragen, das dem US-Präsidenten enge Verbindungen zu russischen Geschäftspartnern nachweist, die wiederum gut mit dem Kreml verdrahtet sind. In der Befragung, die in Europa stattgefunden haben soll, hat Steele weitere Details genannt. Genaueres ist aber noch nicht bekannt.
Jeder dritte Deutsche ist schon mindestens einmal fremdgegangen. Davon haben sich nur zwei von fünf Befragten nach dem Fehltritt getraut, dies dem Partner zu beichten. Das geht aus einer repräsentativen Erhebung des Umfrage-Instituts YouGov hervor, die das Liebesleben der Deutschen beleuchtet. Demnach sagen 72 Prozent, dass ihr Partner die Liebe des Lebens ist. Allerdings würde auch ein Drittel eine "Ehe auf Probe" befürworten, die automatisch ausläuft, wenn nicht beide Partner sie verlängern. 

Fast drei Viertel der Befragten sagten, sie seien zufrieden mit ihrem Sexualleben. Anders sieht es bei Singles aus: 44 Prozent stufen ihr Sexualleben laut der Umfrage als zufriedenstellend ein. Die Deutschen kommen im Laufe des Lebens auf durchschnittlich fünf Sexualpartner - Geschiedene auf deutlich mehr (8) als Verheiratete (5).
Foto: dpa
 

Zahltag für die deutschen Nationalspieler: Mit dem 3:1 gestern Abend in Belfast haben sich die Weltmeister neben dem WM-Ticket auch stattliche Prämien vom Deutschen Fußball-Bund gesichert. Der Verband zahlt jedem Profi, der bei einem Ausscheidungsspiel zum Kader gehörte, 20.000 Euro pro Begegnung.

Insgesamt lässt sich der DFB die Fahrkarte nach Russland 2018 nach Ende der Qualifikation mit der abschließenden Begegnung am Sonntag (20.45 Uhr/RTL) in Kaiserslautern gegen Aserbaidschan rund 4,3 Millionen Euro kosten. Die Top-Verdiener könnten auf 200.000 Euro kommen.

Bislang dürfen sich 42 Kicker über Zuwendungen freuen, ein Trio wird wohl auf die Maximalausbeute kommen: Marc-André ter Stegen, Bernd Leno und Joshua Kimmich waren seit dem Start im September 2016 beim 3:0 in Norwegen ununterbrochen dabei.

Die kalifornische Regierung will Einwanderer künftig besser schützen und ihre Lebensbedingungen verbessern. Der Gouverneur des Westküstenstaates, Jerry Brown, unterzeichnete gestern eine Reihe entsprechender Gesetze. Mit diesem Schritt solle sichergestellt werden, dass "hart arbeitende Menschen, die einen Beitrag für unseren Staat leisten, respektiert werden", hieß es in einer Mitteilung.

Der bevölkerungsreichste US-Staat wird damit zu einem sogenannten Sanctuary State, in dem Einwanderern unabhängig von deren Aufenthaltsstatus mehr Schutz geboten werden soll. So soll etwa möglichen Abschiebungen durch die Bundesbehörden entgegengewirkt werden. In Kalifornien leben nach Schätzungen mehr als 2,3 Millionen illegale Einwanderer

In den USA gibt es bereits mehrere Hundert Städte und Landkreise, die als "Sanctuary Cities" Einwanderern Zuflucht bieten wollen. Sie lehnen die Kooperation mit der Regierung, etwa für Abschiebungen, ab. 
 
Bei Twitter gestreute "Aufrufe der Polizei" sind allerdings gefälscht. Der Autor hätte die Zeit für den Fake besser genutzt, um etwas für die Schule zu tun... (z.B. Grammatik und Rechtschreibung) 
 
Foto: dpa
 
 
Berlin erholt sich nur langsam von den Folgen des Sturmtiefs "Xavier" - vor allem im Nah- und Fernverkehr müssen Pendler mehr Zeit einplanen. Wer normalerweise den Regionalverkehr benutzt, solle besser auf andere Verkehrsmittel umsteigen, empfiehlt ein Sprecher der Bahn. "Das ganze Netz in der Region ist massiv eingeschränkt. Wir haben zahlreiche Bäume auf den Gleisen, beschädigte Oberleitungen und abgeknickte Fahrmasten." Die Reparaturen würden voraussichtlich den ganzen Tag dauern. 

