Newsblog Militante Tierschützer kidnappen Kaninchen von Neunjähriger

Die kleine Kim versteht die Welt nicht mehr. Statt ihrer beiden Kaninchen fand die Schülerin morgens einen Zettel im Stall: Ein Bekennerschreiben von selbst ernannten Tierschützern, die ihr Tierquälerei vorwarfen.

Mit


Michael Kröger
Herzlich willkommen bei Der Morgen @SPIEGELONLINE.
Bis 9 Uhr begleitet Sie heute Michael Kröger beim Start in den Tag.
Die wichtigsten politischen Themen des Tages finden Sie kompakt in unserem Briefing DIE LAGE.
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Beginnen will ich heute mit einer anrührenden Geschichte aus dem schleswig-holsteinischen Neumünster. Dort trauert seit seit ein paar Tagen die 9-jährige Kim um ihre Kaninchen. Als sie am vergangenen Mittwoch vor der Schule noch kurz zur Fütterung vorbeischaute, fand sie nur einen leeren Käfig - die possierlichen Tiere waren verschwunden. Statt dessen fand sie ein "Bekennerschreiben" der "Animal Liberation Front", einer Organisation von selbst ernannten Tierschützern, die das FBI als terroristische Vereinigung führt. Die warfen dem Mädchen Tierquälerei vor. Die Tiere hätten es jetzt besser. (Das Kaninchen auf dem Foto gehört übrigens nicht zu den Entführungsopfern) 
Und damit endet der "Morgen" für diese Woche wieder. Ich verabschiede mich wie immer mit dem Hinweis auf SPIEGEL ONLINE. dort finden Sie alles Wissenswerte - Nachrichten, Reportagen, Analysen. Heute stehen die Wahlen in Niedersachsen und Österreich im Mittelpunkt. Ebenso die Frage, wie es nach der (wahrscheinlichen) Aufkündigung des Atomabkommens mit dem Iran weitergeht. Auch auf neue Enthüllungen im Zusammenhang mit Harvey Weinstein darf man gespannt sein. 
 
Ich wünsche Ihnen einen erfolgreichen Arbeitstag und ein erholsames Wochenende. Am Montag wird Sie an dieser Stelle wieder mein Kollege Armin Himmelrath begrüßen. 
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Kurz vor Schluss noch ein kurzer Ausblick auf das sonnige Wochenende: Bereits heute setzt sich fast überall die Sonne durch. Die Luft erwärmt sich auf 14 bis 21 Grad, bei längerem Sonnenschein auch bis 22 Grad. Auch am Samstag und Sonntag bleibt es heiter. Die Temperaturen steigen nochmals an. Mehr zum Wetter in Ihrer Region finden Sie hier. Smartphone-Nutzern empfehle ich diesen Link
Der Elektroauto-Hersteller Tesla ruft weltweit 11.000 Model X zur Reparatur. In einigen Fällen könne die Gefahr bestehen, dass Sitze in der zweiten Reihe des Fahrzeugs bei einem Unfall unerwartet nach vorn rutschen, warnte das Unternehmen. Es seien bislang keine Vorfälle bekannt. Man habe das Problem bei internen Tests entdeckt und sich als Vorsichtsmaßnahme für einen freiwilligen Rückruf entschieden. Betroffen sind Modelle, die zwischen 28. Oktober 2016 und 16. August 2017 gebaut wurden. Es ist der zweite Rückruf beim Model X wegen Problemen mit den Sitzen. Im April 2016 waren 2700 Fahrzeuge in die Werkstätten beordert worden, weil Sitze in der dritten Reihe nach vorne rutschen konnten.
Der palästinensische Chefunterhändler Saeb Erekat hat eine neue Lunge in den USA transplantiert bekommen. Die Operation sei gut verlaufen, teilte der Vertreter der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) in Washington, Husam Somlot, mit. Allerdings werde Erekat noch über mehrere Wochen eine Behandlung benötigen. Erekat ist auch PLO-Generalsekretär. 

