Newsblog Disney präsentiert neuen Star-Wars-Trailer

Die Halbzeit war für die Zuschauer der Football-Begegnung zwischen Minnesota und Chicago womöglich der spannendste Teil. Da nämlich präsentierte Disney den neuen Star-Wars-Trailer - hier können Sie ihn sehen.

Mit


Michael Kröger
Herzlich willkommen bei Der Morgen @SPIEGELONLINE.
Bis 9 Uhr begleitet Sie heute Michael Kröger beim Start in den Tag.
Die wichtigsten politischen Themen des Tages finden Sie kompakt in unserem Briefing DIE LAGE.
Mit großem Aufwand trommelt der Disney-Konzern für den neuen Star-Wars-Film. Gestern debütierte der Trailer - begleitet von Figuren des epischen Weltraum-Kriegsdramas auf dem Rasen - während der Halbzeit des American-Football-Spiel zwischen den Minnesota Vikings und den Chicago Bears. (Ich frage mich, ob der Aufwand überhaupt nötig ist. Die Zahl der Star-Wars-Fans, die sehnsüchtig auf den Film warten, ist doch ohnehin schon riesig.) 
 
Und damit endet der "Morgen" an diesem Dienstag. SPIEGEL ONLINE wird Sie jedoch weiterhin über alles Wichtige informieren, was in dieser Welt passiert. Zu den wichtigsten Themen des Tages wird der Streit um die Separationsbestrebungen Kataloniens gehören. Lesen Sie dazu ein Portrait über den katalanischen Ministerpräsidenten Carles Puigdemont. Aus den USA kann ich Ihnen ein lesenswertes Stück über die vier fiesesten Tricks von US-Präsident Donald Trump versprechen. Und natürlich wirft bereits die Niedersachsen-Wahl ihre Schatten voraus. Selbst die Zaungäste aus den anderen Bundesländern blicken derzeit voller Ungeduld auf den Urnengang, weil erst danach Fortschritte bei der Regierungsbildung im Berlin zu erwarten ist.  
 
Ich verabschiede mich für heute und wünsche Ihnen einen erfolgreichen Tag. 
Foto: dpa
 
 
Kurz vor Schluss noch einen kurzen Blick auf das Wetter. In ganz Deutschland bleibt es heute dicht bewölkt - von einigen Sonnenflecken im Nordwesten einmal abgesehen. Zeitweise fällt Regen, der speziell im Norden auch länger anhalten kann. Die Höchstwerte liegen zwischen 11 und 17 Grad, am südlichen Oberrhein mit Unterstützung der Sonne örtlich bis 19 Grad. Mehr zum Wetter in Ihrer Region erfahren Sie hier. Smartphone-Nutzern empfehle ich diesen Link
Ein Streik gegen die Regierungspolitik in Frankreich beeinträchtigt heute auch den Flugverkehr von und nach Deutschland. Die Lufthansa habe einzelne Flüge nach Frankreich streichen müssen, sagte ein Sprecher. Bei der Tochter Eurowings fallen acht Flüge aus. Fluggäste können sich auf den Webseiten der Airlines informieren, ob ihre Verbindungen betroffen sind. Die französische Fluggesellschaft Air France geht davon aus, dass etwa 25 Prozent ihrer Kurz- und Mittelstreckenflüge nicht starten können. Langstreckenflüge sollen nicht betroffen sein. 
Auf seinem Weg zur Polizei hat ein Mann offenbar übersehen, dass er selbst schon getrunken hatte. Ein 56-Jähriger wollte im Saale-Holzland-Kreis einen Unfall anzeigen, war dabei aber selbst stark alkoholisiert zur Polizeiinspektion gefahren, wie die Polizei am frühen Morgen mitteilte. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,96 Promille. Gegen den Mann wurde Anzeige erstattet, seinen Führerschein durfte er gleich auf der Wache lassen. Ob und wie genau sich der Mann an den Unfall, den er ursprünglich anzeigen wollte, erinnern konnte, verriet die Polizei nicht. 
May trifft derweil Vorbereitungen für einen harten Brexit. Das machte sie gestern im britischen Parlament deutlich. Obwohl es "fundamental" im Interesse Londons liege, dass die Austrittsverhandlungen erfolgreich seien, sei es die Verantwortung der Regierung "für alle Eventualitäten vorzusorgen", sagte die Premierministerin. 