Die S-Bahn Berlin veröffentlichte online eine Übersicht über den angebotenen Zugverkehr. Demnach fahren auf fast allen Strecken zumindest in Teilen Bahnen. Nur die Ringbahn S41/42 sowie die S85 fallen komplett aus. Die Liste der Störungen finden Sie hier.
Eine in der Formel 1 kritisch betrachtete Personalie ist perfekt. Renault verkündete am Freitag am Rande des Grand Prix in Japan das "bevorstehende Kommen" vom früheren Technikdirektor beim Motorsport-Weltverband FIA Marcin Budkowski. Der 40-jährige Pole wird künftig einen Direktorenposten besetzen. Budkowski soll sich um die Entwicklung und Produktion des Chassis kümmern. 

Einige Rennställe hatten schon öffentlich den bevorstehenden Wechsel kritisiert, da Budkowski als früherer Assistent von FIA-Renndirektor Charlie Whiting viel Insiderwissen vor allem über die Autos für 2018 besitzt. 
Foto: JPL-Caltech
 
 
Er ist so groß wie ein Haus und wird die Erde am kommenden Donnerstag in der Frühe nur knapp verfehlen - wobei "knapp" die Wirklichkeit in diesem Fall nur relativ beschreibt. Denn 2012 TC4 - so der Name des Asteroiden - fliegt in rund 44.000 Kilometern Entfernung an uns vorüber. Zum Vergleich: Der Abstand Erde-Mond beträgt rund 400.000 Kilometer.
 
Würde 2012 TC4 die Erde treffen, hätte das beträchtliche Folgen - so wie 2013 rund um die russische Millionenstadt Tscheljabinsk. Ein Asteroid ähnlicher Größe löste damals schwere Stoßwellen aus, etwa 1500 Menschen wurden verletzt, rund 7000 Gebäude beschädigt. Weil der nächste Einschlag nur eine Frage der Zeit ist, wollen Forscher aus dem Vorbeiflug von 2012 TC4 wichtige Erkenntnisse für die Zukunft ziehen. 

Vier Jahre nach dem tödlichen Herzanfall einer jungen Reporterin hat der japanische Sender NHK eingeräumt, dass ihr Tod auf Überarbeitung zurückzuführen sei. Der öffentlich-rechtliche Sender kündigte gestern an, seine Arbeitskultur zu ändern. Die 31-jährige Politik-Reporterin hatte 159 Überstunden in einem Monat gemacht und war im Juli 2013 tot in ihrem Bett gefunden worden.

 

Ein Jahr danach stellten die japanischen Behörden fest, dass ihr Tod mit Überarbeitung zusammenhänge. Sie hatte in dem Monat vor ihrem Tod nur zwei Tage frei gehabt. NHK räumte aber erst vier Jahre später öffentlich eine Mitverantwortung ein. NHK hatte in der Vergangenheit immer wieder das hohe Arbeitspensum in Japan angeprangert und über Fälle von Überarbeitung in anderen Unternehmen berichtet.

Seit April 2016 saß er im Gefängnis, verdächtigt, seine zweijährige Tochter Ellie Mae ermordet zu haben. Jetzt hat der Fall eine überraschende Wendung genommen. Anthony Michael Sanders wurde entlastet - durch seinen siebenjährigen Sohn. Der Junge hatte seiner Mutter gebeichtet, seiner kleinen Schwester ein Kissen auf den Kopf geworfen zu haben. Das Kissen sei zu schwer gewesen, um es rechtzeitig wieder wegzuziehen. 
 