Der 62-Jährige hat laut palästinensischer Nachrichtenagentur Wafa unter einer Lungenkrankheit gelitten, die das Organ schwächte. Nur ein Spenderorgan konnte ihm helfen, wie es heißt. Erekat habe sich seit Monaten auf der Warteliste für eine Spenderlunge befunden. Die Operation fand in Fairfax, im US-Bundesstaat Virginia, statt. 
Wussten Sie eigentlich, dass ein durchschnittlicher Smartphone-Nutzer sein Display 2617 Mal am Tag berührt? Die echten Hardcore-Nutzer kommen sogar auf 5427 Berührungen. Das Display ist dabei zwischen 145 und 225 Minuten aktiviert.
 
Für Kritiker der Technologie ist das ein Grund, um Alarm zu schlagen. Justin Rosenstein, der einst für Facebook die "Likes" erfand, erkennt darin ein Suchtverhalten, wie es sonst nur harte Drogen hervorrufen können. Er selbst habe seinen Handykonsum drastisch eingeschränkt, sagte er gegenüber den britischen "Guardian". 
 
Die entsprechende Forschungsarbeit hat allerdings nur Amerikaner als Testpersonen herangezogen - wir müssen uns also keine Sorgen machen - bestimmt nicht . . .
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Ozeanologen suchen bereits seit langem nach Lösungen, wie sie den Gesundheitszustand von Walen überprüfen können. Dabei kommt ihnen jetzt eine neue Technologie zupass: Drohnen. Mit Hilfe der Vielflügler wollen sie Proben aus den Fontänen sammeln, die die Säuger beim Auftauchen ausblasen. Von der Analyse erhoffen sich die Biologen Erkenntnisse über die Krankeitserreger, die den Walen in der letzten Zeit besonders zusetzen.
Dänemark verlängert die Kontrollen an seiner Grenze zu den EU-Partnerstaaten. Als Grund dafür nannte Kopenhagen die möglicherweise radikalisierten Asylbewerber aus Deutschland. "Die große Zahl irregulärer Migranten und abgelehnter Asylbewerber", die in Nachbarländern auf ihre Abschiebung warteten, sei "eine echte Sicherheitsbedrohung", heißt es in einem Schreiben der dänischen Regierung an die EU. Es gebe "das Risiko, dass Terrorgruppen ihre prekäre Lage ausnutzen".
Die Anerkennungsquoten für Asylsuchende unterscheiden sich stark von Bundesland zu Bundesland. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken-Abgeordneten Ulla Jelpke hervor. Demnach war die Schutzquote von Flüchtlingen aus dem Irak in den ersten sechs Monaten dieses Jahres in Bremen mit 96,4 Prozent fast doppelt so hoch wie in Berlin, wo die Quote bei 50,3 Prozent lag. Auch bei den Entscheidungen über die Anträge von Afghanen und Iranern zeigten sich große Unterschiede. 

So lag die Spannbreite der positiven Asylbescheide bei Antragstellern aus Afghanistan zwischen 30,9 Prozent (Brandenburg) und 65 Prozent (Bremen), wie es hieß. Bei Asylbewerbern aus dem Iran lag die Schutzquote zwischen 37,6 Prozent (Bayern) und 85 Prozent (Bremen). Syrische Asylbewerber hatten dagegen in allen Bundesländern ähnlichen Erfolg. 

Jelpke zeigte sich angesichts der Zahlen besorgt: "Es ist nicht zu leugnen: Es gibt in den Bundesländern sehr unterschiedliche Anerkennungsquoten, ohne dass plausible Erklärungen hierfür ersichtlich wären", sagte sie den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.
Der Sumo-Kampf zieht auch die Roboter-Forscher in Japan geradezu magisch an. Wo die Deutschen Fußball-Maschinen bauen, konzentrieren sie sich eben auf die Schiebe-Spezialisten . . .
 