Die Brexit-Verhandlungen stecken in ernsten Schwierigkeiten. Zum Auftakt der fünften Runde über den britischen EU-Austritt ermahnten sich London und Brüssel gegenseitig zu Bewegung, ohne selbst Zugeständnisse anzudeuten. Die EU besteht darauf, zunächst wichtige Trennungsfragen abzuhaken - unter anderem will sie finanzielle Zusagen in Milliardenhöhe. Erst wenn auf diesem Feld ausreichender Fortschritt erzielt ist, soll die künftige Partnerschaft Thema werden.
Foto: dpa
 

 

Eine Mehrheit der Briten will einer Umfrage zufolge, dass Premierministerin Theresa May zumindest bis zum Abschluss der Austrittsverhandlungen mit der EU im Amt bleibt. 57 Prozent der Befragten sind dieser Ansicht, wie aus einer Umfrage des ORB-Instituts für den "Telegraph" hervorgeht. Nur jeder fünfte Befragte hielt demnach Außenminister Boris Johnson für besser geeignet. Das Institut befragte mehr als 2000 Wähler am vergangenen Wochenende. Die Brexit-Verhandlungen sollen bis März 2019 abgeschlossen sein.

May hat gerade mal wieder keinen guten Lauf: Zuerst untergrub sie ihre Autorität durch die von ihr angesetzte Parlamentswahl, bei der ihre Partei überraschend die absolute Mehrheit im Unterhaus verlor. Dann misslang ihr ihre Rede auf dem Parteitag am vergangenen Mittwoch. Wiederholt musste sie wegen Hustenanfällen unterbrechen. Während sie sprach, fielen Buchstaben aus dem hinter ihr an der Wand angebrachten Parteitagsmotto. Außerdem wurden in ihrer Konservativen Partei Rufe nach ihrem Rücktritt laut.

Im US-Bundesstaat Maryland hat ein wütender Mann einen Schulbus angegriffen, weil er sich darüber geärgert hatte, dass Schüler sein Auto mit einer Plastikflasche beworfen hatten. Bemerkenswert ist dabei die Art und Weise, wie er vorging: Er kletterte auf die Motorhaube und schlug gegen das Blech. Der Busfahrer setzte derweil seine Fahrt fort. . .
 
Auch die britische Schauspielerin Judi Dench (mehrere Folgen lang die mürrische Chefin von James Bonddistanziert sich angesichts der Missbrauchsvorwürfe von Filmmogul Harvey Weinstein. In einem Statement offerierte sie "Unterstützung von ganzem Herzen" für diejenigen, die sich über das Verhalten des Produzenten beschwert haben. Weinstein habe ihre Karriere in den vergangenen 20 Jahren gefördert. Sie sei aber "komplett ahnungslos" gewesen was die Vorwürfe betreffe, die "natürlich fürchterlich" seien. 

Die "New York Times" hatte in der vergangenen Woche einen Artikel veröffentlicht, in dem Schauspielerinnen und frühere Mitarbeiterinnen von Weinstein dem Produzenten sexuelle Belästigung vorwerfen. Der 65-Jährige wurde am Sonntag - nach dem Bekanntwerden weiterer Belästigungsvorwürfe gegen ihn - von seinem Filmstudio The Weinstein Company (TWC) entlassen.
Bald dürfen Frauen in Saudi Arabien Auto fahren. Sie sollten sich aber gedulden, bis das Gesetz im Juni 2018 wirksam wird. Denn bis dahin gibt die Polizei kein Pardon, wie der britische "Guardian" berichtet. Das musste auch eine junge Autofahrerin erfahren, die wohl eine etwas großzügigere Auslegung des bestehenden Verbots erhofft hatte. In ihren Fall nutzten die Beamten ein Foto, das die Frau am Steuer eines Wagens vor einem Luxushotel zeigt, als Beweismittel. Über das Strafmaß wurde nichts bekannt. 
Andrea Nahles, die neue Chefin der SPD-Bundestagsfraktion sieht in dem Unionskompromiss zum Flüchtlingszuzug lediglich einen "Papiertiger". "Ich kann ihnen ehrlich sagen, dass dieser Formelkompromiss ... kein Problem löst", sagte sie im ZDF-"Morgenmagazin". Es handle sich dabei eher um eine Krücke für die anstehenden Koalitionsverhandlungen. Derzeit liege nur ein Papier auf dem Tisch, das tatsächlich nicht belastbar sei. Nahles rechnet nicht damit, dass dieser Kompromiss die Grundlage für eine künftige Koalitionsregierung wird.
Foto: dpa
 
 
Nach einem Überfall auf ein Juweliergeschäft in Londons Regent Street sind sechs Männer auf einem einzigen Moped entkommen. Die Männer sind nach Angaben der Polizei gestern Abend zwar auf drei Mopeds vor dem Juwelierladen angekommen, doch sei ein Gefährt am Tatort geblieben und das zweite kurz nach dem Einbruch bei einem Unfall beschädigt worden.
 