Die Ermittler hatten Sanders vorgeworfen, das Mädchen nach einem Wutanfall erstickt zu haben, weil sie ihn beim einem Videospiel gestört hätte.  
Bei den regierenden britischen Konservativen ist ein offener Streit über die politische Zukunft von Premierministerin Theresa May ausgebrochen. Der frühere Vorsitzende der Partei, Grant Shapps, forderte May auf, eine Neuwahl der Führung anzusetzen. In der BBC begründete er dies heute Morgen mit der Wahlpleite im Juni, einer angeblichen Unfähigkeit Mays, das Kabinett auf eine Linie einzuschwören sowie einem schwachen Parteitag. Bis zu 30 Abgeordnete unterstützten das Vorhaben, May informell zum Rücktritt aufzufordern, sagte Shapps. Um eine Neuwahl formell zu beantragen, müssten sich mindestens 48 konservative Abgeordnete an den entsprechende Parteiausschuss wenden. 
Foto: dpa
 
 
Formel-1-Champion Sebastian Vettel hat seine Ansprüche auf ein Comeback im Titelkampf untermauert. Der Ferrari-Pilot setzte im ersten Training zum Großen Preis von Japan die Bestzeit und distanzierte WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton dabei relativ deutlich.
Noa Jansma lebt in Amsterdam - und ist dort ständig Pfiffen und verbalen Nachstellungen von Männern ausgesetzt, die sich für unwiderstehlich halten. Jetzt hat sie ihren Weg gefunden, sich dagegen zur Wehr zu setzen: Sie überredet die Sprücheklopfer zu einem Selfie und veröffentlicht das dann auf ihrem Instagram-Account namens  „dearcatcallers“. Die Bilder sprechen für sich . . .
 
Der einflussreiche Hollywood-Produzent Harvey Weinstein steht wegen des Vorwurfs der sexuellen Belästigung massiv unter Druck. Weinstein entschuldigte sich gestern in einer Erklärung in der "New York Times" für sein "Benehmen gegenüber Kolleginnen in der Vergangenheit", das zu "viel Leid" geführt habe. Er wolle nun eine Auszeit nehmen, um seine "Dämonen" in den Griff zu bekommen.
 
Ob Weinstein nun echte Reue umtreibt, darf zumindest bezweifelt werden. In einem Nachsatz hob der 65-Jährige hervor, dass er in den Sechziger- und Siebzigerjahren aufgewachsen sei, in denen die Verhaltensregeln und das Arbeitsumfeld anders gewesen seien. "Das war die Kultur damals." 
Der republikanische Kongressabgeordnete Tim Murphy, der seine Geliebte selbst um einen Schwangerschaftsabbruch gebeten hatte (ich hatte am Mittwoch darüber berichtet), ist zurückgetreten. Der Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Paul Ryan, erklärte gestern, er habe ein entsprechendes Schreiben des entschiedenen Abtreibungsgegners erhalten. 

Nach Bekanntwerden der Affäre hatte Murphy zunächst geplant, nach Ablauf seiner Amtszeit 2018 nicht mehr anzutreten. Die Zeitung "Pittsburg Post-Gazette" hatte eine SMS der Geliebten Murphys an dessen Adresse veröffentlicht, in der sie ihm den Widerspruch zwischen öffentlich-politischer Position und privater Haltung vorhält. Murphy ist Mitautor eines Gesetzes, das die Abtreibungsvorschriften in den USA verschärfen soll. Es passierte vor wenigen Tagen das Repräsentantenhaus.

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil hält sich eine rot-rot-grüne Koalition nach der Landtagswahl am 15. Oktober offen. "Ich leide nicht unter Ausschließeritis", sagte Weil der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Allerdings sehe er seinen politischen Ehrgeiz darin, dass die Linke überhaupt nicht in den niedersächsischen Landtag komme.

Eineinhalb Wochen vor der Landtagswahl liegen SPD und CDU in einer Umfrage von Infratest dimap gleichauf. Die Linke kämpft demnach mit der Fünfprozenthürde, während Grüne, FDP und AfD den Einzug in den neuen Landtag schaffen dürften. Rechnerisch wären neben einer Großen Koalition derzeit nur Dreier-Bündnisse mit einer der beiden großen Parteien möglich.