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IT-Forscher des OpenAI (eines von Elon Musk unterstützten Labors) haben eine Software entwickelt, die Sumo-Ringer gegeneinander antreten lässt. Die virtuellen Kämpfer lernten dabei selbständig - und sehr schnell - den Gegner zu täuschen und zu manipulieren. Menschengleich suchten sie nach Gleichgewicht und lockten ihren Gegenüber an den Rand des Rings. 
 
Die Experimente dienen zur Weiterentwicklung der Künstlichen-Intelligenz-Forschung. Die Software wiederholt dabei ihre Aufgabe immer wieder mit jeweils geringen Variationen. Wenn ein Fortschritt erzielt wird, erhält sie eine Art Belohnung. Die Forscher wissen aber noch nicht, ob die AI voraussehen konnte, das ihre Strategie Erfolg haben würde, oder ob es Zufall war, dass die Ausrichtung auf die belohnten Verhaltensweisen auf den erfolgreichen Weg geführt hat.  
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Jan Frodeno schließt eine Entscheidung im Kampf um seinen Hattrick bei der Ironman-WM auf den letzten Metern nicht aus. "Es würde mich in diesem Jahr nicht wundern. Die Weltspitze rückt immer dichter zusammen. Da kann das schon mal passieren", sagt er vor dem Rennen am morgigen Samstag (18.35 Uhr/ZDF) auf Hawaii in einem Interview. Er sei auf jeden Fall auch darauf vorbereitet, versichert Frodeno. "Teil eines Zielsprints auf dem Alii Drive zu sein, wäre absolut legendär." 
 
"Jeder von meinen Konkurrenten sagt, dass ich die Zielscheibe auf dem Rücken habe. Es war aber bei mir immer so, dass der Schuss nach hinten losging, wenn ich mich auf einen versteift habe".

Vor einem Jahr gewann Frodeno mit einem Vorsprung von gut dreineinhalb Minuten auf den 2014er-Champion Sebastian Kienle. 2015 waren es gut drei Minuten vor Andreas Raelert - nach 3,8 Kilometern Schwimmen, 180,2 Kilometer Radfahren und 42,2 Kilometern Laufen. 
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Das üppige Fast-Food-Angebot New Yorks könnte zur Entstehung einer daran angepassten neuen Mäuse-Art führen. Dieser Überzeugung sind zumindest US-Wissenschaftler, die Stadtmäuse und ihren Verwandten vom Lande genetisch untersuchten. Es gebe bereits Erbgutunterschiede in Bereichen, die bei der Verdauung und anderen Stoffwechselprozessen eine Rolle spielten. Zudem hätten die Stadtmäuse eine größere Leber.
 
Die Forscher nehmen an, dass nach vielen vorwiegend von kalorienreichen Essensresten lebenden Generationen eine Art "Pizza-Maus" entstehen könnte, die speziell an die Verwertung ungesunden Fast Foods angepasst ist. Sie nennen ihre Vermutung "Cheeseburger-Hypothese" - geben aber selber zu bedenken, dass die Zahl untersuchter Tiere viel zu klein ist, um gesicherte Aussagen treffen zu können.  
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Italiens Regierung hat eine wichtige Hürde auf dem Weg zu den nächsten Parlamentswahlen genommen. Begleitet von heftigen Protesten billigte das Abgeordnetenhaus gestern Abend eine Wahlrechtsreform. Das neue Wahlrecht sieht eine Mischung aus Verhältnis- und Mehrheitswahlrecht vor. 

