Newsblog Erdbeben in Iran und Irak: Türkei schickt ersten Hilfskonvoi 

Ein schweres Erdbeben in der Grenzregion zwischen Iran und dem Nordirak hat viele Menschen in den Tod gerissen. Die erste Unterstützung für die Katastrophenregion kommt aus der Türkei. Auch in Costa Rica bebte die Erde.

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Michael Kröger
Herzlich willkommen bei Der Morgen @SPIEGELONLINE.
Bis 9 Uhr begleitet Sie heute Michael Kröger beim Start in den Tag.
Die wichtigsten politischen Themen des Tages finden Sie kompakt in unserem Briefing DIE LAGE.
Und damit endet der "Morgen" wieder. Ich verabschiede mich mit der Empfehlung für SPIEGEL ONLINE. Meine Kollegen werden Sie weiterhin mit Nachrichten, Analysen und Reportagen aus aller Welt versorgen. Zu den wichtigsten Themen heute zählen wieder die Sondierungsgespräche für eine Jamaika-Koalition. Bei den Verhandlungen stehen Klima, Energie und Umwelt im Mittelpunkt. Stichwort Klima: Auch von der Welt-Klimakonferenz aus Bonn gibt es Nachrichten: Die neue CO2-Bilanz wird veröffentlicht. Das Wissenschaftsressort schaut, ob Besserung in Sicht ist. In Brüssel tagen derweil die Verteidigungs- und Außenminister, um über eine Verteidigungsunion nachzudenken. Die Politik von US-Präsident Donald Trump verleiht dem Projekt regelrecht neuen Schub.
 
Morgen wird Sie an dieser Stelle Malte Müller-Michaelis begrüßen. Ihnen wünsche ich einen erfolgreichen Arbeitstag.
Foto: dpa
 
 
Kurz vor dem Ende noch ein kurzer Blick auf das Wetter. Nach dem grau verhangenen Wochenende wird es wieder sonniger. Lediglich in den Mittelgebirgen im Süden und im Osten sowie am Alpenrand kommt es zu Niederschlägen, oft auch als Schnee.  Die Tageshöchstwerte liegen zwischen drei Grad im Alpenvorland und zehn Grad im Nordwesten, in den höheren Mittelgebirgslagen und an den Alpen nur um Null Grad. Mehr zum Wetter in Ihrer Region finden Sie hier. Smartphone-Nutzern empfehle ich diesen Link

Union, FDP und Grüne erwägen laut einem Bericht des Düsseldorfer "Handelsblatts" höhere Steuersätze für Bezieher sehr hoher Einkommen. Zur Debatte steht, die derzeitige Reichensteuer von insgesamt 45 Prozent früher greifen zu lassen als bei den bisherigen 250.000 Euro.

Damit könnten Entlastungen für untere und mittlere Einkommen gegenfinanziert werden, berichtete das Blatt unter Berufung auf Teilnehmer der Jamaika-Sondierungsverhandlungen. Dabei geht es um Bezieher von Einkommen oberhalb des bisherigen Grenzwerts für den Spitzensteuersatz von 54.000 Euro brutto im Jahr. Dieser Grenzwert könnte dem Bericht zufolge angehoben werden. 

Dem ADAC muss Steuern in Millionenhöhe nachzahlen. Allein für die Jahre 2014 und 2015 müsse der Automobilclub rückwirkend knapp 90 Millionen Euro an den Fiskus überweisen, berichtete die "Süddeutsche Zeitung". Grund dafür ist demnach, dass der ADAC künftig Versicherungssteuer zahlen muss. Das Bundeszentralamt für Steuern habe im Juli einen entsprechenden Bescheid erlassen und damit eine jahrzehntelange Großzügigkeit der bayerischen Finanzbehörden beendet.
 
Der "Süddeutschen" zufolge macht die Entscheidung dem Verein schwer zu schaffen, dessen Beitragseinnahmen nicht mehr ausreichen, um die laufenden Kosten für Pannenhilfe, Mitgliederservice und andere Leistungen abzudecken. Deshalb sollten bis zu 400 Stellen hauptsächlich in der ADAC-Zentrale in München abgebaut werden. 
 
