Newsblog Hunderte tote Schildkröten im Pazifik

Vor der Küste von El Salvador sind rund 400 tote Schildkröten entdeckt worden. Forscher gehen dem mysteriösen Massensterben auf den Grund.


Rachelle Pouplier
Herzlich willkommen bei Der Morgen @SPIEGELONLINE.
Bis 9 Uhr begleitet Sie heute Rachelle Pouplier beim Start in den Tag.
Die wichtigsten politischen Themen des Tages finden Sie kompakt in unserem Briefing DIE LAGE.
Ein trauriger Anblick an der Küste El Salvadors: Dort sind im Pazifik zwischen 300 und 400 tote Schildkröten entdeckt worden. Die Todesursache war nach offiziellen Angaben vom Donnerstag (Ortszeit) nicht erkennbar. Die teilweise schon verwesten Kadaver trieben in der Bucht Jiquilisco im östlichen Teil von Usulután. Wissenschaftler des Umweltministeriums nahmen Proben, um dem Massensterben auf den Grund zu gehen.
Das war's für heute auch schon wieder mit dem Morgen auf SPIEGEL ONLINE. Ich hoffe, Sie fühlen sich gut informiert für den Tag und sind bestens eingestimmt für das nahende Wochenende. 
Am Montag begrüßt Sie an dieser Stelle wieder mein Kollege Michael Kröger.
Machen Sie's gut und bis bald!
Der niederländische Rechtspopulist Geert Wilders darf offenbar Molenbeek nicht besuchen. Wilders hatte auf Twitter angekündigt, die Brüsseler Gemeinde Molenbeek besuchen zu wollen. Die Gemeinde gilt als Problemstadtteil und vermeintliche Hochburg für Islamisten. Der geplante Besuch ist Wilders allerdings offiziell von der Stadt Brüssel untersagt worden. Wilders "Islam-Safari" sei für die Menschen, die in Molenbeek lebten, beleidigend und diskriminierend, entschied Bürgermeistern Francoise Schepmans.
 
Foto: Reuters
 
Syrische Regierungstruppen haben die Terrormiliz, den sogenannten Islamischen Staat (IS), Berichten zufolge aus einer ihrer letzten Hochburgen im Osten Syriens vertrieben. Die Ölstadt Deir al-Sor, die seit 2014 vom IS beherrscht wurde, sei seit Donnerstag wieder vollständig unter syrischer Kontrolle, berichtete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in Großbritannien.
 
Die Einnahme der Stadt sei auch dank starker Luftunterstützung des Verbündeten Russland gelungen. Den Angaben nach kontrolliert der IS noch rund 40 Prozent der gleichnamigen Provinz, die ein Zentrum der Erdölförderung in Syrien ist. In den vergangenen Monaten hatte die IS-Terrormiliz in Syrien und im Irak empfindliche Rückschläge erlitten
Es wird also ein richtiges Herbstwochenende für Herbstspaziergänge und Jahrmarktbesuche. Serienfans bleiben natürlich lieber zu Hause. Ich empfehle Ihnen da die neue Staffel von Stranger Things.
Für alle Fans und die, die wissen wollen, was in der letzten Staffel passiert ist, gibt es hier einen kleinen Rap von Hauptdarstellerin Millie Bobby Brown bei Talkshow-Host Jimmy Fallon:
 
Und wie wird das Wetter am ersten Novemberwochenende?
 