Die Regierung von Paolo Gentiloni hatte die Abstimmung mit einem Vertrauensvotum verknüpft, um das Gesetz schneller durch das Parlament zu bringen. Der Gesetzentwurf muss noch vom Senat gebilligt werden. Die Fünf-Sterne-Protestpartei kritisierte das neue Wahlrecht als undemokratisch. Sie wehrt sich dagegen, weil es Koalitionen fördern soll. Das lehnt die Partei generell ab. Zu den Unterstützern des Wahlrechts gehören die sozialdemokratische Regierungspartei PD sowie die rechtspopulistische Lega Nord und die konservative Forza Italia
Trotz der bevorstehenden Übernahme eines Großteils von Air Berlin durch die Lufthansa bangen viele Mitarbeiter der insolventen Fluggesellschaft um ihre Zukunft. Lufthansa-Chef Carsten Spohr will 3000 der rund 8000 Air-Berlin-Beschäftigten übernehmen. Bei einer internen Jobmesse in der Air-Berlin-Zentrale will die Lufthansa-Tochter Eurowings heute offene Stellen anbieten. 

Nach Auffassung der Gewerkschaften ist das Angebot allerdings keineswegs attraktiv. Mit dem Kauf der Air-Berlin-Tochterfirmen Niki und LG Walter garantiere die Lufthansa bisher nur für rund 1450 Beschäftigte einen Arbeitsplatz, kritisierte Ver.di-Vorstandsmitglied Christine Behle. Die übrigen Mitarbeiter müssten sich bei Eurowings neu bewerben. "Dies ist beim Verkauf von Unternehmensteilen ungewöhnlich und auch rechtlich umstritten". 
Die deutsche Nachwuchsregisseurin Katja Benrath von der Hamburg Media School hat den goldenen Studenten-Oscar und damit einen der begehrtesten Nachwuchspreise der US-Filmindustrie gewonnen. Ihr in Kenia gedrehter Kurzspielfilm "Watu Wote/All of Us" wurde in der Nacht in Los Angeles ausgezeichnet. Benrath setzte sich damit in der Sparte Internationaler Kurz-Spielfilm gegen Mitbewerber aus der Schweiz und den Niederlanden durch, die den Studenten-Oscar in Silber und Bronze holten. 
 
Neben den beiden deutschen Filmemachern wurden 15 Kollegen von US-Hochschulen ausgezeichnet. Mit den Studenten-Oscars ehrt die Oscar-Akademie in Beverly Hills seit 1972 Auslands-Regisseure und junge Talente von Filmhochschulen in den USA. 
 
Immer mehr Beschäftigte in Deutschland gehen mehreren Jobs nach. Binnen zehn Jahren nahm die Zahl der Mehrfachbeschäftigten nahezu kontinuierlich um rund eine Million auf 3,2 Millionen im vergangenen März zu, wie aus einer Erhebung der Bundesagentur für Arbeit hervorgeht. Die Linken im Bundestag hatte die Zahlen angefragt.

Auch im Vorjahresvergleich nahm die Zahl zu. Im März 2016 waren knapp 3,1 Millionen Arbeitnehmer betroffen. Bis Jahresende nahm die Zahl zu, um seither wieder leicht abzusinken.
Die deutsche Wirtschaft befürchtet einen massiven Rückschlag für das Iran-Geschäft, sollte US-Präsident Donald Trump das Atomabkommen mit dem Iran aufkündigen. Eine Rückkehr zu den ausgesetzten US-Sanktionen gegen den Iran wäre "ein Schlag ins Kontor der sich wieder deutlich belebenden Handelsbeziehungen", sagte der Außenwirtschaftschef des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), Volker Treier.
 
Trump will an heute seine Iran-Strategie vorstellen. Er muss dem Kongress spätestens bis zum Sonntag sagen, ob der Iran die Auflagen aus der Vereinbarung einhält. Es wird damit gerechnet, dass er diese Bestätigung verweigert. 
Danny MacAskill testet Fahrradfelgen aus Carbon. Das sieht um einiges unterhaltsamer aus, als die automatisierten Materialprüfungen der Stiftung Warentest . . .
 

