Newsblog Kritik an Lidl: Auf Werbefotos fehlen Kruzifixe

Der Discounter Lidl ist nach eigenem Bekunden streng um religiöse Neutralität bemüht. Dass auf Werbefotos die Kreuze an Kirchen wegretuschiert wurden, empört die betroffene italienische Gemeinde dennoch.

Mit


Michael Kröger
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Die wichtigsten politischen Themen des Tages finden Sie kompakt in unserem Briefing DIE LAGE.
 
Die Supermarktkette Lidl steht wieder einmal wegen "mangelnden Respekts vor der Kirche" in der Kritik - dieses Mal in Italien. In einer Filiale in Camporosso in Ligurien hing ein Werbefoto mit der Kirche des Ortes Dolceacqua. Das Kreuz auf der Kirche hatte man jedoch wegretuschiert. Der Bürgermeister der Gemeinde fand das gar nicht gut. 
 
Lidl stand wegen einem ähnlichen Vorfall schon einmal in den Schlagzeilen. So fehlten auf Verpackungen mit Bildern der griechischen Insel Santorini die Kreuze an den Kirchen, in mehreren europäischen Ländern hagelte es Proteste. Damals teilte Lidl mit, es sei Teil der eigenen Handelspolitik, die religiöse und politische Neutralität einzuhalten.
 
Der Discounter wehrt sich jedoch gegen die jetzt geäußerte Kritik. Das Unternehmen habe die Bilder von einer Foto-Datenbank bekommen. "Wir haben nicht bemerkt, dass auf dem erworbenen Foto die Kreuze fehlten. Es handelt sich somit keinesfalls um eine Marketingstrategie, sondern lediglich um eine Unachtsamkeit, für die wir uns sowohl bei unseren Kunden, als auch den Anwohnern von Dolceacqua entschuldigen", hieß es in der Mitteilung. Das Bild sei entfernt worden und man habe sich beim Bürgermeister entschuldigt. 
 
Und damit verabschiede ich mich - natürlich nicht ohne den Hinweis auf SPIEGEL ONLINE. Dort finden Sie alles, was auf der Welt Wichtiges passiert ist. Zu den Themen heute zählt die Wahl in Österreich. Mein geschätzter Kollege Hasnain Kazim geht der Frage nach, warum ausgerechnet im liberalen Wien so viele Leute rechts wählen. Im Laufe des Vormittags folgt ein Interview mit Volker Kauder zu den Aussichten auf eine Jamaika-Koalition. Zuletzt stellen meine Kollegen aus dem Berliner Büro noch Politiker vor, deren Namen man sich wird merken müssen
 
Ich wünsche Ihnen einen erfolgreichen Tag und melde mich morgen wieder
Foto: dpa
 
 
Das Schönste kommt zum Schluss: das Wetter. Heute bleibt es im Süden, insbesondere südlich der Donau, nach Nebelauflösung freundlich mit Sonnenschein und weitgehend trocken. Über der Mitte und dem Norden gibt es zwar noch häufig dichtere Bewölkung und vor allem am Vormittag sind einzelne Schauer möglich. Doch zum Wochenende hin soll es auch hier zunehmend besser werden. Heute erreichen die Temperaturen unter Wolken 15 bis 19 Grad, mit Sonne sind im Süden 18 bis 23 Grad möglich. Mehr zum Wetter in Ihrer Region finden sie hier. Smartphone-Nutzern empfehle ich diesen Link
Foto: dpa
 
 
Dem Rosenmontagszug in Düsseldorf könnte im kommenden Jahr ein Epochenwechsel bevorstehen. Erstmals in der Geschichte des Spektakels soll den Motivwagen am 12. Februar eine Karawane mit ganz ernst gemeinten Werbemotiven vorausfahren. Die Karnevalisten suchen bereits werbewillige Unternehmen, die sich den Hunderttausenden am Straßenrand präsentieren wollen. Inspiriert wurden die Initiatoren offenbar von der Tour de France, die in diesem Jahr in Düsseldorf gestartet war. Auch dem Peloton zieht ein Zug aus Werbewagen voraus. 