Foto: DPA
 
 
- Heute Früh ist es wechselnd bewölkt, vor allem an den Alpen regnet es noch zeitweise. Im Norden und Westen klart der Himmel örtlich auf, bevorzugt dort bildet sich hier und da Nebel. Es kühlt auf 9 bis 2 Grad ab. Vormittags lässt der Regen auch an den Alpen nach, sonst regnet es bei meist starker Bewölkung kaum mehr. Der Nachmittag verläuft bis auf vereinzelte kurze Schauer trocken und die Wolken lockern vor allem im Südwesten stärker auf. Die Luft erwärmt sich auf 9 bis 14 Grad, am Oberrhein bis 16 Grad. 
- Am Samstag ziehen im Nordwesten und Westen Wolken auf, die ab dem späten Nachmittag dort etwas Regen bringen. Im Osten und Süden ist es nach Auflösung der Nebelfelder heiter bis wolkig und trocken, bevor sich am Nachmittag auch dort die Wolken verdichten. Die Temperatur steigt auf 10 bis 16 Grad, am Oberrhein bis 18 Grad, bei zähem Nebel kaum über 8 Grad. 
- Am Sonntag weitet sich die starke Bewölkung mit mäßigen Regenfällen bis zum Abend langsam bis zur Oder und Neiße sowie nach Südostbayern aus. Am Vormittag ist es dort noch teils heiter. Die Temperatur steigt meist auf 9 bis 15 Grad. Die Luft kühlt auf 7 bis 1 Grad ab. Im Westen gibt es gebietsweise Bodenfrost
In Südkalifornien wurde eine umgerechnet etwa eineinhalb Meter lange Eidechse in einem Garten entdeckt - Tausende Kilometer von ihrer ursprünglichen Heimat entfernt. Die Eidechsenart kann bis zu zweieinhalb Meter lang werden und ist verwandt mit dem Papuawaran, auch Baumkrokodil genannt. Die Waranart stammt eigentlich aus Papua Neuguinea und Indonesien. Die Tierpfleger, in deren Obhut sich das Tier jetzt befindet, gehen von einem ausgebüxten Haustier aus.
 
Die Bundestagsabgeordneten sind in der abgelaufenen Legislaturperiode von 2013 bis 2017 so viel und so teuer wie noch nie in der Welt unterwegs gewesen. In den vergangenen vier Jahren hätten die Parlamentarier insgesamt 2479 Dienstreisen angetreten, berichtete die "Bild"-Zeitung unter Verweis auf Zahlen des Bundestags.
Die Gesamtkosten für diese Reisen hätten bei 13,26 Millionen Euro gelegen. Die häufigsten Ziele seien die USA und Frankreich gewesen. In der vorherigen Legislaturperiode von 2009 bis 2013 hätten die Kosten laut «Bild» bei 11,76 Millionen Euro gelegen.
Der mutmaßliche Anführer einer Bande von Benzindieben ist in einer Schönheitsklinik im Zentrum von Mexiko getötet worden.
Unbekannte Angreifer seien in das Krankenhaus in Puebla eingedrungen und hätten vier Menschen erschossen, teilte die örtliche Staatsanwaltschaft am Donnerstag mit. Der Bandenchef wollte sich demnach einem plastischen Eingriff im Gesicht unterziehen sowie die Fingerabdrücke ändern lassen, um seine Identität zu verschleiern.
Der Angriff am Montag stand nach Einschätzung der Ermittler in Zusammenhang mit Revierkämpfen zwischen Benzindieben. In der Ortschaft Tlatenango im Bundesstaat Puebla eröffneten Angreifer aus einem Geländewagen heraus das Feuer auf eine andere Gruppe und töteten fünf Personen. "Wir gehen davon aus, dass in den Benzindiebstahl verwickelte Banden ihre Rechnungen beglichen haben", hieß es in der Mitteilung der Staatsanwaltschaft. Der Diebstahl von Treibstoff ist in Mexiko weit verbreitet. Der staatliche Ölkonzern Pemex verliert dadurch pro Jahr über eine Milliarde US-Dollar. In den Diebstahl sind sowohl lokale Gruppen als auch die großen Verbrechersyndikate verwickelt.
Mehr als 50 prominente internationale Autoren haben einen Brief an den chinesischen Präsidenten Xi Jinping geschickt und forderen darin die Freilassung von Liu Xia, der Frau des verstorbenen Friedensnobelpreisträgers Liu Xiaobo.
 