Die Affäre um den notorischen Frauennachsteller Harvey Weinstein macht auch anderen Frauen Mut, offen sexuelle Belästigungen anzuklagen. Jetzt rückt auch der Internetriese Amazon ins Blickfeld: Dessen Unterhaltungschef Roy Price wurde suspendiert, nachdem ein Filmproduzentin gegen ihn ausgesagt hatte. Der Leiter der Amazon-Studios sei mit sofortiger Wirkung beurlaubt, sagte ein Unternehmenssprecher gestern.

Isa Hackett, die für die Amazon-Serie "The Man in the High Castle" arbeitet, sagte dem Magazin "The Hollywood Reporter", Price habe ihr im Sommer 2015 wiederholt unsittliche Angebote gemacht. So habe er im Taxi auf dem Weg zu einer Party schlüpfrige Bemerkungen gemacht und ihr später - trotz ihrer klaren Ablehnung - das Wort "Analsex" ins Ohr gerufen.

Die Vorwürfe kommen zu einem Zeitpunkt, zu dem die Schauspielerin Rose McGowan im Zusammenhang mit dem Weinstein-Skandal schwere Vorwürfe gegen Amazon-Chef Jeff Bezos erhoben hat. McGowan schrieb im Kurzbotschaftendienst Twitter, sie habe Amazon darüber informiert, von Weinstein vergewaltigt worden zu sein - der Konzern habe darauf aber nicht reagiert.

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Mittelfeldspieler Kevin-Prince Boateng hat angeregt, den Videobeweis auch bei rassistischen Vorfällen in den Fußballstadien anzuwenden. "Warum setzen wir diese Technik nicht ein, damit jeder rassistische Schreier identifiziert und rausgeschmissen wird und nie wieder zurück ins Stadion darf", sagte der 30-Jährige in einem Interview mit dem Magazin "Focus".

Boateng engagiert sich seit Jahren gegen Rassismus. Für Schlagzeilen sorgte er, als er als Profi des AC Mailand bei einem Testspiel wegen rassistischer Schmähungen das Spielfeld vorzeitig verließ, seine Teamkollegen folgten ihm.

Nach dem Zug an einer Zigarette sind zwei 18-Jährige in Berlin zusammengebrochen. Die Zigarette - möglicherweise ein Joint - sei ihnen am S-Bahnhof Warschauer Straße von zwei Männern angeboten worden, teilte die Polizei am frühen Morgen mit. Rettungskräfte brachten die beiden Jugendlichen in ein Krankenhaus. Die Männer, die die verhängnisvolle Zigarette anboten, konnten nach dem Vorfall am Donnerstagabend zunächst fliehen. Ein Verdächtiger wurde kurz darauf festgenommen. Gegen den 25-Jährigen wird wegen gefährlicher Körperverletzung und Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz ermittelt. Welche Substanzen die Zigarette enthielt, konnte die Polizei zunächst nicht sagen.
 
Nach mehreren erfolglosen Anläufen des US-Senats will Präsident Donald Trump den Abbau der Krankenversicherung "Obamacare" nun selbst in die Hand nehmen. Er unterzeichnete gestern eine Anordnung, die grundlegenden Änderungen den Boden bereitet. Bevor diese in Kraft treten, müssen sie allerdings von mehreren Ministerien umgesetzt werden. Das kann Monate dauern.
 
Im Kern sehen die Änderungen vor, dass Amerikaner sich auch über Staatsgrenzen hinweg versichern können. Dieses Ziel verfolgen Trump und die Republikaner seit langem. Kritiker bemängeln, die Änderungen lösten den Kern von "Obamacare" auf, außerdem seien Menschen deutlich schlechter abgesichert
Chinas Außenhandel hat kurz vor dem wichtigen Parteikongress in Peking starke Zahlen vorgelegt. Die Importe in US-Dollar gerechnet machten einen Sprung um 18,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie die Zollverwaltung in Peking  berichtete. Wieder robuster entwickelten sich auch die Exporte, die um 8,1 Prozent im Vergleich zum September des Vorjahres stiegen. Noch im Vormonat waren die Ausfuhren lediglich 5,5 Prozent gewachsen - so langsam wie seit Februar nicht mehr. 