Der französische Präsident Emmanuel Macron hat Europa vor einem "Rückzug ins Nationale" gewarnt. Das sei die "schlechteste Option", sagte er gestern Abend im ZDF-"heute-journal". Als das größte Risiko für Europa bezeichnete Macron eine Spaltung des Kontinents und das Fehlen eines gemeinsamen Projekts. "Die Extreme nehmen zu und werden gestärkt durch unsere Unfähigkeit, der Mittelschicht zum Erfolg zu verhelfen. Wir müssen jedem eine Perspektive und Fortschritt bieten", betonte der Staatschef in einer Übersetzung des Senders. Für die Überwindung von Arbeitslosigkeit und sozialer Ungleichheit bedürfe es wirtschaftlichen Wachstums. 
Die Mehrheit der Deutschen befürwortet eine Obergrenze für den Zuzug von Flüchtlingen. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur unterstützten 56 Prozent die Forderung der CSU, eine konkrete Zahl im neuen Koalitionsvertrag zu verankern. Nur 28 Prozent sprachen sich dagegen aus. 

Der seit Monaten laufende Streit über eine Obergrenze wird zentrales Thema eines Spitzentreffens von CDU und CSU zur Vorbereitung von Sondierungsgesprächen über eine Jamaikakoalition mit FDP und Grünen sein. 
Die etablierten Parteien haben bei der Bundestagswahl laut einer Studie nicht nur am rechten Rand Wähler verloren, sondern auch massiv in der bürgerlichen Mitte. Demnach haben vier von zehn Wahlberechtigten dieser Gruppe ihre Stimme nicht abgegeben oder die AfD gewählt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Bertelsmann-Stiftung in Gütersloh mit dem Titel "Populäre Wahl", die heute vorgestellt wird. 

Demnach verloren CDU/CSU in dieser Gesellschaftsgruppe bei der Wahl vor gut zwei Wochen 15 Prozentpunkte, während die AfD um den gleichen Wert zulegte. "Die etablierten Parteien verlieren in der bürgerlichen Mitte deutlich an Terrain", erklärte der Autor der Studie, Robert Vehrkamp.
Foto: AFP
 
 
In den USA treibt viele Waffenbesitzer offensichtlich die (begründete) Sorge um, dass die sogenannten bump stocks verboten werden können. Das sind jene Aufsätze, die es möglich machen, mit einer halbautomatischen Waffe so schnell zu schießen wie mit einem Schnellfeuergewehr. Der Schütze von Las Vegas benutzte so ein Ding. 
 
Dem Image der Vorrichtung hat das Blutbad offensichtlich zu einem legendären Ruf verholfen. Denn bump stocks sind seitdem nicht etwa verpönt; Im Gegenteil: die Waffenbesitzer haben (in Anbetracht des möglichen Verbots) sogar alle Läden leergekauft. Bump stocks seien derzeit kaum noch zu bekommen, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. 
"Xavier" ist zwar abzogen, doch die Verwüstungen, die das Sturmtief hinterlassen hat, sind noch überall zu besichtigen. Der Nahverkehr in den Städten hat den Betrieb wieder aufgenommen. doch die Fahrgäste der Bahn müssen sich weiterhin in Geduld üben.
Berlin ist buchstäblich leergefegt - es mag daran liegen, dass die öffentlichen Verkehrsmittel nur noch sporadisch fahren. Oder die Leute keine Lust haben, bei dem fiesen Wind aus dem Haus zu gehen. Jedenfalls ist vor den Bars, anders als sonst an Freitagen, nichts los. Guten Morgen, verehrte Leserinnen und Leser, ich begrüße Sie zum "Morgen" am Freitag. Ich hoffe, Sie kommen heute ohne Komplikationen ins Büro.