Zu guter Letzt hätten sich alle sechs Mann samt ihrer Beute auf das verbliebene Moped gezwängt und auf diesem das Weite gesucht. Der Überfall selbst verlief nicht minder spektakulär - innerhalb kürzester Zeit waren die Vitrinen mit einem Hammer zerschlagen und geleert worden. Die Fahndung nach den Männern und ihrer «hochwertigen Beute» blieb vorerst erfolglos. 
Frauen teilen eher als Männer - aber sie sind deshalb nicht die besseren Menschen, wie eine neurologische Studie aus der Schweiz jetzt belegt. Sie teilen einfach mehr, weil ihr Belohnungszentrum im Gehirn dabei stärker aktiviert wird. Die Forscher konnten erstmals neurologisch nachweisen, dass das männliche Gehirn eher egoistische Entscheidungen belohnt, das Gehirn der Frauen eher soziale Entscheidungen.
 
Bei genauerer Betrachtung spricht dann allerdings doch alles für die Frauen. Denn das Verhalten ist offensichtlich nicht angeboren. Das Belohnungszentrum sei stark mit Lernprozessen im Gehirn verbunden, erklären die Forscher: "Frauen lernen, eher eine Belohnung für prosoziales als für egoistisches Verhalten zu erwarten".
 
Die Forscher hatten mit einem Medikament die Aktivität des Belohnungszentrums blockiert. Frauen verhielten sich daraufhin in Verhaltenstests egoistischer, Männer wurden großzügiger. Die Wissenschaftler nehmen an, dass das geschlechtsabhängige Verhalten von der Gesellschaft antrainiert wird. Die Ergebnisse sind im Fachmagazin "Nature Human Behaviour" veröffentlicht.

 
Der Chef-Organisator der Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro, Carlos Nuzman, muss wegen Bestechungsverdacht auf unbestimmte Zeit in Untersuchungshaft bleiben. Das entschied ein Richter in Rio de Janeiro. Die Staatsanwaltschaft habe deutliche Beweise für kriminelle Handlungen vorgelegt, berichtete gestern das Portal "O Globo". Der 75-Jährige war am vergangenen Donnerstag festgenommen worden. Er ist seit 1995 auch Chef des nationalen Olympischen Komitees und der bekannteste Sportfunktionär Brasiliens. 

Rio hatte sich am 2. Oktober 2009 in Kopenhagen gegen Madrid, Tokio und Chicago durchgesetzt. Berichten zufolge soll etwa die Stimme des langjährigen Chefs des Leichtathletik-Weltverbandes IAAF und IOC-Mitglieds Lamine Diack aus dem Senegal gekauft worden sein. Drei Tage vor der Abstimmung sollen dem Sohn Diacks zwei Millionen Dollar überwiesen worden sein. 
Die Bahn kämpft sich langsam aus dem unwetterbedingten Fahrplan-Chaos. Mit Betriebsbeginn an diesem Dienstag soll auf der Verbindung der reguläre Verkehr zwischen Dortmund und Hamburg wieder losgehen. Die Aufräum- und Reparaturarbeiten seien beendet, teilte ein Sprecher mit. Gleiches gelte für die Verbindung Berlin-Leipzig, auf der laut Bahn bereits seit Sonntag Züge wieder ohne Einschränkungen fahren. Probleme gibt es weiterhin auf der Strecke von Berlin in Richtung Hamburg - sie ist erst ab kommendem Montag (16. Oktober) wieder zweigleisig befahrbar. Teilweise hätten sich Fundamente der Oberleitungen aus dem Boden gelöst, die komplett neu gebaut werden müssten, erläuterte die Bahn 
Die beiden Macher des neuen "Asterix" sehen in ihrem Comic überraschende Parallelen zur aktuellen Lage in Katalonien.
Ihr neues Buch "Asterix in Italien" sei ungewollt "ein Gleichnis über die europäische Einigung" geworden sowie über die aktuellen Zerfallserscheinungen in Europa, sagen Autor Jean-Yves Ferri und Zeichner Didier Conrad. In dem Band geht es um ein Pferderennen zwischen verschiedenen Völkern der antiken Welt, das Julius Cäsar ausrichten lässt.