Vor dem Parteikongress, einem politischen Schlüsseltreffen, hatte China zuletzt eine ganze Reihe positiver Wirtschaftsdaten vorgelegt. Auch der Internationale Währungsfonds hob diese Woche zum zweiten Mal in diesem Jahr seine Wachstumsprognose für die zweitgrößte Volkswirtschaft um 0,1 Prozentpunkte auf 6,8 Prozent an
Nach der Präsentation des Abschlussberichts über Behördenversagen im Fall Amri hat die Union mehr Kompetenzen für den Bund gefordert. Der Föderalismus gelange "bei der Bekämpfung des islamistischen Terrorismus schnell an Grenzen", sagte Unionsfraktionsvize Stephan Harbarth (CDU) der "Rhein-Neckar-Zeitung". "Wir brauchen deshalb bei den Gefährdern eine Steuerungskompetenz des Bundes." Konkret müssten das Bundeskriminalamt und das Bundesamt für Verfassungsschutz personell gestärkt werden.

Gestern war der Abschlussbericht vorgestellt worden. Demnach war die Festnahme des islamistischen Attentäters Anis Amri vor seinem Terroranschlag in Berlin mehrfach an Fehlern verschiedener Polizeibehörden in Bund und Ländern gescheitert.
In Österreich ist der Wahlkampf mit einer betont sachlich geführten Debatte in der sogenannten Elefantenrunde zu Ende gegangen. Statt der zuletzt häufigen gegenseitigen Angriffe und Vorwürfe beherrschte das Werben um die eigene Politik die Beiträge der fünf eingeladenen Spitzenkandidaten in der ORF-"Elefantenrunde" am Donnerstagabend. 

Breiten Raum nahmen erneut die Flüchtlingskrise und ihre Folgen ein. Weitgehende Einigkeit herrschte darüber, dass die Sozialsysteme künftig für Migranten weniger attraktiv sein sollten. Nach bisherigen Umfragen gilt der 31-jährige Außenminister und ÖVP-Chef Sebastian Kurz am Sonntag als Favorit im Rennen um die Kanzlerschaft. Auch die FPÖ kann den Meinungsforschern zufolge mit einem guten Ergebnis rechnen.

Knapp 6,1 Millionen Niedersachsen sind am Sonntag zur Wahl eines neuen Landtags aufgerufen. In Umfragen liefern sich SPD und CDU ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen um die Position der stärksten Partei, angesichts diverser Koalitionsoptionen ist mit einer schwierigen Regierungsbildung zu rechnen. Für das seit 2013 in Hannover regierende Bündnis aus SPD und Grünen zeichnete sich demnach keine neuerliche Landtagsmehrheit ab.

 

Zur Wahl treten landesweit 15 Parteien und zehn Einzelbewerber an, 210 Kandidaten bewerben sich insgesamt um die 137 Sitze im niedersächsischen Parlament. Der Urnengang war eigentlich erst für Januar geplant. Er wurde aber vorgezogen, weil im August die Abgeordnete Elke Twesten von den Grünen zur CDU wechselte und die rot-grüne Regierung dadurch ihre Mehrheit im Landtag einbüßte.

Die Waldbrände in Kalifornien fordern immer mehr Todesopfer. Durch die Feuer kamen nach neuen Angaben der Behörden bereits mehr als 31 Menschen ums Leben. Bei den meisten habe es sich um alte Menschen gehandelt, sagte der Sheriff des Bezirks Sonoma, Ron Giordano. Um mögliche weitere Vermisste zu finden, setzten die Einsatzkräfte Spürhunde ein.