Wagenbauer Jacques Tilly, bekannt für seine bissigen politischen Motivwagen, begrüßt die Idee: "Irgendwo muss das Geld ja herkommen. Wir sanieren gerade die Wagenbauhalle, ich bin froh, wenn wir die dadurch entstehenden Finanzlöcher stopfen können", sagte er der "Rheinischen Post"
Haben Sie beim Blick aus dem Flugzeugfenster auch schon einmal kreuzende Jets beobachtet? Und sich gefragt, ob da jetzt Gefahr droht? Wie nah dürfen sich Flugzeuge eigentlich kommen?
 
Die Mindestabstände sind in der Staffelung, einer Methode zur Luftverkehrskontrolle, geregelt. Der Abstand ist abhängig von der Distanz zu einem Flughafen, dem Gewicht und der Wirbelschleppenkategorie des Flugzeugs, erklärt der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft. Wirbelschleppen sind Luftverwirbelungen hinter Flugzeugen, die zu starken Turbulenzen führen können. 

Um Gefahren für das nachfolgende Flugzeug auszuschließen, ist der Mindestabstand in der Nähe von Flughäfen auf 3 Nautische Meilen (NM) festgelegt, also 5,56 Kilometer. Im Landeanflug dürfen es 2,5 NM (4,63 Kilometer) sein. Und in der Luft sind es 5 NM (9,26 Kilometer), wobei sich dieser Abstand beispielsweise bei einem schwereren Flugzeug auf bis zu 6 NM erhöhen kann. 
 
Der Höhenabstand muss mindestens 304,8 Meter betragen. Bei großen Flughöhen kann die Distanz auch auf bis zu 609,6 Meter erhöht werden.
 
Foto: AP
 
 
Die Suche nach Rekorden am Mount Everest nimmt immer bizarrere Formen an. Es gehe zum Beispiel um den ersten Veganer oder das erste Polizisten-Ehepaar auf dem höchsten Berg der Welt, berichtet die Bergsteigerin Billi Bierling, die mit einem Team die "Himalayan Database" als größtes Archiv des Bergsteigens in Nepal führt. Bei der Datenbank laufen unter anderem Anfragen von Gipfelaspiranten auf, die nach Nischen für Rekorde suchen. 

Ein Wettlauf erstreckt sich auch auf die jüngsten Besteiger, fast noch Kinder. In einem Fall hätten sich Eltern an die Datenbank gewandt - um herauszufinden, ob ihr Sohn noch eine Chance hätte, der schnellste Jüngste zu sein. Der jüngste Bergsteiger, der den Everest schaffte, war 13 Jahre alt - der Sohn war schon deutlich älter. 
 
Bierling und einige andere Ehrenamtliche führen mit der Datenbank das Lebenswerk der Everest-Chronistin Elizabeth Hawley fort. Seit Beginn der Sechzigerjahre hat Hawley nahezu vollständig alle Himalaya-Expeditionen in Nepal über persönliche Interviews erfasst und aufgezeichnet. 
 
 
Ein rund 150 Kilogramm schwerer Schwarzbär hat seinen Besuch in einem Postamt in Anchorage mit dem Leben bezahlt. Das Tier war durch eine offene Tür in die Filiale gelangt, wo 75 Angestellte Briefe und Pakete sortierten. Nachdem einige Versuche der herbeigerufenen Wachleute, den Bären zu vertreiben, gescheitert waren, griffen sie zum Gewehr. 

Als Reaktion auf die Abschaffung des Klimaschutzplans von Ex-Präsident Barack Obama hat der Milliardär und frühere New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg eine üppige Spende an eine Umweltschutzorganisation angekündigt. 64 Millionen Dollar sollten insbesondere der 2011 gestarteten Kampagne "Jenseits der Kohle" der Umweltorganisation Sierra Club zugute kommen, erklärte Bloomberg am Mittwoch in Washington.

Die Kampagne dringt auf die Schließung von alten klimaschädlichen Kohlekraftwerken und finanziert die Umschulung von ehemaligen Bergarbeitern. Bloomberg kritisierte die Entscheidung der Regierung von US-Präsident Donald Trump gegen Obamas "Clean Power Plan": "Die Abschaffung ist ein Fehler, aber wir machen mit Wärmekraftwerken enorme Fortschritte bei der Eindämmung der Verschmutzung durch Kohle und wir werden das auch ohne die Unterstützung Washingtons weiterhin tun."