Autoren wie Margaret Atwood, Chimamanda Adichie, Philip Roth und George Saunders haben den Brief unterzeichnet. Sie appellieren darin an sein "Gewissen" und "Mitgefühl". Liu Xia befindet sich seit 2010 unter Hausaurrest, obwohl sie nie wegen irgendetwas angeklagt wurde.
 
Foto: AP
 
 
US-Präsidententochter Ivanka Trump hat sich gegen sexuelle Belästigung von Frauen am Arbeitsplatz ausgesprochen. Auf einer Konferenz für Frauen in der Wirtschaft in Tokio sagte sie: "Zu häufig werden Frauen in der heutigen Arbeitswelt nicht mit Respekt behandelt". Sexuelle Belästigung könne nicht toleriert werden.
 
Bleibt zu hoffen, dass der Vater seiner Tochter bei ihrer Rede zugehört hat...
Haben Sie schon angefangen, Ihre Weihnachtsgeschenke zu kaufen? Pünktlich zum Start der vorweihnachtlichen Einkaufssaison bringt Apple heute sein neues iPhone X in die Läden. In China bildeten sich bereits Stunden vor Verkaufsstart lange Schlangen vor den Apple-Stores.
Vor dem Apple-Store boten Dutzende Schwarzhändler das bisher teuerste iPhone mit einem Aufschlag von 500 bis 1000 Yuan, umgerechnet 65 bis 130 Euro, für Käufer an, die nicht warten wollten und nicht vorbestellt hatten.
Der Technologiekonzern Apple hatte die neuesten Modelle Mitte September präsentiert. Das iPhone X kann neben der Gesichtserkennung mit einem größeren Bildschirm und einer verbesserten Leistungskraft aufwarten. In den USA kostet das Smartphone mit kleinerem Speicher 999 Dollar. In Deutschland ist die Variante mit einem 64-GB-Speicher erst für stolze 1149 Euro zu haben, 256 GB kosten sogar 1319 Euro. 
Foto: DPA
 
 
Ein Mann ist am Abend in einer Filiale der Kaffeehauskette Starbucks in Chicago im US-Staat Illinois erschossen worden. Zwei weitere Personen, unter ihnen ein 12-jähriger Junge, seien angeschossen und in Krankenhäuser gebracht worden, berichten US-Medien. Über Täter und Motiv liegen noch keine Angaben vor. Die Polizei riegelte das Gebiet weiträumig ab.
Für den wegen Mordes verurteilten Paralympicssieger Oscar Pistorius könnte es eine härtere Strafe geben: Darüber berät das höchste Berufungsgericht Südafrikas.
Die Staatsanwaltschaft hält die von einem Gericht verhängte sechsjährige Haftstrafe für zu niedrig und hat deshalb Einspruch eingelegt. Die Strafe sei der Schwere des Vergehens nicht angemessen und könnte einen unwillkommenen Präzedenzfall für künftige Mordverfahren abgeben, argumentiert sie. Die Anhörung in Bloemfontein ist auf einen Tag angesetzt. Ein Urteil wird für einen späteren Termin erwartet. Der unterschenkelamputierte Prothesensprinter Pistorius, der am Valentinstag 2013 seine Lebensgefährtin Reeva Steenkamp durch die geschlossene Toilettentür in seinem Wohnsitz erschossen hatte, war im Juli 2016 nach dreijähriger juristischer Auseinandersetzung verurteilt worden. 
 