Der Stardirigent Teodor Currentzis sieht Musik als einzigartige Sprache. "Sie hilft, sich ohne Worte zu verstehen. Ich nenne Musik manchmal die Sprache der Engel, weil sie singen", sagte Currentzis in Baden-Baden. Dort dirigierte er im Festspielhaus gestern Abend die Oper "La Bohème" von Giacomo Puccini - unter Ovationen des Publikums. Currentzis und sein russisches Kammerorchester MusicAeterna samt Chor gastierten bei den Herbstfestspielen, die am Sonntag endeten. Im kommenden Jahr wird er Chefdirigent des SWR Symphonieorchesters in Stuttgart. 
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Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft bestreitet morgen (20.45 Uhr/Liveticker bei SPIEGEL ONLINE) in Köln gegen Frankreich ihr 938. Länderspiel. In der Gesamtbilanz stehen 548 Siege, 189 Unentschieden und 200 Niederlagen bei einem Torverhältnis von 2112:1098. Erstmals seit 1997 könnte die DFB-Auswahl in einem Kalenderjahr wieder ohne Niederlage bleiben. Bislang gab es in 14 Partien elf Siege und drei Remis.
 
Gegen Frankreich sieht die Bilanz der deutschen Mannschaft deutlich schlechter aus: Seit der ersten Partie im Jahr 1931 gab es neun Siege, sechs Remis und 13 Niederlagen.
 

 

Die Stimmung in der Weltwirtschaft ist nach einer aktuellen Erhebung des Münchner ifo-Instituts so gut wie seit dem zweiten Quartal 2011 nicht mehr. Das Klima verbesserte sich in nahezu allen Weltregionen, wie das Institut mitteilte. Die befragten Experten schätzten die aktuelle Lage demnach überall positiver ein, außer im Nahen Osten und in Nordafrika.

 

Bei den Erwartungen war die Entwicklung unterschiedlicher. In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften nahm der Optimismus ab. Die Experten aus den Schwellen- und Entwicklungsländern erwarteten hingegen ein Anziehen der Konjunktur; insbesondere Lateinamerika trug zu einem Anstieg der Erwartungen bei.

Eine außerordentliche Kündigung muss bestimmten Anforderungen entsprechen, um gültig zu sein. Das gilt für Arbeitnehmer ebenso wie für Arbeitgeber, erklärt die Arbeitsgemeinschaft Arbeitsrecht des Deutschen Anwaltvereins mit Blick auf eine Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Rheinland-Pfalz (Az.: 4 Sa 307/16). 

In dem Fall ging es um einen Azubi, der seine Ausbildung in einem anderen Betrieb fortsetzen wollte. Deshalb bat er seinen aktuellen Arbeitgeber um Auflösung des Ausbildungsvertrags. Das lehnte der ab, daraufhin kündigte der Azubi fristlos. In seinem Kündigungsschreiben begründete er die Kündigung mit systematisch schlechter Behandlung, ungerechter Kritik und häufigem Anschreien. Der Arbeitgeber klagte gegen die Kündigung - und war damit erfolgreich. Die in der Kündigung angegebenen Gründe seien zu pauschal, keiner davon könne in der dargelegten Form als "wichtiger Grund" angesehen werden.  

In Australien ist ein achtjähriges Mädchen bei einem Motorsportrennen ums Leben gekommen. Anita Board war bei einem Testrennen in der Stadt Perth in ihrem Rennwagen "Pony Power" unterwegs, als sie gegen eine Betonmauer raste, wie die Polizei mitteilte. Sie zog sich dabei schwere Verletzungen zu und starb später im Krankenhaus. Die Polizei erklärte, die Unfallursache werde untersucht. 

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Nach dem schweren Erdbeben in der Grenzregion zwischen Iran und dem Nordirak ist die Unterstützung der Türkei für die Menschen in der Katastrophenregion angelaufen. Der türkische Ministerpräsident Binali Yildirim teilte nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu mit, ein erster Hilfskonvoi vor allem mit Medizin und Lebensmitteln sei auf den Weg gebracht worden. Die Türkei stehe an der Seite der Erdbebenopfer. 

Anadolu meldete, ein Frachtflugzeug der Armee mit einem Hilfsteam aus Bergungsexperten und medizinischem Personal sei von der türkischen Hauptstadt Ankara aus ins irakische Süleymaniye in der Nähe des Epizentrums gestartet. Der türkische Rote Halbmond bringe außerdem Tausende Zelte und Decken in die Katastrophenregion.
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Das Ziel heißt mehr Platz und bessere Luft: Ab Februar kommenden Jahres sollen in Singapur keine weiteren Privat- und Mietwagen mehr zugelassen werden. Lediglich alte Kraftfahrzeuge können durch neue ersetzt werden. Die Regierung setzt die Begrenzung der Zahl von Fahrzeugen durch, indem bei jedem Autokauf immer auch eine Berechtigung vorgelegt werden muss. Diese Zertifikate sind nicht billig - sie können so viel kosten wie das Auto selbst: Bei der letzten Verkaufsrunde stieg ihr Preis auf umgerechnet gut 26.000 Euro. Zusammen mit Steuern, Zulassungsgebühren und dem eigentlichen Kaufpreis summieren sich die Anschaffungskosten für einen Mittelklassewagen schnell auf umgerechnet mehr als 60.000 Euro. 