Das überraschende (und peinliche) Aus des US-Teams bei der Qualifikation für die Fußballweltmeisterschaft 2018 ist auch ein herber Nackenschlag für den Unterhaltungsriesen 21st Century Fox. Der Konzern von Medienmogul Rupert Murdoch hatte den stolzen Preis von rund 200 Millionen Dollar bezahlt, um sich die US-Übertragungsrechte für das Turnier zu sichern - doch ohne US-Beteiligung droht die Investition nun zum Flop zu werden. "Hardcore-Fußballfans" in den USA würden zwar trotzdem einschalten, aber ohne das eigene Team sei mit deutlich geringeren Einschaltquoten zu rechnen, sagte Experte Kevin Adler von der Sportmarketing-Firma Engage dem "Wall Street Journal". Dass die US-Mannschaft als Zugpferd wegfalle, werde jedoch auch Werbekunden abschrecken und damit die wichtigste Einnahmequelle treffen

Anleger reagierten verstimmt - Fox-Aktien gerieten zeitweise erheblich unter Druck und verloren fast drei Prozent. 
Foto: dpa
 

Mehr als 23 Menschen sind durch die Waldbrände in Kalifornien bereits ums Leben gekommen, doch das Schlimmste steht den Einwohnern noch bevor. Der Kampf gegen die derzeit 22 Großbrände werde noch viele Tage weiter gehen, erklärte gestern die kalifornischen Wald- und Feuerschutzbehörde. Fast 70.000 Hektar Land und tausende Häuser wurden bereits zerstört. Mehrere US-Bundesstaaten schickten Löschflugzeuge und Einsatzkräfte zur Unterstützung.

Die Lage in den Gebieten nördlich von San Francisco werde sich "weiter verschlimmern, bevor es besser wird", sagte der Leiter der Behörde, Ken Pimlott, vor Journalisten. Der Kampf gegen das Feuer werde noch lange dauern. Auch die Zahl der Todesopfer drohe weiter zu steigen.

Die Ausweitung der Brände wurde durch starke Winde und eine Luftfeuchtigkeit von gerade einmal acht Prozent begünstigt. "Wir haben immer noch die Auswirkungen von fünf Jahren Dürre", führte Pimlott aus. Die ausgedörrten Pflanzen seien im wahrsten Sinne des Wortes "explosiv". Die Brände breiteten sich daher viel schneller aus, als die Feuerwehr vorwärts komme.

 
Seine Verdienste um den Fortschritt bei der Raketentechnologie hat Elon Musk eine ganz spezielle Huldigung eingebracht. In der neuen Netflix-Serie Star Treck wird der umtriebige Milliardär als heroisches Vorbild erwähnt. „Wie wollen Sie in die Geschichte eingehen?“, in der neuesten Discovery-Folge stellt der Raumschiffkapitän Lorca einen Wissenschaftler, der in einer entscheidenden Szene zaudert, vor die Wahl, in einer Reihe mit Luft- und Raumfahrtpionieren wie den Gebrüdern Wright oder eben Elon Musk genannt zu werden – oder als Hasenfuß zu enden.
 
Eine vergleichbare Ehrung war zuvor nur Leonardo da Vincy und dem Physiker Stephen Hawking zuteil geworden. 

Dem US-Raumfahrtunternehmen SpaceX ist erneut die Rückkehr einer Rakete zur Erde geglückt. Wie das Unternehmen mitteilte, war die Rakete vom Typ Falcon 9 gestern um 18.53 Uhr Ortszeit vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida gestartet, um einen Satelliten ins All zu bringen. Etwa zehn Minuten später sei die sogenannte erste Stufe der Rakete zur Erde zurückgekehrt und sicher auf einer Plattform im Meer gelandet.

 

"Das war unsere 18. geglückte Landung", sagte der Kommentator der Live-Übertragung der Raketenmission. Mit der Wiederverwendung will SpaceX-Chef Elon Musk Raumfahrtmissionen deutlich kostengünstiger machen.

IWF-Chefin Christine Lagarde hat einen flammenden Appell für Globalisierung und internationale Wirtschaftskooperation gehalten. "Wir wissen, dass diese wirtschaftliche Integration, oder Globalisierung, der Welt enorm viel Wohlstand beschert hat", sagte Lagarde gestern in Washington im Vorfeld der Jahrestagung von Internationalem Währungsfonds (IWF) und Weltbank. Globalisierung habe dazu beigetragen, dass deutlich weniger Menschen in extremer Armut leben müssten. 