Foto: DPA
 
Das passiert heute im politischen Berlin:
  • Koalitionsgespräche: Union, FDP und Grüne wollen heute eine Zwischenbilanz ziehen. In den bisherigen Verhandlungen über ein Jamaika-Bündnis waren die Meinungsverschiedenheiten insbesondere bei den Themen Zuwanderung und Klimapolitik deutlich geworden. In anderen Bereichen verständigten sich die Verhandlungspartner auf einen inhaltlichen Fahrplan für die weiteren Gespräche, die in der kommenden Woche fortgesetzt werden sollen.
  • Der neue Bundesratspräsident Michael Müller (SPD) hält heute Morgen in der Länderkammer seine Antrittsrede. Berlins Regierender Bürgermeister hatte Anfang des Monats die Nachfolge der bisherigen Bundesratspräsidentin und rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Dreyer (SPD) angetreten. Der Bundesratspräsident, der turnusgemäß jeweils für ein Jahr gewählt wird, vertritt den Bundespräsidenten, wenn dieser verhindert ist oder vorzeitig aus dem Amt scheidet. Auf der Tagesordnung des Bundesrates steht zudem die Anhebung der Hartz-IV-Regelsätze.
US-Präsident Donald Trump bricht heute zu einer außergewöhnlich langen Asienreise auf. Im Mittelpunkt der zwölftägigen Reise mit Stationen in fünf Ländern dürfte der Konflikt um das nordkoreanische Atomprogramm stehen. Nach einem kurzen Zwischenstopp im US-Bundesstaat Hawaii wird Trump zunächst Japan besuchen. Weitere Stationen sind Südkorea, China, Vietnam und die Philippinen. Trump dürfte während seiner Reise darauf dringen, dass vor allem China energischer als bislang Druck auf Nordkorea ausübt. Besondere Aufmerksamkeit wird auch sein Treffen mit dem philippinischen Präsidenten Duterte auf sich ziehen, der wegen seines brutalen Kampfes gegen die Drogenkriminalität international heftig kritisiert wird - bislang allerdings nicht von Trump.
Gegen US-Schauspieler Kevin Spacey werden neue Vorwürfe wegen sexueller Belästigung und "lüsternem" Verhalten am Filmset erhoben. Acht ehemalige und aktuelle Mitarbeiter der US-Erfolgsserie "House of Cards" warfen Spacey laut CNN-Berichten vor, die Produktion zu einem "toxischen Arbeitsumfeld" gemacht zu haben. 
Ein früherer Mitarbeiter gab an, sexuell von Spacey am Set während des Drehs der ersten Staffel belästigt worden zu sein. Dabei soll es zu nicht einvernehmlichen Berührungen und kruden Bemerkungen Spaceys gekommen sein.
Derweil haben sich Spaceys Agent und Publizist offiziell von dem Schauspieler distanziert und ihre Arbeit mit ihm beendet.
 
Foto: Netflix
 
Einen schönen guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser! Ich begrüße Sie herzlichst zum Morgen auf SPIEGEL ONLINE. Es ist Freitag, der 3. November, wir stehen kurz vor dem Wochenende. Also, starten Sie entspannt mit mir in den Tag mit frischem Kaffee und den wichtigsten, kuriosesten, kleinen und großen Nachrichten aus der Welt! 


insgesamt 2 Beiträge
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jojack 03.11.2017
1. Schwierig zu beurteilen
Künstler sind in ihrer Arbeit nicht mit normalen Angestellten zu vergleichen. Das gilt auch für Superstars wie Kevin Spacey. Jeder, der in der schillernden Filmszene arbeitet, weiß dass Skandale, Sex und Drogen dazugehören. Langweiler will keiner sehen. Trotzdem ist Spaceys Karriere wohl fürs erste vorbei.
TheFunk 03.11.2017
2. Moralisch fragwürdig,
aber bei einem amerikanischen Präsidenten der Frauen "Grab her by the pussy" herabwürdigt, gibt's wohl schlimmeres als Kevin Spaceys Avancen an erwachsenen Männern. Da werden wohl bald mehr prominente Namen Folgen.... übrigens, wenn ein Tarantino zugibt von Weinsteins Vorgehen gewusst zu haben, aber nicht gehandelt hat, finde ich das verwerflich.
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