"Die Frage, ob man sich in diesem Wettbewerb solidarisch verhält oder nicht, ob man Gewalt gegen die Gegner ausübt oder das ablehnt, das erinnert mich an die Situation in den verschiedenen Regionen, die nach Autonomie streben, insbesondere in Katalonien", sagt Ferri. Das sei allerdings nicht seine Absicht gewesen, als er vor zwei Jahren mit den Planungen für die neue Geschichte begann, betont der Autor.

 

Ein Polizist ist in Lubbock auf dem Campus der Technischen Universität Texas von einem Studenten erschossen worden. Der Täter sei nach kurzer Flucht gestellt und festgenommen worden, berichteten US-Medien gestern. Polizisten hätten zuvor in der Unterkunft des jungen Mannes Spuren von Drogen gefunden und ihn zur Wache gebracht. Dort zog der Mann eine Waffe und erschoss einen Beamten. Während der Fahndung nach dem Schützen wurde das gesamte Universitätsgelände abgeriegelt. 
 
Die US-Regierung von Präsident Donald Trump will einen zentralen Bestandteil der Klimastrategie von Barack Obama aufheben, der die Treibhausgasemissionen von Kohlekraftwerken reduzieren sollte. Der Direktor der Umweltbehörde EPA, Scott Pruitt, kündigte an, er wolle heute einen Vorschlag unterzeichnen, mit dem der "Clean Power Plan" abgeschafft werden solle. Mit dem Programm hatte Obama die Kraftwerke zwingen wollen, ihren Schadstoffausstoß bis 2030 um 32 Prozent im Vergleich zu 2005 zu reduzieren. 
 
Trump, sein EPA-Chef und große Teile der Republikaner bezweifeln, dass der Mensch zum Klimawandel beiträgt. Seit seinem Amtsantritt hat er eine scharfe Abkehr von der Politik Obamas vollzogen, der den Kampf gegen den Klimawandel zuletzt in den Mittelpunkt gestellt hatte. Im Juni kündigte der Republikaner an, die USA aus dem Klimaschutzabkommen von Paris zurückziehen zu wollen. 
Die EU-Finanzminister diskutieren heute in Luxemburg über die stärkere Besteuerung von Google und Co. Die EU-Kommission hat ein Problem damit, dass die Internet-Riesen bislang lediglich dort besteuert werden können, wo sie ihren Firmenstandort haben - ihre Geschäftsaktivitäten reichen aber weit darüber hinaus. Deutschland und eine Reihe von Staaten hatten unlängst gefordert, dass erstmals die in Europa gemachten Umsätze - und nicht Gewinne - Grundlage der Besteuerung sein sollten. In Details herrscht aber noch Uneinigkeit. Beschlüsse in der EU-Steuerpolitik sind traditionell schwierig, da die Staaten einstimmig entscheiden müssen.
Vor Australiens oberstem Gericht hat heute eine Anhörung zur doppelten Staatsbürgerschaft von Parlamentsabgeordneten begonnen. Dabei geht es um die Frage, ob sieben Abgeordnete, die neben dem australischen Pass auch noch eine andere Staatsbürgerschaft besitzen, ihr Mandat behalten dürfen. Eigentlich schließt die Verfassung des Landes dies aus. Jetzt muss geklärt werden, ob Ausnahmen möglich sind. 

Der High Court in der Hauptstadt Canberra will seine Entscheidung frühestens am Donnerstag bekanntgeben. Davon hängt auch die Zukunft der Regierung des konservativen Ministerpräsidenten Malcolm Turnbull ab. Zu den sieben Abgeordneten mit doppelter Staatsbürgerschaft gehört auch Vize-Regierungschef Barnaby Joyce. Falls er sein Mandat verliert, wäre eine Nachwahl erforderlich. Die rechtsliberale Koalitionsregierung hat im Parlament nur eine Stimme Mehrheit.
Rund sieben Monate nach der Parlamentswahl in den Niederlanden will die neue Koalition heute in Den Haag ihr Programm präsentieren. Zwei liberale und zwei christliche Parteien einigten sich auf den Koalitionsvertrag mit dem Motto: "Vertrauen in die Zukunft." Der alte und wohl auch neue Ministerpräsident Mark Rutte wird mit seinen Partnern das Abkommen vorlegen. Die neue Regierung soll Ende Oktober vereidigt werden. 