"Eine Studie hat kürzlich ergeben, dass die ärmsten zehn Prozent rund 63 Prozent ihrer Kaufkraft verlieren würden, wenn alle Grenzen dicht gemacht würden", sagte Lagarde. Dies ist als klare Kritik an Donald Trump und dessen "America-First"-Handelspolitik zu verstehen, die unter anderem strengere Zollschranken und eine Mauer zum Nachbarn Mexiko vorsieht. Besserverdiener würden nur 28 Prozent ihrer Kaufkraft verlieren, fuhr Lagarde fort. 
Der frühere Basketball-Superstar Jerry West hat Dirk Nowitzki als einen der bedeutendsten Spieler in der Geschichte der nordamerikanischen Profiliga bezeichnet. "Er ist der beste europäische Spieler, den wir jemals in der NBA hatten", sagte West. Der 39 Jahre alte Power Forward der Dallas Mavericks haben der NBA im Laufe seiner Karriere eine "nicht zu entfernende Note aufgedrückt". Für den gebürtigen Würzburger ist die kommende NBA-Saison bereits seine 20. im Trikot der Texaner.
Im Streit um die deutsche Maut will Österreich nun über eine mögliche Klage vor dem Europäischen Gerichtshof entscheiden. Verkehrsminister Jörg Leichtfried (SPÖ) hat für heute Vormittag in Wien zu einer Pressekonferenz eingeladen, um die Entscheidung bekannt zu geben. Die Alpenrepublik hält die Maut für diskriminierend, weil ihrer Überzeugung nach nur Ausländer davon betroffen sind. 
 

Lufthansa-Chef Carsten Spohr schließt Preiserhöhungen auf einzelnen Strecken nach einer Teilübernahme von Air Berlin nicht grundsätzlich aus. In der Luftfahrtbranche seien die Preise in den vergangenen Jahren kontinuierlich gesunken und das mitunter so stark, "dass Airlines nicht mehr überleben konnten", hob Spohr im "Handelsblatt" hervor.

Der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" sagte der Unternehmenschef, er gehe grundsätzlich aber "von weiter sinkenden Preisen" aus. "Dieser Trend wird sich nicht umkehren."

Die rivalisierenden Palästinenserorganisationen Hamas und Fatah haben sich nach Angaben von Hamas-Chef Ismail Hanija auf eine Versöhnung geeinigt. Nähere Angaben machte Hanija zunächst nicht. Ein Hamas-Vertreter sagte, es sei damit zu rechnen, dass Details im Laufe des Tages veröffentlicht werden.
 
Oscar-Preisträger Ben Affleck hat sich öffentlich für sein aufdringliches Verhalten gegenüber Hilarie Burton entschuldigt. Der Vorfall ereignete ich vor einigen Jahren vor laufenden Kameras der MTV-Show "Total Request Live". Vor dem Hintergrund der Enthüllungen um den mächtigen Hollywoodproduzenten Harvey Weinstein erscheint der Vorgang jetzt in neuem Licht. 
 
 
Die "New York Times" hatte zunächst berichtet, dass Weinstein Frauen wiederholt sexuell belästigt habe. Daraufhin wurde er am Wochenende von seinem eigenen Filmstudio entlassen. Am Dienstag berichtete das Magazin "New Yorker" über Vergewaltigungsvorwürfe von drei Frauen gegen den 65-Jährigen. Weinsteins Frau Georgina Chapman gab daraufhin ihre Trennung von dem Produzenten bekannt.
Foto: Reuters
 
 
Ed Bastian, Chef der US-Fluggesellschaft Delta Airlines hat die von Donald Trumps Regierung angeordneten Strafzölle auf Flugzeuge des kanadischen Herstellers Bombardier scharf kritisiert. "Wir werden diese Zölle nicht zahlen, das ist sehr klar", sagte der Manager gestern in einer Telefonkonferenz mit Finanzanalysten. Das US-Handelsministerium hatte in den vergangenen Wochen Anti-Dumping-Zölle in Höhe von 300 Prozent auf einzelne Bombardier-Jets verhängt, von denen Delta etliche bestellt hat. 