Zudem sind die Zertifikate nur für zehn Jahre gültig. Danach müssen sich Autobesitzer entscheiden, ob sie ihr Fahrzeug verschrotten oder die Berechtigung verlängern - maximal jedoch für weitere zehn Jahre. Das ist einer der Gründe dafür, dass man auf Singapurs Straßen zum großen Teil Neuwagen sieht. 

Im US-Konsulat in Hongkong ist ein verdächtiges weißes Pulver in einem Umschlag gefunden worden. Visa-Termine wurden abgesagt und Menschen in der Warteschlange vor dem Gebäude im belebten Zentrum der asiatischen Metropole wurden weggeschickt. Dann kam Entwarnung: Das Pulver sei nicht gefährlich, teilte das Konsulat nach einer Untersuchung durch die Polizei mit. Dennoch fügte es hinzu: "Visa-Termine sind für den Rest des Tages annulliert."

Polizisten in Chemie-Schutzanzügen hatten zuvor das US-Konsulat betreten, andere Polizisten verteilten Gasmasken außerhalb. Vier Polizeifahrzeuge und ein Lkw zur Bombenentschärfung waren vor dem abgeriegelten Haupteingang des US-Konsulats zu sehen.

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Schneefall hat zu etlichen Verkehrsunfällen in Oberfranken, der Oberpfalz und anderen Teilen Bayerns geführt. Am Sonntagabend kam es auf den Autobahnen in Oberfranken und auf den Höhenzügen des Fichtelgebirges und des Frankenwaldes zu zwölf Karambolagen, wie die Polizei heute Morgen mitteilte. Bei zwei Unfällen zogen sich drei Fahrzeuginsassen leichte Verletzungen zu. 

Der Schneefall hatte gestern Nachmittag eingesetzt. Innerhalb weniger Stunden ereigneten sich allein auf den Autobahnen im Raum Hof und Bayreuth acht Verkehrsunfälle. Die Feuerwehr musste mindestens 30 Mal ausrücken, um die Straßen von umgestürzten Bäumen zu befreien. 
Jeder hat das Recht auf ein Girokonto - so steht es im Gesetz. Einige Geldinstitute unterlaufen die Regelung auf ihre Weise: Sie lassen sich das sogenannte Basiskonto teuer bezahlen. Das hat die Stiftung Warentest ermittelt, die Konditionen von 108 Banken verglichen hat. 
 
Die Tester prüften für die Zeitschrift "Finanztest" die Preise für Basiskonten anhand eines Modellkunden, der keinen regelmäßigen Geldeingang hat und das Konto in einer Filiale führt. Ergebnis: Die meisten Basiskonten waren im Test teurer als die üblichen Gehaltskonten. Bei vier Regionalinstituten zahlte der Modellkunde sogar zwischen rund 205 Euro und rund 328 Euro Jahresgebühr
Fast zwei Drittel der Bundesbürger (63 Prozent) sprechen sich nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa gegen eine Legalisierung von Cannabis aus. Die Forderung, dass Erwachsene Cannabis zum Eigengebrauch als Rauschmittel in ausgewählten Fachgeschäften erwerben können sollten, wird von 34 Prozent der Bundesbürger unterstützt, wie aus der Umfrage hervorgeht. 

In Deutschland ist der Erwerb und Besitz von Cannabis verboten. Nur Ärzte dürfen das Rauschmittel seit Anfang des Jahres als Schmerzmedikament verordnen. FDP und Grüne wollen im Rahmen der Jamaika-Sondierungen Cannabis legalisieren. Die Unionsparteien CDU und CSU sind grundsätzlich dagegen
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Nach dem schweren Erdbeben in den südlichen Kurdengebieten in der Grenzregion zwischen dem Iran und dem Nordirak ist die Zahl der Toten auf mehr als 200 gestiegen. Dem iranischen Innenministerium zufolge gab es am Montag 207 Tote und 1700 Verletzte. Weitere Opfer werden befürchtet. 
"Wenn man sich aus der Kunst all die Menschen wegdenkt, die unmoralisch, sexistisch, menschenverachtend oder auch ganz einfach kriminell gehandelt haben, dabei aber großartige, bis heute berührende oder aufwühlende Werke hinterlassen haben, wäre die Welt zwar ein kleines bisschen besser, aber die Kunst ein ganzes Stück ärmer."
 