insgesamt 27 Beiträge
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Seite 1
grumpy53 06.10.2017
1. Verkaufsrekorde bump stocks
Super, das ist genau der Beweis, dass die ganze Sache einfach nur paranoid und verlogen ist. 1. die Waffenindustrie freut sich über jedes Attentat, denn die Verkäufe gehen in die Höhe, also wird fett verdient. 2. Die Politik fasst das nicht an, denn sie wollen die Unterstützung der Waffenindustrie nicht verlieren. 3. Um sich, Weib, Kind und Eigentum zu verteidigen, gegen einen Einbrecher, reicht eine Handfeuerwaffe.
markusmuc 06.10.2017
2. Klare Lösung
Es gibt wohl nur eine Lösung für das Waffenproblem in den USA: Die völlige Liberalisierung des Waffenbesitzes. Wie man sehen konnte, besteht in den USA immer noch eine massive Unterversorgung mit Waffen in diesem großartigen Land. Hätten die Besucher des Konzerts in Las Vegas allesamt ebenfalls schwere Waffen mit sich geführt, hätten sie sofort das Feuer auf das Hotel eröffnen und dieses in Schutt und Asche legen können. Das hätte viele Leben gerettet und das wäre wohl auch das, was Jesus gut finden würde. Am besten wäre es wohl, wenn jeder Bürger immer und überall eine kleine und leicht transportable Atombombe mit sich führen würde. Das würde die Gesellschaft sehr viel sicherer machen. Amen.
so-long 06.10.2017
3. So what
Man kann von 13000 jaehrlich durch Schusswaffen getoetet Menschen halten sas man will: die Amerikaner scheint es nicht so extrem zu beunruhigen. Bitte keine Belehrungen der Amerikaner. Die sind alt genug, im zu entscheiden. Es ist niemand gezwungen, in die USA zu reisen.
Hupert 06.10.2017
4. Der Aufschrei...
...nach schärferen Waffengesetzen in den USA kommt nach solchen vermeidbaren Tragödien ja meist aus dem Ausland und aus dem Inland nur von einer kleinen oft intellektuellen Minderheit. Vielleicht ergibt es ja durchaus keinen Sinn mehr sich darüber aufzuregen, oder auf Änderung zu hoffen. Erst recht nicht mit dem aktuellen Staatsoberhaupt. Man muss, wie schon gesagt, ja nicht hinfahren, auch wenn es da leider sehr viel und wunderschöne Natur zu sehen gibt. Ich jedenfalls halte es einfach so. Das macht mich vielleicht trauriger als die Amerikaner aber es ist eben einfach so. Wir alle sollten dankbar sein, dass die gar nicht soooo restriktiven Waffengesetze in Deutschland sind wie sie sind und in Ausnahme die Chance besteht diese weiter zu verschärfen, wofür ich bereits jetzt und anhaltslos vollumfänglich plädieren würde. Mal angenommen die Gesetze in den Staaten würden tatsächlich drastisch verschärft. Es bestünde doch ohnehin nicht der Hauch einer Chance, der bereits im Umlauf befindlichen Waffen + Zubehör irgendiwe wieder herr zu werden. So what? Sich den Rest der Welt ansehen... da gibt es auch genug hübsche Ecken.
c.PAF 06.10.2017
5.
Zitat von so-longMan kann von 13000 jaehrlich durch Schusswaffen getoetet Menschen halten sas man will: die Amerikaner scheint es nicht so extrem zu beunruhigen. Bitte keine Belehrungen der Amerikaner. Die sind alt genug, im zu entscheiden. Es ist niemand gezwungen, in die USA zu reisen.
Entscheidungsfähigkeit hängt nicht vom Alter ab, sondern von der geistigen Reife. Das werden manche aber nicht verstehen. Mir ist es ehrlich gesagt egal, wenn sich die Amis mit maschinengewehrähnlichen Waffen gegenseitig umbringen. Warum aber immer diese gespielte Betroffenheit danach? Fürs Ausland? Liebe Amis, das habt ihr doch nicht nötig... 13.000 Tote jährlich? Zwischen 1968 und 2015 liegt die Zahl der Toten bei durchschnittlich 31.500 pro Jahr! Übrigens, seit dem ersten Weltkrieg sind ca. 1.396.733 Amerikaner in kriegerischen Auseinandersetzungen gefallen. Seit 1968 sind ca. 1.516.863 Amis durch Schusswaffen getötet worden. Auf amerikanischem Boden. Ohne jegliche Kriegseinwirkung. Ich denke mir da einfach mal meinen Teil...
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