Das Wahlergebnis vom 15. März hatte die Koalitionsbildung sehr erschwert. Auch das neue Vierer-Bündnis hat nur eine Stimme Mehrheit im Parlament. Die Partner von Ruttes rechtsliberaler VVD sind die christdemokratische CDA, die linksliberale D66 und die kleine Christenunie.
Lionel Messi steht vor einem der wichtigsten Spiele seiner Karriere: Er soll verhindern, dass erstmals seit 1970 eine Fußball-WM ohne den zweifachen Weltmeister Argentinien stattfindet. In den Medien ist vom "Herzschlagfinale" die Rede - selten gab es in Südamerika, der laut FIFA-Chef Gianni Infantino "härtesten Qualifikation", ein solches Finale. Argentinien liegt vor dem letzten Spieltag auf Platz sechs der Südamerika-Gruppe. Die "Albiceleste" kann je nach Ausgang der Partie in Ecuador und der anderen Begegnungen noch Dritter werden, aber auch Siebter. Vier sind in Russland 2018 dabei, der Fünftplatzierte kann per Playoff-Vergleich gegen den Ozeanienvertreter Neuseeland noch das WM-Ticket lösen. 
 
Der Weltmeister-Trainer von 1978, Cesar Luis Menotti, meinte im TV-Sender TyC Sports: "Ich bin überzeugt, dass Argentinien gegen Ecuador gewinnen wird und sich für die Weltmeisterschaft qualifiziert." Aber Menotti forderte auch einen Umbruch, die aktuelle Krise der Nationalmannschaft sei alarmierend. Für Messi, der schon 2016 nach der Niederlage im Finale um die Copa América kurzzeitig aus der Nationalelf zurückgetreten war, geht es wohl um die letzte WM-Chance, er ist inzwischen 30 Jahre alt. 
 
Der Bundesgerichtshof verhandelt heute wieder einmal über Fluggastrechte. In diesem Fall geht es um eine Entschädigung für einen annullierten Flug. Die Kläger wollten mit Singapore Airlines von Frankfurt nach Singapur und weiter nach Sydney fliegen. Den ersten Flug strich die Airline und bot als Ersatz an, mit einer anderen Gesellschaft zu fliegen. Dieser Ersatzflug verzögerte sich aber um 16 Stunden. Die Kläger kamen deshalb mit einer Verspätung von 23 Stunden in Sydney an und wollen dafür nun eine Entschädigung. Der BGH muss klären, ob Singapore Airlines zahlen muss, obwohl sie einen Ersatzflug angeboten hatte.
Der französische Staatspräsident Emmanuel Macron diskutiert heute ab 14 Uhr mit Frankfurter Studenten über die Zukunft Europas. An der etwa zweistündigen Debatte an der Goethe-Universität nehmen auch der deutsch-französische Politiker Daniel Cohn-Bendit und der französische Sozialwissenschaftler Gilles Kepel teil. Auch um die kulturellen Werte Europas, soziale Umbrüche und Solidarität soll es bei der Diskussion gehen. 
A-ha-Fans dürfen sich auf ein neues Album freuen. Die Veröffentlichung ist für Freitag angekündigt. Die Synthie-Band probiert diesmal was Neues: Unplugged-Music. Die Platte soll den bekannten Songs neues Leben einhauchen - und der Band auch. 
 

Die deutsche Journalistin und Übersetzerin Mesale Tolu muss sich ab Morgen in Istanbul vor Gericht wegen Terrorvorwürfen verantworten. Der Prozess gegen Tolu und 17 weitere Angeklagte wird im Gefängnis Silivri westlich von Istanbul stattfinden. Der Mitarbeiterin der linken Nachrichtenagentur ETHA drohen 15 Jahre Haft wegen "Terrorpropaganda" und "Mitgliedschaft in einer Terrororganisation". Die Bundesregierung hat sich bisher vergeblich für ihre Freilassung eingesetzt.