Hintergrund: Bombardiers US-Rivale Boeing hatte sich über angeblich staatlich subventionierte Schleuderpreise bei der Baureihe "C Series" beschwert. Delta argumentiert, Boeing biete selbst gar keine Alternative zur "C Series" der Kanadier an.
Foto: AFP
 
 
Googles neuer vernetzter Lautsprecher hat (aus Versehen) als Horchposten gedient. Einige der an Journalisten ausgegeben Testgeräte hörten ständig ihrer Umgebung zu, weil der Aktivierungsmechanismus defekt war. Google griff mit einem Software-Update ein und betonte, die vorbestellten Verkaufsversionen des Lautsprechers Google Mini würden davon nicht betroffen sein.

Obwohl nur einige wenige Geräte betroffen waren, trifft der Vorfall genau die Ängste, von smarten Lautsprechern belauscht zu werden. Die Geräte, die Sprachbefehle der Nutzer ausführen können, hören eigentlich nur zu, wenn sie aktiviert werden. Das können Weck-Wörter wie "Ok, Google" oder "Alexa" bei Amazons Echo-Geräten sein.

Zugleich ist es möglich, die Mikrofone per Knopfdruck anzuschalten. Beim Google Mini hält man dafür den Finger auf die Oberseite des Geräts. Diese Funktion war auch das Problem: Der Lautsprecher registrierte einen Fingerdruck, auch wenn keiner da war. Aufgefallen war der Fehler dem Journalisten Artem Russakovskii vom Technologieblog "Android Police", der feststellte, dass der Lautsprecher lange Mitschnitte auf die Google-Server hochlud
In Sotschi sind deutsche Konzernbosse mit Präsident Wladimir Putin zusammengekommen, um über Geschäfte zu reden. Die deutsche Delegation wird vom Vorsitzenden des Ost-Ausschusses der deutschen Wirtschaft, Wolfgang Büchele, angeführt. Vertreten sind unter anderem Siemens und Linde sowie der weltgrößte Gips-Konzern Knauf und andere Großinvestoren, aber auch der Ostsee-Pipeline-Bauer Nord Stream. 

Nach mehreren Jahren Rückgang legt der bilaterale Wirtschaftsaustausch derzeit wieder zu. Allerdings bereiten die EU-Sanktionen gegen Russland wegen des Konflikts in der Ukraine Probleme. Vor etwa drei Monaten war zudem bekanntgeworden, dass Siemens Gasturbinen geliefert hatte, die entgegen anderslautender Verträge auf die von Russland annektierte ukrainische Schwarzmeerhalbinsel Krim gebracht wurden.
Die fünfte Verhandlungsrunde zum Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union geht heute in Brüssel zu Ende. Überschattet werden die Gespräche von einer Aussage der britischen Premierministerin Theresa May, wonach London auch Vorkehrungen für einen ungeregelten Brexit treffe. Falls bis Ende März 2019 kein neues Abkommen zustande kommt, müssten sich die Handelsbeziehungen nach den Regeln der Welthandelsorganistation richten, heißt es in einem Positionspapier ihrer Regierung. 

EU-Ratspräsident Donald Tusk lehnte diesen Weg ab. "Ich möchte hier sehr klar sagen, dass die EU nicht an einem solchen Szenario arbeitet", sagte Tusk am Dienstag. Er mahnte einen Durchbruch bei den Austrittsverhandlungen bis Dezember an. 
 
Über dem Atlantik ist der tropische Sturm "Ophelia" zu einem Hurrikan hochgestuft worden. Nach Berichten von US-Medien ist es der zehnte Sturm in unmittelbarer Folge, der den Status eines Hurrikans zuerkannt bekommen hat. Das habe es in einer Hurrikansaison zum letzten Mal im Jahr 1893 gegeben. 

Die Karte mit der Windvorhersage des nationalen Hurrikanzentrums der USA zeigte in der Nacht zum Donnerstag ein sehr ungewöhnliches Bild: Statt in Richtung der Karibik oder dem US-Festland zeigen "Ophelias" Ausläufer auf Europa. Demnach könnten die Winde des Hurrikans am Montag bis nach Irland und Großbritannien reichen. Die Vorhersage der Meteorologen spricht aber von keinerlei Schäden.
Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hat die Parteien in der Migrationsdebatte zu weniger Ideologie aufgerufen. "Warum können wir nicht ganz nüchtern über Integration, Altfall-Regelungen oder das Einwanderungsland Deutschland reden?", sagte Ramelow dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Wichtig sei, dass Behörden schneller arbeiten können. "Die müssen in der Lage sein, jeden, der zu uns kommt, daran zu messen, wie viel Integrationsleistung er selber mit einbringt." 