(Stephan Berg, Direktor des Kunstmuseums Bonn, über die Debatte um Sexismus und die Konsequenzen daraus. Zuletzt wurde US-Schauspieler Kevin Spacey aus einem Film von Ridley Scott herausgeschnitten.) 

Der US-Mitfahrvermittler Uber hat sich nach eigenen Angaben mit einem Konsortium um den japanischen Konzern Softbank auf eine Beteiligung verständigt. "Wir haben uns mit einem von Softbank und Dragoneer angeführten Konsortium auf ein potenzielles Investment geeinigt", teilte Uber gestern Abend mit. Dies sei ein "starkes Zeichen für das Vertrauen in Ubers langfristiges Potenzial", hieß es. Der Deal werde zu gesteigerten Investitionen in Technologie und der Expansion Ubers im In- und Ausland beitragen.

Softbank wollte sich auf Anfrage nicht äußern. Softbank hatte bereits vor einigen Monaten Interesse daran bekundet, rund eine Milliarde Dollar in Uber zu investieren und dafür Anteile von mindestens 14 Prozent zu erwerben.

Die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft DLG hat sich für eine deutlich reduzierte Verwendung des umstrittenen Unkrautvernichters Glyphosat ausgesprochen. "Glyphosat wird viel zu oft und zu umfangreich versprüht", sagte DLG-Präsident Carl-Albrecht Bartmer der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung". "In Europa ließe sich der Einsatz vermutlich um die Hälfte reduzieren." 

Das in der Landwirtschaft vielfach eingesetzte Mittel steht im Verdacht, krebserregend zu sein. Derzeit wird auf EU-Ebene um eine neuerliche Zulassung des Pflanzenschutzmittels für weitere fünf Jahre ab 2018 gerungen. Bartmer warb für eine Verlängerung der Zulassung: "Glyphosat hat im Unterschied zu vielen anderen Mitteln sehr wenige ökologische Nebenwirkungen." 
EU-Parlamentspräsident Antonio Tajani hat eine Verdoppelung des Haushalts der Europäischen Union gefordert. "Wir benötigen ... 280 Milliarden Euro statt 140 Milliarden Euro pro Jahr", sagte Tajani den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Das vergrößerte EU-Budget solle nicht durch zusätzliche Überweisungen aus den Mitgliedstaaten, sondern durch die Einführung von Steuern finanziert werden. "Hierfür braucht es neue EU-Eigenmittel, wie etwa eine Finanztransaktionsteuer auf Börsengeschäfte", sagte Tajani. Derzeit führen die EU-Staaten knapp ein Prozent ihrer Wirtschaftsleistung nach Brüssel ab. 
Einbrecher haben in Neubrandenburg ein Einkaufszentrum unter Wasser gesetzt. Die Täter brachen in der vergangenen Nacht in einen Handyladen ein, wie die Polizei mitteilte. Beim Einsteigen über das Dach des Centers beschädigten sie offenbar ein Rohr der Sprinkleranlage. Gut 30.000 Liter Wasser fluteten den Angaben zufolge das Einkaufszentrum. Mehrere Geschäfte und die Ladenzeile standen unter Wasser. Die Diebe hätten eine größere Menge Handys erbeutet und seien unerkannt entkommen, hieß es. 
Der irische Rockmusiker und Live-Aid-Gründer Bob Geldof gibt aus Protest gegen die burmesische Regierungsberaterin Aung San Suu Kyi und die "ethnischen Säuberungen" gegen die Rohingya-Minderheit in Myanmar eine Auszeichnung zurück. Er wolle den Ehrenpreis der Freiheit der Stadt Dublin im Laufe des Vormittags bei der Verwaltung abgeben, sagte Geldof in einer Stellungnahme gestern Abend. Er sei zwar stolz darauf, Dubliner zu sein, wolle aber nicht den gleichen Titel tragen wie Suu Kyi. Die Assoziation der Friedensnobelpreisträgerin mit der irischen Hauptstadt "beschämt uns alle". Sie habe sich zur "Dienerin des Genozids" gemacht. 