Die Mutter eines zweijährigen Kindes wurde Ende April in ihrer Istanbuler Wohnung festgenommen. Ihr türkischer Ehemann Suat Corlu war bereits Wochen zuvor inhaftiert worden. Während ihr Mann in Silivri einsitzt, ist Tolu mit ihrem kleinen Sohn im Istanbuler Frauengefängnis Bakirköy inhaftiert. Der Vater und andere Verwandte Tolus bringen den Jungen gelegentlich nach Silivri, um seinen Vater zu besuchen.

Die Zentralregierung in Madrid hat die Separatisten in Katalonien mit scharfen Worten vor der Ausrufung der Unabhängigkeit gewarnt. Vor dem mit Spannung erwarteten Auftritt des katalanischen Ministerpräsidenten Carles Puigdemont heute im Parlament von Barcelona wies der Sprecher der Volkspartei (PP) von Ministerpräsident Mariano Rajoy, Pablo Casado, in Madrid auch alle Aufrufe zum Dialog erneut zurück. "Wir werden nicht nachgeben, und es gibt auch nichts zu verhandeln mit den Putschisten", sagte Casado am Montag.
Foto: AP
 
 
Schnell um sich greifende Buschbrände im Norden Kaliforniens haben Anwohner zur Flucht getrieben. In den bekannten Weinanbaugebieten um Napa und Sonoma Valley kämpften Hunderte Feuerwehrleute gegen die Flammen an. Der Gouverneur des Westküstenstaates, Jerry Brown, rief gestern den Notstand aus. Auf diese Weise sollen schnell Hilfsmittel und Helfer zur Verfügung gestellt werden. Tausende Häuser seien bedroht, hieß es in der Erklärung des Gouverneurs. 

Starke Winde hatten die Brände über Nacht angefacht. Ein Feuer nahe der Stadt Santa Rosa vernichtete bereits eine Fläche von mehr als 80 Quadratkilometern, wie die Feuerwehr mitteilte. Nach Medienberichten sind etliche Gebäude abgebrannt. Bisher starben mindestens zehn Menschen.
In der Diskussion über die zu erwartende Tarifforderung der IG Metall hat das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft auf zurückliegende Reallohngewinne der deutschen Beschäftigten hingewiesen. Nach der Finanzkrise 2008 hätten die deutschen Gewerkschaften hohe Lohnzuwächse durchgesetzt, heißt es in einer Analyse des IW. 

Zwischen 2008 und 2016 seien die Tariflöhne im Schnitt jährlich um 2,7 Prozent gestiegen, die Effektivlöhne einschließlich der Sonderzulagen und Zuschläge noch um 2,3 Prozent. Nach Abzug der allgemeinen Preissteigerung (Inflation) von 1,1 Prozent verblieben den Arbeitnehmern durchschnittlich 1,2 Prozent höhere Reallöhne pro Jahr.
 
Grünen-Urgestein Jürgen Trittin hat die Vorhaben von CDU und CSU in der Migrationspolitik scharf kritisiert. Die geplante dauerhafte Unterbindung des Familiennachzugs von Flüchtlingen nannte er "eine Verleugnung urchristlicher Werte". "Das läuft allen Integrationsbemühungen entgegen", sagte Trittin.
 
Die von der Union geplanten sogenannten Entscheidungs- und Rückführungszentren seien zudem nichts anderes als die Abschiebezentren. "Wie will man diese mit Grünen und der FDP umzusetzen?" Die Ausweitung der Liste sogenannter sicherer Herkunftsstaaten läuft ferner aus Trittins Sicht "auf ein Aushebeln grundlegender menschenrechtlicher Standards hinaus". Trittin gehört zum Grünen-Team, das ab Mitte kommender Woche Chancen für ein Regierungsbündnis seiner Partei mit Union und FDP ausloten soll. 
Foto: Reuters
 
 
Angelockt habe ich Sie heute mit einer Meldung, die ich in der "Washington Post" gelesen habe. Es geht um die Oasis Church of All Nations, eine Kirchengemeinde aus dem kleinen Ort Oxford in Mississippi. Um die Kasse für gute Taten aufzubessern, haben die Mitglieder eine kleine Lotterie veranstaltet. Erwachsene und auch Kinder verkauften die Lose vor einem Supermarkt für zehn Dollar pro Stück.
 