Zugleich warf der einzige Linke-Ministerpräsident seiner Partei vor, nicht immer den richtigen Ton getroffen zu haben. Die Linke dürfe das Feld nicht Angstmachern oder Hasspredigern überlassen.
Foto: dpa
 
 
Der Frankfurter Goetheturm ist in der Nacht komplett in Flammen geraten. "Der Turm steht in Vollbrand", erklärte ein Sprecher der Feuerwehr. Angesichts der großen Flammen und der Einsturzgefahr des Turms löschte die Feuerwehr den Brand erst gar nicht, sondern sicherte die Umgebung ab. "Eine Löschmaßnahme ist nicht zielführend", sagte der Sprecher. Er erklärte, dass der Holzturm schon fast komplett abgebrannt und zudem schon zum Teil eingestürzt sei. 
Nach den Vorwürfen wegen sexueller Belästigung bis hin zu Vergewaltigung gegen Harvey Weinstein beschäftigt der Filmproduzent nun auch Strafverfolger. New Yorks Staatsanwalt Cyrus Vance geriet unter Druck, weil sein Büro Weinstein nach Ermittlungen vor zwei Jahren nicht angeklagt hatte. Vance beschuldigte seinerseits die New Yorker Polizei, nicht ausreichend Beweismittel für diesen Schritt geliefert zu haben. Ob im Rahmen der neuen Vorwürfe erneut Ermittlungen gegen Weinstein aufgenommen werden, war am gestern Abend noch unklar. 

Bemerkenswert ist in dem Zusammenhang vor allem eine Tonaufnahme der verdeckten Ermittlungen von 2015. Bei denen ist Weinstein beim Versuch zu hören, das Model Ambra Battilana Gutierrez in sein Hotelzimmer zu locken, nachdem er tags zuvor mutmaßlich ihren Busen begrapscht hatte.
Guten Morgen verehrte Leserinnen und Leser. Ich begrüße Sie aus Berlin. Die Luft heute früh kündigt bereits ein mildes frühherbstliches Wochenende an. Noch ist allerdings erst Donnerstag. Wenden wir uns also den Nachrichten zu.


insgesamt 8 Beiträge
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Seite 1
mhwse 12.10.2017
1. keine religösen Symbole in der Öffetnlichkeit - was schon dran ist
kann dran bleiben (obwohl es ja in diesem Fall Folterinstrumente sind .. eigentlich nichts für Kinder) - ausser Weihnachten - keine offiziellen religiösen Feiertage (bevorzugte Erlaubnis für Gläubige an ihren Feiertagen frei zu nehmen - gegen Urlaub .. bzw. Verrechnung mit dem neutralen Feiertag, wenn möglich) - neutrale, EU weite Feiertage zum Ausgleich... (ja ich weiss, dann will sich Bayern abspalten .. wir leben immer noch im Spät Mittelalter)
mhwse 12.10.2017
2. noch eins:
wenn ich eine KI (kaufen) und privat verwenden soll, muss das lokal arbeiten (und darf nicht als Mikrofon für einen entfernten Server dienen ..) - ob Apple, Google, oder Amazon - keiner ist davon wirklich vertrauenswürdig ..
mum_23 12.10.2017
3. ts...
... nehmt Lidl den i-Punkt weg.
yorkdiehl 12.10.2017
4. Lidl ist nicht konsequent
Leary betreibt einen extremen Aufwand um ein super Weihnachtsgeschäft hin zu bekommen. Auch an Ostern wollen Sie mit Süßigkeiten und Deco prächtig verdienen. Bei ihrer religiösen Neutralität dürften sie solche christlichen Feiertage überhaupt nicht in besonderer Weise hervorheben. . Weihnachten und Ostern sind definitiv christliche Feste und Symbole und diese Feiertage werden zur Profitsteigerung auch bei lidl extrem gehypt . Da ist dann Nix mit Neutralität. Auf Fotos so retuschieren und kreuze die tatsächlich vorhanden sind weg zu machen ist absolut bekloppt . Wer so handelt zeigt seine Verlogenheit und seine Verschlagenheit .
grabenkaempfer 12.10.2017
5.
Spon ihr seid ja nicht gerade schnell. Die Sache mit den Kreuzen ist doch bestimmt 4 Wochen alt.
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