Allerdings hofft Geldof darauf, den Ehrentitel zukünftig wieder tragen zu dürfen. Sobald Suu Kyi die Ehrenbezeichnung aberkannt werde, werde er den Titel mit Stolz zurücknehmen
Im ersten Interview nach seinem spektakulären Rücktritt vor gut einer Woche hat der ehemalige libanesische Ministerpräsident Saad Hariri angekündigt, er wolle "innerhalb von Tagen" in die Heimat zurückkehren. Er werde nicht gegen seinen Willen in Saudi-Arabien festgehalten, beteuerte Hariri gestern in Riad weiter. "Wenn ich Saudi-Arabien morgen verlassen möchte, kann ich das machen." Future TV gehört Hariri. Der Sender gilt als Sprachrohr seiner Partei. 

Der Sunnit hatte Anfang November von Saudi-Arabien aus, zu dem er enge Beziehungen unterhält, seinen Rücktritt erklärt. Als Grund deutete er ein Mordkomplott seitens der libanesischen Schiitenmiliz Hisbollah und deren Schutzmacht Iran an. 
Im hessischen Flörsheim haben drei Menschen bei dem Versuch, ihre Wohnung mit einem Holzkohlegrill zu heizen, eine Kohlenmonoxidvergiftung erlitten. Weil die Zentralheizung ausgefallen war, hatten sie den Grill in ihrem Wohnzimmer aufgestellt, wie die Polizei Wiesbaden am frühen Morgen mitteilte. Wegen der steigenden Kohlenmonoxidwerte wurde daraufhin einem Bewohner schlecht, er klagte über starke Kopfschmerzen, die Rettungsleitstelle wurde verständigt.
 
Die Feuerwehr evakuierte das Gebäude und brachte die insgesamt 14 Hausbewohner ins Freie. Die drei Mieter der Wohnung wurden in ein Krankenhaus gebracht, die übrigen Hausbewohner konnten nach kräftigem Lüften in das Haus zurückkehren. 
Der spanische Ministerpräsident Mariano Rajoy hat sein hartes Vorgehen gegen die separatistische Regierung Kataloniens verteidigt. "Viele werfen mir vor, ich hätte keine politischen Lösungen gesucht. Aber ... Sie können mir glauben: Es gab keine Alternative", sagte Rajoy dem "Handelsblatt". "Die Krise in Katalonien ist das größte Problem, das ich in all meinen Jahren als Regierungschef erlebt habe." Er habe versucht, sich mit dem inzwischen abgesetzten katalanischen Regierungschef Carles Puigdemont zu einigen, doch das sei nicht möglich gewesen.
 
Rajoy nannte die Unterstützung der Europäischen Union im Katalonienkonflikt entscheidend. "Sie war fundamental", sagte er dem "Handelsblatt". "Und sie war auch deshalb so wichtig, weil die katalanische Unabhängigkeit nicht nur gegen Spanien gerichtet war, sondern gegen ganz Europa."
Während der Sondierungsgespräche über die Jamaikakoalition sind Gräben sichtbar geworden, die Beobachter für schwer überbrückbar halten. In einigen Punkten haben die Verhandlungen aber schon etwas gebracht. Die Wertschätzung füreinander ist gewachsen - zumindest in einzelnen Fällen . . .
"Jürgen Trittin ist echt eine coole Socke. Hätte ich gar nicht gedacht."
 
(Der konservative Jamaikakoalitionsunterhändler Jens Spahn, CDU, in Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland über den Grünen-Unterhändler vom linken Parteiflügel)
 
Mehr zu den Jamaika-Sondierungen können Sie hier lesen. 
 
Foto: AFP
 
 
"Wir haben hier einen roten Teppich ausgelegt bekommen wie wahrscheinlich noch nie jemand zuvor. Das ist wirklich ein Zeichen des Respekts. Vielleicht ein bisschen für mich. Aber wirklich für unser Land. Und da bin ich sehr stolz drauf."
 