Die Aktion hätte kaum Aufsehen erregt, wenn nicht der Hauptgewinn zwei halbautomatische AR-15-Gewehre gewesen wären - jene Waffe also, die auch der Amokschütze von Las Vegas benutzt hat. Das Gewehr besitzt eine Art Kultstatus bei den Waffennarren in den USA, der Verkauf der Lose war deshalb ein großer Erfolg. Deshalb wollte die Oasis Church of All Nations auch nicht vom Verkauf ablassen, als man sie auf die zweifelhafte Verbindung hinwies. 
Twitter hat eine bemerkenswerte Erkenntnis aus den Beiträgen seiner Nutzer gewonnen: Am Montag ist die Stimmungskurve tief im Keller - um sich anschließend bereits dienstags wieder kräftig zu erholen. Bis zum Höhepunkt am Freitag. Woran das wohl liegt? 
 
Quelle: Quartz.com
 
 
Nun ja - wir befinden uns am Dienstag, den Tag des ersten steilen Aufstiegs. Guten Morgen, verehrte Leserinnen und Leser. Ich begrüße Sie zum "Morgen" aus Berlin. 


insgesamt 9 Beiträge
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Seite 1
gerd0210 10.10.2017
1.
Irgendetwas läuft schief in den USA. Es scheint wichtiger zu sein, der Welt vorzuschreiben, ob die Gase im Hubraum eines Motors rechts oder links herum verwirbelt werden, dass Waffen gesellschaftliche Strukturen verwirbeln können, scheint belanglos zu sein. Die USA sind kein Vorbild mehr, deren Gesetze haben keine Weltgeltung.
Spiegelleserin57 10.10.2017
2. Die Amerikaner sind eben anders!
Das gründet sich aus ihrer Geschichte heraus. Sie sind schon immer sehr waffenaffin gewesen. Sie haben auch nicht die grauenvollen Folgen von Kriegen erlebt wo es massenhaft Tote gegeben hat. Das lernen sie nun erst langsam kennen. Ihr Gedanke der Selbstverteidigung sitzt tief. Der Cowboy ist da noch tief verankert, eine ganz andere Lebensweise als wir sie kennen.
fatherted98 10.10.2017
3. Stimmt nicht...
Zitat von Spiegelleserin57Das gründet sich aus ihrer Geschichte heraus. Sie sind schon immer sehr waffenaffin gewesen. Sie haben auch nicht die grauenvollen Folgen von Kriegen erlebt wo es massenhaft Tote gegeben hat. Das lernen sie nun erst langsam kennen. Ihr Gedanke der Selbstverteidigung sitzt tief. Der Cowboy ist da noch tief verankert, eine ganz andere Lebensweise als wir sie kennen.
.....das mit den Waffen begann in den 70er Jahren...vorher war das bei den Amis höchstens auf dem Land ein Thema....und da waren es meist nur Schrotflinten oder andere Gewehre zur Jagd. Sturmgewehre, halbautom. Pistolen und andere Waffen in so hoher Zahl sind erst durch die steigende Kriminalität der 70er immer weiter verbreitet worden. Noch in den 60ern hat kein Hahn nach der NRA gekräht. Und der Mythos vom Cowboy hat wenig mit der Waffennarren heute zu tun. Der Revolver und das Gewehr waren uns sind für den Viehhirten Arbeitsgeräte. Und das Grauen des Krieges haben viele Amerikaner sehr wohl erlebt und tragen noch heute aus diesen Konflikten ihre Wunden davon....
decaflo 10.10.2017
4.
Zitat von gerd0210Irgendetwas läuft schief in den USA. Es scheint wichtiger zu sein, der Welt vorzuschreiben, ob die Gase im Hubraum eines Motors rechts oder links herum verwirbelt werden, dass Waffen gesellschaftliche Strukturen verwirbeln können, scheint belanglos zu sein. Die USA sind kein Vorbild mehr, deren Gesetze haben keine Weltgeltung.
Schon erstaunlich, wie man es schafft, den Abgasbetrug der Deutschen Autokonzerne mit der Waffengewalt in den USA zu relativieren. Weder die Todesfälle durch schlechte Luft noch die durch Waffengewalt sind akzeptabel. Egal ob die Auto- oder die Waffenindustrie davon profitiert.
annoo 10.10.2017
5. Wahn(sinn)
Wenn die Kirche, deren oberstes und erstes Gesetz lautet: "Du sollst nicht töten" Waffen als Preise auslobt, kann ich nur sagen, da ist komplett Hopfen und Malz verloren. Amen.
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