Die Feuerwehr rechnet mit einem weiteren Anstieg der Opferzahlen. Schon jetzt zählen die Waldbrände zu den schlimmsten in der Geschichte Kaliforniens. Die Feuer brannten bereits etwa 78.000 Hektar Land nieder, insbesondere in der Weinbauregion Sonoma. Etwa 3500 Häuser und Unternehmen wurden zerstört, darunter einige Weingüter. 

Guten Morgen verehrte Leserinnen und Leser. Ich begrüße Sie aus Berlin. Die Wetterpropheten haben nicht zu viel versprochen: Am Wochenende erwartet uns vielerorts Bilderbuchwetter. Der Temperaturanstieg ist bereits spürbar. Die Ursache scheint im ersten Moment überraschend: Ein neuer, riesiger Hurrikan, der sich über dem Atlantik gebildet hat, schaufelt an seiner Flanke warme Luft nach Europa.


insgesamt 6 Beiträge
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Seite 1
Brontosaurus 13.10.2017
1. auf keinen Fall Schneeglöckchen füttern...
das oben abgebildete Kaninchen mag zwar nicht das Entführungsopfer sein, aber es wird wohl ein Vergiftungsopfer sein. Schneeglöckchen sind sehr giftig für Kaninchen
stoffi 13.10.2017
2. Was hat denn dazu geführt, das
das Tier entführt wurde? Ob eine Vernachlässigung vorliegt, kann man dem Artikel nicht entnehmen. Meine Tochter brachte mal ein halbtotes Meerschweinchen mit, das sie einer Mitschülerin abgenommen hatte. Was das arme Tier erlitten hatte, möchte hier nicht erörtern. Ich weiss aber, das es Fälle gibt, wo nur so ein Tier zu retten ist. Ein bürokratischer Weg dauert oftmals zu lange und in der Zeit leidet ein Tier weiter, oder verstirbt.
protonendichte 13.10.2017
3. Massentierhaltung
Man sollte, falls korrekt gehalten, einem 9jährigen Mädchen nicht sein Kaninchen wegnehmen, das ist ziemlich gemein und entspricht wohl auch nicht dem Tierwohl. Diese Leute, letztlich aber wir alle, sollten uns lieber Gedanken über die Massentierhaltung, die dem dringenden Wunsch nach möglichst billigem Fleisch entspringt machen. Da interessiert das Tierwohl nur die Wenigsten, hauptsache billig.
globetrotter 13.10.2017
4.
Wenn stimmt, was im entsprechenden Beitrag auf welt.de dazu steht, hat es hier wirklich die Falschen getroffen. Leider werden Kaninchen aber immernoch viel zu oft allein und in irgendwelchen Buchten im Garten oder Kinderzimmer gehalten - und von den entsprechenden Haltern eher als Deko oder Spielzeug statt als Lebewesen gesehen.
Atheist_Crusader 13.10.2017
5.
Zitat von stoffidas Tier entführt wurde? Ob eine Vernachlässigung vorliegt, kann man dem Artikel nicht entnehmen. Meine Tochter brachte mal ein halbtotes Meerschweinchen mit, das sie einer Mitschülerin abgenommen hatte. Was das arme Tier erlitten hatte, möchte hier nicht erörtern. Ich weiss aber, das es Fälle gibt, wo nur so ein Tier zu retten ist. Ein bürokratischer Weg dauert oftmals zu lange und in der Zeit leidet ein Tier weiter, oder verstirbt.
Wenn man es mit einem Kind zu tun hat, dann wäre wohl der produktivste Weg, mit den Eltern zu reden. Die können nämlich dafür sorgen, dass das Kind lernt wie es Tiere richtig zu behandeln hat. Ob das hier passiert ist, das gibt der Artikel nicht her. Es gibt durchaus selbsternannte Tierschützer die sich vor allem durch eine "wir wissen es besser"-Attitüde auszeichnen und mehr Schaden anrichten als Gutes tun (Peta zum Beispiel), aber ich weiß nicht ob die ALF in die selbe Ecke einzuprdnen ist.
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