(US-Präsident Donald Trump heute Morgen am Rande des Asean-Gipfels auf den Philippinen über seine zweiwöchige Asienreise.) 
Handelsexperten schlagen Alarm: Nach einer neuen Studie des Beratungsunternehmens PwC vernachlässigen viele Unternehmen im Handel den digitalen Umbau ihrer Geschäfte. Jedes fünfte Unternehmen habe sich noch nicht eingehend mit dem Aufbau digitaler Fähigkeiten beschäftigt, schreiben die Verfasser in dem Bericht, der in wenigen Tagen veröffentlicht werden soll (der Nachrichtenagentur dpa liegt aber aber bereits vor). Deutsche Händler und Konsumgüterhersteller "setzen ihre Marktposition gegenüber ihren internationalen Wettbewerbern aufs Spiel, wenn sie die digitale Transformation zu langsam angehen".
Foto: Reuters
 
 
Gestern Abend hat ein schweres Erdbeben die Kurdenregion im Grenzgebiet zwischen Iran und Irak erschüttert. Nach den jüngsten Angaben kamen mindestens 140 Menschen ums Leben. Es ist aber anzunehmen, dass die Zahl noch steigen wird. 866 Menschen wurden verletzt, wie das iranische Innenministerium am frühen Morgen mitteilte. Lokale Medien hatten zuvor schon von über 1000 Verletzten berichtet. Irans Präsident Hassan Ruhani versprach den Menschen in der Erdbebenregion sofortige Hilfe. 

Nach Angaben des Geoforschungszentrums Potsdam lag das Zentrum des Bebens mit der Stärke 7,3 in etwa 34 Kilometer Tiefe in der iranischen Provinz Kermanschah rund 500 Kilometer westlich der Hauptstadt Teheran. Später am Abend wurde ein Nachbeben der Stärke 4,5 registriert, am frühen Morgen gab es weitere Erstöße der Stärke 4,7.
 
Auch in Costa Rica bebte die Erde. An der Pazifikküste maßen die Seismographen eine Stärke von 6,4 auf der Richterskala. Berichte über Verletzte gab es zunächst nicht. 
Der Winter hat sich mit bemerkenswerter Geschwindigkeit in Deutschland breitgemacht. Schnee und Glätte im Süden und Osten. Kalter Wind und Regen oder zumindest Niesel im Westen und Norden. Guten Morgen, verehrte Leserinnen und Leser. Ich begrüße Sie zum "Morgen" auf SPIEGEL ONLINE. Gönnen Sie sich noch ein paar Minuten bei einer heißen Tasse Kaffee oder Tee. Hier kommen die Nachrichten aus aller Welt.


insgesamt 3 Beiträge
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Seite 1
omanolika 13.11.2017
1. Die Mehrheit der Bürger...
..ist gegen die Cannabis-Legalisierung, deshalb braucht sich keine Regierung, dafür echt irgendwie stark zu machen, denn für nun solch verbotene Sachen, braucht es einen gesellschaftlichen Sinneswandel, um eben zu legalisieren den Handel... Aber was ich ja noch zu erwähnen vergaß: gut wäre zu vereinheitlichen das Strafmaß, und zwar in den Ländern, beim Umgang mit den frisch ertappten Konsumenten, denn über die unterschiedlichen Strafen wundert man sich in manchen Momenten...
echoanswer 13.11.2017
2. Eine Frage an Hr. Berg
Ist Kunst wertvoller als eine bessere Welt? Sie sollten dringend vor die Tür Ihres Elfenbeinturmes treten.
mhwse 13.11.2017
3. Nachts an der Isar
Zitat von omanolika..ist gegen die Cannabis-Legalisierung, deshalb braucht sich keine Regierung, dafür echt irgendwie stark zu machen, denn für nun solch verbotene Sachen, braucht es einen gesellschaftlichen Sinneswandel, um eben zu legalisieren den Handel... Aber was ich ja noch zu erwähnen vergaß: gut wäre zu vereinheitlichen das Strafmaß, und zwar in den Ländern, beim Umgang mit den frisch ertappten Konsumenten, denn über die unterschiedlichen Strafen wundert man sich in manchen Momenten...
(oder im englischen Garten) wurde da noch niemand ertappt - auch die Polizei kennt diese "Brennpunkte" schon lange .. Ich konsumiere keine Drogen, ausser Kaffee. Aber man sollte schon überlegen, ob die hohe Zahl der Todesfälle/Leid durch Alkohol, durch ein Verbot einer weit harmloseren Droge zu rechtfertigen ist. (man könnte zumindest annehmen, dass sich ein Teil der schwer drogenabhängigen Alkoholiker (resp. Alkohol-Kranken - Alkohol macht offensichtlich krank, Cannabis ist offensichtlich ein wenn auch schwaches, Heilmittel), dieser leichteren Droge als Ausstiegsmöglichkeit zuwenden ..)
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